Elbblick Börsenbrief – KW 44/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

dank der bisher gut laufenden Berichtssaison verringerten sich in den letzten Handelstagen die Sorgen der Anleger über eine Abkühlung der globalen Konjunktur und über die gestiegenen InflationsratenIm Mittelpunkt standen vor allem die Quartalszahlen der Technologie-Schwergewichte. Der Software-Riese Microsoft verdiente erstmals in einem Quartal mehr als 20 Milliarden US-Dollar und übertraf damit deutlich die AnalystenschätzungenEinmal mehr war das Cloud-Geschäft der Wachstumstreiber. Auch der Google-Mutterkonzern Alphabet legte glänzende Zahlen vor und verdoppelte im dritten Quartal nahezu seinen Gewinn und stellte darüber hinaus mit 65,12 Mrd. US-Dollar einen neuen Umsatzrekord im Quartal auf. Dagegen verfehlten die Umsatzzahlen von Amazon und Apple die Erwartungen. Chip-Engpässe und Unterbrechungen in der Lieferkette führten bei beiden Tech-Giganten zu Umsatzeinbußen. 

Im Euroraum stand am vergangenen Donnerstag die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Wie erwartet beließ die EZB den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Auch an ihrer Geldpolitik wollen die Währungshüter vorerst nichts ändern. Nach wie vor ist die EZB davon überzeugt, dass der starke Inflationsanstieg nur vorübergehend ist und die Teuerung im nächsten Jahr wieder rückläufig wirdDas wegen der Pandemie aufgelegte Anleihenkaufprogramm PEPP bleibt unverändert bei 1,85 Billionen Euro und soll bis mindestens Ende März 2022 fortgesetzt werden.  

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

*Bitte beachten Sie:

Aufgrund der späteren Winterzeitumstellung in den USA (am 7. November 2021) finden unsere Elbblick Live Webinare zur Wall Street-Eröffnung in der Kalenderwoche 44 bereits um 14:15 Uhr statt.

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Schwungvoll startete der deutsche Leitindex DAX in die vergangene Börsenwoche, scheiterte jedoch im Wochenhoch an der Widerstandszone zwischen 15.785 und 15.810 Punkten. Anschließend setzte das Kursbarometer zurück und rutschte dabei unter die Marke von 15.600 Zählern.  

Charttechnischer Ausblick:

Trotz des Kursrücksetzers unter 15.600 Punkte ist der seit Anfang Oktober begonnene Aufwärtstrend intaktUm diesen fortzusetzen, müsste der DAX den Widerstandsbereich zwischen 15.690 und 15.715 Punkten erneut überwinden. Gelingt ihm das, steht der nächste Angriff auf den Kursbereich zwischen 15.785 und 15.810 Punkten bevor. Ein Tagesschlusskurs über 15.810 Punkte wäre der Grundstein für einen Anstieg bis auf 15.930 Zähler. Davor könnte noch das Level bei 15.875 Punkten einen Widerstand darstellen. 

Auf der Unterseite bietet die Marke von 15.540 Punkten eine gute Unterstützung. Dort verläuft zudem die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie, die einen zusätzlichen Support bieten dürfte. Sollte sich die Kursschwäche darunter fortsetzten, besteht bei 15.400 Zählern ein wichtiges Auffangnetz für die DAX-Bullen, welches zusätzlich von der grauen 21-Tage-Durchschnittslinie unterstützt werden dürfte. Im Fall, dass die Gegenbewegung nur von kurzer Dauer sein sollte, besteht die Gefahr auf eine Ausdehnung der Korrektur bis auf die bedeutsame Unterstützungszone zwischen 15.270 und 15.300 Punkten. Hier dürften wieder verstärkt Käufe auftreten, da sonst ein Abdriften in Richtung des Supports bei 15.182 Punkten und der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie droht. 

Unterstützungen:

1. 15.540 Punkten

2. 15.400 Punkten

3. 15.270 Punkten

Widerstände:

1. 15.715 Punkten

2. 15.810 Punkten

3. 15.875 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro schaffte gegenüber dem US-Dollar seit Ende September wieder den Sprung über das große Hindernis bei 1,1670 US-Dollar. Allerdings reichte die Kraft nicht mehr aus, um die Hürde bei 1,17 US-Dollar zu knacken.  

Charttechnischer Ausblick:

Zumindest errangen die Euro-Bullen mit dem Sprung über 1,1670 US-Dollar einen kleinen Achtungserfolg und konnten darüber hinaus eine Unterstützung im Bereich bei 1,1582 US-Dollar aufbauen. Trotzdem gibt es für die Euro-Bullen enorm viel zu tun, um den gegenwärtigen Abwärtstrend zu stoppen. Mit einem Tagesschlusskurs über 1,1716 US-Dollar würden sie zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen und sowohl die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie als auch die rote Abwärtstrendlinie vom 1. Juni 2021 überschreiten. Die Erholungsbewegung dürfte sich dann in Richtung 1,1762 USD fortsetzen, ehe die Euro-Bären das Zepter wohl wieder in die Hand nehmen werden, um den übergeordneten Abwärtstrend fortzusetzen. Nur mittels eines Schlusskurses über 1,1822 können die Euro-Bullen endlich mal durchschnaufen und Kraft tanken für einen möglichen Anstieg in Richtung der 1,19er-Marke. 

