Elbblick Börsenbrief – KW 21/2024

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

in der vergangenen Börsenwoche sorgten wichtige US-Inflationsdaten für Kurssprünge an den Aktienmärkten. Am Dienstag fielen die US-Erzeugerpreise im April mit 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zwar deutlich höher aus als die Prognose bei 0,3 Prozent. Der Vormonat März wurde jedoch von 0,2 auf minus 0,1 Prozent nach unten revidiert, was bei den Aktienanlegern gut ankam.

Einen Tag später meldete die US-Arbeitsstatistikbehörde BLS die US-Verbraucherpreise für April, die im Jahresvergleich gegenüber März von 3,5 Prozent auf 3,4 Prozent sanken. Auf Monatsbasis stieg die US-Inflation um 0,3 Prozent nach 0,4 Prozent im Vormonat. Hier lag die Analystenschätzung aber bei einem Anstieg von 0,4 Prozent, was an den Finanzmärkten die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung schürte, die wiederum im Nasdaq 100- als auch im S&P 500-Index zu neuen Rekordhöchstständen verhalf.

Am deutschen Aktienmarkt kamen die Zahlen zum ZEW-Konjunkturindex für den Monat Mai gut an. Im Vergleich zum April stieg der Index von 42,9 Punkte auf 47,1 Zähler bei einer Erwartung der Volkswirte von 45,9 Punkte. „Nachdem das deutsche Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2024 höher ausfiel als gemeinhin erwartet, steigen sowohl die Lageeinschätzung als auch die Konjunkturerwartungen. Es mehren sich somit die Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung“, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick-Live-Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir anhand der charttechnischen Analyse jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wall Street-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unserem Elbblick-Live-Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Quellen: Dow Jones News, Handelsblatt, ZEW

DAX Tageschart (DE40.c):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Die Rekordfahrt im deutschen Leitindex DAX ging auch in der letzten Handelswoche weiter. Bereits am Montag erreichte das Aktienbarometer bei 18.846 Punkten einen neuen Rekordstand, der aber drei Tage später mit 18.893 Zählern nochmals getoppt wurde.

Charttechnischer Ausblick:

Momentan sieht es definitiv nicht nach der alten Börsenweisheit „Sell in May and go away“ aus. Die DAX-Bullen sind voll am Drücker und feierten wieder ein frisches Allzeithoch. Dazu hält sich der Index über dem ehemaligen Rekordhoch vom 2. April bei 18.568 Punkten, was das Chartbild stabiler aussehen lässt. Sollte es dabeibleiben, dürfte höchstwahrscheinlich ein neues Rekordhoch zeitnah folgen, welches sich im Bereich 18.970 und 18.985 Zählern ausbilden könnte. Gelingt dem DAX darüber hinaus eine nachhaltige Überschreitung der 19.000-Punkte-Marke, läge das nächste Projektionsziel bei 19.259 Punkten. Allerdings wäre der Index auf diesem Kursniveau technisch überkauft, so dass eine stärkere Gegenbewegung wahrscheinlicher wird, die aber auch erst im Bereich des nächsten Projektionsziels bei 19.435 Zählern losrollen könnte.

Bevor aber neue Sphären auf der Oberseite erklommen werden, steht aller Wahrscheinlichkeit nach ein Test des Aprilhochs bei 18.568 Punkten an, der sich problemlos bis auf 18.475 Zählern ausdehnen kann. Beginnt von hier aus nicht der nächste Aufwärtsimpuls, so bestehen an der bedeutsamen Unterstützungszone zwischen 18.200 und 18.365 Punkten gute Chance auf die Ausbildung einer größeren Aufwärtswelle mit Ziel der 19.000-Punkte-Marke. Dagegen bekommt das bullische Chartbild bei Notierungen unterhalb von 17.980 Punkten zunehmend Risse und die Rekordfahrt wäre erst einmal beendet. Zudem könnte der Abverkauf im Anschluss bis zur Supportzone 17.715 – 17.770 Punkten weitergehen und sich bei entsprechender Verkaufsdynamik bis auf 17.355 – 17.455 Zählern ausweiten.

Unterstützungen:

1. 18.475 Punkte / 18.568 Punkte

2. 18.200 Punkte / 18.365 Punkte

3. 17.980 Punkte

Widerstände:

1. 18.970 Punkte / 18.985 Punkte

2. 19.259 Punkte

3. 19.435 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Nachdem sich das Währungspaar EUR/USD zuletzt mehrmals die Zähne an der 1.08er-Marke ausbiss, gelang am Mittwoch ein Tagesschluss darüber. Am Mittwoch gingen die steigenden Notierungen weiter, doch am Donnerstag startete bei 1.0895 US-Doller ein Rücksetzer.

Charttechnischer Ausblick:

Der Euro arbeitet gegenüber dem US-Dollar weiter fleißig an einer mittelfristigen Bodenbildung und eröffnet sich dadurch die Chance, die Aufwärtsbewegung vom Jahrestief 2022 bei 0.9535 US-Dollar wieder zu aktivieren. Als nächstes könnte der Sprung über die 1.09er-Schwelle anstehen, der möglicherweise am Widerstand bei 1.0934 US-Dollar abgewehrt werden könnte. In diesem Fall kann eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends vom Dezemberhoch bei 1.1139 US-Dollar nicht ausgeschlossen werden. Dominieren aber die Euro-Käufer weiter das Geschehen, so läge ihr nächstes Kursziel bei 1.10 US-Dollar. Hier besteht durchaus ein Ausbruchspotential für einen rasanten Anstieg, welcher problemlos in Richtung 1.1045 / 1.1055 US-Dollar gehen könnte. Von dort aus wäre ein Abverkauf zur 1.10er-Marke denkbar und anschließend könnte die nächste Kaufwelle ins Rollen kommen.

Bevor die Reise in Richtung 1.10er-Marke fortgesetzt wird, wäre ein Schwungholen an der Supportzone zwischen 1.0806 und 1.0825 US-Dollar vorstellbar. Darunter würde sich das Kurslevel bei 1.0782 US-Dollar als Sprungbrett anbieten, dessen Sprungkraft zusätzlich durch die (blaue) 50- als auch durch die (orange) 200-Tagelinie in diesem Bereich verstärkt wird. Hingegen nehmen die Sorgenfalten der Euro-Käufer bei Notierungen unterhalb von 1.0748 US-Dollar deutlich zu. Zugleich käme es zur Unterschreitung der (grauen) 21-Tagelinie und das Währungspaar würde somit stärker zur Unterseite tendieren und dabei vielleicht die nächste Unterstützung bei 1.0713 US-Dollar ansteuern. Hier müssten die Euro-Käufer alles in die Waagschale werfen, um eine drohende größere Euro-Abwertung zu verhindern. Denn mit einem Tagesschlusskurs deutlich unter 1.0650 US-Dollar wäre ihr Schicksal mit der Reaktivierung des übergeordneten Abwärtstrends sehr wahrscheinlich besiegelt.

Unterstützungen:

1. 1.0806 / 1.0825 US-Dollar

2. 1.0782 US-Dollar

3. 1.0713 / 1.0748 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.0934 US-Dollar

2. 1.1000 US-Dollar

3. 1.1045 / 1.1085 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Der Goldpreis tendierte in den vergangenen Handelstagen verstärkt zur Oberseite und setzte dadurch die Kurserholung vom Abverkauf vom Rekordhoch bei 2.431 US-Dollar fort. Jedoch notierte das Edelmetall dabei unter der Marke von 2.400 US-dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Auffallend ist, dass die Volatilität im Gold spürbar nachgelassen hat und außerdem niemand bereit ist, Goldunzen und -barren im größeren Stil nahe dem Rekordhoch zu verkaufen. Darum wären neue Rekordpreise in der nächsten Zeit gut vorstellbar und dafür würde sich das Projektionsziel bei 2.463 US-Dollar als möglicher Kandidat anbieten. Drücken die Gold-Bullen darüber hinaus weiter auf den Kaufknopf, käme es wahrscheinlich zu Kursen im Bereich der 2.500er-Marke und dort zum Erreichen des Kursziels bei 2.517 US-Dollar. Mittelfristig besteht sogar ein Aufwärtspotential bis auf 2.609 US-Dollar.

Dagegen würde eine Beendigung des Tageshandels unterhalb von 2.330 US-Dollar neue Rekordhochs verzögern. Aber erst mit einem Tageschluss unter der (blauen) 50-Tagelinie, die aktuell bei 2.288 US-Dollar verläuft, entsteht voraussichtlich ein größerer Verkaufsdruck, der den Goldpreis im ersten Schritt bis auf 2.254 US-Dollar verbilligen könnte. Darunter würde der Abverkauf wahrscheinlich bis auf 2.207 – 2.195 US-Dollar weitergehen und im Fall einer Fortsetzung wäre die Rekordfahrt erst einmal gestoppt und der Goldpreis könnte im Anschluss in Richtung des alten Rekordhochs vom 6. Dezember 2023 bei 2.135 US-Dollar weiter nach unten bewegen. Hier wird sich zeigen, ob die Gold-Bullen imstande sind, eine nächste Kaufwelle loszutreten, die möglicherweise neue Rekordpreise mit sich bringt.

Unterstützungen:

1. 2.330 US-Dollar

2. 2.255 / 2.288 US-Dollar

3. 2.195 / 2.207 US-Dollar

Widerstände:

1. 2.431 US-Dollar

2. 2.463 US-Dollar

3. 2.517 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 20.05. – 24.05.2024

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag20.05.202408:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Apr.)
Montag20.05.202417:30 UhrUS: Auktion der 3- und 6-monatiger T-Bills
Dienstag21.05.202410:00 UhrEU: Rede EZB-Präsidentin Lagarde
Dienstag21.05.202412:00 UhrEU: Treffen der Eurogruppe
Mittwoch22.05.202408:00 UhrUK: Verbraucherpreisindex (Apr.)
Mittwoch22.05.202416:00 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Apr.)
Mittwoch22.05.202420:00 UhrUS: FOMC Sitzungsprotokoll
Donnerstag23.05.202409:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Mai)
Donnerstag23.05.202415:45 UhrUS: Einkaufsmanagerindex (Mai)
Donnerstag23.05.202416:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Apr.)
Freitag24.05.202408:00 UhrDE: Bruttoinlandsprodukt (Q1.2024)

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Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
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Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
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