Elbblick Börsenbrief – KW 10/2023

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

die Inflation in Deutschland verharrt weiterhin auf hohem Niveau. Wie die am Mittwoch veröffentlichten Verbraucherpreise belegen, blieb die Inflationsrate im Februar laut der ersten Vorabschätzung des Statistischen Bundesamts mit 8,7 Prozent auf Jahressicht auf dem gleichen Wert wie im Januar, fiel aber höher aus als die Erwartung von 8,5 Prozent. Insbesondere die Nahrungsmittelpreise legten mit 21,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,8 Prozent. Hier lag die Prognose bei einem Anstieg von 0,5 Prozent. Dagegen sind die deutschen Importpreise weiter rückläufig. Im Januar verteuerten sich die Einfuhrpreise gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent nach 12,6 Prozent im Dezember und 14,5 Prozent im November.

Währenddessen kletterte in den USA die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen wieder über die Marke von vier Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast vier Monaten. Gleichzeitig notiert die Rendite nun doppelt so hoch wie die durchschnittliche Dividendenrendite der 500 Unternehmen im S&P 500 Aktienindex.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor Xetra-DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX Tageschart (DE40.c):

Rückblick:

Nach einem eher unspektakulären Handel bis zur Wochenmitte unterschritt der deutsche Leitindex DAX die Horizontalunterstützung bei 15.180 Punkten und stattete anschließend der unteren (grünen) Trendlinie der Keilformation einen Kurzbesuch ab. Danach rappelte sich der Index wieder auf und stieg über die Marke von 15.400 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Nicht nur die obere (grüne) Begrenzungslinie der Keilformation macht seit letztem November ihrem Namen alle Ehre. Auch die untere Trendlinie erledigt ihren Unterstützungsjob bislang sehr sauber. Vielleicht holte der DAX am Donnerstag von der Trendlinie aus Schwung, um von dort den nächsten Aufwärtsimpuls möglicherweise zu neuen Jahreshochs (aktuell bei 15.656 Punkten) zu starten. Auf dem Weg dorthin steht die erste Hürde am Horizontalwiderstand bei 15.555 Punkten. Allerdings könnte der Widerstand nur von kurzer Dauer sein, so dass eine Fortsetzung des Anstiegs bis auf 15.650 Zähler die Folge wäre. Hier wird es etwas kniffliger, da der DAX zuletzt darunter konsolidierte. Kommt es zu einem dynamischen Ausbruch darüber, dürfte der Index dadurch die nächsten Ziele bei 15.745 und 15.830 Punkten ansteuern. Weitere Kursziele befinden sich bei 15.970 und 16.030 Punkten.

Das zuvor beschriebene Szenario bleibt bestehen, solange die untere (grüne) Trendlinie nicht nachhaltig unterschritten wird. Ein Kurztrip zur 50-Tageslinie bei aktuell 15.050 Punkten wäre aus Sicht der DAX-Bullen noch ertragbar. Unter 14.940 Punkten würde die Bullenwelt allerdings anders aussehen. Denn dadurch könnte das bislang bullische Chartbild kippen und man müsste sich auf eine weitere Korrektur bis auf 14.830 / 14.795 Punkte einstellen. Spätestens im Bereich zwischen 14.700 und 14.580 Punkten sollten die DAX-Bullen verstärkt zugreifen, da ansonsten ein Abverkauf bis auf 14.495 / 14.395 Zählern droht. Sollte dies geschehen, dürfte das Thema Kursrally 2023 erstmal beendet sein.

Unterstützungen:

1. 15.050 Punkten

2. 14.940 Punkten

3. 14.795 / 14.830 Punkten

Widerstände:

1. 15.480 / 15.555 Punkten

2. 15.650 Punkten

3. 15.745 / 15.830 Punkten

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Rückblick:

Gleich zum Wochenauftakt prallte das Währungspaar EUR/USD nahe der horizontalen Unterstützungslinie bei 1,0530 US-Dollar ab und stieg im Anschluss auf knapp 1,07 US-Dollar. Danach bewegte sich das Währungspaar unterhalb der (grauen) 21-Tagelinie seitwärts.

Charttechnischer Ausblick:

Aktuell ist unklar, ob die Korrektur vom Jahreshoch in die nächste Runde geht oder diese durch das Monatstief bei 1,0532 US-Dollar beendet wurde. Klarer würde das Bild durch einen Tagesschlusskurs über 1,0740 US-Dollar, da sich dadurch die Anzeichen auf eine Beendigung der Korrektur verdichten. Macht der Euro bereits bei 1,0722 US-Dollar eine Kehrtwende, wäre dies ein mögliches Zeichen für die Ausdehnung der Korrektur. Oberhalb des 50%-Retracements der gesamten Korrekturbewegung bei 1,0780 US-Dollar wäre die Korrektur faktisch beendet und ein Anstieg zu den nächsten beiden Hindernissen bei 1,0840 und 1,0885 US-Dollar könnte anschließend erfolgen. Kommt es hier nicht zu einer Konsolidierung, so wäre diese im Bereich von 1,0940 US-Dollar zu erwarten. Aber dadurch sammelt das Währungspaar möglicherweise genügend Kraft, um die 1,10er-Marke nachhaltig zu überwinden. Das nächste Ziel befindet sich dann in der Region des Monatshoch vom April 2022 bei 1,1076 US-Dollar.

