Elbblick Börsenbrief – KW 49/2021

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

in den vergangenen Handelstagen sorgte die Coronavirus-Variante Omikron für große Verunsicherung an den internationalen Aktienbörsen. So kam es am Mittwoch an der Wall Street zu einem Kursrutsch, nachdem in den USA der erste Omikron-Fall gemeldet wurde. Zur leichten Entspannung trugen die Aussagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die neue Virusmutation bei. Aus Sicht der WHO dürften die vorhandenen Impfstoffe gegen Omikron einen gewissen Schutz bieten. Allerdings gibt es laut WHO bis dato wenig Daten und Kenntnisse über die neue Variante.

Das zweite, marktbestimmende Thema war in der letzten Woche die Geldpolitik in den USA. Bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats sagte Notenbankchef Jerome Powell, es sei an der Zeit, das Wort „vorübergehend“ nicht mehr zur Beschreibung der aktuellen Inflation zu nutzen. Darüber hinaus soll auf der nächsten Fed-Sitzung am 14. und 15. Dezember über eine beschleunigte Reduzierung der Anleihekäufe („Tapering“) aufgrund der robusten US-Wirtschaft und der gestiegenen Inflation diskutiert werden, um das Anleihekaufprogramm, welches nach bisheriger Planung Mitte 2022 auslaufen soll, um „einige Monate“ früher zu beenden.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

In den vergangenen Handelstagen war der deutsche Leitindex DAX in der Lage, den großen Abverkauf in der Woche davor zu bremsen. Bisherige Erholungsversuche scheiterten jedoch im Bereich von 15.500 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Aktuell pendelt der DAX um die orange 200-Tage-Linie. Bislang schaffte der Index nach Bruch noch keinen Tageschlusskurs über diese bedeutsame Durchschnittslinie. Verharrt das Aktienbarometer weiterhin darunter, besteht ein höheres Risiko auf der Unterseite, welches mit einer Beendigung des Tageshandels unter 15.154 Punkten bestätigt wird. Wahrscheinlich setzt sich im Anschluss die Abwärtsbewegung bis auf die wichtige Unterstützungszone zwischen 14.985 und 15.022 Zählern fort. Zeigen die Käufer hier keine stärke Reaktion, entsteht ein Abwärtspotential bis auf 14.800 Punkten. Auf diesem Niveau dürfte es zu einem großen Ringen zwischen Bullen und Bären kommen, da mit einem Tagesschlusskurs darunter eine Fortführung des Abwärtstrends bis auf 13.800 Punkten denkbar wäre.

Aktuell würde erst die Rückeroberung der 15.500er-Marke für eine Stabilisierung sorgen. Jedoch besteht die Gefahr, dass es im Bereich von 15.590 Punkten erneut zu einem größeren Kursrücksetzer kommt. Nutzen die Käufer diesen aber als Kaufgelegenheit und schaffen darüber hinaus einen Tagesschlusskurs über 15.650, kann die Korrektur dadurch als beendet erklärt werden. Im Zuge einer Weihnachtsrally stehen die Türen anschließend weit offen für einen Anstieg bis auf 15.733 Punkten, der sich ohne weiteres bis auf 15.806 Zählern ausdehnen kann.

Unterstützungen:

1. 15.154 Punkten

2. 14.985 Punkten

3. 14.800 Punkten

Widerstände:

1. 15.500 Punkten

2. 15.590 Punkten

3. 15.650 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die europäische Gemeinschaftswährung Euro startete gegenüber dem US-Dollar am vergangenen Dienstag einen stärkeren Erholungsversuch. Dieser wurde jedoch umgehend am 1,1385er-Widerstand im Keim erstickt.

Charttechnischer Ausblick:

Erste Stabilisierungstendenzen sind im Tageschart erkennbar und diese könnten noch verstärkt werden, sollte sich der Euro über 1,1255 US-Dollar halten. Ein weiterer Beleg für eine zunehmende Entspannung wäre ein Tageschluss über der grauen 21-Tage-Linie, die aktuell bei ca. 1,1357 US-Dollar verläuft, und seit dem 9. November 2021 nicht mehr überschritten wurde. Nur dadurch kann der 1,1385er-Deckel weggesprengt werden und der Weg wäre frei für einen Anstieg bis in den Bereich von 1,1438 und 1,1496 US-Dollar. Allerdings erhellt sich das EUR/USD-Chartbild erst mit Schlusskursen über 1,1530 US-Dollar.

Unter 1,1255 US-Dollar könnte der Verkaufsdruck erneut zunehmen mit der Folge eines Tests des Jahrestiefs bei 1,1186 US-Dollar. Darunter käme es zur nächsten Verkaufswelle, die bis 1,1095 US-Dollar reichen dürfte. Erholungen bis auf 1,12 US-Dollar sollten hier eingeplant werden. Setzt anschließend das Währungspaar wieder stärker zurück, rückt das Unterstützungsband aus dem Wochenchart zwischen 1,0977 und 1,1015 US-Dollar in den Vordergrund.

Unterstützungen:

1. 1,1255 US-Dollar

2. 1,1186 US-Dollar

3. 1,1095 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1357 US-Dollar

2. 1,1385 US-Dollar

3. 1,1438 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Jegliche Versuche des Goldpreises, sich von der blauen 50- und der orangen 200-Tage-Linie in Richtung Norden zu entfernen, wurden in den vergangenen Handelstagen umgehend mit Verkäufen quittiert. So überraschte es nicht, dass das Edelmetall nach den gescheiterten Versuchen auf den tiefsten Stand seit vier Wochen rutschte. 

Charttechnischer Ausblick:

Durch die Abverkäufe über den zuvor erwähnten Durchschnittslinien trübt sich das Bild im Tageschart zunehmend ein. Trotzdem besteht nach wie vor die Chance auf eine neue Aufwärtswelle, selbst bei Kursen im Bereich von 1.745 und 1.750 US-Dollar. Erst darunter wird es richtig brenzlig und folgerichtig sollten dann weitere Abgaben bis auf 1.725 US-Dollar einkalkuliert werden. Darunter käme es zur nächsten Verkaufswelle, die bis zum Jahrestief bei 1.676 US-Dollar oder sogar bis 1.669 US-Dollar reichen dürfte.

Positiver wird das Chartbild erst mit einer Beendigung des Tageshandels über 1.795 US-Dollar. Dann kann als nächster Schritt die nächste Hürde bei 1.805 US-Dollar in Angriff genommen werden. Dort könnte sich der Wind noch einmal drehen und eine neue Abwärtswelle entstehen. Nur mit einem Tagschlusskurs über 1.818 US-Dollar gelingt den Gold-Bullen der Befreiungsschlag mit der Chance auf einen Anstieg in Richtung der 1.900er-Marke.

Unterstützungen:

1. 1.750 US-Dollar

2. 1.725 US-Dollar

3. 1.676 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.795 US-Dollar

2. 1.805 US-Dollar

3. 1.818 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 06.12. – 10.12.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag06.12..202108:00 UhrDE: Auftragseingang Industrie (Okt.)
Montag06.12.202109:30 UhrDE: IHS Markit Einkaufsmanagerindex (Nov.)
Dienstag07.12.202111:00 UhrDE: ZEW - Konjunkturerwartungen (Dez.)
Dienstag07.12.202114:30 UhrUS: Handelsbilanz (Okt.)
Mittwoch08.12.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag09.12.202108:00 UhrDE: Handelsbilanz (Okt.)
Donnerstag09.12.202114:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag09.12.202116:00 UhrUS: Lagebestände Großhandel (Okt.)
Freitag10.12.202108:00 UhrDE: Endgültige Verbraucherpreise (Nov.)
Freitag10.12.202114:30 UhrUS: Verbraucherpreise (Nov.)
Freitag10.12.202114:30 UhrUS: Realeinkommen (Nov.)
Freitag10.12.202116:00 UhrUS: Uni-Michigan Verbrauchervertrauen (Dez.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen