Elbblick Börsenbrief – KW 17/2024

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

neben Unternehmenszahlen und geopolitischen Themen stand in der abgelaufenen Börsenwoche eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell im Fokus der Anlegerschaft. Auf einem Forum zur kanadischen Wirtschaft sagte Powell, die neueren Daten zeigen solides Wachstum und anhaltende Stärke des US-Arbeitsmarktes, aber auch keinen Fortschritt in diesem Jahr bei der Rückkehr zum Inflationsziel von 2 Prozent. Damit dürften baldige Zinssenkungen in den USA erstmal vom Tisch sein, weil die Inflation weiterhin deutlich über dem 2 Prozent-Ziel liegt und zuletzt sogar wieder zugelegt hat. Aktuell rechnen die Marktakteure mit einer ersten Zinssenkung der Fed im September.

In Deutschland ist der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen stärker gestiegen als erwartet. Im April kletterte der Index von 31,7 Punkten im März auf 42,9 Zählern bei einer Erwartung von 35 Punkten. „Eine sich erholende Weltwirtschaft hebt die Erwartungen für Deutschland“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Zahlen und ergänzte: „Die Hälfte der Befragten erwartet eine Verbesserung der deutschen Konjunktur in den nächsten sechs Monaten“.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir anhand der charttechnischen Analyse jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wall Street-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

  • Montag, 22. April 2024 um 08:45 Uhr: Registrieren 
  • Montag, 22. April 2024 um 15:15 UhrRegistrieren < neue Startzeit
  • Mittwoch, 24. April 2024 um 08:45 Uhr: Registrieren 
  • Mittwoch, 24. April 2024 um 15:15 UhrRegistrieren < neue Startzeit

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Quellen: Dow Jones Newswires, Handelsblatt

DAX Tageschart (DE40.c):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Gleich zum Auftakt in die abgelaufene Handelswoche unternahm der deutsche Leitindex DAX einen Erholungsversuch als Antwort auf den Abverkauf, der nach dem Erreichen des neuen Rekordhochs bei 18.568 Punkten am 2. April startete. Jedoch prallte dieser an der (graue) 21-Tagelinie ab und der Index stürzte anschließend unter die 18.000-Punkte-Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Die DAX-Bären sind weiter am Drücker und setzen gegenwärtig alles daran, die Aufwärtswelle vom Jahrestief bei 16.342 Punkten bis zum Allzeithoch stärker zu korrigieren. Bis zum Donnerstag hielt das 38,2%-Retracement dieser Aufwärtswelle bei 17.715 Punkten der Bären-Attacke noch stand. Doch mit der Unterschreitung einen Tag später rückt nun das 50%-Retracement bei 17.455 Punkten zusammen mit der wichtigen Horizontalunterstützung bei 17.355 Zählern in den Blickpunkt. Auf diesem Kursniveau dürften die DAX-Bullen zu einem größeren Gegenschlag ausholen mit dem Ziel, die 18.000er-Marke wieder zurückzuerobern. Schaffen sie es nicht und geht die Talfahrt außerdem weiter, könnte das 61,8%-Retracement bei 17.195 Punkten einen Schutz vor weiter fallenden Kursen bieten. Spätestens im Bereich zwischen 17.000 und 17.050 Punkten werden die DAX-Bullen höchstwahrscheinlich alles geben, um das Ruder mittelfristig wieder herzumzureißen.

Dagegen kommt auf der Oberseite viel Arbeit auf sie zu. Erste Aufgabe wäre dabei die Beendigung des Tageshandels über der (blauen) 50-Tagelinie, die bei 17.760 Punkten verläuft und am Freitag erstmals in diesem Jahr unterschritten wurde. Gelingt den DAX-Bullen dieser Coup, gehen die Aufbauarbeiten weiter, wobei diese bei 17.910 Punkten erneut ins Stocken geraten könnten. Bis 18.040 Punkten besteht jederzeit eine erhöhte Korrekturanfälligkeit. Erst bei Kursen über 18.160 Zählern scheint die Sonne wolkenlos für die DAX-Bullen. Gleichzeitig würde der Index wieder über der grauen 21-Tagelinie notieren.

Unterstützungen:

1. 17.335 / 17.455 Punkten

2. 17.195 Punkten

3. 17.000 / 17.050 Punkten

Widerstände:

1. 17.715 / 17.760 Punkten

2. 17.910 Punkten

3. 18.040 Punkten

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Der Kurs des Währungspaars EURUSD stabilisierte sich in den letzten Tagen knapp oberhalb der 1.06-US-Dollar-Marke. Dazu startete am Mittwoch eine Erholung, die einen Tag später aber bei 1.0690 US-Dollar abrupt stoppte.

Charttechnischer Ausblick:

Weiterhin gibt es Chancen für den zurzeit sehr angeschlagenen Euro, vom aktuellen Kursniveau aus eine stärkere, mittelfristige Aufwärtswelle zu initiieren. Möglicherweise startet diese aber auch erst im Bereich 1.0555 – 1.0580 US-Dollar. Bei Kursen unterhalb von 1.0520 / 1.0490 US-Dollar dagegen trübt sich die Aussicht auf eine solche Kaufwelle deutlich ein und der Blick würde sich in diesem Fall auf das Vorjahrestief bei 1.0448 US-Dollar richten. Darunter käme es wahrscheinlich zum Test des 50%-Retracement bei 1.0405 US-Dollar der Strecke vom Jahrestief 2022 (0.9535 US-Dollar) bis zum Jahreshoch 2023 (1.1275 US-Dollar) und somit zur Entscheidung über die nächste, mittelfristige Ausrichtung im Währungspaar EUR/USD.

Solange die Einheitswährung unter 1.07 US-Dollar verharrt, kann jederzeit eine neue Verkaufslawine losgetreten werden. Mit einem Tagesschluss oberhalb von 1.0710 US-Dollar werden die Stabilisierungstendenzen deutlicher, die sich mit Kursen über 1.0747 US-Dollar verstärken würden. Allerdings wäre der Euro damit noch nicht aus dem Schneider, denn insbesondere die Widerstandszone zwischen 1.0790 und 1.0808 US-Dollar könnte sich als harter Brocken erweisen. Darüber besteht bei 1.0870 US-Dollar eine größere Abprallgefahr. Nur bei Kursen über 1.0934 US-Dollar erhellt sich das Bild im Tageschart und erste Konturen der oben erwähnten mittelfristigen Aufwärtswelle wären dann erkennbar.

Unterstützungen:

1. 1.0555 / 1.0580 US-Dollar

2. 1.0490 / 1.0520 US-Dollar

3. 1.0405 / 1.0448 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.0710 / 1.0747 US-Dollar

2. 1.0790 / 1.0808 US-Dollar

3. 1.0870 / 1.0934 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Auch in der letzten Handelswoche waren die Gold-Bullen nicht bereit, eine größere Menge an Gold-Feinunzen abzugeben, so dass sich der Goldpreis oberhalb von 2.350 US-Dollar auf hohem Niveau seitwärts schob. Dazu scheiterte am Freitag ein Versuch, die Rekordmarke bei 2.431 US-Dollar vor einer Woche zu knacken.

Charttechnischer Ausblick:

Trotz der aktuellen Konsolidierung auf hohem Niveau würde ein stärkerer Kursrücksetzer keine Überraschung darstellen, da das Edelmetall aus technischer Sicht weiterhin überkauft ist. Ein solcher würde den Goldpreis womöglich bis auf 2.288 – 2.255 US-Dollar verbilligen. Darunter könnte der Abverkauf bis auf 2.207 – 2.195 US-Dollar weitergehen, von wo aus wahrscheinlich der nächste Goldrausch beginnen dürfte. Unterhalb von 2.195 US-Dollar wäre der dynamische Preisanstieg erst einmal gestoppt und der Goldpreis könnte im Anschluss in Richtung des alten Rekordhochs vom 6. Dezember 2023 bei 2.135 US-Dollar taumeln.

Können die Gold-Bullen dagegen den Feinunzenpreis über 2.300 US-Dollar halten, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein frisches Rekordhoch markiert wird. Dann könnte Gold das nächste Projektionsziel bei 2.463 US-Dollar anpeilen. Natürlich verschärft sich die überkaufte Situation mit weiteren höheren Notierungen. Ob die Abkühlung vielleicht bei 2.463 US-Dollar oder beim nächsten Projektionsziel bei 2.517 US-Dollar erfolgt, steht momentan in den Sternen. Mittelfristig besteht sogar ein Aufwärtspotential bis zum Projektionsziel bei 2.609 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 2.255 / 2.288 US-Dollar

2. 2.195 / 2.207 US-Dollar

3. 2.135 US-Dollar

Widerstände:

1. 2.463 US-Dollar

2. 2.517 US-Dollar

3. 2.609 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 22.04. – 26.04.2024

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag22.04.202416:00 UhrEU: Verbrauchervertrauen (Apr.)
Dienstag23.04.202409:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Apr.)
Dienstag23.04.202415:45 UhrUS: Einkaufsmanagerindex (Apr.)
Dienstag23.04.202416:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Mrz.)
Mittwoch24.04.202410:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex (Apr.)
Mittwoch24.04.202414:30 UhrUS: Auftragseingang langlebiger Güter (Mrz.)
Mittwoch24.04.202416:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag25.04.202408:00 UhrDE: GfK Konsumklima (Mai)
Donnerstag25.04.202414:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt (Q1.2024)
Freitag26.04.202414:30 UhrUS: PCE-Preisindex (Mrz.)
Freitag26.04.202416:00 UhrUS: Uni-Michigan - Konsumentenerwartungen (Apr.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen