Elbblick Börsenbrief – KW 47/2022

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

in der abgelaufenen Handelswoche standen weitere Inflationsdaten aus den USA im Vordergrund. Ähnlich wie in der Vorwoche, als die US-Verbraucherpreise unter den Erwartungen lagen, fielen am Dienstag die US-Erzeugerpreise für den Monat Oktober mit einem Plus 0,2 Prozent nur halb so hoch aus wie von den Analysten prognostiziert. Basierend auf den jüngsten Teuerungsraten hoffen die Aktienmärkte weiterhin darauf, dass die US-Notenbank Fed stärker den Fuß vom Gaspedal nimmt, um das Zinserhöhungstempo zu reduzieren. Nachdem die Fed in den letzten vier Meetings den Zins um jeweils 75 Basispunkte erhöhte, wird nun für die Dezember-Sitzung mehrheitlich mit einer Anhebung um 50 Basispunkte gerechnet.

Für eine Überraschung sorgte in Deutschland der ZEW-Konjunkturerwartungsindex, der im November deutlich stärker gestiegen ist als erwartet. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhobene Index legte von minus 59,2 im Oktober auf minus 36,7 Punkte kräftig zu, während die von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen lediglich einen Anstieg auf minus 50,0 Punkte prognostizierten. „Dies dürfte vor allem mit der Hoffnung auf einen baldigen Rückgang der Inflationsraten zusammenhängen“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Zahlen und fügte hinzu, der konjunkturelle Ausblick ist für die deutsche Wirtschaft immer noch deutlich negativ.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE40) Tageschart DE40:

Rückblick:

Nach dem kräftigen Anstieg in der Vorwoche legte der deutsche Leitindex DAX in den vergangenen Tagen eine Verschnaufpause ein und pendelte innerhalb der Wochenspanne von lediglich 340 Punkten oberhalb der 14.000er Marke seitwärts. Auf der Oberseite begrenzte die horizontale Widerstandslinie bei 14.450 Punkten weitere Anstiegsbemühungen, während auf der Unterseite die Unterstützung bei 14.080 Zählern nie ernsthaft gefährdet war.

Charttechnischer Ausblick:

„Konsolidierung auf hohem Niveau“ heißt es so schön in der charttechnischen Sprache, was der DAX in den letzten Tagen nach dem explosiven Kursanstieg in der Woche zuvor zeigte. Für die DAX-Bullen ein gutes Zeichen, da sich dadurch die derzeitige technisch überkaufte Situation verringert und dazu die Wahrscheinlichkeit auf den Beginn einer nächsten Aufwärtswelle deutlich steigt. Diese könnte den Index im ersten Schritt bis auf 14.600 Punkten, dem 61,8%-Retracement der Strecke Allzeithoch (16.300) zum Jahrestief (11.860), heben. Dabei kann ein unmittelbarer Ausritt bis auf 14.710 Zählern nicht ausgeschlossen werden, abhängig von der Stärke der Ausbruchsdynamik über die horizontale Widerstandslinie bei 14.450 Punkten. Spannend wird es innerhalb der altbekannten und sehr bedeutsamen Widerstandszone zwischen 14.815 und 15.040 Punkten. Hier sollte man sich auf ein heftiges Tauziehen zwischen den beiden Börsen-Alphatieren um die nächste Trendausrichtung einstellen. Gewinnen die Bullen das Kräftemessen, liegen die nächsten, wichtigen Chartmarken auf der Oberseite bei 15.295 und 15.440 Zählern.

Solange das Aktienbarometer oberhalb der Unterstützungslinie bei 14.080 Punkten bzw. generell über der 14.000er-Marke notiert, dürfte die Welt der DAX-Bullen in allerbester Ordnung sein. Selbst ein kurzer Abstecher in Richtung des markanten Tageshochs vom 16. August bei 13.974 Zählern dürfte die bullische Idylle nicht nachhaltig stören, vorausgesetzt, der DAX zeigt auf der Indextafel im Anschluss wieder einen Stand oberhalb von 14.000 Punkten an. Ernsthafte Probleme bekommen die Bullen aber erst mit einer Beendigung des Tageshandels unterhalb von 13.700 Zählern. In diesem Fall kann es sehr schnell zur Support-Linie bei 13.540 Punkten gehen, wo aktuell die (graue) 21-Tagelinie die (orange) 200-Tagelinie von unten nach oben durchschneidet. Darunter verhindert möglicherweise die horizontale Unterstützung bei 13.450 Punkten einen weiteren Kursverfall und dazu könnte von hier aus der nächste Anstieg zur 14.000er-Marke geschehen. Dagegen würden die DAX-Bären das Zepter mit Kursen unterhalb von 13.150 Zählern wieder fest in ihrer Hand halten und somit die Chance besitzen, den Abwärtstrend in Richtung des Jahrestiefs fortzusetzen.

Unterstützungen:

1. 14.080 Punkten

2. 13.974 Punkten

3. 13.570 Punkten

Widerstände:

1. 14.600 Punkten

2. 14.710 Punkten

3. 14.815 / 14.900 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro entfernte sich in den vergangenen Handelstagen gegenüber dem US-Dollar weiter von der Parität, scheiterte jedoch am horizontalen Widerstand bei 1,0485 US-Dollar. Anschließend schob sich das Währungspaar oberhalb von 1,03 US-Dollar, aber unterhalb der (orangen) 200-Tagelinie seitwärts.

Charttechnischer Ausblick:

Zwar konnte der Euro die 200-Tagelinie, die gegenwärtig bei 1,0412 US-Dollar verläuft, leicht übertreten. Einen nachhaltigen Sprung darüber gelang jedoch bislang nicht. Dennoch gibt es vermehrt Anzeichen einer zunehmenden Euro-Stabilisierung, nachdem die Einheitswährung vom Jahreshoch bei 1,1495 US-Dollar bis auf 0,9535 US-Dollar stark abgewertet hat. So werden ehemalige Widerstände, beispielsweise bei 1,0275 US-Dollar, momentan als Kaufgelegenheit genutzt und außerdem werden höhere Notierungen nicht unmittelbar als ideale Einstiegschance zum Verkaufen gesehen. Eine Transformation von einer ehemaligen Widerstands- zur Unterstützungsmarke könnte an der Widerstandszone zwischen 1,0485 und 1,0515 US-Dollar erneut auftreten, falls dieses Hindernis endgültig übersprungen wird. Gelingt im Anschluss ein Tagesschlusskurs oberhalb von 1,0642 US-Dollar, dürfte der Euro zumindest mittelfristig über den Berg sein. Davor liegt noch bei 1,0605 das wichtige 38,2%-Fibonacci-Retracement der Abwärtswelle vom Jahreshoch 2021 bei 1.2350 US-Dollar und dem aktuellen Jahrestief bei 0,9535 US-Dollar. Oberhalb von 1,0642 US-Dollar könnte die Kletterpartie bis auf 1,0745 – 1,0790 US-Dollar weitergehen.

Ein Rückfall unter 1,0275 US-Dollar wäre für die Euro-Käufer noch nicht dramatisch, solange der Kursrücksetzer im Bereich zwischen 1,0160 und 1,0220 US-Dollar abgefangen wird und von dort aus die nächste Euro-Kaufwelle startet. Damit das Bild im Tageschart aus bullischer Sicht nicht zu arg ins Wanken gerät, sollte spätestens die Korrektur in der Nähe der ehemaligen Widerstandslinie bei 1,0096 US-Dollar beendet werden. Darunter trübt sich das Chartbild zunehmend ein und ein erneuter Test der Parität wäre dann die logische Folge. Sollte es dazu noch zu einem Tagesschlusskurs unterhalb von 0,9935 US-Dollar kommen, dürfte dies möglicherweise die finale Bestätigung für die Fortsetzung des langfristigen Abwärtstrends sein. Im Anschluss müsste mit einem Ansteuern der nächsten Unterstützungsmarken bei 0,9840 und 0,9730 US-Dollar gerechnet werden. Darunter bietet vielleicht noch der Bereich um 0,9630 US-Dollar ein Auffangnetz. Aber ein Test des Jahrestiefs und neue Tiefststände sind jedoch das wahrscheinlichere Szenario. Falls der 0,95er-Bereich diesmal den Verkäufen nicht standhält, müsste das Kaufinteresse am Euro in der Umgebung des Hochs vom Mai 2002 bei 0,9416 US-Dollar und dem Hoch vom September 2002 bei 0,9335 US-Dollar wieder deutlich zunehmen. Ob die Kaufkraft anschließend für einen Push über die magische Parität ausreicht, bleibt jedoch fraglich.

Unterstützungen:

1. 1,0160 / 1,0220 US-Dollar

2. 1,0096 US-Dollar

3. 0,9935 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0485 / 1,0515 US-Dollar

2. 1,0605 / 1,0642 US-Dollar

3. 1,0745 / 1,0790 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Das Edelmetall Gold setzte zu Beginn der vergangenen Börsenwoche den jüngsten Aufwärtstrend nahtlos fort. Allerdings wurde dieser im Verlauf der Woche innerhalb der signifikanten Widerstandszone zwischen 1.778 und 1.789 US-Dollar abgebremst und es folgte ein Abverkauf bis auf 1.754 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Es war zu erwarten, dass, insbesondere nach dem kräftigen Anstieg der letzten Tage, dem Goldpreis innerhalb dieser Widerstandszone die Puste ausgeht. Wichtig für die Gold-Bullen ist nun zu sehen, auf welchem Niveau wieder ordentlich Luft geholt wird, um den Goldpreisanstieg in Richtung 1.800er-Marke fortzusetzen. Dies könnte bereits vom gegenwärtigen Kursstand geschehen. Falls der Goldpreis jedoch einen größeren Anlauf dafür benötigt, bieten sich der Support bei 1.744 US-Dollar oder darunter die Unterstützungszone zwischen 1.730 und 1.735 US-Dollar als nächste Chance auf die Ausbildung einer neuen Kaufwelle an. Tiefer als 1.721 US-Dollar sollten aus Sicht der Gold-Bullen die Notierungen nicht fallen, denn dies könnte unmittelbar neue Bärenkräfte bis zur horizontalen Unterstützungslinie bei 1.701 US-Dollar wecken. Startet von hier aus keine stärkere Erholung, bietet sich bei 1.682 US-Dollar womöglich die letzte Chance auf die Fortsetzung des jüngsten Aufwärtstrends an. Darunter haben die Gold-Bären wieder das Ruder fest in ihrer Hand und sie werden dann alles daransetzen, den übergeordneten Abwärtstrend zuerst in Richtung 1.657/1.641 US-Dollar und anschließend zum Jahrestief bei 1.614 US-Dollar zu führen.

Das übergeordnete bearishe Bild, seit dem Erreichen des Jahreshochs bei 2.070 US-Dollar, kommt mittlerweile mächtig ins Wanken und könnte mit einer Beendigung des Goldhandels oberhalb von 1.789 US-Dollar seine Gültigkeit verlieren. Dadurch stehen die Ampeln auf Grün, um auf der Oberseite die nächsten Ziele bei 1.806 und 1.815 US-Dollar zu erreichen. Darüber hinaus tendiert hier aktuell die (orange) 200-Tagelinie. Spannend wird es ab 1.833 US-Dollar bis zum 50%-Retracement der gesamten diesjährigen Abwärtsbewegung bei 1.842 US-Dollar. Denn in diesem Bereich sollte man sich auf ein heftiges Kratzen und Beißen zwischen den Gold-Bären und -Bullen einstellen. Sollten die Bullen als Sieger aus dieser Situation hervorgehen, trägt möglicherweise ein Tagesschlusskurs oberhalb von 1.851 US-Dollar zu einem Goldpreisanstieg bis auf 1.878 US-Dollar bei. Ab hier werden die Karten neu gemischt.

Unterstützungen:

1. 1.744 US-Dollar

2. 1.730 / 1.735 US-Dollar

3. 1.701 / 1.1721 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.789 US-Dollar

2. 1.806 / 1.815 US-Dollar

3. 1.833 / 1.842 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 21.11. – 25.11.2022

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag21.11.202208:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex
Montag21.10.202214:30 UhrUS: Chicago Fed nationaler Aktivitätsindex (Okt.)
Dienstag22.11.202210:00 UhrEU: Leistungsbilanz (Sep.)
Dienstag22.11.202216:00 UhrEU: Verbrauchervertrauen (Nov.)
Mittwoch23.11.202209:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Nov.)
Mittwoch23.11.202214:30 UhrUS: Auftragseingang langlebiger Güter (Okt.)
Mittwoch 23.11.202216:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Okt.)
Donnerstag24.11.2022GanztagsUS: Feiertag Erntedankfest
Donnerstag24.11.202210:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex (Nov.)
Freitag25.11.202208:00 UhrDE: Bruttoinlandsprodukt (Q3.2022)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen