Elbblick Börsenbrief
KW 45/2020

Liebe GBE-Trader,

in der vergangenen Woche standen die internationalen Aktienmärkte kräftig unter Druck. Belastend wirkten die weltweit rasant steigenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen, die schwindende Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen Republikaner und Demokraten über ein weiteres US-Konjunkturpaket, die Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahlen, die am 3. November 2020 stattfinden, sowie die Befürchtung vor einem harten Brexit. Insbesondere die neuen Lockdowns und Corona-Maßnahmen, die eine wirtschaftliche Erholung nach dem Einbruch im Frühjahr abwürgen dürften, bereiteten den Anlegern große Sorgenfalten.

Licht und Schatten gab es bei den Quartalszahlen der US-Tech-Giganten. Während Amazon, Google-Mutter Alphabet, Microsoft und Facebook positiv überraschten, enttäuschten die Zahlen der Social Media Plattform Twitter. Dagegen legten die Umsätze des iPhone-Herstellers Apple im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 63,7 Milliarden US-Dollar auf 64 Milliarden US-Dollar leicht zu. Allerdings straften die Anleger den fehlenden Ausblick für das vierte Quartal ab, welches das wichtige Weihnachtsgeschäft umfasst.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Das deutsche Aktienbarometer DAX musste in der letzten Handelswoche ordentlich Federn lassen, nachdem der Index seine 200-Tage-Durchschnittlinie (orange Linie im Chart) auf Tagesschlusskursbasis durchbrach. Begleitet wurde die Abwärtsbewegung von einer hohen Verkaufsdynamik, die den DAX unter die Marke von 11.400 Punkten drückte.

Charttechnischer Ausblick:

Bisher gelang es den DAX-Bullen nicht, eine ernsthafte Gegenbewegung in Richtung der 12.000-Punkte-Marke einzuleiten. Dafür müssten sie zuerst den Widerstand bei 11.891 Punkten aus dem Weg räumen. Schwieriger dürfte das Hindernis bei ca. 12.054 Zählern an der 200-Tage-Durchschnittslinie zu knacken sein. Hier wird es sich entscheiden, ob die Talfahrt weitergeht oder es doch noch zu einer Jahresendrally kommt. Darüber liegt eine Widerstandzone im Bereich von 12.268 Punkten und 12.461 Zählern.

Die DAX-Bären haben in der Vorwoche mächtig Gas gegeben und werden alles versuchen, einen Anstieg bis zur 200-Tage-Durchschnittslinie zu verhindern. Mit einem Schlusskurs unter 11.110 Punkten dürfte eine Jahresendrally immer unwahrscheinlicher werden. Darüber hinaus könnte dies einen schnellen Kursrutsch bis auf 10.810 Punkten zur Folge haben. Hier ist mit einer stärkeren Erholung bis mindestens 11.500 Punkten zu rechnen. Setzt sich die Abwärtsbewegung fort, liegt die nächste charttechnische Unterstützung bei 10.185 Punkten.

Unterstützungen:

1. 11.110 Punkten

2. 10.810 Punkten

3. 10.185 Punkten

Widerstände:

1. 11.891 Punkten

2. 12.054 Punkten

3. 12.268 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro hielt sich noch zu Beginn der Vorwoche über 1,18 US-Dollar und über der 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart). Nach Bruch der grünen Aufwärtstrendlinie rutschte der Euro jedoch bis auf 1,1650 US-Dollar ab.

Charttechnischer Ausblick:

Im Fall einer Fortführung der jüngsten Abwärtsbewegung könnte die Marke von 1,1587 US-Dollar der Ausgangspunkt für einen neue Aufwärtswelle in Richtung 1,20 US-Dollar bilden. Kritisch wäre ein Tagesschlusskurs unter 1,1587 US-Dollar. Dann besteht die Gefahr eines Kursrückfalls bis auf die Unterstützungszone zwischen 1,1489 US-Dollar und 1,1452 US-Dollar. Spätestens bei 1,1452 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden, da ein Wochenschlusskurs darunter möglichweise zu einer Fortführung des langfristigen Abwärtstrends des Euros zum US-Dollar führt.

Auf der Oberseite benötigt die Einheitswährung einen Tagesschlusskurs über 1,1762 US-Dollar, um sich etwas Luft vom Verkaufsruck der vergangenen Tage zu verschaffen. Schließt EUR/USD über 1,1789 US-Dollar, besteht eine gute Chance auf eine Weiterführung der seit Mai 2020 gestarteten Euro-Aufwertung, die bei Überwinden des Widerstands bei 1,1869 US-Dollar dynamisch zulegen kann.

Unterstützungen:

1. 1,1587 US-Dollar

2. 1,1489 US-Dollar

3. 1,1452 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1762 US-Dollar

2. 1,1789 US-Dollar

3. 1,1869 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Auch der vermeintlich „sichere Hafen“ Gold konnte sich den Turbulenzen an den Finanzmärkten in der vergangenen Börsenwoche nicht entziehen und fiel bis auf 1.860 US-Dollar. Dabei unterschritt der Goldpreis seine 21-Tage-Durchschnittsline (graue Linie im Chart), die noch in der Vorwoche eine gute Unterstützung bot.

Charttechnischer Ausblick:

Aus dem Tageschart ist die Ausbildung eines absteigenden Dreiecks (rot markiert) deutlich zu erkennen. Ein Schlusskurs unter 1.860 US-Dollar löst dann höchstwahrscheinlich einen größeren Kursrutsch aus mit dem ersten Ziel bei 1.825 US-Dollar. Schaffen es die Gold-Bullen nicht, in diesem Bereich eine stärkere Erholung in Richtung 1.900 US-Dollar zu starten, kann es sehr schnell auf die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart) gehen, die aktuell bei 1.768 US-Dollar verläuft. Ein Schlusskurs darunter führt möglicherweise zu einer mittelfristigen Trendumkehr.

Erobert der Goldpreis seine 21-Tage-Durschnittslinie, die bei ca. 1.900 US-Dollar verläuft, auf Tagesschlusskursbasis zurück, entspannt sich das Szenario mit dem absteigenden Dreieck ein wenig. Ein Kaufsignal würde jedoch erst durch den Bruch des Widerstands bei 1.923 US-Dollar ausgelöst mit Ziel 1.961 US-Dollar. Schließt das Edelmetall darüber, erhöht sich nach Überschreiten des Widerstands bei 1.987 US-Dollar die Wahrscheinlichkeit auf einen Anstieg bis auf 2.015 US-Dollar. Hier könnte es zu einer erneuten Konsolidierung mit einer Spanne von 60 bis 80 US-Dollar kommen. Erst ein Schlusskurs über 2.015 US-Dollar ermöglicht die Fortführung der Goldrally mit dem nächsten Ziel von 2.095 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.860 US-Dollar

2. 1.825 US-Dollar

3. 1.768 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.900 US-Dollar

2. 1.923 US-Dollar

3. 1.961 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 02.11. – 06.11.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag02.11.202009:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex Verarb. Gewerbe (Okt.)
Dienstag03.11.202001:00 UhrUSA: Präsidentschaftswahl
Dienstag03.11.202016:00 UhrUSA: Auftragseingang Industrie (Sep.)
Mittwoch04.11.202014:15 UhrUSA: ADP Beschäftigungsänderung (Okt.)
Mittwoch04.11.202016:00 UhrUSA: ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Okt.)
Mittwoch04.11.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag05.11.202013:00 UhrUK: Zinsentscheidung der BoE
Donnerstag05.11.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag05.11.202020:00 UhrUSA: Zinsentscheidung der Fed
Donnerstag05.11.202020:30 UhrUSA: Pressekonferenz der Fed
Freitag06.11.202014:30 UhrUSA: Arbeitslosenquote (Okt.)
Freitag06.11.202014:30 UhrUSA: Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (Okt.)

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen