Elbblick Börsenbrief
KW 48/2020

Liebe GBE-Trader,

der Start in die vergangene Handelswoche begann, ähnlich wie der Beginn der Woche davor, mit einer Meldung eines wirksamen Covid-19-Impfstoffes. Als zweites Unternehmen nach Pfizer (zusammen mit dem deutschen Partner Biontec) präsentierte der US-Pharmakonzern Moderna einen Impfstoff mit einer Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Zunächst feierten die Aktienbörsen weltweit die Nachricht mit steigenden Notierungen. Doch im weiteren Wochenverlauf sorgten die weiterhin rasant steigenden Neuinfektionen und die zusätzlichen Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 erneut für Verunsicherung an den Märkten. Beunruhigend wirkte auf die Anleger dazu die Meldung, dass einige Impfstoffhersteller bei der Produktion großer Mengen und der Verteilung des Corona-Impfstoffs erhebliche Probleme sehen. Aus ihrer Sicht könnte es länger als ein Jahr dauern, bis weltweit eine ausreichende Menge an Impfstoffen zur Verfügung steht.

Angesichts der hohen Zahlen an Neuinfektionen besteht wieder Hoffnung auf eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern auf ein weiteres US-Hilfspaket, nachdem die Gespräche nach den US-Wahlen quasi eingefroren waren. In diesem Zusammenhang meldete sich der Chef der größten US-Bank, Jamie Dimon von JP Morgan, zu Wort und bezeichnete den Streit um ein neues Konjunkturpaket als „kindliches Verhalten“. Zudem beschuldigte er beide Parteien gleichermaßen, aus Wahltaktik und Machtkalkül im US-Kongress für einen monatelangen Stillstand gesorgt zu haben.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Das deutsche Aktienbarometer DAX konnte sich in der vergangenen Börsenwoche über der wichtigen Marke von 13.000 Punkten halten. Jedoch setzte der DAX bisher seine seit Ende Oktober 2020 gestartete starke Aufwärtsbewegung nicht weiter fort.

Charttechnischer Ausblick:

Mit Blick auf den Tageschart ist nach dem steilen Anstieg ein bullischer Wimpel zu erkennen, der im Chart rot eingezeichnet ist. Ein Ausbruch über die obere Begrenzung könnte möglicherweise den entscheidenden Impuls in Richtung Allzeithoch geben. Ein erstes Anzeichen dafür wäre ein Tageschlusskurs über 13.350 Zählern. Auf einen größeren Widerstand dürfte der DAX im Bereich von 13.500 Punkten und der Schließung der Kurslücke vom 21. Februar 2020 stoßen. Allerdings könnte die Konsolidierung nur von kurzer Dauer sein, falls die Kaufdynamik im Zuge einer Jahresendrally zunimmt und das Ziel neue Rekordhöchststände ansteuert.

Das zuvor geschilderte positive Szenario würde sich eintrüben, wenn der DAX einen Handelstag unter 12.935 Punkten beendet. Im Anschluss könnte der deutsche Leitindex bis auf 12.725 Punkten abtauchen und sich richtungslos in einer schwierigen Seitwärtsphase bewegen. Im Bereich von 12.553 Punkten dürften dann verstärkt Käufe auftreten, die den Index wieder in Richtung der 13.000er Marke bewegen könnten. Spätestens bei 12.333 Punkten sollten die Bullen wieder das Heft in die Hand nehmen, da ein Schlusskurs darunter die Hoffnung auf eine Jahresendrally mit neuen Allzeithochs vorzeitig beenden würde.  

Unterstützungen:

1. 12.935 Punkten

2. 12.725 Punkten

3. 12.553 Punkten

Widerstände:

1. 13.350 Punkten

2. 13.500 Punkten

3. 13.800 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro bewegte sich zum US-Dollar in der Vorwoche in einer kleinen Spanne von lediglich 80 Pips. Nach unten bot die Marke von 1,1814 US-Dollar eine gute Unterstützung, während auf der Oberseite bereits bei 1,1894 US-Dollar Schluss war.

Charttechnischer Ausblick:

Die aktuelle Seitwärtsphase dürfte in den nächsten Tagen weitergehen, falls der Euro zum US-Dollar nicht über 1,1920 US-Dollar schließt. Dadurch würde die Einheitswährung ein Kaufsignal generieren mit Kursziel 1,2021 US-Dollar. Davor muss der Euro noch das Hindernis bei 1,1962 US-Dollar aus dem Weg räumen.

Wird das Kaufsignal nicht aktiviert, kann der Euro zunächst bis auf seine Unterstützung bei 1,1795 US-Dollar fallen. Durchaus denkbar ist, dass das Währungspaar seine Unterstützungszone bei 1,1758 US-Dollar und 1,1722 US-Dollar anpeilt, bevor der nächste Anstieg in Richtung 1,1920 US-Dollar erfolgt. Kritisch wäre ein Tagesschlusskurs unter 1,1587 US-Dollar. Dann besteht die Gefahr eines Kursrückfalls bis auf die wichtige Unterstützungszone zwischen 1,1489 US-Dollar und 1,1452 US-Dollar. Spätestens bei 1,1452 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden, da ein Wochenschlusskurs darunter möglichweise zu einer Fortführung des langfristigen Abwärtstrends des Euros zum US-Dollar führt.

Unterstützungen:

1. 1,1795 US-Dollar

2. 1,1758 US-Dollar

3. 1,1722 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1920 US-Dollar

2. 1,1962 US-Dollar

3. 1,2021 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

In der zurückliegenden Börsenwoche testete der Goldpreis erneut den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 1.850 US-Dollar und 1.860 US-Dollar je Feinunze. Bisher schaffte der Goldpreis es nicht, sich stärker von diesem Band nach oben zu lösen.

Charttechnischer Ausblick:

Das Terrain, auf dem sich der Goldpreis gegenwärtig bewegt, wird im Hinblick auf einen möglichen größeren Abverkauf zunehmend gefährlicher. Dass der Goldpreis nicht mehr über 1.895 US-Dollar den Handel beenden konnte, kann als Sieg der Gold-Bären gewertet werden, der bei einem Tagesschlusskurs unter 1.850 US-Dollar noch größer ausfallen dürfte. Der Weg wäre in diesem Fall frei bis auf 1.825 US-Dollar. Von hier könnte das Edelmetall wieder bis auf 1.850/1.860 US-Dollar steigen, ehe die nächste Abwärtsbewegung den Wert bis auf die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart) bei aktuell 1.792 US-Dollar drücken könnte. Darunter befindet sich mit 1.763 US-Dollar eine wichtige Unterstützung. Spätestens hier werden die Gold-Bullen eine stärkere Gegenbewegung einleiten, um eine mittelfristige Trendumkehr zu vermeiden.

Auf der Oberseite benötigen die Gold-Bullen einen Schlusskurs von über 1.895 US-Dollar, um das drohende bärische Szenario zumindest ein wenig zu entschärfen. Frischen Schub könnte ein Tageschluss über 1.920 US-Dollar geben. Dadurch hätte der Goldpreis freie Bahn bis auf 1.965 US-Dollar. Darüber liegt der nächste Widerstand bei 1.987 US-Dollar, von wo aus eine Korrektur bis auf 1.900 US-Dollar folgen kann. Überschreitet Gold auch dieses Hindernis, liegt die nächste Hürde bei 2.015 US-Dollar. Hier ist mit einer größeren Konsolidierung mit einer Spanne von mindestens 60 bis 80 US-Dollar zu rechnen. Erst ein Schlusskurs über 2.015 US-Dollar ermöglicht die Fortführung der Goldrally mit dem nächsten Ziel von 2.095 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.825 US-Dollar

2. 1.792 US-Dollar

3. 1.763 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.895 US-Dollar

2. 1.920 US-Dollar

3. 1.965 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 23.11. – 27.11.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag23.11.202009:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe (Okt.)
Montag23.11.202010:00 UhrEU: Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe (Okt.)
Dienstag24.11.202008:00 UhrDE: Bruttoinlandsprodukt (3. Quartal)
Dienstag24.11.202010:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex (Nov.)
Dienstag24.11.202016:00 UhrUSA: CB Verbrauchervertrauen (Nov.)
Mittwoch25.11.202014:30 UhrUSA: Auftragseingang für langlebige Güter (Okt.)
Mittwoch25.11.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Mittwoch25.11.202014:30 UhrUSA: Bruttoinlandsprodukt (3. Quartal)
Mittwoch25.11.202016:00 UhrUSA: Konsumausgaben (Okt.)
Mittwoch25.11.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Mittwoch25.11.202020:00 UhrUSA: FOMC Sitzungsprotokoll
Donnerstag26.11.2020GanztagsUSA: Feiertag (Erntedankfest)
Donnerstag26.11.202012:30 UhrEU: EZB Sitzungsprotokoll

Risikohinweis:

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unseren Risiko Hinweis und unsere AGBs.

Haftungsausschluss:

GBE brokers Ltd. stellt Verweise und Links zu ausgewählten Informationen und anderen Wirtschaftsquellen sowie Marktinformationen im Zuge des Kundenservice zur Verfügung, welche leidglich einen indikativen Charakter haben und keinesfalls ein Angebot oder Empfehlung darstellen. Kunden und Interessenten werden gebeten die Meinungen und Analysen auf den Seiten sowie die Informationsquellen zu berücksichtigen und zu prüfen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Keine der aufgeführten Internetseiten oder andere Informationsquellen stellen Erfolgsgarantien dar. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist keine Garantie für zukünftige Resultate. GBE brokers ltd. weist Sie darauf hin, alle Hinweise und Darstellungen von Beratern, Bloggern, Vermögensverwaltern und Anbietern zu überprüfen, bevor Sie Anlageentscheidungen fällen. Sämtliche News, Meinungen, Recherchen, Daten und andere Informationen auf in diesem Börsenbrief bzw. auf der Internetseite sind allgemeine Erläuterungen und stellen keinesfalls Investment- oder Handelsempfehlungen dar. GBE brokers Ltd. haftet nicht für jedwede direkte oder indirekte Verluste, die aus dem Zugriff auf den Börsenbrief bzw. auf die Webseite oder der Benutzung von auf dem Börsenbrief bzw. auf der Webseite angebotenen Informationen und Dienstleistungen oder der Unmöglichkeit des Zugriffs oder einer Benutzung entstehen. GBE brokers Ltd. (CIF Lizenznummer 240/14) ist durch die CySEC reguliert und berechtigt Investment Services für den Handel mit Finanzinstrumenten anzubieten.

Diesen Beitrag teilen

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email
 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen