Elbblick Börsenbrief – KW 50/2021

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

wie entfesselt starteten die Aktienmärkte nach dem Kursrutsch der Vorwoche in die letzte Handelswoche. Ein Grund für den Kursanstieg waren optimistische Aussagen zur Omikron-Variante des Corona-Virus. So verwiesen einige Marktakteure auf einen Artikel des Medical Research Councils aus Südafrika, wonach die Omikron-Symptome milder ausfallen sollen als bei früheren Varianten. Ähnliches verkündete auch Anthony Fauci, der leitende medizinische Regierungsberater in den USA. Omikron sei „offenbar nicht sehr schwerwiegend“, sagte er.

Dagegen nahmen die Sorgen über eine Verschärfung der Immobilienkrise in China zu, nachdem am Dienstag die US-Ratingagentur Standard & Poor’s einen Zahlungsausfall beim wankenden Immobilienriesen Evergrande für unvermeidbar erklärte. Am Donnerstag verstärkte sich die Unsicherheit durch den Downgrade der US-Ratingagentur  Fitch, die sowohl Evergrande als auch den kleineren Rivalen Kaisa auf vorläufigen Zahlungsausfall herabstufte. Beide Unternehmen haben in letzter Zeit Zahlungsfristen für internationale Gläubiger verstreichen lassen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX zeigte in der vergangenen Handelswoche zwei unterschiedliche Gesichter. Zunächst schoss der Index zum Wochenauftakt ohne Kursrücksetzer bis auf 15.846 Punkte nach oben. Zur Wochenmitte drehte sich jedoch das Blatt und der DAX fiel bis auf 15.527 Zähler zurück.

Charttechnischer Ausblick:

Durch die starke Reaktion auf die Kursverluste der Vorwoche steigen die Chancen auf eine Jahresendrally. Dafür müsste der Index im nächsten Schritt den Tageshandel mit Kursen über der grauen 21-Tage-Linie, die aktuell bei 15.730 Punkten verläuft, beenden. Dies sollte dem DAX frische Buying-Power geben, um die nächste Hürde bei 15.926 Zählern in Angriff zu nehmen. Es ist gut vorstellbar, dass der Anstieg sich ohne größere Korrekturen bis zur Widerstandszone zwischen 15.963 und 15.986 Punkten fortsetzt, ehe es dort zu einem stärkeren Kursrücksetzer bis auf 15.800 Punkten kommen kann. Schlagen hier die Käufer wieder zu, könnte die nächste Aufwärtswelle den DAX zu seinem ehemaligen Rekordhoch bei 16.032 Zählern führen.

Damit dieses Szenario auf der Oberseite weiterhin Bestand hat, sollten die DAX-Kurse oberhalb der orangen 200-Tage-Linie (aktuell bei 15.470 Punkten) notieren. Intraday-Kursrücksetzer bis auf 15.420 Zählern stellen dabei noch keine Gefahr dar, solange am Ende des Tages ein Kurs über der 200-Tage-Linie gelingt. Unter 15.420 Punkt dürfte der Abwärtsdruck zunehmen und die nächste Unterstützung bei 15.328 Zählern wird dann in den Vordergrund rücken. In diesem Bereich bestehen gute Chancen auf die Ausbildung einer neuen Kaufwelle in Richtung der 15.800er-Marke. Erst bei Schlusskursen unterhalb der Horizontalunterstützung bei 15.154 Punkten droht die Gefahr, dass die seit dem Rekordhoch bei 16.299 Zählern gestartete Abwärtsbewegung bis auf 14.800 Punkten weiter geht.

Unterstützungen:

1. 15.420 Punkten

2. 15.328 Punkten

3. 15.154 Punkten

Widerstände:

1. 15.730 Punkten

2. 15.926 Punkten

3. 15.986 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Lage der europäischen Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar ist weiterhin angespannt. Ein Erholungsversuch am Mittwoch bis auf 1,1355 US-Dollar wurde umgehend zu neuen Verkäufen genutzt.

Charttechnischer Ausblick:

Trotz des gescheiterten Erholungsversuchs besteht immer noch die Chance auf eine kurzfristige Bodenbildung, falls der Euro den Tageshandel nicht unter 1,1230 US-Dollar beendet. Um die Chance darauf zu erhöhen, benötigt die Gemeinschaftswährung einen Tageschlusskurs über 1,1385 US-Dollar. Der Weg wäre dann frei für einen Anstieg bis in den Bereich von 1,1438 und 1,1496 US-Dollar. Allerdings erhellt sich das EUR/USD-Chartbild erst mit Schlusskursen über 1,1530 US-Dollar.

Unter 1,1230 US-Dollar könnte der Verkaufsdruck erneut zunehmen, mit der Folge eines Tests des Jahrestiefs bei 1,1186 US-Dollar. Darunter käme es zur nächsten Verkaufswelle, die bis 1,1095 US-Dollar reichen dürfte. Erholungen bis auf 1,12 US-Dollar sollten hier eingeplant werden. Setzt anschließend EUR/USD wieder stärker zurück, rückt das Unterstützungsband aus dem Wochenchart zwischen 1,0977 und 1,1015 US-Dollar in den Vordergrund.

Unterstützungen:

1. 1,1230 US-Dollar

2. 1,1186 US-Dollar

3. 1,1095 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1385 US-Dollar

2. 1,1438 US-Dollar

3. 1,1496 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Preis für eine Feinunze Gold verharrte in der vergangenen Handelswoche unter der orangen 200-Tage-Linie, die mittlerweile äußerst gerade verläuft.  An dieser bedeutsamen Linie scheiterte am Mittwoch ein Ausbruchversuch nach oben.

Charttechnischer Ausblick:

Seit Anfang Dezember bewegt sich der Goldpreis zwischen 1.761 und 1.795 US-Dollar seitwärts. Ein Ausbruch aus dieser Zone wird immer wahrscheinlicher. Solange der Kurs unter der 200-Tage-Linie bleibt, die zurzeit bei 1.792 US-Dollar verläuft, ist ein Ausbruch aus der unteren Begrenzung zu favorisieren. Dieser dürfte den Kurs in die Unterstützungszone zwischen 1.745 und 1.750 US-Dollar drücken. Dort können sich die Gold-Bullen berechtigte Hoffnungen machen, dass hier eine größere Aufwärtswelle in Richtung 1.900 US-Dollar gestartet wird. Jedoch werden diese mit einer Beendigung des Tageshandels unterhalb von 1.725 US-Dollar zunichte gemacht und der Blick richtet sich dann auf die sehr wichtige Unterstützungszone zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar. Ein Bruch dieser Zone könnte eine Verkaufspanik auslösen und den Goldpreis in einer dynamischen Abwärtsbewegung bis auf 1.617 US-Dollar, dem 50%-Retracement zwischen Tief vom August 2018 bei 1.159 US-Dollar und Rekordhoch vom August 2020 bei 2.075 US-Dollar, verbilligen.

Positiver wird das Chartbild erst mit einer Beendigung des Tageshandels über 1.795 US-Dollar. Anschließend kann die nächste Hürde bei 1.805 US-Dollar angepeilt werden. Dort könnte sich der Wind noch einmal drehen und eine nächste Abwärtswelle entstehen. Nur mit einem Tageschlusskurs über 1.818 US-Dollar gelingt den Gold-Bullen der Befreiungsschlag, mit der Chance eines Anstiegs in Richtung der 1.900er-Marke.

Unterstützungen:

1. 1.750 US-Dollar

2. 1.725 US-Dollar

3. 1.676 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.795 US-Dollar

2. 1.805 US-Dollar

3. 1.818 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 13.12. – 17.12.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag13.12.202113:00 UhrUS: OPEC-Monatsbericht
Dienstag14.12.202108:00 UhrUK: Arbeitslosenquote (Nov.)
Dienstag14.12.202111:00 UhrEU: Industrieproduktion (Okt.)
Dienstag14.12.202114:30 UhrUS: Erzeugerpreisindex (Nov.)
Mittwoch15.12.202108:00 UhrDE: Großhandelspreisindex (Nov.)
Mittwoch15.12.202114:30 UhrUS: Einzelhandelsumsätze (Nov.)
Mittwoch15.12.202120:00 UhrUS: Fed-Zinsentscheidung
Mittwoch15.12.202120:30 UhrUS: Fed-Pressekonferenz
Donnerstag16.12.202109:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Dez.)
Donnerstag16.12.202113:45 UhrEU: EZB-Zinsentscheidung
Donnerstag16.12.202114:30 UhrEU: EZB-Pressekonferenz
Freitag17.12.202110:00 UhrDE: ifo Geschäftsklimaindex (Dez.)

Risikohinweis

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers Ltd. bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unsere Risikohinweise und unsere AGBs.

Haftungsausschluss
GBE brokers Ltd. gibt keine Anlageempfehlungen und übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit aller dargestellten Informationen. Darüber hinaus handelt es sich nicht um eine Handelsempfehlung und GBE brokers Ltd. haftet nicht für direkte oder indirekte Verluste, die aus den dargestellten Informationen resultieren.
Handeln Sie verantwortungsbewusst: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 71,13% der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld, wenn Sie CFDs bei diesem Anbieter handeln. Sie sollten abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Jetzt teilen und bewerten

Artikelsuche

Wonach suchen Sie?

Populäre Artikel

DAX im Sog der Wall Street auf Talfahrt

Mit deutlichen Verlusten von 1,94 Prozent auf 15.603 Punkte hat sich der deutsche Leitindex DAX aus der Börsenwoche verabschiedet. Der Index folgte damit dem Ausverkauf der Wall Street vom Vorabend,

Mehr »

Tesla mit Auslieferungsrekord

Während die Autobranche unter globalen Chip-Engpässen ächzt, hat Tesla einen Auslieferungsrekord geschafft. Der US-Elektroautobauer brachte im dritten Quartal weltweit gut 241.300 Fahrzeuge zu den Kunden, gut 53 % mehr als

Mehr »
 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen