Elbblick Börsenbrief – KW 45/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

mit großer Spannung blickten die Anleger:innen am vergangenen Mittwoch auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed mit der Erwartung auf konkrete Hinweise über ein Zurückfahren des Anleihekaufprogramms (Tapering). Und sie wurden nicht enttäuscht, denn die Fed ließ die Katze aus dem Sack und kündigte an, die Anleihekäufe im November um 15 Milliarden Dollar und im Dezember um weitere 15 Milliarden Dollar zu reduzieren. Dazu erklärte die Fed, dass ähnliche Kürzungen der Nettokäufe „wahrscheinlich jeden Monat angemessen sein werden“.

In der anschließenden Pressekonferenz sagte Notenbankchef Jerome Powell: „Jetzt ist nicht die Zeit für Zinserhöhungen. Die Fed kann bei Zinserhöhungen geduldig sein“. Demnach wollen die US-Währungshüter die Zinsen wahrscheinlich erst anheben, wenn sie die Anleihekäufe beendet haben. Zudem bekräftigte der Fed-Chef erneut seine Aussage, dass die Inflation nur vorübergehend sei. „Wir schauen uns das genau an und werden unsere Politik dementsprechend ändern“, sagte er in diesem Zusammenhang. An den Aktienmärkten kamen Powells Worte sehr gut an. Die großen US-Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 erreichten neue Rekordhöchststände.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX profitierte in den vergangenen Handelstagen von der Entscheidung der Fed und markierte bei 16.087 Punkten ein neues Rekordhoch. Anschließend gönnte sich der Index eine Verschnaufpause und konsolidierte im Bereich der 16.000er-Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Mit einer dynamischen Aufwärtsbewegung knackte der DAX mühelos sein bisheriges Rekordhoch vom 13. August 2021 bei 16.032 Punkten. Aktuell zeigt der Relative Strength Indikator (RSI) eine überkaufte Situation im DAX-Tageschart an. Somit sollte eine Korrektur der letzten Aufwärtswelle nicht überraschen und diese könnte den DAX-Stand ohne weiteres bis auf 15.846 Punkten reduzieren. Zeigen die DAX-Bullen hier keinen stärkeren Willen, die 16.000er-Marke wieder zurück zu erobern, kann sich die Konsolidierung bis auf 15.780 Zählern ausdehnen. Spätestens im Bereich der Unterstützungszone zwischen 15.690 und 15.715 Punkten dürften wieder verstärkt Käufe auftreten.

Natürlich ist es durchaus möglich, dass der DAX seine Rekordjagd ohne größere Korrekturen in den nächsten Tagen fortsetzt und die nächsten Projektionsziele bei 16.094 und 16.122 Zählern ansteuert. Allerdings wird die Luft nach oben immer dünner und die Gefahr einer stärkeren Gegenbewegung steigt.  Trotzdem besitzt der DAX gute Chancen, bis Ende des Jahres sein nächstes Projektionsziel bei 16.376 Punkten zu erreichen

Unterstützungen:

1. 15.846 Punkten

2. 15.780 Punkten

3. 15.715 Punkten

Widerstände:

1. 16.094 Punkten

2. 16.122 Punkten

3. 16.376 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

In letzten Handelstagen gelang der Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar kein Anstieg mehr in Richtung des Widerstands bei 1,1670 US-Dollar. Dadurch stand die Einheitswährung weiterhin unter Druck und markierte zum Ende der Handelswoche neue Jahrestiefs.

Charttechnischer Ausblick:

Die Bären bestimmen eindeutig das Geschehen im Währungspaar EUR/USD und das sehr wichtige Support-Level bei 1,1491 US-Dollar, dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Tief vom 23. März 2020 bei 1,0635 US-Dollar und dem Jahreshoch vom 6. Januar bei 1,2349 US-Dollar, rückt immer näher. Abhängig von der Verkaufsdynamik kann sich die Abwärtsbewegung dann durchaus bis auf 1,1452 US-Dollar ausdehnen. Kommt es hier nicht zu einer Bodenbildung und zu einer stärkeren Gegenbewegung in Richtung 1,16 US-Dollar, besteht die Gefahr einer schnellen Euro-Abwertung bis auf 1,1291 US-Dollar.

Ein Tagesschlusskurs über 1,1670 entschärft die Situation beim Euro, reicht aber nicht aus, um das oben beschriebene Abwärtsszenario vollständig zu beseitigen. Allerdings könnte es den Euro-Bullen etwas Kraft für einen Anstieg bis auf 1,1716 US-Dollar geben. Mit einem Schlusskurs darüber dürfte sich die Erholungsbewegung dann in Richtung 1,1762 USD fortsetzen, ehe die Euro-Bären das Zepter wohl wieder in die Hand nehmen werden, um den übergeordneten Abwärtstrend fortzusetzen. Nur mittels eines Schlusskurses über 1,1822 können die Euro-Bullen endlich mal durchschnaufen und Kraft tanken für einen möglichen Anstieg in Richtung der 1,19er-Marke.

Unterstützungen:

1. 1,1491 US-Dollar

2. 1,1452 US-Dollar

3. 1,1291 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1670 US-Dollar

2. 1,1716 US-Dollar

3. 1,1762 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Am vergangenen Mittwoch testete der Preis für eine Feinunze Gold erfolgreich die Unterstützung bei 1.760 US-Dollar. Die darauf folgende Aufwärtsbewegung scheiterte bisher an der Marke von 1.800 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Der Goldpreis steckt weiterhin in einer kniffligen Situation. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau könnte das Edelmetall entweder seinen mittelfristigen Abwärtstrend oder die langfristige Aufwärtsrichtung in Kürze fortsetzen. Eine Beendigung des Goldhandels über 1.833 US-Dollar würde auf das Letztere hinweisen. Davor müsste der Goldpreis sowohl das Hindernis bei 1.815 US-Dollar als auch die seit dem Allzeithoch bei 2.075 US-Dollar verlaufende rote Abwärtstrendlinie überwinden. Gelingt den Gold-Bullen der große Coup, können sie die Kursziele 1.853 und 1.882 US-Dollar ansteuern.

Sollte Gold erneut in Richtung 1.760 US-Dollar fallen, bekommt das bullische Setup aus der umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation immer mehr Risse. Insbesondere Kurse unter 1.752 US-Dollar gefährden zunehmend das Bild dieser Formation, welches mit einem Tageschlusskurs unter 1.725 US-Dollar sogar komplett zerstört würde. Der daraus resultierende Abverkauf wird dann voraussichtlich den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar zum vierten Mal testen. Ein Unterschreiten bis auf 1.669 US-Dollar kann dabei nicht ausgeschlossen werden, bevor eine Erholungsrally gestartet wird. Spätestens bei 1.644 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden.

Unterstützungen:

1. 1.760 US-Dollar

2. 1.752 US-Dollar

3. 1.725 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.815 US-Dollar

2. 1.833 US-Dollar

3. 1.853 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 08.11. – 12.11.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag08.11.202111:00 UhrEU: Treffen der Eurogruppe
Dienstag09.11.202108:00 UhrDE: Handelsbilanz (Sep.)
Dienstag09.11.202111:00 UhrDE: ZEW - Konjunkturerwartungen (Nov.)
Dienstag09.11.202114:30 UhrUS: Erzeugerpreisindex (Okt.)
Mittwoch10.11.202108:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Okt.)
Mittwoch10.11.202114:30 UhrUS: Verbraucherpreisindex (Okt.)
Mittwoch10.11.202114:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Mittwoch10.11.202116:00 UhrUS: Lagerbestände Großhandel
Donnerstag11.11.202108:00 UhrUK: Bruttoinlandsprodukt (Q3.2021)
Freitag12.11.202108:00 UhrDE: Großhandelspreisindex (Okt.)
Freitag12.11.202111:00 UhrEU: Industrieproduktion (Sep.)
Freitag12.11.202116:00 UhrUS: Uni Michigan Verbrauchervertrauen (Nov.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen