Elbblick Börsenbrief – KW 20/2023

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

wichtige US-Inflationszahlen standen in der abgelaufenen Handelswoche im Mittelpunkt. Am Dienstag wurden die US-Verbraucherpreise für den Monat April veröffentlicht und diese zeigten, dass der Inflationsdruck in den USA leicht rückläufig ist. Zwar stieg die Inflation zum Vormonat um 0,4 Prozent, doch auf Jahressicht ging die Teuerung von 5,0 Prozent im März auf 4,9 Prozent zurück, was im Rahmen der Erwartungen lag. Auch die vielbeachtete Kerninflation ohne Berücksichtigung der stark schwankenden Energie- und Lebensmittelpreise traf mit einem Anstieg von 0,4 Prozent im Monats- und einer Erhöhung um 5,5 Prozent im Jahresvergleich ebenfalls die Prognosen der befragten Volkswirte. Im März notierte die Kerninflation zum Vorjahresmonat noch bei 5,6 Prozent.

Auch die US-Erzeugerpreise fielen im April etwas schwächer aus als erwartet. Die Preise auf Produzentenebene verteuerten sich um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen rechneten hier mit einem Anstieg von 0,3 Prozent. Auf Jahressicht kletterten die Erzeugerpreise auf 2,3 Prozent bei einer Prognose von 2,4 Prozent.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor Xetra-DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX Tageschart (DE40.c):

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX biss sich in den letzten Handelstagen an der 16.000er-Marke wortwörtlich die Zähne aus. So war es keine Überraschung, dass es nach dem Scheitern an der großen 16k-Hürde zu einem Rücksetzer kam, der am Donnerstag bei 15.754 Punkten abgefangen wurde.

Charttechnischer Ausblick:

Der Tür zum Allzeithoch bei 16.300 Punkten ist für die DAX-Bullen momentan an der 16.000er-Marke wie vernagelt. Doch solange der Index den Tageshandel nicht unter 15.620 Punkten beendet, stehen die Ampeln für die Fahrt zum Rekordhoch auf grün. Ein Tagesschlusskurs oberhalb von 16.030 Zählern dürfte dazu neuen Schwung bringen. Doch bereits bei 16.070 – 16.090 Zählern könnte der DAX die Fahrt wieder abbremsen und die 16.000er-Schwelle würde anschließend erneut in den Fokus rücken. Aber diesmal dürften dann die DAX-Bullen an erster Stelle stehen und alles in die Waagschale werfen, um die 16.000-Punkte-Marke zu verteidigen. Schaffen sie das und kommt es im Anschluss zur nächsten Anstiegswelle, besitzt diese ein Kurspotential von 16.155 bis 16.200 Punkten. Dort könnte der DAX eine Pause einlegen, um Kräfte für den Angriff auf das Allzeithoch zu sammeln. Wird dieses geknackt, befinden sich bei 16.384 und 16.415 Zählern die ersten Projektionsziele.

Kommt es auf der anderen Seite erneut zu einem Abrutschen zur Supportlinie bei 15.660 Punkten, könnte es diesmal, wie oben beschrieben, mit einem Tagesschluss unter 15.620 Punkten eine Etage tiefer zur Horizontalunterstützung bei 15.495 Zählern gehen. Darüber verläuft die (blaue) 50-Tagelinie bei 15.560 Punkten, die als Airbag für den horizontalen Support dienen kann. Dehnt sich die Korrektur weiter aus, könnte das 38,2%-Retracement bei 15.415 Punkten des Anstiegs von 14.458 Zählern bis zum Jahreshoch bei 16.008 Punkten einen weiter Abverkauf verhindern. Startet von hier aus nicht die nächste Kaufwelle Richtung  der 16.000er-Marke, muss mit einem Test der sehr bedeutsamen horizontalen Unterstützungslinie bei 15.300 Punkten und dem 50%-Retracement des zuvor genannten Anstiegs bei 15.233 Zählern gerechnet werden. Hier wird sich entscheiden, ob der diesjährige Aufwärtstrend fortgesetzt oder ob das Zepter langsam, aber sicher an das Bärenlager übergeben wird. Im zweiten Fall droht ein Absturz bis auf 14.880 Punkten, falls davor die beiden horizontalen Unterstützungslinien bei 15.160 und 15.049 keinen guten Support-Job leisten.

Unterstützungen:

1. 15.620 / 15.660 Punkten

2. 15.415 / 15.495 Punkten

3. 15.233 / 15.300 Punkten

Widerstände:

1. 16.030 Punkten

2. 16.070 / 16.090 Punkten

3. 16.155 / 16.200 Punkten

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Rückblick:

Das Währungspaar EUR/USD rutschte zum Wochenausklang unter die Marke von 1,09 US-Dollar und somit auf den tiefsten Stand seit rund 4 Wochen. Davor scheiterte der Euro auf dem Weg zu neuen Jahreshochs (aktuell bei 1,1095 US-Dollar) bereits bei 1,1053 USD-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Die gegenwärtige Konsolidierung ändert nichts an der Tatsache, dass der mittelfristige Aufwärtstrend weiterhin intakt ist. Selbst ein Abverkauf bis zum 38,2%-Retracement bei 1,0873 US-Dollar der Aufwärtsbewegung vom Tagestief am 15. März bis zum aktuellen Jahreshoch führt noch nicht zu einer Trendumkehr. Zudem wird dieser Support durch die (blaue) 50-Tagelinie verstärkt, die aktuell knapp unterhalb bei 1,0870 US-Dollar entlangschlängelt. Eine Entscheidung über die nächste kurzfristige Trendausrichtung könnte aber am 50%-Retracement bei 1,0805 US-Dollar gefällt werden. Denn raffen sich hier die Euro-Käufer nicht stärker zusammen, droht eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung zur Horizontalunterstützung bei 1,0760 US-Dollar und zum 61,8%-Retracement bei 1,0736 US-Dollar. Erst mit der Beendigung des Tageshandels unterhalb von 1,0690 US-Dollar könnte das Chartbild endgültig kippen und ein Abverkauf zur signifikanten Unterstützung bei 1,0530 US-Dollar wäre die mögliche Folge, falls davor die Support-Linie bei 1,0630 US-Dollar den Verkäufen nicht standhält.

Notiert das Währungspaar weiterhin unter 1,0975 US-Dollar, so kann sich die Korrektur, wie zuvor beschrieben, fortsetzen. Denn erst ein Tagesschlusskurs oberhalb von 1,10 US-Dollar bringt die Euro-Käufer wieder richtig in Stimmung, die mit einer Überschreitung und noch besser mit einer Beendigung des Tageshandels über 1,1060 US-Dollar gesteigert werden kann. Einmal in Partylaune, könnte dies der Startschuss für einen Anstieg zum Horizontalwiderstand bei 1,1130 US-Dollar sein. Je nach Stärke des Ausbruchs über 1,11 US-Dollar könnte sich im Anschluss die Aufwärtsbewegung bis auf 1,1180 US-Dollar ausdehnen. Ab hier dürfte aber die „Euro-Party“ erstmal vorbei sein, so dass ein Rücksetzer in Richtung der 1,10-US-Dollar-Marke einkalkuliert werden sollte. Mittelfristig ist aber eine Euro-Aufwertung bis zum 61,8%-Retracement bei 1,1275 US-Dollar der Abwärtsbewegung vom Jahreshoch 2021 (1,2350 US-Dollar) bis zum Mehrjahrestief bei 0,9535 US-Dollar durchaus vorstellbar.

Unterstützungen:

1. 1,0873 US-Dollar

2. 1,0805 US-Dollar

3. 1,0736 / 1,0760 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0975 / 1,1000 US-Dollar

2. 1,1060 US-Dollar

3. 1,1130 / 1,1180 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Rückblick:

Noch zur Wochenmitte sah es danach aus, als könne Gold den nächsten Angriff auf das Rekordhoch bei 2.075 US-Dollar starten. Doch bei 2.048 US-Dollar legte das Edelmetall den Rückwärtsgang ein und fiel im Anschluss in Richtung der 2.000er-Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Im Vergleich zum Rekordanstieg im Jahr 2020 und zum letztjährigen Jahreshoch bei 2.070 US-Dollar konnte sich der Goldpreis in diesem Jahr deutlich länger mit Tageskursen oberhalb der „magischen“ 2.000-US-Dollar-Schwelle halten. Dadurch stabilisiert sich der Goldpreis zunehmend im 2k-Bereich, so dass neue Rekordpreise wahrscheinlicher werden. Insbesondere ein Tagesschluss über 2.048 US-Dollar kann den entscheidenden Impuls auf der Oberseite bringen und den Goldpreis im nächsten Schritt bis auf 2.095 US-Dollar befördern. Abhängig von der vorhandenen Kaufkraft der Gold-Bullen kann es sogar zu einem Überschießen über die 2.100er-Marke kommen mit Ziel 2.125 / 2.150 US-Dollar. Spätestens am Projektionsziel bei 2.175 US-Dollar sollte jedoch eine größere Korrektur eingeplant werden, welche möglicherweise die 2.000er-Marke erneut testen wird.

Kurzfristig könnte es jedoch zuerst zu einem Test der (blauen) 50-Tagelinie kommen, die seit dem 10. März nicht mehr unterschritten wurde und gegenwärtig bei 1.971 US-Dollar verläuft. Nicht weit davon entfernt befindet sich bei 1.965 US-Dollar das 38,2%-Retracement der Anstiegsstrecke vom Tagestief am 28. Februar bei 1.804 US-Dollar bis zum Jahreshoch. Verstärkt wird dieser Kursbereich durch die Horizontalunterstützung bei 1.955 US-Dollar, so dass sich zwischen 1.950 und 1.971 US-Dollar ein starker Support zusammenbraut, von wo aus die Gold-Bullen den nächsten Angriff auf neue Allzeithochs starten könnten. Erst unterhalb des 50%-Retracements bei 1.934 US-Dollar wird es zunehmend kritisch für die Gold-Bullen. In diesem Fall könnte die Abwärtsbewegung bis zum 61,8%-Retracement bei 1.904 US-Dollar in die nächste Runde gehen.

Unterstützungen:

1. 1.955 / 1.971  US-Dollar

2. 1.934 US-Dollar

3. 1.904 US-Dollar

Widerstände:

1. 2.048 US-Dollar

2. 2.075 US-Dollar

3. 2.095 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 15.05. – 19.05.2023

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag15.05.202308:00 UhrDE: Großhandelspreisindex (Apr.)
Montag15.05.202314:30 UhrUS: NY Empire State Herstellungsindex (Mai)
Dienstag16.05.202311:00 UhrDE: ZEW-Konjunkturerwartungen (Mai)
Dienstag16.05.202311:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (Q1.2023)
Dienstag16.05.202314:30 UhrUS: Einzelhandelsumsätze (Apr.)
Mittwoch17.05.202311:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Apr.)
Mittwoch17.05.202314:30 UhrUS: Baugenehmigungen (Apr.)
Donnerstag18.05.202314:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag18.05.202314:30 UhrUS: Philly Fed Herstellungsindex (Mai)
Donnerstag18.05.202316:00 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Apr.)
Freitag19.05.202308:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Apr.)

Risikohinweis

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Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen