Elbblick Börsenbrief – KW 46/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

am vergangenen Mittwoch sorgten die US-Verbraucherpreise für große Schlagzeilen an den Finanzmärkten.  Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen in der weltgrößten Volkswirtschaft die Verbraucherpreise im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit 31 Jahren. Experten rechneten mit einem Anstieg von lediglich 5,8 Prozent. Im September lag der Preisauftrieb noch bei 5,4 Prozent. Treiber der Inflation sind vor allem Liefer- und Materialengpässe, hohes Sparvolumen sowie Lohnsteigerungen. Noch in der Vorwoche bekräftigte US-Notenbankchef Jerome Powell seine Aussage über eine vorübergehende Inflation. Doch zuletzt warnten einige US-Währungshüter vor einer hohen Inflation mit der Folge, dass die Fed möglicherweise früher als geplant die Zinsen erhöhen müsse.

In Deutschland haben die Wirtschaftsweisen ihre Konjunkturprognose für 2021 deutlich nach unten korrigiert. Das Gremium erwartet, dass die deutsche Wirtschaft für das laufende Jahr nur noch um 2,7 Prozent wächst. Im März lag die Prognose bei 3,1 Prozent. Gründe für die gedämpfte Erwartung sind die Lieferengpässe und die stark gestiegenen Energiepreise.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Mit 16.120 Punkten markierte der deutsche Leitindex DAX am Freitag (Stand 12.11.2021 um 14:30 Uhr) ein frisches Allzeithoch. Am Mittwoch rutschte das Kursbarometer noch kurzzeitig unter die 16.000-Punkte-Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Die Rekordjagd im DAX verlor in den vergangenen Tagen etwas an Schwung. Die Abstände zu den bisherigen Rekordhöchstständen verringerten sich und die Hochs wurden zu Gewinnmitnahmen genutzt. Auf der anderen Seite hält sich der DAX wacker über der 16.000er-Marke und der nächste Anstieg könnte den Index dann zum Projektionsziel bei 16.219 Punkten führen. Aufgrund der technisch überkauften Situation im Tageschart müssen auf diesem Niveau Kursrückschläge in Richtung 16.000 Punkte eingeplant werden. Von hieraus sollte sich jedoch das Kaufinteresse wieder erhöhen, da ansonsten von einer größeren Korrektur ausgegangen werden müsste. Weitere Projektionsziele auf der Oberseite befinden sich bei 16.308 und 16.484 Zählern.

Die fehlende Kaufdynamik macht den DAX zunehmend anfälliger für scharfe Kursrücksetzer. Ein solcher könnte ohne Weiteres den DAX-Stand bis auf 15.848 Punkten drücken, von wo aus anschließend eine schnelle Erholung in Richtung der 16.000-Marke zu erwarten ist. Sollte der Kursrücksetzer nicht so heftig ausfallen, wäre der Beginn einer neuen Aufwärtswelle auf den Unterstützungen bei 15.963 und 15.907 Punkten denkbar. Beschleunigt sich dagegen die Abwärtsbewegung, kommt die Unterstützungszone zwischen 15.780 und 15.810 Zähler wieder ins Spiel.

Unterstützungen:

1. 15.963 Punkten

2. 15.907 Punkten

3. 15.848 Punkten

Widerstände:

1. 16.219 Punkten

2. 16.308 Punkten

3. 16.484 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Der Greenback kennt mit der europäischen Gemeinschaftswährung Euro zurzeit kein Erbarmen. Am vergangenen Mittwoch wurde auch die 1,15er-Schwelle gebrochen und der Euro rutschte auf den tiefsten Stand seit Juli 2020.

Charttechnischer Ausblick:

Allmählich sollten sich die Euro-Bullen aus ihrem Versteck herauswagen, um zumindest einen Konter in Richtung 1,16 US-Dollar einzuleiten. Aktuell wäre es ein guter Zeitpunkt dafür, da sich der EUR/USD-Kurs in der Nähe des 50%-Fibonacci-Retracement-Levels zwischen dem Tief vom 23. März 2020 bei 1,0635 US-Dollar und dem Jahreshoch vom 6. Januar bei 1,2349 US-Dollar bewegt. Vielleicht werden sie mutiger bei Kursen im Bereich des Unterstützungsbands zwischen 1,1385 und 1,1422 US-Dollar. Spätestens bei 1,1291 US-Dollar sollten die Euro-Bullen ein Lebenszeichen senden.

Die Bären im EUR/USD trampeln momentan alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. Somit könnte ein Erholungsversuch bereits bei 1,1530 US-Dollar scheitern. Falls nicht, dürften die Bären an der Widerstandsmarke bei 1,1620 US-Dollar erneut zurückschlagen. Dagegen stellt ein Tagesschlusskurs über 1,17 US-Dollar ein entscheidendes Level dar, über dem die Bären, zumindest kurzfristig, die Beine in die Hand nehmen und die Bullen verstärkt zur Attacke blasen dürften.

Unterstützungen:

1. 1,1422 US-Dollar

2. 1,1385 US-Dollar

3. 1,1291 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1530 US-Dollar

2. 1,1620 US-Dollar

3. 1,1700 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Preis für eine Feinunze Gold war nach der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise am letzten Mittwoch als Inflationsschutz stark gesucht und machte dadurch einen ordentlichen Satz über die große Hürde bei 1.833 US-Dollar. In der Spitze verteuerte sich das Edelmetall bis auf 1.868 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte Juni 2021. Anschließend konsolidierte der Kurs auf hohem Niveau.

Charttechnischer Ausblick:

Trotz des imposanten Goldpreisanstiegs seit Anfang November und einem Relative Strength Index (RSI) im überkauften Bereich kam es bisher nicht zu einer ernsthaften Korrektur der Aufwärtswelle. Die Betonung liegt jedoch auf „bisher“, denn auf dem gegenwärtigen Niveau müssen Kursabschläge bis auf 1.833 US-Dollar einkalkuliert werden, falls die frisch gebackene Unterstützung bei 1.842 US-Dollar keinen Halt bietet. Es ist durchaus möglich, dass sich die Korrektur bis auf 1.826 US-Dollar ausdehnt, ehe eine Gegenbewegung einsetzt. Spätestens bei 1.813 US-Dollar dürften sich die Käufer wieder zeigen und eine nächste Aufwärtswelle in Richtung 1.900-US-Dollar-Marke in Bewegung setzen.

Auf der Oberseite steht bei 1.870 US-Dollar das nächste Hindernis im Weg. Beendet Gold den Tageshandel darüber, dürfte der Kurs bis auf 1.882 US-Dollar weiter anziehen. Überspringt das Edelmetall auch diese Barriere, kann die runde Marke bei 1.900 US-Dollar in Angriff genommen werden. Kommt es hier nicht zu stärkeren Gewinnmitnahmen, werden diese höchstwahrscheinlich im Bereich des Jahreshochs bei 1.916 US-Dollar auftreten.

Unterstützungen:

1. 1.833 US-Dollar

2. 1.826 US-Dollar

3. 1.813 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.870 US-Dollar

2. 1.882 US-Dollar

3. 1.900 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 15.11. – 19.11.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag15.11.202108:00 UhrDE: Großhandelspreisindex (Okt.)
Montag15.11.202111:00 UhrEU: Handelsbilanz (Sep.)
Dienstag16.11.202108:00 UhrUK: Arbeitslosenquote (Okt.)
Dienstag16.11.202111:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (Q3.2021)
Dienstag16.11.202114:30 UhrUS: Einzelhandelsumsätze (Okt.)
Dienstag16.11.202114:30 UhrUS: Import- / Exportpreise (Okt.)
Dienstag16.11.202115:15 UhrUS: Industrieproduktion (Okt.)
Mittwoch17.11.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Okt.)
Mittwoch17.11.202114:30 UhrUS: Baugenehmigungen (Okt.)
Donnerstag18.11.202116:00 UhrUS-Frühindikatoren (Okt.)
Freitag19.11.202108:00 UhrUK: Einzelhandelsumsätze (Okt.)
Freitag19.11.202108:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Okt.)

Risikohinweis

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen