Elbblick Börsenbrief
KW 51/2020

Liebe GBE-Trader,

an den Aktienmärkten stieg in der vergangenen Handelswoche wieder die Hoffnung auf ein Zustandekommen eines Konjunkturpakets in den USA. Ein überparteilicher Vorschlag könnte im Kongress sowohl von Demokraten als auch von Republikanern mitgetragen werden. Eines steht definitiv fest: Je heftiger die Auswirkungen der Corona-Krise in den USA sind, desto stärker wächst der Druck auf die Politik, sich auf konkrete Konjunkturhilfen zu verständigen. Mittlerweile liegt die Zahl der täglichen Corona-Toten in den USA bei über 3.000.

In Europa stemmt sich die Europäische Zentralbank (EZB) mit weiteren Milliarden gegen die Corona-Krise. In ihrer letzten Ratssitzung in diesem Jahr beschloss die EZB, das Notfall-Anleiheprogramm PEPP von 1,35 Billionen Euro, um weitere 500 Milliarden Euro auf insgesamt 1,85 Billionen Euro aufzustocken. Außerdem wurde das Programm um neun Monate bis Ende März 2022 verlängert. In der anschließenden Pressekonferenz betonte EZB-Chefin Christine Lagarde, dass die Geldpolitik der EZB der Wirtschaft genügend Unterstützung bietet, um die Pandemie zu überwinden. Zudem geht sie von einer Herdenimmunität Ende 2021 aus und dass die Wirtschaft dann wieder normal läuft.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

In der vergangenen Handelswoche versuchte der deutsche Leitindex erneut, die Marke von 13.500 Punkten zu knacken. Allerdings scheiterte der Versuch bereits bei 13.457 Zählern.

Charttechnischer Ausblick:

Der DAX schiebt sich weiter über der Marke von 13.000 Punkten seitwärts. Trotz des aktuell zähen Verlaufs ist jederzeit mit einem Ausbruch über die Hürde von 13.500 Punkten zu rechnen, der den Index dann bis an das Rekordhoch bei 13.797 Punkten führen kann. Hier müssen größere Gewinnmitnahmen bis auf 13.000 Zählern eingeplant werden. Besitzt der deutsche Aktienindex danach noch genügend Kraft für einen weiteren Anstieg, könnte dieser den Index bis auf 14.020 Punkten katapultieren.

Betrachtet man den DAX-Verlauf nach dem starken Anstieg am 9. November 2020, so war dieser bisher von niedriger Volatilität begleitet. Dies könnte sich auch bis zum Jahresende fortsetzen, falls der DAX den Tageshandel nicht mit einem Zählerstand unter 12.937 Punkten beendet. Schließt der DAX darunter, rückt die Unterstützungszone zwischen 12.590 Punkten und 12.667 Zählern in den Fokus. Von dort aus sollten die DAX-Bullen eine stärkere Erholungsrally in Richtung 13.000 Punkte initiieren.

Unterstützungen:

1. 12.937 Punkten

2. 12.667 Punkten

3. 12.590 Punkten

Widerstände:

1. 13.500 Punkten

2. 13.800 Punkten

3. 14.020 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro kam zum US-Dollar nach dem starken Anstieg in der Woche zuvor etwas zurück, hielt sich aber über der wichtigen Unterstützungslinie bei 1,2040 US-Dollar. Anschließend erholte sich das Währungspaar bis knapp an das Zweieinhalb-Jahreshoch bei 1,2177 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Mit der Konsolidierung über 1,2040 US-Dollar deutet der Euro wohl an, dass die Reise zu höheren Regionen noch nicht beendet ist. Nächstes Etappenziel ist die Marke von 1,2216 US-Dollar. Reisende sollte man bekanntlich nicht aufhalten. Darum liegt ein weiterer Anstieg bis in die Widerstandszone zwischen 1,2289 US-Dollar und 1,2322 US-Dollar im Bereich des Möglichen. Von dort aus ist mit einer Zwischenkorrektur zu rechnen, ehe die Euro-Aufwertung bis an das Hoch des Jahres 2018 bei 1,2555 US-Dollar fortgesetzt wird.

Ein Rücksetzer unter 1,2040 US-Dollar wäre dagegen noch kein Beinbruch für die Euro-Bullen. Bereits bei 1,20 US-Dollar dürften verstärkt Käufe auftreten und die Einheitswährung wieder in Richtung 1,21 US-Dollar ansteigen lassen. Spätestens bei 1,1920 US-Dollar sollten die Euro-Bullen einen neuen Aufwärtsimpuls starten, denn darunter besteht die Gefahr auf Fortsetzung der Seitwärtsphase zwischen 1,16 US-Dollar und 1,20 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1,2040 US-Dollar

2. 1,2000 US-Dollar

3. 1,1920 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2216 US-Dollar

2. 1,2289 US-Dollar

3. 1,2322 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Nach dem starken Anstieg des Goldpreises von 1.789 US-Dollar bis auf 1.875 US-Dollar je Feinunze korrigierte das gelbe Edelmetall in der Vorwoche die Auswärtsbewegung bis auf den Wert von 1.825 US-Dollar. In der anschließenden Erholung schaffte das Gold es nicht, wieder über seine bisherige Unterstützungslinie bei 1.850 US-Dollar zu steigen.

Charttechnischer Ausblick:

Dass der Goldpreis wieder unter 1.850 US-Dollar notiert, dürfte den Gold-Bullen definitiv nicht schmecken. Um sich aus der kritischen Situation zu befreien, benötigen sie einen Schlusskurs über der 50-Tage-Durchschnittslinie (blau-geschlängelte Linie im Chart), die bei ca. 1.874 US-Dollar verläuft. Die Chancen für einen Anstieg bis auf 1.895 US-Dollar würden sich damit erhöhen, ehe von dort aus ein erneuter Rücksetzer die Marke von 1.850 US-Dollar testen kann. Von hier aus sollten sich die Käufer wieder einschalten mit dem Ziel, den Goldpreis bis auf 1.920 US-Dollar zu verteuern.

Solange das Gold den Tageshandel nicht unter 1.820 US-Dollar beendet, sind steigende Notierungen in Richtung 1.900 US-Dollar wahrscheinlicher. Kommt es doch zu einem Schlusskurs unter 1.820 US-Dollar, dann dürfte der Goldpreis relativ schnell die Unterstützung bei 1.806 US-Dollar ansteuern. Hier dürften verstärkt die Gold-Bullen auf den Plan treten und einen neuen Versuch starten, den Bereich zwischen 1.850 US-Dollar und 1.860 US-Dollar zu überwinden. Wird der Versuch nicht belohnt und beendet das Edelmetall den Tageshandel unter 1.806 US-Dollar, hätte dies möglicherweise einen Abverkauf bis 1.763 US-Dollar zur Folge, der sich ohne Weiteres bis auf 1.744 US-Dollar ausdehnen kann. Spätestens hier ist mit einer Gegenbewegung bis auf 1.800 US-Dollar zu rechnen.

Unterstützungen:

1. 1.820 US-Dollar

2. 1.806 US-Dollar

3. 1.763 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.850 US-Dollar

2. 1.874 US-Dollar

3. 1.895 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 14.12. – 18.12.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Dienstag15.12.202008:00 UhrUK: Arbeitslosenquote (Nov.)
Mittwoch16.12.202008:00 UhrUK: Verbraucherpreisindex (Nov.)
Mittwoch16.12.202010:00 UhrEU: Markit PMI Gesamtindex
Mittwoch16.12.202014:30 UhrUSA: Einzelhandelsumsätze (Nov.)
Mittwoch16.12.202020:00 UhrUSA: Fed Zinssatzentscheidung
Mittwoch16.12.202020:30 UhrUSA: FOMC Pressekonferenz
Donnerstag17.12.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Nov.)
Donnerstag17.12.202013:00 UhrUK: BoE Zinssatzentscheidung
Freitag18.12.202008:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Nov.)
Freitag18.12.202010:00 UhrDE: ifo – Geschäftsklimaindex

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen