Elbblick Börsenbrief – KW 23/2024

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

besser als erwartet ausgefallene Konjunkturzahlen und falkenhafte Kommentare von US-Notenbankern sorgten in der zurückliegenden Handelswoche für steigende Marktzinsen und somit für schlechte Stimmung an den Aktienmärkten. Laut dem US-Forschungsinstitut Conference Board stieg im Mai das US-Verbrauchervertrauen von 97,5 Punkte im April auf 102,0 Zähler bei einer Erwartung eines Rückgangs auf 96,0 Punkte. In einem Interview mit dem Finanzsender CNBC sagte Minneapolis-Fed-Chef Neel Kashkari am Dienstag, „viele weitere Monate an positiven Inflationsdaten“ seien notwendig, bevor er die notwendige Zuversicht für eine Zinssenkung habe. Darüber hinaus schloss er die Möglichkeit von weiteren Zinserhöhungen nicht völlig aus.

In Deutschland sind die Verbraucherpreise im Mai wieder gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in einer vorläufigen Schätzung am Mittwoch mitteilte, erhöhte sich die Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,4 Prozent, was im Rahmen der Analystenschätzung lag. Im April und März betrug die Inflationsrate auf Jahressicht noch 2,2 Prozent.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick-Live-Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir anhand der charttechnischen Analyse jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wall Street-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unserem Elbblick-Live-Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Quellen: Dow Jones News, Handelsblatt 

DAX Tageschart (DE40.c):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Zunächst startete der deutsche Leitindex DAX verheißungsvoll in die vergangene Börsenwoche und kletterte in Richtung des Rekordhochs bei 18.893 Punkten. Doch 40 Zähler unterhalb des Allzeithochs legte der Index am Dienstag den Rückwärtsgang ein und fiel im Wochenverlauf dynamisch bis auf 18.387 Stellen zurück.

Charttechnischer Ausblick:

Das war wirklich eine kalte Dusche für die DAX-Bullen, die bereits die 19.000-Punkte-Marke fest im Visier hatten. Nun wird es sich zeigen, ob sie in der Lage sind, den jüngsten Abverkauf zu kontern und dazu die Rekordfahrt wieder ins Rollen zu bringen. Denn zwischen 18.640 und 18.705 Punkten lauern die ersten größeren Hürden, die für eine weitere Verkaufswelle und damit für die Fortsetzung des Abverkaufs vom Rekordhoch sorgen könnten. Darüber gäbe es grünes Licht für die Weiterfahrt der Rekordjagd, insbesondere bei einer Beendigung des Tageshandels oberhalb von 18.805 Punkten. Dadurch könnte zeitnah ein neues Rekordhoch folgen, welches sich möglicherweise im Bereich 18.970 und 18.985 Zählern ausbildet. Gelingt dem DAX darüber hinaus eine nachhaltige Überschreitung der 19.000-Punkte-Marke, läge das nächste Projektionsziel bei 19.259 Punkten. Allerdings wäre der Index auf diesem Kursniveau technisch überkauft, so dass eine stärkere Gegenbewegung wahrscheinlicher wird, die aber auch erst im Bereich des nächsten Projektionsziels bei 19.435 Zählern losrollen könnte.

Auf der Unterseite wurde am Donnerstag knapp das 38,2%-Retracement bei 18.365 Punkten der Anstiegsstrecke vom Apriltief bei 17.715 Stellen bis zum Rekordhoch verfehlt. Darunter verläuft bei aktuell 18.313 Punkten die (blaue) 50-Tagelinie, die in diesem Kursbereich für eine zusätzliche Stabilisierung sorgen dürfte. Im Fall einer Unterschreitung rückt die sehr wichtige Unterstützungszone zwischen 18.240 Zählern und dem 50%-Retracement der zuvor erwähnten Anstiegsstrecke bei 18.200 Punkten in das Blickfeld der DAX-Protagonisten, von wo aus wahrscheinlich ein neuer Aufwärtsimpuls startet. Kommt es aber zu einem Tagesschlusskurs darunter, wäre dies ein herber Rückschlag für die DAX-Bullen und die Jagd nach neuen Rekordhöchstständen käme erst einmal zu einem Stillstand. Noch kritischer wird es für die Bullenherde bei einem Bruch der Supportzone zwischen 17.980 und 18.035 Zählern, was möglicherweise einen Abschwung bis in den Bereich von 17.770 bis 17.715 Stellen zur Folge hätte.

Unterstützungen:

1. 18.313 / 18.365 

2. 18.200 / 18.240 

3. 17.980 / 18.035  

Widerstände:

1. 18.640 / 18.705 

2. 18.805 

3. 18.970 / 18.985 

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro war gegenüber dem US-Dollar in der zurückliegenden Handelswoche auf dem besten Weg in Richtung des Maihochs bei 1.0895 US-Dollar zu steigen. Kurz davor jedoch traten am Dienstag bei 1.0889 US-Dollar größere Verkäufe auf, die den Euro bis auf 1.0788 US-Dollar verbilligten.

Charttechnischer Ausblick:

Zumindest verhinderten die Euro-Käufer ein Abrutschen unter die (orange) 200-Tagelinie, die gegenwärtig bei 1.0785 US-Dollar tendiert und zusammen mit dem 38,2%-Retracement bei 1.0782 US-Dollar der Anstiegsstrecke vom Jahrestief bei 1.0601 US-Dollar bis zum aktuellen Monatshoch und der (blauen) 50-Tagelinie bei aktuell 1.0770 US-Dollar eine starke Unterstützungsunion bildet. Andernfalls käme es zum Test des 50%-Retracements bei 1.0748 US-Dollar der oben angesprochenen Anstiegsstrecke und zur Klärung der Frage, ob von hier aus die vom Jahrestief gestartete Erholung in die nächste Runde geht. Natürlich könnte diese auch noch vom 61,8%-Retracement bei 1.0713 US-Dollar reaktiviert werden. Aber hier müssten die Euro-Käufer bereits alles in die Waagschale werfen, um eine drohende größere Euro-Abwertung zu verhindern. Denn mit einem Tagesschlusskurs deutlich unter 1.0650 US-Dollar wäre ihr Schicksal mit der Wiederaufnahme des übergeordneten Abwärtstrends sehr wahrscheinlich besiegelt.

Dagegen erhöhen sich mit einem Tageschluss oberhalb von 1.0865 US-Dollar die Chancen auf die Fortsetzung des vom Jahrestief begonnenen Aufwärtstrends. Im Anschluss wäre ein Kursanstieg bis auf 1.0934 US-Dollar möglich, bevor ein Rücksetzer dann erneut den Kursbereich bei 1.0865 US-Dollar testen könnte. Dominieren die Euro-Käufer weiter das Geschehen, so läge ihr nächstes Kursziel bei 1.10 US-Dollar. Hier besteht nach einer kurzen Verschnaufpause durchaus ein Ausbruchspotential für einen rasanten Anstieg in Richtung 1.1045 / 1.1055 US-Dollar. Von dort aus wäre jedoch zuerst ein Abverkauf zur 1.10er-Marke denkbar, bevor die nächste Kaufwelle ins Rollen kommt.

Unterstützungen:

1. 1.0770 / 1.0782 US-Dollar

2. 1.0713 / 1.0748 US-Dollar

3. 1.0650 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.0865 US-Dollar

2. 1.0934 / 1.1000 US-Dollar

3. 1.1045 / 1.1085 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Die letzte Handelswoche im Edelmetall Gold lief nicht so richtig nach dem Geschmack der Gold-Bullen, die noch in der Woche davor ein neues Allzeithoch bei 2.450 US-Dollar feierten. Auf der Oberseite war bereits bei 2.364 US-Dollar Schluss, während die (blaue) 50-Tagelinie auf der Unterseite einen größeren Abverkauf verhinderte.

Charttechnischer Ausblick:

Dank der (blauen) 50-Tagelinie, die gegenwärtig bei 2.327 US-Dollar tendiert und seit dem 29. Februar 2024 nicht mehr unterschritten wurde, bleibt die Hoffnung der Gold-Bullen auf zeitnahe Rekorde bestehen. Im Fall einer Unterschreitung auf Tagesschlusskursbasis wäre der Beginn einer nächsten Kaufwelle am 38,2%-Retracement bei 2.272 US-Dollar der Aufwärtsbewegung vom Februartief bei 1.984 US-Dollar bis zum Rekordhoch gut vorstellbar. Darunter liegt das 50%-Retracement der Aufwärtsbewegung bei 2.217 US-Dollar. Zusammen mit der Unterstützung des ehemaligen Rekordhochs vom 8. März 2024 bei 2.195 US-Dollar könnte in diesem Kursbereich eine neuer und größerer Aufwärtsimpuls entstehen mit Ziel neue Allzeithochs. Darunter wäre die Rekordfahrt erst einmal gestoppt und der Goldpreis könnte dann in Richtung des alten Rekordhochs vom 6. Dezember 2023 bei 2.135 US-Dollar fallen, falls davor vom 61,8%-Retracement bei 2.162 US-Dollar ausgehend kein neuer Goldrausch entsteht.

Solange der Goldpreis unterhalb von 2.375 US-Dollar notiert, bestehen weitere Abwärtsrisiken bis zum 38,2%-Retracement bei 2.272 US-Dollar. Dagegen löst ein Tagesschluss über 2.405 US-Dollar wahrscheinlich einen neuen Aufwärtsimpuls aus, welcher die Projektionsziele bei 2.463 und 2.480 US-Dollar ansteuern könnte. Drücken die Gold-Bullen darüber hinaus weiter auf den Kaufknopf, käme es wahrscheinlich zu Kursen im Bereich der 2.500er-Marke und dort vielleicht sogar zum Erreichen des Kursziels bei 2.517 US-Dollar. Mittelfristig besteht weiterhin ein Aufwärtspotential bis auf 2.609 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 2.272 US-Dollar

2. 2.195 / 2.217 US-Dollar

3. 2.135 / 2.162 US-Dollar

Widerstände:

1. 2.375 US-Dollar

2. 2.405 US-Dollar

3. 2.463 / 2.480 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 03.06. – 07.06.2024

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag03.06.202409:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Mai)
Montag03.06.202416:00 UhrUS: Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Mai)
Dienstag04.06.202409:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Mai)
Dienstag04.06.202416:00 UhrUS: Auftragseingang (April)
Dienstag04.06.202416:00 UhrUS: JOLTs Stellenangebote (Apr.)
Mittwoch05.06.202409:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Mai)
Mittwoch05.06.202416:00 UhrUS: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Mai)
Donnerstag06.06.202408:00 UhrDE: Auftragseingang Industrie (Apr.)
Donnerstag06.06.202414:15 UhrEU: EZB Zinsentscheidung
Freitag07.06.202414:30 UhrUS: Beschäftigung ex-Agrar (Mai)
Freitag07.06.202414:30 UhrUS: Arbeitslosenquote (Mai)

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Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen