Elbblick Börsenbrief
KW 46/2020

Liebe GBE-Trader,

der Start in die vergangene Handelswoche begann mit einem großen Knall. Die Aktienbörsen weltweit explodierten förmlich nach oben als das deutsche Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer verkündeten, dass man einen Covid-19 Impfstoff mit einer Wirksamkeit von 90 % entwickelt hat. Vor allem die in der Coronakrise stark unter die Räder geratenen Aktien, insbesondere aus der Luftfahrt- und Tourismusbranche, legten eine atemberaubende Rally hin. Der Dow-Jones-Index stieg erstmals in seiner Geschichte über 30.000 Punkte (vorbörslich). Allerdings kühlte im Wochenverlauf die Impfstoff-Euphorie an den Börsen deutlich ab. Neue Rekordzahlen an Neuinfektionen in Europa und in den USA belegen, dass sich die Pandemie weiter rasant ausbreitet. Zudem realisierten die Anleger, dass es noch ein weiter Weg ist, bis weite Teile der Bevölkerung den Impfstoff und bis dahin die Neuinfektionen wahrscheinlich weiter steigen werden.

Natürlich stand auch der Machtwechsel im Weißen Haus im Mittelpunkt des Börsengeschehens. Nach den bisherigen Auszählungen wird Joe Biden am 20. Januar 2021 als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Der noch amtierende Präsident Donald Trump erkennt bislang seine Wahlniederlage nicht an und spricht von Wahlbetrug. Hochrangige Vertreter der US-Wahlbehörden sprechen jedoch von der sichersten Wahl in der Geschichte Amerikas.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX legte zu Beginn der letzten Börsenwoche kräftig zu und stieg bis auf 13.298 Zähler. Im weiteren Verlauf konsolidierte der DAX um die Marke von 13.000 Punkten und konnte sich zumindest über der Abwärtstrendlinie vom Hoch am 3. September 2020 (rote Linie im Chart) halten.

Charttechnischer Ausblick:

Die Jahresendrally könnte nun langsam ins Rollen kommen mit Ziel neue Rekordhöchststände (aktuell bei 13.797 Zählern). Dafür benötigt der DAX im ersten Schritt einen Tagesschlusskurs über 13.350 Punkten und damit wäre er auch nicht mehr weit entfernt von der kompletten Schließung des Gaps vom 21. Februar 2020 bei 13.500 Zählern. In diesem Bereich ist mit einer erneuten Konsolidierung zu rechnen. Schafft der DAX den Ausbruch aus dieser Seitwärtsphase nach oben, sollten neue Allzeithochs kein Problem mehr sein.

Bekanntlich ist Vorsicht der Mutter der Porzellankiste. Dies könnte auch für das deutsche Aktienbarometer gelten, falls der starke Anstieg seit dem Tief am 30. Oktober 2020 bei 11.380 Punkten zunehmend abverkauft wird. Fällt der Dax wieder unter seiner 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue geschlängelte Linie im Chart), die aktuell bei ca. 12.725 Punkten verläuft, kann es schnell in Richtung der Unterstützungslinie bei 12.553 Punkten gehen. Hier dürften verstärkt Käufe auftreten, die den Index dann wieder in Richtung der 13.000er Marke bewegen könnten. Spätestens bei 12.333 Punkten sollten die Bullen wieder das Heft in die Hand nehmen. Ein Schlusskurs darunter würde die Wahrscheinlichkeit auf eine Jahresendrally mit neuen Allzeithochs massiv verringern.

Unterstützungen:

1. 12.725 Punkten

2. 12.553 Punkten

3. 12.333 Punkten

Widerstände:

1. 13.350 Punkten

2. 13.500 Punkten

3. 13.800 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Zu Beginn der Vorwoche profitierte der Euro gegenüber dem US-Dollar von der Risikobereitschaft der Anleger und stieg bis zu seinem Widerstand bei 1,1920 US-Dollar. Im Anschluss fiel die Einheitswährung bis auf 1,1745 US-Dollar zurück und bewegte sich danach im Bereich von 1,18 US-Dollar seitwärts.

Charttechnischer Ausblick:

Der Euro müht sich auf dem Weg, die magische Marke von 1,20 US-Dollar wieder zurückzuerobern. Dies könnte sich mit einem Tagesschlusskurs über 1,1920 US-Dollar ändern. Dann dürfte die Gemeinschaftswährung das nächste Hindernis bei 1,1962 US-Dollar ansteuern. Möglicherweise stellt dieser Widerstand die letzte Hürde für einen Anstieg auf 1,2021 US-Dollar dar.

Es sollte nicht überraschen, wenn der Euro vor seinem nächsten Anstieg in Richtung 1,20 US-Dollar zuerst bis auf 1,1722 US-Dollar fällt. Denkbar wäre auch ein Rücksetzer bis auf die grüne Aufwärtstrendlinie bei ca. 1,1657 US-Dollar. Sollte der Euro hier nicht abprallen, könnte er bis auf 1,1587 US-Dollar abwerten. Kritisch wäre ein Tagesschlusskurs darunter. Dann besteht die Gefahr eines Kursrückfalls bis auf die Unterstützungszone zwischen 1,1489 US-Dollar und 1,1452 US-Dollar. Spätestens bei 1,1452 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden, da ein Wochenschlusskurs darunter möglichweise zu einer Fortführung des langfristigen Abwärtstrends des Euros zum US-Dollar führt.

Unterstützungen:

1. 1,1722 US-Dollar

2. 1,1657 US-Dollar

3. 1,1587 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1920 US-Dollar

2. 1,1962 US-Dollar

3. 1,2021 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Goldpreis wurde zum Auftakt der letzten Handelswoche mit einer kräftigen Verkaufswelle in Richtung Süden geschickt und markierte mit 1.850 US-Dollar je Feinunze ein frisches Sechswochentief. In der anschließenden Erholung schaffte das Gold nicht mehr den Sprung über 1.900 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Der Goldpreis bewegt sich momentan auf Messers Schneide. Die Gefahr einer größeren Abwärtswelle, ausgelöst durch einen Ausbruch aus der unteren Begrenzung des im Chart rot markierten absteigenden Dreiecks, ist allgegenwärtig und könnte den Goldpreis zunächst bis auf 1.825 US-Dollar verbilligen. Von hier könnte Gold wieder bis auf 1.860 US-Dollar steigen, ehe die nächste Abwärtsbewegung den Wert bis auf die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart) bei aktuell 1.786 US-Dollar drücken könnte. Darunter befindet sich mit 1.763 US-Dollar eine wichtige Unterstützung. Spätestens hier werden die Gold-Bullen eine stärkere Gegenbewegung einleiten, um eine mittelfristige Trendumkehr zu vermeiden.

Auf der Oberseite wäre ein Schlusskurs über 1.895 US-Dollar ein kleiner Achtungserfolg der Gold-Bullen, jedoch noch keine Entwarnung für das zuvor dargestellte bärische Szenario. Dafür müsste der Goldpreis über 1.965 US-Dollar schließen und davor den Widerstand bei 1.920 US-Dollar aus dem Weg räumen. Anschließend könnte sich der Goldpreis ziemlich schnell bis auf 1.987 US-Dollar verteuern. Überwindet Gold auch dieses Hindernis, liegt die nächste Hürde bei 2.015 US-Dollar. Hier könnte es zu einer erneuten Konsolidierung mit einer Spanne von 60 bis 80 US-Dollar kommen. Erst ein Schlusskurs über 2.015 US-Dollar ermöglicht die Fortführung der Goldrally mit dem nächsten Ziel von 2.095 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.825 US-Dollar

2. 1.786 US-Dollar

3. 1.763 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.895 US-Dollar

2. 1.920 US-Dollar

3. 1.965 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 16.11. – 20.11.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag16.11.202010:00 UhrEU: EZB – Überprüfung der Finanzstabilität
Dienstag17.11.202014:30 UhrUSA: Einzelhandelsumsätze (Okt.)
Mittwoch18.11.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Okt.)
Mittwoch18.11.202014:30 UhrUSA: Baugenehmigungen (Okt.)
Mittwoch18.11.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag19.11.202008:00 UhrUK: Einzelhandelsumsätze (Okt.)
Donnerstag19.11.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag19.11.202014:30 UhrUSA: Philly Fed Herstellungsindex (Nov.)
Donnerstag19.11.202016:00 UhrUSA: Verkäufe bestehender Häuser (Okt.)
Freitag20.11.202008:00 UhrUK: Einzelhandelsumsätze (Okt.)
Freitag20.11.202008:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Okt.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
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Best Execution & Handelsbestätigungenn
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