Elbblick Börsenbrief – KW 51/2021

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

letztendlich war der Druck auf die US-Notenbank Fed angesichts der gestiegenen US-Inflation im November, die im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent zulegte und somit auf den höchsten Stand seit 39 Jahren kletterte, immer größer geworden. So überraschte es nicht, dass die Fed in ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr ihre geldpolitische Wende endgültig einläutete und bis 2023 sechs Erhöhungen des Leitzinses (aktuell bei null bis 0,25 Prozent) in Aussicht stellte. Darüber hinaus werden ab Januar 2022 die monatlichen Käufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren um 30 Milliarden US-Dollar reduziert. Die Aktienmärkte nahmen den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik zunächst positiv auf mit der Begründung, eine nachhaltig hohe Inflation schade dauerhaft der Konjunktur. Allerdings kam es einen Tag nach der Notenbanksitzung zu einer starken Rotation aus Wachstumsaktien in Substanzwerte.

Während in Europa die Bank of England am Donnerstag überraschend ihre Zinsen von 0,1 auf 0,25 Prozent erhöhte, hält die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, Zinserhöhungen im kommenden Jahr für „sehr unwahrscheinlich“. Dafür will die EZB ihre Anleihekäufe verringern und das pandemiebedingte Programm PEPP im März auslaufen lassen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Noch was in eigener Sache:

Der Elbblick Börsenbrief und die Elbblick Live Webinarreihe gehen in die Weihnachtsferien. Die nächsten Elbblick Live Webinare finden wie folgt statt:

Das Elbblick-Team freut sich auf Ihre Teilnahme und wünscht Ihnen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Obwohl es in den vergangenen Handelstagen äußerst volatil im deutschen Leitindex DAX zuging, kam der Index nicht vom Fleck. Der DAX bewegte sich in einer Spanne von lediglich 370 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Sehen wir noch eine Weihnachtsrally ? Diese Frage dürften sich so einige stellen und mit Blick auf den Tageschart stehen die Chancen für einen Anstieg in Richtung der 16.000er -Marke weiterhin gut. Im Mittelpunkt steht dabei die orange 200-Tage-Linie, die zwar in der letzten Handelswoche unterschritten wurde, der Tageshandel wurde jedoch über der signifikanten Linie beendet. Um die Weihnachtsrally ins Rollen zu bringen, benötigt das Kursbarometer einen Tagesschlusskurs über 15.805 Zähler. Die DAX-Bullen könnten dann die Gunst der Stunde für einen Anstieg bis auf 15.926 Punkten nutzen. Es ist gut vorstellbar, dass der Anstieg sich ohne größere Korrekturen bis zur Widerstandszone zwischen 15.963 und 15.986 Punkten fortsetzt, ehe es dort zu einem stärkeren Kursrücksetzer bis auf 15.800 Punkten kommen kann. Schlagen hier die Käufer wieder zu, könnte die nächste Aufwärtswelle den DAX zu seinem ehemaligen Rekordhoch bei 16.032 Zählern führen.

Damit die Chance auf eine Weihnachtsrally gewahrt wird, sollte der DAX weiterhin über der orangen 200-Tage-Linie (aktuell bei 15.502 Punkten) notieren. Intraday-Kursrücksetzer bis auf 15.420 Zählern stellen dabei noch keine Gefahr dar, solange ein Tagesschlusskurs über der 200-Tage-Linie gelingt. Unter 15.420 Punkt rückt die nächste Unterstützung bei 15.328 Zählern in den Vordergrund. In diesem Bereich bestehen gute Chancen auf die Ausbildung einer neuen Kaufwelle in Richtung der 15.800er-Marke. Erst bei Schlusskursen unterhalb der Horizontalunterstützung bei 15.154 Punkten droht die Gefahr, dass sich die Korrektur seit dem Rekordhoch bei 16.299 Zählern bis auf 14.800 Punkten ausdehnt.

Unterstützungen:

1. 15.420 Punkten

2. 15.328 Punkten

3. 15.154 Punkten

Widerstände:

1. 15.805 Punkten

2. 15.926 Punkten

3. 15.986 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Trotz der Fed- und EZB-Zinsentscheidungen in der vergangenen Handelswoche bewegte sich das Währungspaar EUR/USD im überschaubaren Rahmen. Auf der Unterseite bot der Bereich bei 1,1230 US-Dollar weiterhin eine gute Unterstützung während Erholungsversuche erneut unterhalb von 1,1385 US-Dollar endeten.

Charttechnischer Ausblick:

Die Tendenzen einer Stabilisierung erhöhten sich leicht, nachdem der Euro die jüngste rote Abwärtstrendlinie auf Tagesschlusskursbasis knackte. Diese würden sich zusätzlich verstärken, falls die graue 21-Tage-Linie ihre derzeitige Rolle als Unterstützung fortsetzt und ein Tageschlusskurs über 1,1385 US-Dollar gelingt. Der Weg wäre dann frei für einen Anstieg bis in den Bereich von 1,1438 und 1,1496 US-Dollar. Allerdings erhellt sich das EUR/USD-Chartbild erst mit Schlusskursen über 1,1530 US-Dollar.

Durch einen Schlusskurs unter 1,1230 US-Dollar könnte der Verkaufsdruck erneut zunehmen mit der Folge eines Tests der Horizontalunterstützung im Wochenchart bei 1,1166 US-Dollar. Darunter käme es zur nächsten Verkaufswelle, die bis 1,1095 US-Dollar reichen dürfte. Erholungen bis auf 1,12 US-Dollar sollten hier eingeplant werden. Setzt anschließend EUR/USD wieder stärker zurück, rückt das Unterstützungsband aus dem Wochenchart zwischen 1,0977 und 1,1015 US-Dollar in den Vordergrund

Unterstützungen:

1. 1,1230 US-Dollar

2. 1,1166 US-Dollar

3. 1,1095 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1385 US-Dollar

2. 1,1438 US-Dollar

3. 1,1496 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Preis für eine Feinunze Gold rutschte am vergangenen Mittwoch kurzzeitig bis auf 1.752 US-Dollar, ehe die Käufer wieder das Kommando übernahmen und das Edelmetall über die Marke von 1.800 US-Dollar beförderten. Dadurch notierte der Goldpreis erneut sowohl über der grauen 21-, der blauen 50- als auch über der orangen 200-Tage-Linie.

Charttechnischer Ausblick:

Durch den Ausbruch über die drei oben genannten Durchschnittslinien und über die 1.795er-Marke erhöht sich die Chance auf eine Fortsetzung der dynamischen Aufwärtsbewegung bis zum Horizontalwiderstand bei 1.815 US-Dollar. Hier werden die Karten neu gemischt und ein Rücksetzer bis auf 1.792 US-Dollar sollte eingeplant werden. Dagegen löst eine Beendigung des Goldhandels über 1.815 US-Dollar neue prozyklisch bullische Signale aus und ein Anstieg bis in die markante Widerstandszone zwischen 1.830 und 1.833 US-Dollar wäre die Folge. Von hier aus könnte dann eine Korrektur in Richtung der 1.800er-Marke eintreten. Wird diese abgefangen und setzt sich die Aufwärtsbewegung anschließend fort, befindet sich bei 1.842 US-Dollar das nächste Ziel auf der Oberseite.

Ein erneuter Rückfall unter 1.792 US-Dollar würde die harte Arbeit der Gold-Bullen in den letzten drei Tagen im wahrsten Sinne des Wortes zunichtemachen. Dadurch taucht der Goldpreis wieder in die Seitwärtszone zwischen 1.766 und 1.792 US-Dollar ein und bei einem Test der unteren Begrenzung besteht sogar die Gefahr, dass mit einem Tagesschlusskurs darunter der Unterstützungskorridor zwischen 1.745 und 1.750 US-Dollar angesteuert wird. Unterhalb von 1.745 US-Dollar wird es zunehmend ungemütlich für das Edelmetall und ein Tageschlusskurs unter 1.725 US-Dollar bringt die sehr wichtige Unterstützungszone zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar wieder ins Spiel. Ein Bruch dieser Zone könnte eine Verkaufspanik auslösen und den Goldpreis in einer dynamischen Abwärtsbewegung bis auf 1.617 US-Dollar, dem 50%-Retracement zwischen Tief vom August 2018 bei 1.159 US-Dollar und Rekordhoch vom August 2020 bei 2.075 US-Dollar, verbilligen.

Unterstützungen:

1. 1.792 US-Dollar

2. 1.766 US-Dollar

3. 1.750 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.815 US-Dollar

2. 1.830 US-Dollar

3. 1.842 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 20.12. – 24.12.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag20.12.202116:00 UhrUS: Frühindikatoren (Nov.)
Dienstag21.12.202108:00 UhrDE: GfK Konsumklima (Jan.)
Dienstag21.12.202114:30 UhrUS: Leistungsbilanz (Q3.2021)
Mittwoch22.12.202114:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt (Q3.2021)
Mittwoch22.12.202116:00 UhrUS: CB Verbrauchervertrauen (Dez.)
Mittwoch22.12.202116:00 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Nov.)
Mittwoch22.12.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag23.12.202108:00 UhrDE: Importpreisindex (Nov.)
Donnerstag23.12.202114:30 UhrUS: Auftragseingang langlebige Güter (Nov.)
Donnerstag23.12.202114:30 UhrUS: PCE Preisindex (Nov.)
Donnerstag23.12.202116:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser
Donnerstag23.12.202116:00 UhrUS: Uni-Michigan Verbrauchervertrauen (Dez.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
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