Markteinblick: DAX auf Rekordkurs, Euro schwächelt
DAX
Am gestrigen Dienstag wurde für Deutschland der Einkaufsmanagerindex für November bekanntgegeben. Erwartet wurde ein Wert von 48,7, somit ein gleichbleibender Wert wie vom Vormonat Oktober. Dieser ist dann aber mit 49,6 Punkten etwas über den Erwartungen ausgefallen, was dann für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung vom Mittwoch voriger Woche gesorgt hat. Der DAX markierte dann im Laufe des Handelstages ein neues Allzeithoch, welches am heutigen Mittwoch nochmals übertroffen wurde (aktuell bei 16.595 Zählern). Saisonal wäre diese Stärke im Einklang mit dem durchschnittlichen Jahresverlauf, da in den letzten 20 Jahren ab Anfang Oktober statistisch eine Phase der Kursstärke beginnt, die üblicherweise bis Ende Dezember anhält.
Gold / Silber
Die jetzige Handelswoche hat bereits mehrere Rekorde gesetzt: zunächst brach bei Handelsstart Sonntagnacht das Gold im US-Handel aus und markierte mit einer drastischen Bewegung neue Allzeithochs. Diese wurden aber schnell abverkauft, so dass der Goldpreis im Laufe des Tages von seinem Intraday-Kurshoch über 5% verloren und knapp unter dem Tagestief vom Freitag geschlossen hat.
Silber hat den Kursausbruch in kleinerem Maße gespiegelt, aber anschließend den Abverkauf dann in stärkerem Maße mitgemacht.
US-Aktienmärkte
Während der Dow Jones (DJ30) seine Jahreshochs vom Ende Juli/August mit zwei starken Handelstagen am Donnerstag und Freitag überwinden konnte, ist der S&P500 (US500) derzeit noch an seinen Sommerhochs. Die Marke von 4.600 Punkten scheint hierbei zumindest kurzfristig im Fokus zu stehen, da hier am Freitag und Montag die Höchstkurse waren.
Devisenmärkte
Der Euro (EURUSD) ist am Dienstag und Mittwoch voriger Woche zum US-Dollar über die Marke von 1,10 gesprungen, wo dann starke Verkäufe eingesetzt haben. Dies scheint aber weniger eine Dollar-Stärke zu sein, sondern eher eine Euro-Schwäche, da sich z.B. im Schweizer Franken (USDCHF) das Gegenteil, im Japanischen Yen (USDJPY) kaum, und im Britischen Pfund (GBPUSD) in deutlich geringerem Maße abgespielt hat.
Ausblick
Am heutigen Mittwoch werden um 14:15 Mitteleuropäischer Zeit die inoffiziellen ADP-Arbeitsmarktdaten für den Monat November veröffentlicht, welche am Markt als Orientierung für den am Freitag um 14:30 bevorstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht betrachtet werden.
Anschließend folgt ebenfalls am Freitag um 16:00 die Veröffentlichung des „Consumer Sentiment Index“. Beide Zahlen können im Zusammenspiel als wichtige Anhaltspunkte betrachtet werden für die weitere Zinspolitik der US-Zentralbank.
Quelle: Dow Jones News, Bloomberg