Bislang ist die aktuell verlaufende Gegenbewegung eher als eine technische Reaktion auf die überverkaufte Situation im EUR/USD als einen möglichen Wendepunkt zu verstehenWird die frisch gebackene Unterstützungslinie bei 1,1582 US-Dollar unterschritten, rückt das sehr wichtige Support-Level bei 1,1491 US-Dollar, dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Tief vom 23. März 2020 bei 1,0635 US-Dollar und dem Jahreshoch vom 6. Januar bei 1,2349 US-Dollar, in den FokusAbhängig von der Verkaufsdynamik kann sich die Abwärtsbewegung dann durchaus bis auf 1,1452 US-Dollar ausdehnen. Kommt es hier nicht zu einer Bodenbildung und zu einer stärkeren Gegenbewegung in Richtung 1,16 US-Dollar, besteht die Gefahr einer Euro-Abwertung bis auf 1,1291 US-Dollar. 

Unterstützungen:

1. 1,1582 US-Dollar

2. 1,1491 US-Dollar

3. 1,1452 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1716 US-Dollar

2. 1,1762 US-Dollar

3. 1,1822 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Dreimal klopfte der Preis für eine Feinunze Gold in den vergangenen fünf Handelstagen an der 1.809er-Marke an. Doch die Tür in Richtung des nächsten großen Widerstands bei 1.833 US-Dollar öffnete sich nicht und so konsolidierte der Goldpreis an seiner orangen 200-Tage-Durchschnittslinie. 

Charttechnischer Ausblick:

Wie zu erwarten, stoßen die Gold-Bullen bei 1.809 US-Dollar auf Granit und sie benötigen eine größere Kraftanstrengung, um diesen Deckel endlich weg zu sprengen. Zumindest schaffen sie es aktuell, den Goldpreis über der roten Abwärtstrendlinie und in der Nähe der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie zu halten. Eine neue Kaufeuphorie könnte die Beendigung des Goldhandels über 1.815 US-Dollar entfachen. Im Anschluss wäre der Weg bis auf 1.833 US-Dollar frei, wobei hier mit einer stärkeren Gegenwehr der Gold-Bären zu rechnen ist. Nehmen die Gold-Bullen im Anschluss das Ruder wieder in die Hand, dann können sie die Kursziele 1.853 und 1.882 US-Dollar ansteuern. 

Ein Rückfall bis auf 1.778 US-Dollar wäre noch kein Beinbruch für die Gold-BullenDagegen dürften sie „not amused sein, wenn der Goldpreis sich erneut bis auf 1.760 US-Dollar verbilligen würde, denn dadurch wäre die Anstrengung der vergangenen Tage umsonst gewesen. Größer werden die Bauchschmerzen jedoch mit einem Tagesschlusskurs unter 1.752 US-Dollar. Dann ist das Bild der umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation zunehmend gefährdet und mit einem Tageschlusskurs unter 1.725 US-Dollar sogar komplett zerstört. Der daraus resultierende Abverkauf wird voraussichtlich den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar zum vierten Mal testen. Ein Unterschreiten bis auf 1.669 US-Dollar kann dabei nicht ausgeschlossen werden, bevor eine Erholungsrally gestartet wird. Spätestens bei 1.644 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden. 

Unterstützungen:

1. 1.778 US-Dollar

2. 1.760 US-Dollar

3. 1.752 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.815 US-Dollar

2. 1.833 US-Dollar

3. 1.853 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 01.11. – 05.11.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag01.11.202109:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze (Sep.)
Montag01.11.202115:00 UhrUS: ISM Einkaufsmanagerindex (Okt.)
Dienstag02.11.202110:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Okt.)
Dienstag02.11.202111:00 UhrEU: Einkaufsmanagerindex (Okt.)
Mittwoch03.11.202113:15 UhrUS: ADP Beschäftigungsänderung (Okt.)
Mittwoch03.11.202119:00 UhrUS: Fed Zinsentscheidung
Mittwoch03.11.202119:30 UhrUS: Fed Pressekonferenz
Donnerstag04.11.202113:00 UhrUK: BoE Zinsentscheidung
Donnerstag04.11.202109:00 UhrDE: Industrieproduktion (Sep.)
Freitag05.11.202112:00 UhrEU: Einzelhandelsumsätze (Sep.)
Freitag05.11.202114:30 UhrUS: Beschäftigung ex-Agrar (Okt.)
Freitag05.11.202114:30 UhrUS: Arbeitslosenquote (Okt.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen