Markteinblick: GfK-Konsumklima stabil, Ifo-Beschäftigungsbarometer gesunken

Markteinblick: GfK-Konsumklima stabil, Ifo-Beschäftigungsbarometer gesunken

Das Konsumklima in Deutschland stabilisiert sich laut dem größten deutschen Marktforschungsinstitut Growth for Knowledge (GfK) zunehmend, allerdings auf niedrigem Niveau. Für den Monat Dezember kletterte der Stimmungsindikator von minus 28,3 im Vormonat auf minus 27,8 Punkte zurück. Die von Dow Jones Newswire befragten Volkswirte rechneten mit einem Rückgang auf minus 28,5 Zähler.

„Nach drei Rückgängen in Folge stabilisiert sich das Konsumklima zum Jahresende“, sagte Rolf Bürkl, Konsumexperte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), die zusammen mit dem GfK-Institut seit Oktober das Konsumklima erheben.  „Sein Niveau bleibt sehr niedrig und es sind keinerlei Signale für eine nachhaltige Erholung in den kommenden Monaten erkennbar. Die Stimmung ist nach wie vor von Verunsicherung und Sorgen geprägt.“

Ausschlaggebend für den leichten Anstieg war der Rückgang der Sparneigung von 8,5 auf 5,3 Punkte. Insbesondere die hohe Inflation in Deutschland hatte neben den derzeitigen Konflikten, wie dem Ukraine-Krieg oder dem Nahost-Konflikt, die größte Auswirkung auf die Neigung zum Sparen.

Dagegen war im November das vom Ifo-Institut ermittelte Beschäftigungsbarometer für Deutschland rückläufig. Gegenüber dem Monat Oktober sank das Barometer von 96,2 auf 95,9 Punkte. Vor allem in der Industrie innerhalb des energieintensiven Sektors wird mit weniger Beschäftigten gerechnet. Im Baugewerbe fiel die Beschäftigung wegen der Wohnbaukrise auf den niedrigsten Stand seit August 2010. Im Bereich der Dienstleistungen gibt es eine leicht positive Einstellungstendenz. „Das noch fehlende feste Fundament für den Aufschwung lässt die Unternehmen bei Neueinstellungen zögern“, kommentierte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, die jüngsten Zahlen. „Viele Unternehmen klagen weiterhin über mangelnde Neuaufträge.“

Chartanalyse EUR/USD 

Chartanalyse EUR/USD vom 28.11.2023

Die Gemeinschaftswährung Euro steht gegenüber dem US-Dollar am heutigen Handelstag knapp unterhalb dem Dreimonatshoch, welches am 21. November bei 1.0965 US-Dollar erreicht wurde. Gegen 14:30 Uhr MEZ notiert EUR/USD bei 1.0960 US-Dollar und damit kaum verändert zum Vortagesschlusskurs. Aus charttechnischer Sicht könnte in Kürze ein Sprung über das Dreimonatshoch bevorstehen und dadurch wäre ein Anstieg bis zum nächsten markanten Widerstand bei 1.1005 US-Dollar möglich. Darüber gäbe es ein Aufwärtspotential bis zur Widerstandszone zwischen 1.1065 und 1.1095 US-Dollar.

Solange EUR/USD weiterhin über 1.0895 US-Dollar notiert, bestehen gute Chancen auf einen Anstieg zur 1.10er-Marke. Im Fall eines Tagesschlusskurs darunter droht möglichweise ein Rücksetzer zur horizontalen Unterstützungslinie bei 1.0825 US-Dollar. Eventuell fällt hier die Entscheidung, ob der Aufwärtstrend vom Jahrestief bei 1.0448 US-Dollar in die nächste Runde geht oder ob die Abwärtsbewegung vom Dreimonatshoch die Supportzone zwischen 1.0745 und 1.0767 US-Dollar testen wird.

Quelle: Dow Jones News, GfK, Ifo, stock3.com

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