Markteinblick: ZEW-Erwartungen steigen auf Neunmonatshoch

Markteinblick: ZEW-Erwartungen steigen auf Neunmonatshoch

Laut der Umfrage vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für den Monat November stiegen die Konjunkturerwartungen für Deutschland überraschend deutlich von minus 1,1 Zähler im Oktober auf plus 9,8 Punkte – der höchste Wert seit März 2023. Erwartet wurde von den Dow Jones Newswires befragten Volkswirte einen Anstieg gegenüber dem Vormonat auf plus 5,0 Punkten. Zudem legte der Index zur Beurteilung der aktuellen Konjunkturlage um 0,1 Punkte auf minus 79,8 Zähler zu. Hier wurde mit einem Anstieg auf minus 76,0 Punkte gerechnet.

„Die Konjunkturerwartungen für Deutschland sind erneut angestiegen. Gleichzeitig verharrt die Lageeinschätzung auf niedrigem Niveau. Es erhärtet sich somit der Eindruck, dass die Talsohle der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland erreicht ist. Die unveränderte Lageeinschätzung ist insbesondere vor dem Hintergrund einer verschlechterten Lageeinschätzung für den gesamten Euroraum bemerkenswert. Die gestiegenen Konjunkturerwartungen werden begleitet von deutlich optimistischeren Aussichten für den deutschen Industriesektor sowie die in- und ausländischen Aktienmärkte. Auch bei der Inflation sowie den kurz- und langfristigen Zinsen scheinen Wendepunkte bei den Erwartungen erreicht“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.

Auch in der Eurozone kam es zu einem deutlichen Anstieg der Konjunkturerwartungen. Im November stieg der Index von plus 2,3 Punkte im Vormonat auf plus 13,8 Punkte. Der Lageindikator hingegen sank um 9,4 Punkte auf minus 61,8 Zähler.

Die positiven Konjunkturzahlen kamen auch im deutschen Leitindex DAX gut. Gegenüber dem Vortagesschluss kann das Aktienbarometer am heutigen Handelstag um 0,49 Prozent zulegen und notiert gegen 14:30 Uhr MEZ bei 15.420 Punkten. Mit Blick auf die Charttechnik könnte die seit dem 27. Oktober gestartete Aufwärtsbewegung als Nächstes bis zur Widerstandszone zwischen 15.485 und 15.600 Punkten weitergehen. In diesem Bereich sollte aber mit einer größeren Gegenbewegung gerechnet werden.

Auf der Unterseite liegt die erste markante Unterstützung im Tageschart bei 15.300 Punkten. Eine Ausdehnung der Korrektur bis zum nächsten Support bei 15.195 Zählern würde noch nicht zu einem Ende der aktuellen Aufwärtsbewegung führen. Erst ein Tagesschlusskurs unterhalb der 15.000-Punkte-Markte leitet möglicherweise eine Trendumkehr ein, die für eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends vom Rekordhoch bei 16.531 Punkten sorgen könnte.

 

Quelle: ZEW, Dow Jones News, stock3.com

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