Notiert das Währungspaar dagegen weiterhin unter der (grauen) 21- und unter der (blauen) 50-Tagelinie, die gegenwärtig nahe des Horizontalwiderstands bei 1,0722 US-Dollar tendiert, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis der Abverkauf vom Jahreshoch weitergeht. Knickt dazu die Horizontalunterstützung bei 1,0530 US-Dollar ein, würde dies zu einem Rücksetzer auf 1,0460 US-Dollar führen. Spätestens an der Horizontalunterstützung bei 1,0390 US-Dollar sollte dann eine größere Aufwärtsbewegung starten, da darunter das Chartbild zugunsten des langfristigen Abwärtstrends wieder kippen könnte. Mit Unterschreiten des 50%-Retracements bei 1,0282 US-Dollar der Aufwärtsbewegung vom Mehrjahrestief bei 0,9535 US-Dollar bis zum Jahreshoch bei 1,1033 US-Dollar wäre dies der Fall.

Unterstützungen:

1. 1,0460 US-Dollar

2. 1,0390 US-Dollar

3. 1,0282 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0722 / 1,0740 US-Dollar

2. 1,0780 US-Dollar

3. 1,0840 / 1,0885 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Rückblick:

Am vergangenen Dienstag fiel der Preis für eine Feinunze Gold bei 1.804 US-Dollar auf den tiefsten Stand in diesem Jahr. Doch Käufer schlugen umgehend an dieser Unterstützungsmarke zu und puschten im Anschluss das Edelmetall zum signifikanten Horizontalwiderstand bei 1.846 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Die Gold-Bullen konnten zumindest den negativen Trend der letzten Handelstage erstmal stoppen, der aber immer noch intakt ist, solange das 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 1.864 US-Dollar der gesamten Abwärtsbewegung vom Jahreshoch bei 1.960 US-Dollar nicht auf Tagesschlusskursbasis überwunden wird. Schließt Gold jedoch darüber, wäre die Bahn frei bis zum 50%-Retracement bei 1.882 US-Dollar der zuvor genannten Abwärtsstrecke. Kommt es hier nicht zu einem größeren Kursrücksetzer, dürfte dieser an der horizontalen Widerstandslinie bei 1.889 US-Dollar erfolgen. Spätestens am 61,8%-Retracement bei 1.900 US-Dollar, was gleichzeitig eine bedeutsame horizontale Widerstandslinie darstellt, wird die Luft der Gold-Bullen zunehmend dünner. Oberhalb von 1.919 US-Dollar dagegen würde sich das Blatt wieder zugunsten der Gold-Bullen wenden. Bevor es zu neuen Jahreshochs kommt, könnte der Goldpreis zwischen 1.935 und 1.951 US-Dollar kurzzeitig konsolidieren. Auf dem Weg zur 2.000er-Marke dürfte aber noch der Horizontalwiderstand bei 1.981 US-Dollar für Gegenwind sorgen.

Auf der anderen Seite führt eine Beendigung des Tageshandels unterhalb von 1.820 US-Dollar zur möglichen Fortsetzung der Abwärtsbewegung vom Jahreshoch. Gelingt bei 1.804 US-Dollar kein Doppeltief und rutscht dazu das Edelmetall unter die 1.800er-Marke, sollte eine Reaktion der Gold-Bullen an der Horizontalunterstützung bei 1.796 US-Dollar erfolgen. Falls nicht, kommt es am 50%-Retracement bei 1.787 US-Dollar der Aufwärtswelle zwischen Jahrestief 2022 (1.614 US-Dollar) und aktuelles Jahreshoch (1.960 US-Dollar) zur Entscheidung über die nächste, mittelfristige Ausrichtung. Dabei kann ein kurzer Ausflug zur (orangen) 200-Tagelinie, die gegenwärtig bei 1.775 US-Dollar tendiert, nicht ausgeschlossen werden. Sollte aber dazu das Auffangnetz zwischen 1.763 und 1.769 US-Dollar reißen, geht voraussichtlich die Talfahrt im Gold bis zum 61,8%-Retracement der oben genannten Strecke bei 1.746 US-Dollar weiter.

Unterstützungen:

1. 1.820 US-Dollar

2. 1.787 / 1,796 US-Dollar

3. 1.763 / 1.769 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.864 US-Dollar

2. 1.882 / 1.889 US-Dollar

3. 1.900 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 06.03. – 10.03.2023

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag06.03.202308:30 UhrCH: Verbraucherpreisindex (Feb.)
Montag06.03.202316:00 UhrUS: Auftragseingang (Jan.)
Dienstag07.03.202309:00 UhrDE: Auftragseingang Industrie (Jan.)
Dienstag07.03.202316:00 UhrUS: Lagerbestände Großhandel (Jan.)
Mittwoch08.03.202308:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze (Jan.)
Mittwoch08.03.202314:15 UhrUS: ADP Beschäftigungsänderung (Feb.)
Donnerstag 09.03.202300:50 UhrJP: Bruttoinlandsprodukt (Q4.2022)
Freitag10.03.202308:00 UhrUK: Bruttoinlandsprodukt (Q4.2022)
Freitag10.03.202314:30 UhrUS: Beschäftigung ex-Agrar (Feb.)
Freitag10.03.202314:30 UhrUS: Arbeitslosenquote (Feb.)
Freitag10.03.202314:30 UhrUS: Durchschnittliche Stundenlöhne (Feb.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen