Elbblick Börsenbrief
KW 52/2020

Liebe GBE-Trader,

nachdem in der Vorwoche die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik mit der Aufstockung des Notfall-Anleihenprogramms  PEPP von 1,35 Billionen Euro auf 1,85 Billionen weiter lockerte, ruhte die Hoffnung auf die US-amerikanische Notenbank Fed, ähnliche Maßnahmen in ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr zu präsentieren. Zwar bestätigte die Fed ihren geldpolitischen Kurs, jedoch wurden all jene Anleger enttäuscht, die eine stärkere Unterstützung der US-Wirtschaft durch weitere Maßnahmen der amerikanischen Notenbank erwarteten. In der anschließenden Pressekonferenz betonte Fed-Chef Jerome Powell, dass die niedrigen Zinsen und die Anleihenkäufe so lange Bestand haben werden, bis sich die Preisstabilität und die Lage am Arbeitsmarkt in den USA „substantiell verbessert“.

Obwohl die zweite Corona-Welle noch weltweit wütet, haben die wichtigsten Aktienbörsen einen Großteil der Erholung bereits eingepreist. Die Börsen in Europa nähern sich immer mehr ihren Allzeithochs an, während an der Wall Street die Rekordfahrt weiter geht. Das Zustandekommen eines US-Konjunkturpakets noch in diesem Jahr wird immer wahrscheinlicher und dies könnte an den Aktienmärkten für weiter steigende Kurse sorgen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Noch was in eigener Sache:
Dies ist die letzte Ausgabe des Elbblick Börsenbriefs in diesem Jahr.  Das Elbblick-Team wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes und schönes  Jahr 2021. Wir freuen uns, Sie mit unserem Elbblick auch im neuen Jahr mit unseren Analysen zu informieren.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Viele Anläufe hat der deutsche Leitindex DAX benötigt, aber in der vergangenen Handelswoche hat es endlich geklappt, die große Hürde bei 13.500 Punkten zu überspringen. Das bisherige Wochenhoch von 13.774 Punkten reichte jedoch nicht ganz aus, um das Rekordhoch vom 17. Februar 2020 mit 13.797 Zählern zuknacken.

Charttechnischer Ausblick:

Jetzt steht die Tür im DAX für neue Allzeithochs ganz weit offen. Im Bereich des bisherigen Allzeithochs müssen allerdings Gewinnmitnahmen zu jederzeit eingeplant werden. Doch überwiegend private Anleger könnten den DAX zu neuen Höchstständen führen, da viele institutionelle Anleger ihre Bücher für dieses Jahr bereits geschlossen haben. So dürfte nach Überwinden des Widerstands bei 13.800 Punkten das Ansteuern der Marke bei 14.000 Punkten kein Problem darstellen. Mit Gegenwind ist bei Kursen um 14.020 Punkte zu rechnen. Gut möglich, dass von hier aus die ehemaligen Hindernisse bei 13.800 und 13.500 Zählern getestet werden. Setzt sich die Rekordfahrt fort, liegt das nächste Ziel bei 14.240 Punkten.

Die Bullen bestimmen eindeutig das Geschehen im DAX. Rutscht der DAX wieder unter 13.500 Punkten, wäre dies ein kleiner Rückschlag für die DAX-Bullen. Die 21-Tage-Durchschnittslinie (graue Linie im Chart) und die seit dem Tief am 30. Oktober 2020 bei 11.380 Punkten verlaufende Aufwärtstrendlinie dürften bei ca. 13.368 Zählern dem Index eine gute Unterstützung bieten. Kritisch wird es für die DAX-Bullen erst, wenn der DAX den Tageshandel unter 12.979 Punkten beendet.

Unterstützungen:

1. 13.500 Punkten

2. 13.368 Punkten

3. 12.979 Punkten

Widerstände:

1. 13.800 Punkten

2. 14.020 Punkten

3. 14.240 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Steil bergauf ging es in der letzten Woche mit der Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar. Dabei übersprang die Einheitswährung die Marke von 1,22 US-Dollar und erreichte damit ein frisches Zweieinhalb-Jahreshoch.

Charttechnischer Ausblick:

Das Währungspaar EUR/USD ist voll im Rallymodus und könnte in Kürze das Hoch in der Woche vom 22. April 2018 bei 1,2289 US-Dollar erreichen. Der Ausbruch aus der Konsolidierungszone zwischen 1,2058 US-Dollar und 1,2176 US-Dollar verläuft sehr dynamisch, so dass sich die Aufwärtsbewegung problemlos bis auf 1,2322 US-Dollar fortsetzen kann. Von dort aus ist mit einer Zwischenkorrektur bis auf 1,2176 US-Dollar zu rechnen. Geht die Euro-Aufwertung in Richtung des Jahreshochs von 2018 bei 1,2555 US-Dollar weiter, muss zuvor die Hürde bei 1,2408 US-Dollar überwunden werden.

Im Bereich von 1,2176 US-Dollar dürfte der Euro eine gute Unterstützung besitzen. Wichtig für die Euro-Bullen ist, dass es keinen Tagesschlusskurs unter 1,2058 US-Dollar gibt. Dann würde die wichtige Marke von 1,20 US-Dollar erneut getestet werden mit der Gefahr eines Rücksetzers bis auf 1,920 US-Dollar. Spätestens hier sollte eine weitere Aufwärtswelle mit Ziel des 2018er Hochs gestartet werden.

Unterstützungen:

1. 1,2058 US-Dollar

2. 1,2000 US-Dollar

3. 1,1920 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2289 US-Dollar

2. 1,2322 US-Dollar

3. 1,2408 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Auch in der vergangenen Handelswoche stand im Gold das wichtige Level bei 1.850 US-Dollar je Feinunze im Mittelpunkt und der Goldpreis konnte nach einem starken Ausbruch darüber bis auf 1.896 US-Dollar zulegen. Noch in der Woche davor notierte der Goldpreis unterhalb dieser Schwelle und prallte im Wochenhoch sogar direkt daran ab.

Charttechnischer Ausblick:

Mit der Ausbruchsbewegung über 1.850 US-Dollar erreicht der Goldpreis sein Zwischenziel bei 1.895 US-Dollar. Nun steht als nächste große Hürde die seit dem Allzeithoch verlaufende rote Abwärtstrendlinie bei ca. 1.907 US-Dollar an. Hier könnte es zu einem stärkeren Preisrückgang  bis auf 1.850 US-Dollar kommen. Über der Abwärtstrendlinie befindet sich der nächste Widerstand bei 1.918 US-Dollar. Durch einen Schlusskurs darüber besteht die Chance auf einen Anstieg bis auf 1.955 US-Dollar.

Beendet dagegen der Goldpreis den Tageshandel unter 1.850 US-Dollar, dann dürfte sich die Abwärtsbewegung zunächst bis 1.828 US-Dollar fortsetzen. In diesem Bereich sollten zunehmend Käufer auftreten und den Goldpreis wieder in Richtung der 1.900 US-Dollar-Marke schieben. Schwieriger für die Gold-Bullen wird die Lage mit einem Tageschluss unter der orangen 200-Tages-Durchschnittslinie, die bei ca. 1.814 US-Dollar verläuft. Dadurch muss mit einem Test des Tiefs vom 30. November 2020 bei 1.763 US-Dollar gerechnet werden.

Unterstützungen:

1. 1.850 US-Dollar

2. 1.828 US-Dollar

3. 1.814 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.907 US-Dollar

2. 1.918 US-Dollar

3. 1.955 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 21.12. – 25.12.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag21.12.202016:00 UhrEU: Verbrauchervertrauen
Dienstag22.12.202008:00 UhrUK: Bruttoinlandsprodukt (3. Quartal)
Dienstag22.12.202014:30 UhrUSA: Bruttoinlandsprodukt (3. Quartal)
Dienstag22.12.202016:00 UhrUSA: Verkäufe bestehender Häuser (Nov.)
Mittwoch23.12.202014:30 UhrUSA: PCE Preisindex
Mittwoch23.12.202016:00 UhrUSA: Verkäufe neuer Häuser (Nov.)
Mittwoch23.12.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag24.12.202014:30 UhrUSA: Auftragseingang für langl. Güter (Nov.)
Donnerstag24.12.2020GanztagsDE: Heiligabend
Donnerstag24.12.2020GanztagsUK: Weihnachten – Vorzeitige Schließung um 12:30 Uhr
Donnerstag24.12.2020GanztagsUSA: Weihnachten – Vorzeitige Schließung um 19:00 Uhr
Freitag25.12.2020GanztagsDE/UK/USA: Feiertag

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Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unseren Risiko Hinweis und unsere AGBs.

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
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Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
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Best Execution & Handelsbestätigungenn
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