Elbblick Börsenbrief
KW 49/2020

Liebe GBE-Trader,

drei Anläufe wurden in den letzten zwei Wochen benötigt, um die magische Marke zu überschreiten. Die Rede ist vom großen US-Index Dow Jones 30, der am vergangenen Dienstag erstmals in seiner 124-jährigen Geschichte die historische Schwelle von 30.000 Punkten während der Wallstreet-Session übersprang. Unterstützt wurde die Rekordfahrt durch die Meldung über eine baldige Impfstoff-Verfügbarkeit und dass nicht alle Impfstoff-Produkte aufwendige Kühlketten benötigen. Zudem kam bei den Anlegern die Nachricht, dass der Noch-US-Präsident Donald Trump den Weg der Amtsübergabe an seinen Nachfolger Joe Biden nicht mehr blockieren will, gut an. Damit legte sich auch die große politische Unsicherheit an den Börsen.

Tief in die Tasche greifen muss Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Zur Bekämpfung der Coronokrise will Scholz knapp 180 Milliarden statt der ursprünglich geplanten 70 Milliarden Euro an Neuschulden aufnehmen. Aber nicht nur in Deutschland treibt die Pandemie die Verschuldung in neue Höhen. Auf dem gesamten Globus werden in diesem Jahr die Staatsschulden erstmals durchschnittlich auf über 100 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsproduktes steigen. Und bisher ist ein Ende der weltweiten Schuldenrally nicht absehbar.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX brach in der vergangenen Börsenwoche aus dem bullischen Wimpel (im Chart rot eingezeichnet) nach oben aus und prallte am Widerstand bei knapp 13.350 Punkten ab. Anschließend bewegte sich der Index mit niedriger Volatilität seitwärts.

Charttechnischer Ausblick:

Vielleicht sammeln die DAX-Bullen durch die aktuelle Konsolidierung nach dem Ausbruch aus dem bullischen Wimpel genügend Kraft, um über eine Jahresendrally neue Rekordstände anzupeilen. Ein Schlusskurs über 13.350 Punkten könnte den Bullen einen neuen Schub für einen Anstieg auf 13.500 Zähler geben. Möglicherweise dürfte dieser Bereich durch die vollständige Schließung des Gaps vom 21. Februar 2020 zwischen Bullen und Bären hart umkämpft werden. Nur im Fall, dass die Euphorie auf ein neues Allzeithoch hier zunimmt und dadurch ein Kaufrausch einsetzt, könnte der Kampf von kurzer Dauer sein und den DAX über 13.800 Punkten mit Kursziel 14.020 Zählern steigen lassen.

Bevor der DAX in Richtung 13.500 Punkten steigt, ist ein Rücklauf bis auf die Wimpelunterseite bei ca. 13.098 Zählern denkbar. Sollte der Rücksetzer an Schärfe gewinnen, dürfte die 21-Tage-Durchschnittslinie (graue Linie im Chart), die momentan bei ca. 12.869 Punkten verläuft, eine gute Unterstützung bieten und den DAX wieder in Richtung der 13.000er Marke klettern lassen. Gefährlicher wäre ein Unterschreiten der im Chart dargestellten blau geschlängelten 50-Tage-Duchschnittslinie bei ca. 12.736 Zählern per Tagesschlusskursbasis. Dies würde die Unterstützungen bei 12.595 Punkten und 12.360 Zählern ins Spiel bringen und gleichzeitig die Hoffnung auf eine Jahresendrally mit neuen Allzeithochs beenden.

Unterstützungen:

1. 13.098 Punkten

2. 12.869 Punkten

3. 12.736 Punkten

Widerstände:

1. 13.350 Punkten

2. 13.500 Punkten

3. 13.800 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro legte in der Vorwoche zum US-Dollar deutlich zu, nachdem die Unterstützungslinie bei 1,1795 US-Dollar gehalten hat. In der anschließenden Aufwärtsbewegung durchbrach der Euro die seit dem Jahreshoch bei 1,2011 verlaufende Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart), schaffte es aber nicht, über dem Widerstand bei 1,1962 US-Dollar zu schließen.

Charttechnischer Ausblick:

Das Chartbild im EUR/USD sieht für einen mittelfristigen Anstieg auf 1,2216 US-Dollar weiterhin bullisch aus. Bis dorthin muss der Euro noch einige knifflige Hürden überwinden, wie beispielsweise einen Tagesschluss über 1,1962 US-Dollar. Dies würde die Chancen erhöhen, die gegenwärtige Aufwärtsbewegung mit einem Ziel von 1,2021 USD fortzusetzen. Hier ist mit einem erheblichen Gegenwind zu rechnen. Überspringt der Euro letztendlich auch dieses Hindernis, ist der Weg bis auf 1,2091 US-Dollar frei.

Im Falle, dass eine stärkere Kaufdynamik nach einem Tageschluss über 1,1962 US-Dollar ausbleibt, kann der Euro ohne Weiteres bis auf 1,1853 US-Dollar fallen und von dort aus seinen kurzfristigen Aufwärtstrend fortführen. Komplizierter wird die Situation mit Kursen unter 1,1768 US-Dollar, was eine Ausdehnung der seit August verlaufenden Seitwärtsphase bis auf 1,1730 US-Dollar zur Folge hätte. Kritisch wäre ein Tagesschlusskurs unter 1,1587 US-Dollar. Dann besteht die Gefahr eines Kursrückfalls bis auf die wichtige Unterstützungszone zwischen 1,1489 US-Dollar und 1,1452 US-Dollar. Spätestens bei 1,1452 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden, da ein Wochenschlusskurs darunter möglichweise zu einer Fortführung des langfristigen Abwärtstrends des Euros zum US-Dollar führt.

Unterstützungen:

1. 1,1853 US-Dollar

2. 1,1768 US-Dollar

3. 1,1730 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1962 US-Dollar

2. 1,2021 US-Dollar

3. 1,2091 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Preis für eine Feinunze Gold geriet in der vergangenen Handelswoche nach dem Bruch der wichtigen Unterstützungszone zwischen 1.850 und 1.860 USD stark unter Druck. Dabei verbilligte sich das gelbe Edelmetall bis auf 1.800 US-Dollar und bewegte sich seitdem auf niedrigem Niveau seitwärts.

Charttechnischer Ausblick:

Das aktuelle Chartbild der Konsolidierung ohne eine stärkere Gegenbewegung lässt darauf schließen, dass der Kursverfall im Gold noch nicht beendet ist. Gegenwärtig bietet die 200-Tage-Durchschnittlinie (orange Linie im Chart) im Bereich von 1.800 US-Dollar eine sehr gute Unterstützung. Sollte diese gravierend unterschritten werden, kann es sehr schnell bis auf 1.763 US-Dollar gehen. Spätestens bei 1.744 US-Dollar ist mit einer größeren Erholungsrally und Kursen über 1.800 US-Dollar zu rechnen.

Mit einem Schlusskurs über 1.820 US-Dollar steigt die Hoffnung bei den Gold-Bullen auf eine Beendigung des gegenwärtigen Abverkaufs. Dadurch entsteht möglicherweise ein größerer Erholungsversuch, der den Goldpreis bis auf 1.850 US-Dollar verteuern kann. Hier wird es sehr spannend:  schafft der Goldpreis den Handel über 1.860 US-Dollar zu beenden, dann dürfte der momentane Kursrücksetzer Geschichte sein. Schlagen die Gold-Bären in diesem Bereich zurück, wird wahrscheinlich die 200-Tage-Durchschnittslinie erneut in den Mittelpunkt rücken.

Unterstützungen:

1. 1.800 US-Dollar

2. 1.763 US-Dollar

3. 1.744 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.820 US-Dollar

2. 1.850 US-Dollar

3. 1.860 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 30.11. – 04.12.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag30.11.202014:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Nov.)
Dienstag01.12.202009:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (EMI) Verarbeitendes Gewerbe (Nov.)
Dienstag01.12.202009:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Nov.)
Dienstag01.12.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Nov.)
Dienstag01.12.202016:00 UhrUSA: Anhörung des Fed Vorsitzenden Powell
Dienstag01.12.202016:00 UhrUSA: ISM verarbeitendes Gewerbe (Nov.)
Mittwoch02.12.202008:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze (Nov.)
Mittwoch02.12.202014:15 UhrUSA: ADP Beschäftigungsänderung
Mittwoch02.12.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag03.12.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag03.12.202016:00 UhrUSA: ISM nicht-verarbeitendes Gewerbe (Nov.)
Freitag04.12.202014:30 UhrUSA: Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft
Freitag04.12.202014:30 UhrUSA: Arbeitslosenquote (Nov.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
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Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
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Best Execution & Handelsbestätigungenn
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