Elbblick Börsenbrief – KW 09/2024

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

in der vergangenen Handelswoche löste ein einzelner Quartalsbericht einen Kaufrausch an den Aktienmärkten aus. Die Rede ist natürlich von Chiphersteller Nvidia, der dank des KI-Hypes im vierten Quartal 2023 einen erstaunlichen Gewinnzuwachs von 769 Prozent auf 12,3 Milliarden US-Dollar und einen Umsatzsprung von 265 Prozent auf 22,1 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnete, wodurch die Analystenschätzungen massiv übertroffen wurden. Nach der Veröffentlichung der Zahlen stieg der Aktienkurs um mehr als 18 Prozent und Nvidia erreichte zum ersten Mal eine Marktkapitalisierung von rund 1,7 Billionen US-Dollar. Damit überholte das Unternehmen in Bezug auf die Börsenbewertung sowohl Alphabet als auch Amazon und liegt jetzt nach Microsoft und Apple auf Platz 3 der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Laut vorläufigen Daten ist der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland im Februar unerwartet auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gesunken, und zwar auf 42,3 Punkte. Zuletzt lag der Index im Juni 2022 über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Analysten rechneten mit einem Anstieg auf 46,1 Punkte, nach 45,5 Punkten im Januar. Dagegen verbesserte sich der PMI für den deutschen Dienstleistungssektor mit einem Anstieg auf 48,2 Punkte stärker als erwartet, notiert jedoch den fünften Monat in Folge unterhalb von 50 Punkten. Hier lag die Erwartung bei 48,0 Punkten, nach 47,7 Zählern im Januar.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen. 

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir anhand der charttechnischen Analyse jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wall Street-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Quellen: Dow Jones News, ZEW

DAX Tageschart (DE40.c):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Bis zur Mitte der letzten Handelswoche verteidigte der deutsche Leitindex die 17.000er-Marke, die zuvor dem Index nach Überschreitung einige Probleme bereitete. Diese Stabilisierung über 17k verhalf dem Aktienbarometer aus charttechnischer Sicht am Donnerstag zum Ausbruch über das Vorwochenhoch bei 17.198 Punkten und zu Kursen oberhalb von 17.400 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Langfristig (über 5 Jahre) betrachtet, befindet sich der DAX weiterhin in einem starken Aufwärtstrend. Mit Blick auf die gegenwärtige Situation wird die Rekordfahrt zunehmend dynamischer und der Anstieg steiler, so dass die Gefahr einer Übertreibung mehr und mehr realistischer wird. Aber Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten. Darum könnte der „Bullen-Express“ trotz Hinweise auf eine technisch überkaufte Situation weitergehen. Nächste Station ist möglicherweise das Projektionsziel bei 17.508 oder 17.695 Zählern. Darüber gibt es die beiden Fibonacci-Projektionsziele bei 17.800 und 17.960 Zählern, die ausgehend vom Jahrestief 2003 bei 2.189 Punkten sowie vom Jahrestief 2009 ermittelbar sind und möglicherweise für eine ordentliche Abkühlung sorgen könnten.

Aktuell haben die DAX-Bären nichts zu melden und können lediglich dem dominanten Treiben der Bullen von der Seitenlinie neidisch zusehen. Sollten nun Gewinne realisiert werden, läge der erste wichtige Support im Bereich des Vorwochenhochs bei 17.198 Punkten. Bei Ausdehnung der Korrektur käme es vermutlich zwischen 17.050 Punkten und der 17k-Marke zu einer größeren Bullen-Attacke und zum Versuch, die Rekordjagd dadurch fortzusetzen. Erst unter 17.000 Zähler kommt es zu einer längeren Auszeit der Rekordfahrt und vermutlich zum Test der Horizontalunterstützung bei 16.870 Punkten. Knapp unterhalb verläuft bei aktuell 16.827 Zählern die (blaue) 50-Tagelinie, die seit Mitte November 2023 den Anstieg begleitet hat und für eine Trendumkehr sorgen könnte.

Unterstützungen:

1. 17.198 Punkten

2. 17.000 / 17.050 Punkten

3. 16.870 Punkten

Widerstände:

1. 17.508 Punkten

2. 17.695 Punkten

3. 17.800 / 17.960 Punkten

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Die Einheitswährung Euro schaffte am Dienstag gegenüber dem US-Dollar den Sprung über die seit dem Dezemberhoch bei 1.1139 US-Dollar verlaufende (rote) Abwärtstrendlinie.  Doch an der (blauen) 50-Tagelinie bei 1.0882 US-Dollar stieß die Gemeinschaftswährung auf Granit und fiel im Anschluss zurück in Richtung 1.08er-Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Der langfristige (über 5 Jahre) Abwärtstrend im EUR/USD ist weiterhin tonangebend, während der kurzfristige Abwärtstrend vom Dezemberhoch aktuell erstmal eine Verschnaufpause einlegt. Dieser würde vielleicht wieder durch einen Tagesschlusskurs unterhalb von 1.0790 US-Dollar aktiviert werden und mit Notierungen unter 1.0733 US-Dollar an Dynamik gewinnen. Ob dann der markante Support von Anfang November bei 1.0660 US-Dollar erneut zu einem Rettungsanker für den Euro wird, bleibt fraglich. Wahrscheinlicher wäre ein Kursverfall bis auf 1.0615 US-Dollar. Geht die Euro-Abwertung darüber hinaus weiter, ergibt sich für die Euro-Käufer im Bereich von 1.0580 US-Dollar womöglich die letzte Chance auf eine größere Kehrtwende. Ansonsten droht die Wideraufnahme des langfristigen Abwärtstrends, falls das Vorjahrestief bei 1.0448 US-Dollar unterschritten wird und das 50%-Fibonacci-Retracement bei 1.0405 US-Dollar der Anstiegsstrecke vom Jahrestief 2022 (0.9535 US-Dollar) bis zum Vorjahreshoch (1.1275 US-Dollar) keine Trendumkehr einleitet.

Gegenwärtig bemüht sich der Euro um eine Stabilisierung oberhalb der 1.08er-Marke. Aber ein richtiger Befreiungsschlag darüber gelang bislang nicht, wie der Intraday-Abverkauf am Donnerstag eindrucksvoll bewies. Das könnte sich jedoch mit einem Tagesschluss über die (blaue) 50-Tagelinie ändern, was möglicherweise einen Kursanstieg bis zum Horizontalwiderstand bei 1.0930 US-Dollar zur Folge hätte. Darüber entspannt sich die prekäre Chartsituation im Euro zunehmend und wird bei Notierungen über 1.0970 US-Dollar nahezu komplett entschärft. Oberhalb der 1.10er-Marke nehmen die bullischen Tendenzen wieder deutlich zu und die Wiederaufnahme des mittelfristigen Aufwärtstrends vom Vorjahrestief und ein Anstieg zu den nächsten charttechnischen Hürden bei 1.1045 oder 1.1085 US-Dollar wäre in diesem Fall sogar möglich. Darüber gäbe es mittelfristig ein Anstiegspotential bis auf 1.1175 oder 1.1204 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.0790 US-Dollar

2. 1.0733 US-Dollar

3. 1.0660 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.0882 / 1.0930 US-Dollar

2. 1.0970 / 1.1000 US-Dollar

3. 1.1045 / 1.1085 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Das Edelmetall Gold nahm zunächst den Schwung aus den letzten beiden Handelstagen der Vorwoche mit und setzte so die Erholung vom Tagestief am 14. Februar bei 1.984 US-Dollar fort. Doch die (blaue) 50-Tagelinie, die aktuell bei 2.033 US-Dollar entlangschlängelt, verhinderte höhere Kursnotierungen.

Charttechnischer Ausblick:

Langfristig (über 5 Jahre) gesehen, dominiert der übergeordnete Aufwärtstrend das Chartbild im Gold. Aber derzeit sieht das Bild im Gold-Tageschart etwas angeschlagen aus, nachdem die 50-Tagelinie eine exzellente Abwehrarbeit leistete. Aktuell läuft der Rücksetzer vom Tageshoch am Donnerstag bei 2.034 US-Dollar. Sollte dieser nicht im Bereich der Horizontalunterstützung bei 2.008 US-Dollar aufgefangen werden, startet mit einer erneuten Beendigung des Tageshandels unterhalb von 1.996 US-Dollar wahrscheinlich eine weitere Verkaufswelle, die die (orange) 200-Tagelinie bei aktuell 1.966 US-Dollar anpeilen dürfte. Von hieraus sollte sich jedoch das Kaufinteresse wieder erhöhen, da ansonsten von einem stärkeren Rücksetzer mit den Abwärtszielen 1.949 und 1.934 US-Dollar ausgegangen werden müsste. Letzteres ist das 61,8%-Retracement der Anstiegsstrecke vom Tagestief am 6. Oktober 2023 (1.810 US-Dollar) bis zum Rekordhoch (2.135 US-Dollar) und markiert einen potenziellen Wendepunkt für einen möglichen Beginn einer größeren Aufwärtsbewegung in Richtung der 2.000er-Marke. Unterhalb des 61,8%-Retracements wäre der Goldkurs mittelfristig bis zur wichtigen Horizontalunterstützung bei 1.875 US-Dollar neutral gepreist. Davor liegt noch eine Supportzone zwischen 1.907 und 1.900 US-Dollar. Erst bei Notierungen unter der 1.875er-Marke nehmen die bärischen Tendenzen deutlich zu und Abgaben bis auf 1.846/1.833 US-Dollar sollten in diesem Fall besser eingeplant werden.

Wahrscheinlicher ist zurzeit jedoch, dass der Goldpreis seine „lethargischen“ Kursbewegungen der vergangenen Wochen fortsetzt und dabei seitwärts tendiert. Zwar wäre der Tageschart mit einem Schlusskurs über der 50-Tagelinie tendenziell wieder nach oben gerichtet. Eine Bestätigung für einen stärkeren Aufwärtsimpuls wäre dies allerdings nicht. Dafür müsste das Edelmetall oberhalb von 2.065 US-Dollar oder besser über 2.078 US-Dollar schließen. Denn letzteres wäre zugleich der höchste Schlusskurs in der Goldgeschichte, was den Goldpreis zusätzlich beflügeln dürfte. Mit dieser stabilen Vorgabe könnte als Nächstes ein Anstieg bis zum Rekordhoch bei 2.135 US-Dollar folgen, falls die davor verlaufenden horizontalen Widerstandslinien aus dem Ein-Stunden-Chart bei 2.098 und 2.120 US-Dollar hier keinen Strich durch die „Goldbullen-Rechnung“ machen. Ansonsten käme es zu einem neuen Rekordhoch, welches sich entweder im Bereich des Projektionsziels 2.150 oder 2.175 US-Dollar ausbilden könnte. Zünden die Gold-Bullen jedoch ein größeres Kursfeuerwerk ab, würde es vermutlich zu einem Bruch der 2.200er-Marke und zur Erreichung des nächsten Projektionsziels bei 2.207 US-Dollar kommen.

Unterstützungen:

1. 1.996 / 2.008 US-Dollar

2. 1.966 US-Dollar

3. 1.934 / 1.949 US-Dollar

Widerstände:

1. 2.065 / 2.078 US-Dollar

2. 2.098 US-Dollar

3. 2.120 / 2.135 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 26.02. – 01.03.2024

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag26.02.202414:00 UhrUS: Baugenehmigungen
Montag26.02.202416:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Jan.)
Dienstag27.02.202408:00 UhrDE: GfK Konsumklima (Mrz.)
Dienstag27.02.202414:30 UhrUS: Auftragseingang für langlebige Güter (Jan.)
Dienstag27.02.202416:00 UhrUS: CB Verbrauchervertrauen (Feb.)
Mittwoch28.02.202411:00 UhrEU: Verbrauchervertrauen (Feb.)
Mittwoch28.02.202414:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt (Q4.2023)
Donnerstag29.02.202414:00 UhrDE: Verbraucherpreise (Feb.)
Donnerstag29.02.202414:30 UhrUS: PCE Preisindex (Jan.)
Freitag01.03.202411:00 UhrEU: Verbraucherpreise (Feb.)
Freitag01.03.202416:00 UhrUS: ISM Einkaufsmanagerindex (Feb.)

Risikohinweis

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen