Elbblick Börsenbrief – KW 16/2024

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

erwartungsgemäß hat die Europäische Zentralbank EZB am vergangenen Donnerstag die Leitzinsen bei 4,5 Prozent, den Einlagesatz bei 4,0 Prozent und den Spitzenrefinanzierungssatz bei 4,75 Prozent belassen. Auf der anschließenden Pressekonferenz signalisierte EZB-Präsidentin Christine Lagarde erneut eine Zinssenkung im Juni an, sollte sich die Inflation bis dahin weiter abschwächen. Außerdem sagte sie, einzelne EZB-Mitglieder sprachen sich bereits jetzt für eine Zinssenkung aus. Letztendlich gab es aber einen Konsens, den Leitzins zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu ändern.

In den USA standen am Mittwoch wichtige Inflationszahlen im Blickpunkt. Laut der US-Arbeitsstatistikbehörde BLS haben sich im März die US-Verbraucherpreise auf Jahressicht von 3,2 Prozent im Februar auf 3,5 Prozent erhöht. Bankenvolkswirte rechneten lediglich mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 3,4 Prozent. Im Monatsvergleich stieg die Teuerungsrate um 0,4 Prozent, nach 0,3 Prozent im Vormonat und einer Erwartung von 0,3 Prozent. Die höher als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten für März sorgten nach der Veröffentlichung für kräftige Abschläge an der Wall Street und für steigende Anleihezinsen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir anhand der charttechnischen Analyse jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wall Street-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

  • Montag, 15. April 2024 um 08:45 Uhr: Registrieren 
  • Montag, 15. April 2024 um 15:15 UhrRegistrieren < neue Startzeit
  • Mittwoch, 17. April 2024 um 08:45 Uhr: Registrieren 
  • Mittwoch, 17. April 2024 um 15:15 UhrRegistrieren < neue Startzeit

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Quellen: Dow Jones Newswires, ZEW, Handelsblatt

DAX Tageschart (DE40.c):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

In der abgelaufenen Handelswoche setzte der deutsche Leitindex DAX den Abverkauf vom Allzeithoch bei 18.568 Punkten fort und unterschritt dabei die 18.000-Punkte-Marke. Nachdem der Index bei 17.862 Zählern am Donnerstag das Wochentief markierte, gelang erneut der Sprung über die 18.000er-Schwelle.

Charttechnischer Ausblick:

Durch den jüngsten Abverkauf hat der DAX die technisch überkaufte Situation im Tageschart abgebaut und der Relative-Strength-Index-Indikator (RSI) liegt wieder im neutralen Bereich. Gegenwärtig stellt sich aber die Frage, ob der Abverkauf in die nächste Runde geht oder bereits beendet ist. Eine Antwort darauf könnte die (graue) 21-Tagelinie geben, die momentan bei 18.176 Zählern tendiert. Jedoch besteht hier bis zum 50%-Retracement des Abverkaufs vom Rekordhoch zum Donnerstagstief eine erhöhte Abprall Gefahr, die auch noch bis zum 61,8%-Retracement bei 18.298 Punkten bestehen kann. Darüber dürfte das Gröbste überstanden sein und der Blick richtet sich dann in Richtung des Allzeithochs vom 28. März 2024. Allerdings verhindert möglicherweise die Widerstandszone zwischen 18.410 und 18.470 Zählern fürs erste einen direkten Anstieg zu einem neuen Rekordhöchststand. Dafür wäre das Projektionsziel bei 18.730 Punkten möglicherweise ein geeigneter Kandidat.

Einen Strich durch diese „Bullen-Rechnung“ würde aber eine Unterschreitung des Donnerstagstiefs machen. Dadurch wäre die Falltüre noch weiter geöffnet und die nächsten beiden Supportmarken bei 17.815 und 17.715 Zählern rücken somit in den Vordergrund. Knapp unterhalb der zuletzt genannten Unterstützung verläuft gegenwärtig die (blaue) 50-Tagelinie bei 17.684 Punkten, die den gesamten Aufwärtstrend seit Oktober letzten Jahres begleitet und in diesem Jahr am 17. Januar eine starke Unterstützung geboten hat. In Zusammenarbeit mit der Horizontalunterstützung bei 17.620 Zählern entsteht hier eventuell ein neuer, großer Aufwärtsimpuls und die Chance auf eine Zurückeroberung der 18.000er-Marke. Bleibt dieser aus, dürfte der Abverkauf bis zur Unterstützungszone zwischen 17.335 und 17.430 Punkten weitergehen, ehe eine Stabilisierung eintritt.

Unterstützungen:

1. 17.715 / 17.815 Punkten

2. 17.620 / 17.684 Punkten

3. 17.335 / 17.430 Punkten

Widerstände:

1. 18.215 / 18.298 Punkten

2. 18.410 / 18.470 Punkten

3. 18.568 Punkten

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro rutschte am Freitag gegenüber dem US-Dollar unter die Marke von 1.07 US-Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand in diesem Jahr. Zugleich unterschritt das Währungspaar sowohl die 21-, 50- als auch die 200-Tagelinie.

Charttechnischer Ausblick:

Der negative Trend vom Dezemberhoch bei 1.1139 US-Dollar ist weiter tonangebend. Dieser könnte nun im nächsten Schritt die Horizontalunterstützung bei 1.0660 US-Dollar ansteuern mit Potential einer Ausdehnung bis auf 1.0615 US-Dollar. Hier dürften sich die Euro-Käufer wieder zu Wort melden und versuchen, eine stärkere Erholungsbewegung einzuleiten. Geht die Euro-Abwertung jedoch weiter, ergibt sich für die Euro-Käufer im Bereich von 1.0580 – 1.0520 US-Dollar womöglich die letzte Chance auf eine größere Kehrtwende. Ansonsten droht die Wideraufnahme des langfristigen Abwärtstrends, falls das Vorjahrestief bei 1.0448 US-Dollar unterschritten wird und das 50%-Fibonacci-Retracement bei 1.0405 US-Dollar der Anstiegsstrecke vom Jahrestief 2022 (0.9535 US-Dollar) bis zum Vorjahreshoch (1.1275 US-Dollar) keine Trendumkehr einleitet.

Ein erster Lichtblick auf der Oberseite ergäbe sich durch einen Tagesschluss weit über der 1.07er-Marke. Jedoch besteht bei Kursen unterhalb des Horizontalwiderstands bei 1.0790 US-Dollar jederzeit ein Potential für einen Rückfall, der den Abwärtstrend seit dem Dezemberhoch wiederaufnehmen könnte. Erst mit Notierungen über 1.0885 US-Dollar gelingt der Einheitswährung ein größerer Befreiungsschlag mit Anstiegschancen zur 1.10er-Marke. Hier besteht durchaus ein Ausbruchspotential für einen rasanten Anstieg, welcher problemlos in Richtung 1.1045 / 1.1055 US-Dollar gehen könnte. Von dort aus wäre ein Abverkauf zur 1.10er-Marke denkbar, bevor die nächste Kaufwelle ins Rollen kommt.

Unterstützungen:

1. 1.0615 / 1.0660 US-Dollar

2. 1.0520 / 1.0580 US-Dollar

3. 1.0448 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.0790 US-Dollar

2. 1.0885 US-Dollar

3. 1.1000 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Trotz steigender US-Anleiherenditen und einem aufwertenden US-Dollar stieg in der vergangenen Handelswoche der Preis für eine Feinunze Gold zum ersten Mal in der Geschichte auf 2.400 US-Dollar. Ein kurzer Rücksetzer am Mittwoch auf 2.319 US-Dollar wurde dabei als gute Kaufgelegenheit genutzt.

Charttechnischer Ausblick:

Aus technischer Sicht glüht das Edelmetall regelrecht. Denn sowohl im Tages-, Wochen- als auch im Monatschart notiert der Relative-Strength-Index-Indikator (RSI) oberhalb der überkauften Zone von 70 Punkten. Doch der Goldrausch scheint aktuell keine Grenzen zu kennen und demnach könnte der Kurs das nächste Projektionsziel bei 2.463 US-Dollar anpeilen. Natürlich verschärft sich die überkaufte Situation mit weiteren höheren Notierungen. Ob die Abkühlung vielleicht bei 2.463 US-Dollar oder beim nächsten Projektionsziel bei 2.517 US-Dollar erfolgt, steht momentan in den Sternen. Mittelfristig besteht sogar ein Aufwärtspotential bis zum Projektionsziel bei 2.609 US-Dollar.

Stärkere Rücksetzer sollten gegenwärtig auf jeden Fall besser eingeplant werden. Ein solcher verbilligt das Edelmetall möglicherweise bis auf 2.305 – 2.265 US-Dollar. Darunter verläuft die (graue) 21-Tagelinie bei 2.247 US-Dollar, die bereits Ende Februar eine hervorragende Abwehrarbeit leistete. Erst unterhalb von 2.195 US-Dollar wäre der dynamische Preisanstieg erst einmal gestoppt und der Goldpreis könnte im Anschluss in Richtung des alten Rekordhochs vom 6. Dezember 2023 bei 2.135 US-Dollar taumeln. Dazu schlängelt hier aktuell die (blaue) 50-Tagelinie entlang, die zusätzlich den Support verstärkt und dadurch die Wahrscheinlichkeit auf eine Trendumkehr erhöht.

Unterstützungen:

1. 2.265 / 2.305 US-Dollar

2. 2.195 US-Dollar

3. 2.135 US-Dollar

Widerstände:

1. 2.463 US-Dollar

2. 2.517 US-Dollar

3. 2.609 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 15.04. – 19.04.2024

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag15.04.202414:30 UhrUS: Einzelhandelsumsätze (Mrz.)
Montag15.04.202417:30 UhrUS: Auktion 3- und 6-monatiger T-Bills
Dienstag16.04.202408:00 UhrDE: Großhandelspreisindex (Mrz.)
Dienstag16.04.202411:00 UhrDE: ZEW - Konjunkturerwartungen (Apr.)
Dienstag16.04.202414:30 UhrUS: Baugenehmigungen (Mrz.)
Mittwoch17.04.202408:00 UhrUK: Verbraucherpreisindex (Mrz.)
Mittwoch17.04.202408:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Mrz.)
Donnerstag18.04.202414:30 UhrUS: Philly Fed Herstellungsindex
Donnerstag18.04.202416:00 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Mrz.)
Freitag19.04.202408:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Mrz.)
Freitag19.04.202411:00 UhrEU: Treffen der Europagruppe

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Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen