Elbblick Börsenbrief – KW 50/2023

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

in der abgelaufenen Handelswoche unterstützten zahlreiche Spekulationen über mögliche Zinssenkungen im nächsten Jahr die Aktienkurse. Laut dem FedWatch Tool der US-amerikanischen Terminbörse CME liegt die Wahrscheinlichkeit auf eine Zinssenkung von 25 Basispunkten bei der Notenbanksitzung am 20. März 2024 bei aktuell 51 Prozent. Für Europa rechnen die Marktteilnehmer sogar, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Sitzung im April 2024 die Leitzinsen um 0,5 Prozent senken wird. Insgesamt werden sechs Zinssenkungen der EZB im nächsten Jahr erwartet. Davon profitierte insbesondere der deutsche Leitindex DAX, der am Mittwoch bei 16.728 ein neues Allzeithoch erreichte. Dagegen geriet die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar zunehmend unter Druck und fiel bei 1.0755 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat.

Während der DAX in Rekordlaune war, gingen die deutschen Auftragseingänge der Industrie im Oktober um 3,7 Prozent zurück. Im Vormonat September stiegen diese noch um 0,2 Prozent. Dafür hellte sich im November die Geschäftslage im Einzelhandel laut einer Umfrage des ifo-Instituts etwas auf. Der Indikator stieg von minus 13,5 Punkten im Oktober auf minus 8,8 Punkte, der erste Anstieg seit drei Monaten.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor Xetra-DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine registrieren.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX Tageschart (DE40.c):

Rückblick:

Dem deutschen Leitindex DAX gelang in der zurückliegenden Börsenwoche der ganz große Coup und stieg bei 16.728 Punkten auf den höchsten Stand seiner Geschichte. Die Höhenluft begünstigte einige Gewinnmitnahmen, die jedoch nicht zur Unterschreitung des ehemaligen Rekordhochs bei 16.531 Zählern führten.

Charttechnischer Ausblick:

Der DAX präsentierte sich im Anschluss an das neue Allzeithoch sehr stabil. Demnach dürfte die Rekordfahrt trotz der gegenwärtigen massiven überkauften Situation noch nicht beendet sein, so dass ein nächster Stopp am oberen Band der Bollinger Bänder bei 16.805 Punkten erwartet werden kann. Ist noch genügend Bullenpower vorhanden, rückt das Projektionsziel bei 16.920 Zählern ins Visier der DAX-Bullen. Darüber wird die Luft zunehmend dünner, denn im Bereich der 17.000er-Marke könnten die DAX-Bären einen Großangriff starten, der den Beginn einer stärkeren Korrektur markieren dürfte. Dabei könnte sich möglicherweise das Projektionsziel bei 17.050 Punkten als neues Rekordhoch in die Geschichtsbücher eintragen. Die nächsten Ziele darüber liegen bei 17.275 und 17.335 Zählern.

Auf der Unterseite dient das alte Rekordhoch bei 16.531 Punkten als erste Unterstützung. Aufgrund des Kaufrausches in den letzten Tagen wäre eine Abkühlung auf die darunter liegenden Supports bei 16.415 und 16.320 Zählern fast schon notwendig, um die überhitzte Situation in den Griff zu kriegen. Eine Ausweitung der Korrektur zur Unterstützungszone zwischen 16.220 und 16.165 Punkten würde noch nicht zu einem Abbruch der Rekordfahrt führen. Erst bei einer Beendigung des Tageshandels unterhalb von 16.045 Zählern nehmen sich die DAX-Bullen wahrscheinlich eine größere Auszeit und eröffnen damit den DAX-Bären eventuell die Chance auf weiter fallende Kurse bis auf 15.910 Punkten.

Unterstützungen:

1. 16.531 Punkten

2. 16.320 / 16.415 Punkten

3. 16.165 / 16.220 Punkten

Widerstände:

1. 16.805 / 16.920 Punkten

2. 17.050 Punkten

3. 17.275 / 17.335 Punkten

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro hat in den letzten Handelstagen gegenüber dem US-Dollar den Negativtrend fortgesetzt und dabei sowohl die (graue) 21- als auch die (orange) 200-Tagelinie unterschritten. Ein Versuch, die 200-Tagelinie wieder zurückzuerobern, scheiterte am Donnerstag kläglich.

Charttechnischer Ausblick:

Dem Euro droht weiteres Ungemach, falls die Währung unterhalb der 200-Tagelinie, die aktuell bei 1.0822 US-Dollar verläuft, verharrt. Der nächste Abschwung dürfte voraussichtlich das 50%-Retracement bei 1.0733 US-Dollar der Strecke zwischen Jahreshoch (1.1275 US-Dollar) und Jahrestief (1.0448 US-Dollar) ansteuern, wobei es hier eine gute Chance auf die Ausbildung einer neuen Kaufwelle gibt, die vielleicht sogar eine Trendumkehr einleiten könnte. Unterhalb von 1.0665 US-Dollar wird es für den Euro höchstwahrscheinlich sehr ungemütlich, da dies als Indiz für die Fortsetzung des Abwärtstrends gewertet werden kann. Ein Abverkauf zu den beiden Horizontalunterstützungen bei 1.0520 und 1.0580 US-Dollar wäre dann die logische Folge.

Ein Tagesschluss oberhalb der 200er-Tagelinie bestätigt noch keine Trendumkehr, aber zumindest hellt sich das Bild im Tageschart wieder etwas auf. Die Helligkeit würde im Fall einer Überquerung der Hürde bei 1.0885 US-Dollar dann spürbar zunehmen und mit einem Sprung über 1.0916 US-Dollar dürfte dem Euro endgültig die Trendänderung gelingen. Bevor im Anschluss möglicherweise die 1.10er-Marke in den Vordergrund rückt, besteht bei 1.0960 US-Dollar noch ein markanter Horizontalwiderstand. Bei einer Überwindung werden die Kursziele 1.1065 und 1.1095 US-Dollar ausgelöst und darüber käme es höchstwahrscheinlich zu einer Reaktivierung des Aufwärtstrends vom Vorjahrestief bei 0.9535 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.0733 US-Dollar

2. 1.0665 US-Dollar

3. 1.0520 / 1.0580 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.0822 US-Dollar

2. 1.0885 US-Dollar

3. 1.0916 / 1.0960 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Rückblick:

Mit einem kräftigen Paukenschlag eröffnete das Edelmetall Gold die vergangene Handelswoche. Zunächst herrschte regelrecht Kaufpanik und der Goldpreis schoss bis auf 2.135 US-Dollar und erreichte somit ein neues Allzeithoch. Doch bereits nach wenigen Minuten ging es dynamisch in die andere Richtung und am selben Handelstag fiel der Kurs bis auf 2.020 US-Dollar. Für den Rest der Woche schob sich das Edelmetall oberhalb von 2.009 US-Dollar unspektakulär seitwärts.

Charttechnischer Ausblick:

Was für eine wilde Achterbahnfahrt, die der Goldpreis am vergangenen Montag hinlegte. Trotz des hohen Verkaufsdrucks bot die ehemalige Widerstandslinie bei 2.009 US-Dollar eine großartige Abwehrarbeit, leitete aber bislang keine Trendwende ein. Denn auffällig ist, dass in den letzten Tagen die Schlusskurse deutlich unter den Tageshochs lagen, was als Zeichen für eine Kursschwäche interpretiert werden kann. Darum sollte es nicht überraschen, wenn der Abverkauf vom Rekordhoch in die nächste Runde geht und dabei die Horizontalunterstützung bei 1.987 US-Dollar ansteuert. Darunter wird es am 50%-Retracement bei 1.973 US-Dollar der Anstiegsstrecke vom Tagestief am 6. Oktober bei 1.810 US-Dollar bis zum Rekordhoch sehr spannend werden, denn von dort aus könnte ein neuer Aufwärtsimpuls in Richtung Allzeithoch starten. Die nächste Gelegenheit auf die Ausbildung einer größeren Kaufwelle darunter gibt es eventuell am horizontalen Support bei 1.949 US-Dollar oder am 61,8%-Retracement der zuvor erwähnten Anstiegsstrecke bei 1.934 US-Dollar. Unterhalb des 61,8%-Retracements wäre der Goldkurs bis zur wichtigen Horizontalunterstützung bei 1.885 US-Dollar neutral gepreist. Davor liegt noch eine Supportzone zwischen 1.907 und 1.900 US-Dollar. Bei Notierungen unter der 1.885er-Marke nehmen die bärischen Tendenzen zu und Abgaben bis auf 1.846/1.833 US-Dollar sollten dementsprechend eingeplant werden.

Gelingt es den Gold-Bullen, die Widerstandszone zwischen 2.052 und 2.057 US-Dollar zu knacken, sieht das Bild im Tageschart aus Sicht der Bullen wieder freundlicher aus. Zudem erhöht sich dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass die 2.000er-Marke für eine längere Zeit nicht mehr unterschritten wird. Was die Rekordjagd angeht, so könnte diese durch einen Tagesschluss über 2.072 US-Dollar wieder aufgenommen werden. Zwar besteht bei 2.087 US-Dollar eine mögliche Abprallgefahr, aber darüber wäre der Weg bis auf 2.120 US-Dollar frei. Startet von hier aus kein größerer Abverkauf, wird es auf der Oberseite aller Voraussicht nach zu einem Wiedersehen des Rekordhochs kommen. Gut möglich, dass anschließend die Goldrally bis auf 2.175 oder sogar bis zum Projektionsziel bei 2.207 US-Dollar weitergeht.

Unterstützungen:

1. 2.009 US-Dollar

2. 1.973 / 1.987 US-Dollar

3. 1.934 / 1.949 US-Dollar

Widerstände:

1. 2.052 / 2.057 US-Dollar

2. 2.088 / 2.120 US-Dollar

3. 2.175/ 2.207 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 11.12. – 15.12.2023

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag11.12.202317:00 UhrUS: Inflationserwartungen der Konsumenten
Montag11.12.202317:30 UhrUS: Anleihenauktion
Dienstag12.12.202311:00 UhrDE: ZEW - Konjunkturerwartungen (Dec.)
Dienstag12.12.202314:30 UhrUS: Verbraucherpreisindex (Nov.)
Mittwoch13.12.202314:30 UhrUS: Erzeugerpreisindex (Nov.)
Mittwoch13.12.202320:00 UhrUS: Fed Zinsentscheidung
Mittwoch13.12.202320:30 UhrUS: Fed Pressekonferenz
Donnerstag14.12.202309:30 UhrCH: SNB Zinsentscheidung
Donnserstag14.12.202313:00 UhrUK: BoE Zinsentscheidung
Donnerstag14.12.202314:15 UhrEU: EZB Zinsentscheidung
Freitag15.12.202309:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Dez.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen