Elbblick Börsenbrief – KW 50/2019

Liebe Kundinnen und Kunden,

die Frage aller Fragen an den weltweiten Finanzmärkten lautet: kommt es doch noch zu einem „Phase-Eins-Abkommen“ zwischen den USA und China in diesem Jahr oder nicht. Zu Beginn der vergangenen Handelswoche sah es überhaupt nicht nach einem Zustandekommen eines Deals in 2019 aus, nachdem ein geplantes US-Gesetz zum Schutz von Minderheiten in China (Uiguren) die Verhandlungen mit China zusätzlich belastete. Bereits in der Woche zuvor unterzeichnete US-Präsident Donald Trump ein Gesetz zur Unterstützung von Demonstranten in Hongkong, was ebenfalls eine baldige Einigung auf ein Teil-Handelsabkommen beeinträchtigte. Trotz der ganzen Schwierigkeiten sind einige Marktteilnehmer zuversichtlich, dass Peking und Washington noch vor dem 15. Dezember einen Deal abschließen werden. Im Fall einer Nichteinigung drohen ansonsten ab Mitte Dezember neue US-Strafzölle auf chinesische Waren, die in die USA importiert werden.

Wie sich der Handelskonflikt auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD und auf das gelbe Edelmetall Gold in der letzten Woche auswirkte und wohin der weitere Chartverlauf gehen könnte,  erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Wochenchart DE30:

Rückblick:

Am vergangenen Montag scheiterte der DAX erneut an der 13.300 Punkten-Marke und ging anschließend auf Tauchstation. Dabei durchbrach der Index seine wichtige Unterstützung bei 13.000 Punkten und fiel bis auf 12.925 Punkten. Danach erholte sich der DAX und stieg wieder über 13.000 Punkten.  

Charttechnischer Ausblick:

Trotz des Bruchs von 13.000 Punkten besteht weiterhin eine gute Chance auf eine Weihnachtsrally. Das Chartbild im DAX ist weiterhin bullisch. Ein endgültiges Überschreiten von 13.300 Punkten dürfte den deutschen Aktienindex neuen Antrieb in Richtung Allzeithoch bei 13.600 Punkten geben. Hier wird es sich zeigen, ob der DAX noch genügend Kraft für einen Anstieg auf 14.000 Punkten hat oder es zu einer möglichen Korrektur bis auf 13.000 Punkten kommt. Bei Bruch von 14.000 Punkten liegt der nächste Widerstand bei 14.200 Punkten.

Der Bereich um die Marke von 13.000 Punkten ist weiterhin richtungsweisend. Ein erneutes Unterschreiten unter 13.000 Punkten könnte eine Abwärtsbewegung bis auf 12.853 Punkten einleiten. Von hier aus sollte der DAX einen neuen Angriff auf 13.000 Punkten starten. Bei Zunahme der Abwärtsdynamik ist mit einem Kursrutsch bis auf 12.566 Punkten zu rechnen. Spätestens bei 12.313 Punkten sollte eine stärkere Erholung eintreten.

Unterstützungen:

1. 12.853 Punkte

2. 12.566 Punkte

3. 12.313 Punkte

Widerstände:

1. 13.340 Punkte

2. 13.600 Punkte

3. 14.200 Punkte

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Endlich wieder mehr Musik drin im Währungspaar EUR/USD, nachdem in den vergangenen 3 Wochen die Volatilität deutlich zurückging. In der letzten Handelswoche konnte der Euro zum US-Dollar zulegen, prallte jedoch exakt an der seit Februar 2018 gültigen Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart) bei 1,1116 US-Dollar ab und fiel bis auf 1,1066 US-Dollar. Seitdem versucht der Euro erneut seine mittelfristige Abwärtstrendlinie zu durchbrechen.

Charttechnischer Ausblick:

Die Abwärtstrendlinie lastet bisher schwer auf den Euro. Schafft die Gemeinschaftswährung einen Ausbruch darüber, so steht das nächste Hindernis bei 1,1178 US-Dollar an. Aber Vorsicht ist geboten, denn der erste Ausbruchsversuch könnte sich als falsch erweisen. Mit Bruch der 1,1178 US-Dollar notiert EUR/USD wieder über der 200-Tage-Durchschnittslinie und besitzt dann durchaus das Potential, bis auf 1,1275 US-Dollar zu steigen.

Zwar rutschte der Euro vorletzte Woche kurzzeitig unter die wichtige Unterstützung bei 1,0989 US-Dollar, startete aber umgehend eine Erholungsrally, die aktuell immer noch am Laufen ist. Erst mit Bruch der jüngsten Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) bei ca. 1,1008 US-Dollar trübt sich das Chartbild wieder ein mit Kursziel 1,0961 US-Dollar. Darunter bietet sich die seit dem Tief im Januar 2017 bei 1,0340 US-Dollar verlaufende Aufwärtstrendlinie (orange Linie im Chart) bei ca. 1,0918 US-Dollar als nächste Unterstützung an.

Unterstützungen:

1. 1,1008 US-Dollar

2. 1,0961 US-Dollar

3. 1,0918 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1111 US-Dollar

2. 1,1178 US-Dollar

3. 1,1275 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Gold profitierte vergangene Woche von den Unsicherheiten im Handelsstreit zwischen den USA und China und konnte im Verlauf der Handelswoche bis auf 1.484 US-Dollar je Feinunze steigen. Dort prallte der Goldpreis an der 50-Tage Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart) ab und bewegte sich seitdem zwischen 1.470 US-Dollar und 1.480 US-Dollar seitwärts.

Charttechnischer Ausblick:

Falls Gold weiterhin die Marke von 1.470 US-Dollar halten kann, stehen die Chancen gut für einen Anstieg bis auf 1.488 US-Dollar. Dort verläuft die seit dem Sechsjahreshoch bei 1.557 US-Dollar gültige Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart). Überwindet Gold diese Linie nachhaltig könnte dies zu einem stärkeren Anstieg bis auf 1.520 US-Dollar führen. Von hier aus müssen Rücksetzer bis mindestens 1.500 US-Dollar eingeplant werden. Bei Fortführung der Aufwärtsbewegung befindet sich der nächste wichtige Widerstand bei 1.535 US-Dollar.

Nach wie vor wird die seit Ende Mai 2019 gestartete Goldrally von der dort beginnenden Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) getragen, die aktuell bei ca. 1.462 US-Dollar verläuft. Kommt es zum Bruch dieser Linie, dürfte der Goldpreis erneut seine wichtige Unterstützung bei 1.445 US-Dollar testen. Wird diese deutlich unterschritten, ist mit stärkeren Abgaben bis auf 1.411 US-Dollar zu rechnen.

Unterstützungen:

1. 1.462 US-Dollar

2. 1.445 US-Dollar

3. 1.411 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.488 US-Dollar

2. 1.520 US-Dollar

3. 1.535 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 09.12. - 13.12.2019

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Dienstag10.12.201910:30 UhrGroßbritannien: Bruttoinlandsprodukt (BIP) (3. Quartal)
Dienstag10.12.201910:30 UhrGroßbritannien: Produktion des Verarbeitenden Gewerbes (Okt.)
Dienstag10.12.201911:00 UhrDeutschland: ZEW Umfrage – Konjunkturerwartungen
Mittwoch11.12.201914:30 UhrUSA: Verbraucherpreisindex – Kernrate (Nov.)
Mittwoch11.12.201916:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Mittwoch11.12.201920:00 UhrUSA: Fed-Zinsentscheid
Mittwoch11.12.201920:30 UhrUSA: Fed-Pressekonferenz
Donnerstag12.12.201901:00 UhrGroßbritannien: Parlamentswahlen
Donnerstag12.12.201908:00 UhrDeutschland: Harmonisierter Verbraucherpreisindex (Jahr)
Donnerstag12.12.201913:45 UhrEU: EZB Zinssatzentscheidung
Donnerstag12.12.201914:30 UhrEU: EZB Statement und Pressekonferenz
Freitag13.12.201914:30 UhrUSA: Einzelhandelsumsätze – Kernrate (Nov.)

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