Elbblick Börsenbrief – KW 25/2020

Liebe GBE-Trader,

in den letzten Wochen schienen sich die internationalen Aktienbörsen entkoppelt von all den Problemen und Sorgen über Rezessionsängste, aufflammende Eskalationen im Handelskonflikt zwischen den USA und China und einer zweiten Pandemiewelle steil in Richtung Norden zu entwickeln. Die Hoffnung auf eine V-förmige Konjunkturerholung befeuerten die Aktienkurse weltweit. Besonders der US-Technologieindex Nasdaq 100 legte eine beeindruckende Performance hin und stieg in der vergangenen Handelswoche erstmalig über 10.000 Punkte.

Allerdings wurde die Börsenhausse am letzten Donnerstag jäh gestoppt. Auslöser war die Aussage von US-Notenbankchef Jerome Powell in der Pressekonferenz nach dem Fed-Zinsentscheid, dass sich die Zentralbank verpflichtet, “alles zu tun, was wir können, solange es nötig ist. Wir denken nicht einmal darüber nach, die Zinsen zu erhöhen”, Damit signalisiert der Fed-Chef eine anhaltend lockere Geldpolitik in den nächsten Jahren und die Marktteilnehmer interpretierten dies, dass die Fed nicht von einer schnellen wirtschaftlichen Erholung ausgeht. Zudem sorgten Meldungen über steigende Neuinfektionen in einigen südlichen US-Bundesstaaten für zusätzlichen Verkaufsdruck an den Aktienbörsen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Nach einem positiven Wochenauftakt, bei dem der deutsche Leitindex DAX bis auf 12.933 Punkte stieg, nahm der Verkaufsdruck im Verlauf der Woche zunehmend zu und das deutsche Aktienbarometer fiel bis auf 11.752 Punkte. Dabei prallte der DAX exakt auf seiner 21-Tage-Durchschnittslinie (graue Linie im Chart) ab.

Charttechnischer Ausblick:

Der heftige Kursrückgang von knapp 1.200 DAX-Punkte zeigt, dass die Bären jederzeit zuschlagen und problemlos wichtige Unterstützungen durchbrechen können. Sollte der DAX in der Lage sein, das Wochentief zu verteidigen, dann besteht durchaus die Chance auf eine neue Aufwärtswelle, die den Index im ersten Schritt bis auf 12.478 Punkte ansteigen lassen könnte. Hier wird es sich zeigen, ob die Bären erneut eine Attacke in Richtung unter 12.000 Punkte starten werden. Bleibt diese aus, liegt das nächste Kursziel auf der Oberseite bei 13.140 Punkten. Darüber befindet sich als nächstes Ziel eine offene Lücke (Gap) vom 24. Februar 2020 bei ca. 13.500 Punkten.

Schafft es der DAX nicht, mit der aktuellen Erholungsbewegung über die Marke von 12.500 Punkten zu schließen, besteht die Gefahr der Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis auf 11.110 Punkten.  Je nach Verkaufsdynamik kann sich diese bis auf 10.550 Punkte ausdehnen.  Allerdings sollten hier verstärkt Käufer auftreten mit dem Ziel eines Anstiegs in Richtung 12.000 Punkte-Marke. Ein Schlusskurs unter 10.550 Punkten erhöht die Gefahr auf einen Rückgang bis auf 9.991 Punkte.

Unterstützungen:

1. 11.110 Punkten

2. 10.550 Punkten

3.    9.991 Punkten

Widerstände:

1. 12.478 Punkten

2. 13.140 Punkten

3. 13.500 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Zur Mitte der vergangenen Woche erreichte der Euro zum US-Dollar mit einem Wechselkurs von1,1422 US-Dollar ein neues Dreimonatshoch.  Allerdings konnte der Euro das Level von 1,14 US-Dollar nicht verteidigen und fiel zum Ende der Woche bis auf 1,1276 US-Dollar zurück.  

Charttechnischer Ausblick:

Die nächste Aufwärtsbewegung dürfte den Euro bis auf 1,1521 US-Dollar verteuern, vorausgesetzt, der Euro unterschreitet in der aktuellen Konsolidierung nicht die Marke von 1,12 US-Dollar. Ein größeres Hindernis erwartet den Euro bei 1,1595 US-Dollar.  Hier verläuft das 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Hoch vom 11. Februar 2018 bei 1,2555 US-Dollar und das aktuelle Jahrestief bei 1,0637 US-Dollar vom 15. März.  Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Euro diesen Widerstand im ersten Anlauf überwinden wird.  Knackt der Euro diese Hürde, dann liegt das nächste Kursziel bei 1,1665 US-Dollar.

Gut unterstützt ist die Gemeinschaftswährung im Bereich von 1,1236 US-Dollar und 1,1210 US-Dollar. Darunter befindet sich die nächste Unterstützung bei 1,1145 US-Dollar.  Spätestens bei  einer Abwertung bis auf 1,1078 US-Dollar ist mit einer stärkeren Gegenbewegung in Richtung 1,12 US-Dollar zu rechnen.  

Unterstützungen:

1. 1,1236 US-Dollar

2. 1,1145 US-Dollar

3. 1,1078 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1521 US-Dollar

2. 1,1595 US-Dollar

3. 1,1665 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Auch in der vergangenen Woche zeigte sich der Goldpreis weiterhin stabil und konnte bis zum Ende der Woche bis auf 1.744 US-Dollar je Feinunze ansteigen. Dadurch erhöhen sich die Chancen auf ein neues Jahreshoch.

Charttechnischer Ausblick:

Solange das gelbe Edelmetall nicht unter 1.680 US-Dollar schließt, ist die Welt der Gold-Bullen in Ordnung. Ein Ausbruch über 1.750 US-Dollar dürfte den Goldpreis bis auf 1.774 US-Dollar mit Potential auf 1.795 US-Dollar verteuern. Hier müssen stärkere Gewinnmitnahmen einkalkuliert werden, die den Goldpreis in Richtung der 1.700 US-Dollar-Marke wieder verbilligen könnten. Mittelfristig dürfte Gold das Ziel von 1.822 US-Dollar je Feinunze anpeilen.

Für die Gold-Bullen ist es weiterhin wichtig, dass der Goldpreis nicht unter 1.680 US-Dollar schließt. Passiert dies, dürfte die Volatilität zunehmen und den Goldpreis bis auf 1.646 US-Dollar verbilligen. Hier entscheidet sich, ob der Goldpreis wieder über 1.700 US-Dollar ansteigt oder in Richtung der Marke von 1.610 US-Dollar fällt.

Unterstützungen:

1. 1.680 US-Dollar

2. 1.646 US-Dollar

3. 1.610 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.774 US-Dollar

2. 1.795 US-Dollar

3. 1.822 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 15.06. - 19.06.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag15.06.202011:00 UhrEU: Handelsbilanz (Apr.)
Dienstag16.06.202008:00 UhrUK: Arbeitslosenänderung (Mai)
Dienstag16.06.202011:00 UhrDE: ZEW – Konjunkturerwartungen (Jun.)
Dienstag16.06.202014:30 UhrUSA: Einzelhandelsumsätze (Monat/Mai)
Mittwoch17.06.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Jahr/Mai)
Mittwoch17.06.202014:30 UhrUSA: Baugenehmigungen (Mai)
Mittwoch17.06.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag18.06.202010:00 UhrEU: Monatsbericht der EZB
Donnerstag18.06.202013:00 UhrUK: Zinsentscheidung der BoE (Jun.)
Donnerstag18.06.202013:00 UhrUK: MPC Sitzungsprotokoll
Donnerstag18.06.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag18.06.202014:30 UhrUSA: Philly Fed Herstellungsindex (Jun.)
Freitag19.06.202008:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Monat/Mai)

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