Markteinblick: DAX weiterhin gut in Form

Trotz des kräftigen Anstiegs in den letzten Wochen wollen die Anleger derzeit an ihren Aktien festhalten. Der deutsche Leitindex hat sich binnen eines Monats um rund 2.400 Punkte nach oben bewegt.

Getragen von nachlassenden Zinsängsten in den USA hat der DAX am Dienstag erneut moderat zugelegt. Der deutsche Leitindex ging mit 14.378 Punkten aus dem Handel, ein Tagesgewinn von 0,46%. Nachdem der Index im Verlauf mehrfach die Vorzeichen gewechselt hatte, drehte er am Dienstagnachmittag nach neuen Kursdaten aus den USA schließlich ins Plus. Damit hat sich der DAX seit seinem Jahrestief Ende September um rund 20 Prozent bzw. fast 2.400 Punkte erholt. Laut Chefanalyst Uwe Wunderle von GBE brokers könnte dem drastischen Kursanstieg nun eine Korrektur folgen. Die Anleger schienen sich aber vorerst nicht von ihren Aktien trennen zu wollen.

Positive Mischung als Auslöser

Konkreter Auslöser für die Käufe am Dienstag war eine Kombination aus positiven Wirtschaftsdaten. Neben den deutschen Großhandelspreisen für Oktober (plus 17,4 %) und einem überraschend starken Anstieg des ZEW-Index (plus 22,5 Punkte auf minus 36,7) waren es vor allem die besser als erwartet ausgefallenen US-Erzeugerpreise im Oktober. Diese zeigten, dass der Aufwärtsdruck auf die Preise auf der Erzeugerebene weiter nachgelassen hat, wie es zuletzt auch auf der Verbraucherebene der Fall war. Die Erzeugerpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 8 %. Analysten hatten im Durchschnitt mit 8,3 % gerechnet.

„Die Daten bestätigen die Hoffnung, dass die Trendwende bei der Inflation erreicht ist“, sagte Rifat Sayim, Gründer des Brokerhauses GBE. „Das gibt dem Markt mehr Zuversicht.“ Marktbeobachter aus den USA rechnen laut der Associated Press damit, dass die Fed nach vier XXL-Zinsschritten von jeweils 0,75 Prozentpunkten in Folge den Schlüsselsatz im Dezember nur um einen halben Prozentpunkt anhebt. Das Tempo im kommenden Jahr hänge von der weiteren Preisentwicklung ab.

Charttechnischer Ausblick im DAX

DAX Chartanalyse vom 16.11.22

Der RSI zeigt, dass der DAX auf dem gegenwärtigen Niveau im Tageschart technisch überkauft ist und dadurch korrekturanfälliger wird. Dies konnte in den letzten Tagen schon an dem scheitern an dem Widerstandsbereich bei 14.450 Punkten gesehen werden. In der derzeitigen Chart-Situation besteht die Gefahr einer Übertreibung, falls die überkaufte Phase nicht deutlich neutralisiert wird. Daher sollte nun folgend ein schärferer Kursrücksetzer eingeplant werden, der das 14.000er-Level durchaus testen kann. Beginnt hier der nächste Aufwärtsimpuls, könnte dieser bei 14.600 Punkten, dem 61,8%-Retracement, auf eine harte Probe gestellt werden. Darüber verläuft die altbekannte und bedeutsame Widerstandszone zwischen 14.815 und 15.040 Punkten.

Auf der Unterseite bildete sich innerhalb des vergangenen Donnertaghandels am 50%-Retracement bei 14.080 Punkten eine erste horizontale Unterstützung aus. Sollte sich die Korrektur weiter ausdehnen, rückt das Tageshoch vom 16. August bei 13.974 Zählern in den Vordergrund, von wo aus die nächste Kaufwelle beginnen könnte.

Quellen: AP;dpa;ZEW

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