Elbblick Börsenbrief – KW 02/2024

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

am vergangenen Mittwoch wurde das Sitzungsprotokoll zum Zinsentscheid vom 13. Dezember der US-Notenbank Fed veröffentlicht. Darin gab es praktisch keine neuen Informationen zu den Zinssenkungsabsichten der Fed. „In ihren eingereichten Prognosen gaben fast alle Teilnehmer an, dass ihre Basisprojektionen angesichts der Verbesserungen ihrer Inflationserwartungen implizierten, dass ein niedrigerer Zielbereich für den Leitzins bis Ende 2024 angemessen wäre“, hieß es im Protokoll. Allerdings wurden in der Mitschrift Diskussionen der Währungshüter über die anstehenden Zinssenkungen im Jahr 2024 nicht erwähnt. Auf der damaligen Pressekonferenz zum Zinsentscheid sagte damals Notenbankchef Jerome Powell, dass über Zinssenkungen gesprochen wurde.  Details zu den Zinssenkungen konnten ebenfalls nicht entnommen werden.

In Deutschland sind im Dezember gegenüber dem Vormonat die Verbraucherpreise laut der vorläufigen Berechnung des Statistischen Bundesamts auf Jahresbasis von 3,2 Prozent auf 3,7 Prozent gestiegen, was im Rahmen der Erwartungen lag. Maßgeblich für die gestiegene Inflation sind Sondereffekte wie die staatliche Subventionierung der monatlichen Abschlagszahlung für Erdgas und Fernwärme im Dezember 2022. Dagegen schwächte sich die Kerninflationsrate ohne Berücksichtigung der stark schwankenden Nahrungsmittel- und Energiepreise von 3,8 Prozent im November auf 3,5 Prozent im Dezember weiter ab.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

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Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX Tageschart (DE40.c):

Rückblick:

Nach dem müden und trendlosen Handel Ende 2023 legte der deutsche Leitindex DAX am ersten Handelstag im neuen Jahr eine wilde Achterbahnfahrt hin. Zunächst stieg der Index in Richtung des Allzeithochs bei 17.003 Punkten, schaltete aber bereits bei 16.961 Zählern in den Rückwärtsgang und fiel in den darauffolgenden Tagen dynamisch unter die Marke von 16.500 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Das war in der Tat ein Jahresauftakt mit einem Knalleffekt! Nach dem Abverkauf versucht der Index nun sich im Bereich des Sommerhochs aus dem abgelaufenen Jahr bei 16.531 Zählern zu stabilisieren. Folgt jedoch die nächste Verkaufswelle, könnte ein weiterer Aufwärtsimpuls an der Unterstützungszone zwischen 16.270 und 16.330 Punkten starten. Von dort aus dürften die DAX-Bullen stärker versuchen, das Ruder wieder zu ihren Gunsten herumzureißen, um zeitnah ein neues Allzeithoch zu erreichen. Sollte es Ihnen aber nicht gelingen, steht höchstwahrscheinlich der Ende Oktober gestartete Aufwärtstrend zwischen 16.090 und 16.045 Zählern auf der Kippe. Denn darunter droht die Gefahr eines Abverkaufs bis auf 15.807 – 15.745 Punkten, falls davor die 16.000er-Marke fällt und es bei 15.905 Punkten nicht zu einer Kehrtwende kommt. 

Erst mit einem erneuten Anstieg über 16.645 Punkte wird das drohende Szenario über weitere Abgaben erst einmal entschärft. Über 16.800 Zählern entstehen wieder Kaufsignale, die eine Aufwärtsbewegung bis zum Projektionsziel bei 17.066 Punkten einleiten könnten. Natürlich ist es immer schwer vorherzusagen, wo genau eine Rekordfahrt enden wird. Vielleicht eignen sich dafür die nächsten Projektionsziele bei 17.275 – 17.335 und 17.512 Punkten. Darüber befindet sich das Fibonacci-Projektionsziel bei 17.800 Zählern, welches über die erste große Aufwärtswelle im neuen Jahrtausend mit dem Jahrestief von 2003 (2.189 Punkte) und dem Jahreshoch von 2007 (8.152 Punkte) ermittelt werden kann.

Unterstützungen:

1. 16.270 / 16.330 Punkten

2. 16.045 / 16.080 Punkten

3. 15.905 Punkten

Widerstände:

1. 16.645 Punkten

2. 16.800 Punkten

3. 17.066 Punkten

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Rückblick:

Nach dem starken Endspurt vor dem Jahreswechsel und einem Fünf-Monatshoch bei 1.1139 US-Dollar am 28. Dezember rutschte die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar gleich am ersten Handelstag im Jahr 2024 ab und fiel am Dienstag bis auf 1.0893 US-Dollar. Von dort aus startete eine Erholungsbewegung, die jedoch die 1.10er-Marke nicht zurückerobern konnte.

Charttechnischer Ausblick:

Aktuell befindet sich das Währungspaar an einem Scheideweg, von wo aus die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung, die am 3. Oktober bei 1.0448 US-Dollar begann, als auch der nächste Abverkauf in Richtung 1.07 US-Dollar vorstellbar wäre. In diesem Szenario spielt die erste Hürde bei 1.0987 US-Dollar eine wichtige Rolle. Denn solange EUR/USD darunter notiert, wäre eine Euro-Abwertung bis auf 1.0875 US-Dollar, die sich aber ohne Weiteres bis auf 1.0828 – 1.0794 US-Dollar ausdehnen kann, die wahrscheinlichere Variante. Im Kursbereich von 1.08 US-Dollar dürften die Kaufargumente für die Einheitswährung wieder überwiegen, so dass von dort aus die nächste Aufwärtsbewegung mit Ziel 1.10 US-Dollar ins Rollen kommen könnte. Durch einen Tagesschluss unterhalb von 1.0794 US-Dollar hingegen drohen Abgaben bis 1.0712 US-Dollar oder 1.0665 US-Dollar. Darunter locken 1.0616 und 1.0580 US-Dollar als tiefe Ziele und potenzielle Umkehrmarken.

Mit einem Tagesschluss über 1.1015 US-Dollar wird die Ausgangslage im Euro wieder deutlich bullischer mit der Folge eines möglichen Anstiegs bis auf 1.1084 US-Dollar. Auf diesem Niveau geht der Euro wahrscheinlich in eine Konsolidierungsphase über, um dabei möglicherweise Kraft für einen nachhaltigen Sprung über 1.11 US-Dollar zu tanken. Im Erfolgsfall wäre ein Anstieg bis 1.1175 oder 1.1204 US-Dollar denkbar. Darüber gibt es wahrscheinlich ein Wiedersehen mit dem Vorjahreshoch bei 1.1275 US-Dollar, sofern das Währungspaar nicht zuvor an der Hürde bei 1.1240 US-Dollar abprallt.

Unterstützungen:

1. 1.0875 US-Dollar

2. 1.0794 / 1.0828 US-Dollar

3. 1.0712 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.0987 / 1.1015 US-Dollar

2. 1.1084 US-Dollar

3. 1.1175 / 1.1204 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Rückblick:

Das Edelmetall Gold startete den Handel in das neue Jahr mit Abgaben und fiel am Mittwoch bei 2.033 US-Dollar exakt auf das 50%-Retracement der Anstiegsstrecke vom Tagestief am 13. Dezember (1.973 US-Dollar) bis zum Tageshoch am 28. Dezember (2.088 US-Dollar). Anschließend schob sich der Goldpreis ohne größere Ausschläge seitwärts.

Charttechnischer Ausblick:

Vom Standpunkt der Gold-Bullen aus betrachtet, würde eine Stabilisierung rund um das 50%-Retracement als positives Signal für weitere Kurssteigerungen gelten. Vor allem eine Beendigung des Goldhandels oberhalb von 2.052 US-Dollar bringt dabei den vielleicht notwendigen Schwung für einen Anstieg bis zum Horizontalwiderstand bei 2.078 US-Dollar. Folgt dazu ein Ausbruch über das Tageshoch vom 28. Dezember bei 2.088 US-Dollar, wäre der Weg zum Rekordhoch bei 2.135 US-Dollar eigentlich frei, falls davor die horizontale Widerstandsline aus dem Ein-Stunden-Chart bei 2.120 US-Dollar nicht zum Spielverderber wird. Im Fall neuer Rekordhochs könnten sich die beiden Projektionsziele 2.150 und 2.175 US-Dollar als geeignete Kandidaten bewerben. Zünden die Gold-Bullen jedoch ein großes Kursfeuerwerk ab, käme es vermutlich zum Bruch der 2.200er-Marke und zur Erreichung des nächsten Projektionsziels bei 2.207 US-Dollar.

Auf der Unterseite würde nach dem Erreichen des 50%-Retracements als nächstes das 61,8%-Retracement bei 2.017 US-Dollar in den Blickpunkt rücken. Verstärkt wird dieser Support durch die (blaue) 50-Tagelinie, die gegenwärtig etwas unterhalb bei 2.012 US-Dollar tendiert. Darunter käme es zum Test der wichtigen Horizontalunterstützung bei 1.996 US-Dollar und zur Entscheidung, ob von hier aus ein neuer Kaufimpuls in Richtung des Rekordhochs starten wird. Können die Gold-Bullen hier nicht mit Käufen glänzen, drohen möglicherweise schnelle Abgaben bis 1.949 US-Dollar oder sogar bis zum 61,8%-Retracement bei 1.934 US-Dollar der Anstiegsstrecke vom Tagestief am 6. Oktober 2023 (1.810 US-Dollar) bis zum Rekordhoch. Unterhalb des 61,8%-Retracements wäre der Goldkurs bis zur wichtigen Horizontalunterstützung bei 1.875 US-Dollar mittelfristig neutral gepreist. Davor liegt noch eine Supportzone zwischen 1.907 und 1.900 US-Dollar. Erst bei Notierungen unter der 1.875er-Marke nehmen die bärischen Tendenzen deutlich zu und Abgaben bis auf 1.846/1.833 US-Dollar sollten in diesem Fall eingeplant werden.

Unterstützungen:

1. 2.017 US-Dollar

2. 1.996 US-Dollar

3. 1.934 / 1.949 US-Dollar

Widerstände:

1. 2.052 US-Dollar

2. 2.078 / 2.090 US-Dollar

3. 2.120 / 2.135 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 08.01. – 12.01.2024

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag08.01.202408:00 UhrDE: Auftragseingang der Industrie (Nov.)
Montag08.01.202408:00 UhrDE: Handelsbilanz (Nov.)
Dienstag09.01.202408:00 UhrDE: Industrieproduktion (Nov.)
Dienstag09.01.202414:30 UhrUS: Handelsbilanz (Nov.)
Mittwoch10.01.202416:00 UhrUS: Lagerbestände Großhandel (Nov.)
Mittwoch10.01.202416:00 UhrUS: Umsatz Großhandel (Nov.)
Donnerstag11.01.202410:00 UhrEU: EZB Monatsbericht
Donnerstag11.01.202414:30 UhrUS: Verbraucherpreisindex (Dez.)
Donnerstag11.01.202414:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Freitag12.01.202408:00 UhrUK: Bruttoinlandsprodukt (Nov.)
Freitag12.01.202414:30 UhrUS: Erzeugerpreisindex (Dez.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen