Elbblick Börsenbrief – KW 51/2019

Liebe Kundinnen und Kunden,

die vergangene Handelswoche war geprägt von großen Ereignissen. Zunächst standen Mitte der Woche die beiden Notenbanksitzungen der Fed und EZB im Mittelpunkt. Wie erwartet wurden sowohl in den USA als auch im Euroraum keine Änderungen der Geldpolitik beschlossen. Am Donnerstag blickten die Marktteilnehmer gespannt auf den Ausgang der Parlamentswahlen in Großbritannien. Die konservativen Tories unter Premierminister Boris Johnson gingen als großer Sieger aus der Wahl hervor. Mit der absoluten Mehrheit der Konservativen im Parlament dürfte die Zustimmung über den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag nichts mehr im Wege stehen. Und als krönender Abschluss der Börsenwoche twitterte US-Präsident Donald Trump, dass die USA an einem „großen Deal“ mit China „sehr nahe“ sei, was zu großen Kurssprüngen an den Aktienmärkten und zu neuen Rekordhöchstständen in den US-Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 führten.

Welche Auswirkungen die ganzen Geschehnisse auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD und auf das gelbe Edelmetall Gold in der letzten Woche hatte und wie sich die Kurse weiterentwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der DAX hatte vergangene Woche eine turbulente Woche hinter sich. Zu Wochenbeginn ging es abwärts bis auf 12.883 Punkten. Dabei prallte der DAX direkt auf seine 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart) ab. Anschließend machte sich der Index auf den Weg wieder in Richtung 13.300 Punkten und durchbrach am Freitag seinen großen Widerstand bei 13.340 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Der Sprung über die Marke von 13.340 Punkten könnte einen neuen Impuls auslösen und den DAX noch in diesem Jahr zu neuen Allzeithochs führen. Das aktuelle Rekordhoch vom Januar 2018 liegt bei 13.600 Punkten. Bei zunehmender Kaufdynamik dürfte diese Marke kein großes Hindernis darstellen. Erst im Bereich 13.850 und 14.020 Punkten ist mit einer stärkeren Korrektur in Richtung 13.200 Punkten zu rechnen.

Der DAX legte einen starken Konter hin, nachdem der Index unter die Marke von 13.000 Punkten fiel. Sollte es erneut zu einer Bewegung unter 13.000 Punkten kommen, würde sich das Chartbild zunehmend eintrüben. Mit Bruch von 12.883 Punkten könnte eine stärkere Abwärtsdynamik entstehen mit Ziel 12.648 Punkten. Eine anschließende volatile Seitwärtsphase zwischen 12.648 und 13.000 Punkten ist durchaus denkbar. Sollte der DAX aus dieser Seitwärtsphase nach unten ausbrechen liegt die nächste wichtige Unterstützung bei 12.313 Punkten. 

Unterstützungen:

1. 12.883 Punkten

2. 12.648 Punkten

3. 12.313 Punkten

Widerstände:

1. 13.600 Punkten

2. 13.850 Punkten

3. 14.020 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Ist das die Trendwende? Der Euro konnte zum US-Dollar in der vergangenen Woche gleich mehrere wichtige charttechnische Widerstände überwinden. Als erstes durchbrach EUR/USD seine seit Februar 2018 verlaufende Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart). Anschließend überwand die Gemeinschaftswährung seine 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart) und knackte zudem noch den Widerstand bei 1,1178 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Immer mehr zeichnet sich ab, dass der EUR/USD einen mittelfristigen Boden bildet. Ein weiteres Indiz dafür wäre das Überwinden des Widerstands bei 1,1226 US-Dollar. Hier könnte der Euro im ersten Anlauf abprallen und wieder unter 1,12 US-Dollar fallen. Im zweiten Versuch sollte aber der EUR/USD-Kurs die Hürde überspringen können mit Aufwertung des Euros bis auf 1,1283 US-Dollar. Darüber liegt der nächste Widerstand bei 1,1346 US-Dollar.

Solange der Euro über 1,11 US-Dollar notiert stehen die Chancen auf eine mittelfristige Bodenbildung gut. Erste Zweifel darüber kommen auf, falls der Eurokurs erneut unter 1,11 US-Dollar fällt und dazu seine Unterstützung bei 1,1069 US-Dollar unterschreitet. Im Anschluss dürfte dann die jüngste Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) in den Fokus rücken, die bei ca. 1,1018 US-Dollar verläuft.  Von hier aus müsste der Euro wieder in Richtung 1,11 US-Dollar steigen. Bei Bruch der grünen Aufwärtstrendlinie befindet sich die nächste charttechnische Unterstützung auf der seit Januar 2017 gültigen Aufwärtstrendlinie (orange Linie im Chart) bei ca. 1,0932 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1,1100 US-Dollar

2. 1,1069 US-Dollar

3. 1,0932 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1226 US-Dollar

2. 1,1283 US-Dollar

3. 1,1346 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Goldpreis konnte im Wochenverlauf zwar zulegen, scheiterte jedoch im Hoch bei 1.487 US-Dollar knapp an seiner seit dem Sechsjahreshoch Anfang September verlaufenden Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart). Auf der Unterseite ist der Preis für das gelbe Edelmetall weiterhin gut unterstützt durch die seit Mai 2019 gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart).

Charttechnischer Ausblick:

Aktuell verläuft die rote Abwärtstrendlinie bei ca. 1.484 US-Dollar. Überwindet Gold diese Linie ist der Weg bis auf 1.520 US-Dollar frei. In diesem Bereich sollten Rücksetzer bis auf 1.500 US-Dollar eingeplant werden. Erst mit Bruch der 1.535 US-Dollar Marke dürfte die Kaufdynamik zunehmen und ein neues Sechsjahreshoch erreicht werden.

Solange sich der Goldpreis über 1.445 US-Dollar bewegt ist das Chartbild eher bullisch zu interpretieren. Ein Abgleiten unter dieses Level könnte eine stärkere Abwärtsbewegung bis auf 1.411 US-Dollar einleiten. Aktuell verläuft auf dieser Preisebene auch die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart). Wird diese Linie unterschritten, ist mit einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis auf 1.377 US-Dollar zu rechnen.

Unterstützungen:

1. 1.445 US-Dollar

2. 1.411 US-Dollar

3. 1.377 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.484 US-Dollar

2. 1.520 US-Dollar

3. 1.535 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 16.12. - 20.12.2019

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag16.12.201909:30 UhrDeutschland: Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe (Dez.)
Montag16.12.201910:00 UhrEU: Markit PMI Gesamtindex
Montag16.12.201910:30 UhrGroßbritannien: Markit PMI Dienstleistungen
Dienstag17.12.201910:30 UhrGroßbritannien: Arbeitslosenänderung (Nov.)
Dienstag17.12.201914:30 UhrUSA: Baugenehmigungen (Nov.)
Mittwoch18.12.201910:00 UhrDeutschland: ifo-Geschäftsklimaindex (Dez.)
Mittwoch18.12.201911:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Nov.)
Mittwoch18.12.201916:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag19.12.201913:00 UhrGroßbritannien: Einzelhandelsumsätze (Nov.)
Donnerstag19.12.201913:00 UhrGroßbritannien: BoE Anleihenkaufprogramm
Donnerstag19.12.201913:00 UhrGroßbritannien: Zinsentscheidung der BoE (Dez.)
Freitag20.12.201910:30 UhrGroßbritannien: Bruttoinlandsprodukt (3. Quartal)
Freitag20.12.201914:30 UhrUSA: Bruttoinlandsprodukt (3. Quartal)

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