Markteinblick: Der NASDAQ im Fokus der Anleger

Die Protestwelle in China hat zu Wochenbeginn neue Sorgen um die globale Wirtschaftsentwicklung geweckt. Viele Investoren nahmen das zum Anlass, ihre jüngsten Gewinne mitzunehmen. Die jüngsten Entwicklungen in China haben dann im weiteren Wochenverlauf zu einer Verkaufswelle rund um den Globus geführt.

Besonders deutlich ging es mit den Technologiewerten abwärts. Der Auswahlindex Nasdaq 100 büßte am Montag 1,43 Prozent ein. Denn die größte Protestwelle in China seit Jahrzehnten gegen die strikte Null-Covid-Politik schürt die Sorge vor weiteren Wachstumseinbußen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Zudem fürchten die Anleger weiteren Schaden für die globalen Lieferketten. Die Proteste zeigten, wie frustriert die Bevölkerung angesichts der Politik ihrer Führung sei und wie groß die Herausforderung für Präsident Xi Jinping. Nun kursierten an den Märkten zwar Gerüchte, dass die chinesische Staatsführung ihre Null-Covid-Politik schneller lockern könnte. Dennoch hielten sich die Anleger an den weltweiten Märkten zurück.

Die Investoren an der Wall Street warten jetzt auf neue Impulse von Konjunkturdaten. Marktbeobachter rechnen laut dem Wall Street Journal in den kommenden Tagen angesichts der zahlreichen Wirtschaftsdaten, die veröffentlicht werden, darunter Inflation, Bruttoinlandsprodukt und der Arbeitsmarktbericht, mit viel mehr Volatilität als noch in den letzten Tagen zu sehen war. In den Blick rückt zudem die für heute Mittwoch vorgesehene Rede von US-Notenbank-Chef Jerome Powell (20 Uhr), die auf weitere geldpolitischen Schritte schließen lassen könnten. Die Fed hat die Zinsen bisher viermal in Folge um 75 Basispunkte angehoben. Es wird jedoch erwartet, dass sie das Tempo im Dezember auf 50 Basispunkte reduziert. Möglicherweise könnten die Erwartungen an eine entspanntere Geldpolitik aber nicht in dem Maße erfüllt werden, wie es die optimistischsten Annahmen aktuell suggerierten, warnte Analyst Uwe Wunderle vom Brokerhaus GBE.

NASDAQ 100 Chartanalyse vom 30.11.22

Charttechnischer Ausblick

Aufgrund der Unruhen in China und der Abwartenden Haltung an der Wall Street fehlt dem Nasdaq100 weiterhin die Kaufeuphorie. Trotzdem werden die US-Börsen in New York nach einem eher schwachen Wochenbeginn am heutigen Mittwoch mit einem positiveren Handelsstart erwartet, darauf deuten derzeit die US-Futures hin. Der technologielastige Nasdaq 100 geriet Gestern zunächst weiter unter Druck und ging mit einem Minus von 0,73 Prozent aus dem Handel. Charttechnisch gesehen braucht der Tech-Index einen Tagesschlusskurs über 11.925 Zählern um ein mögliches Kaufsignal auszulösen. Sollte es zu einem Überwinden dieses Widerstands kommen wäre das nächste Ziel auf der Oberseite die Marke von 12.230 Punkten. Doch selbst ein weiteres Anrennen der NAS-Bullen über den Widerstand bei 12.470 Zählern würde den übergeordneten Abwärtstrend weiterhin intakt bleiben. Erst mit einem Überspringen der Hürde bei 12.850 Punkten würde den Negativlauf brechen und den Weg zur runden Marke von 13.000 Zählern frei machen.

 

Auf der Unterseite können weitere Verkäufe dem relativ stabilen Gebilde des Index nichts anhaben. Erst mit einem Tagesschluss unter 11.200 Punkten wird es gefährlich für die postitv gestimmten Anleger, denn ein durchbrechen dieses Supports würde die starke Unterstützung bei 11.000 Zählern in den Fokus nehmen. Sollte auch dieser Support fallen, dann sind neue Jahrestiefs sehr wahrscheinlich.

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