Elbblick Börsenbrief – KW 43/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

die aktuelle Bilanzsaison und die Entwicklung der US-Renditen dominierten in den letzten Handelstagen das Geschehen an den Finanzmärkten. Bisher verlief die Berichtsperiode der Unternehmen erstaunlich gut. Die bislang veröffentlichten Gewinne lagen im Schnitt um rund 12 % über den Marktprognosen. Insbesondere die US-Banken JP Morgan und Goldman Sachs präsentierten glänzende Zahlen für das dritte Quartal. Dagegen enttäuschte der Blue Chip IBM aufgrund eines schwachen Cloud-Geschäfts einige Anleger, die die vorgelegten Zahlen mit einem Minus von fast 10 Prozent quittierten. Im Zuge von steigenden Energie- und höheren Vorproduktpreisen richten Analystenhäuser verstärkt ihren Blick auf die Gewinnspannen und auf die Kommentare zu den Inputkosten der Unternehmen. Bisher wirkten sich der Anstieg der Inflation und die Lieferkettenprobleme noch nicht auf die Unternehmensergebnisse aus. Entsprechend positiv zeigten sich in den vergangenen Tagen die US-Aktienmärkte, denn sowohl der Dow-Jones-Index als auch der breiter aufgestellte S&P-500 erreichten neue Rekordhochs.

Währenddessen sorgten vor allem die weiter steigenden Ölpreise für höhere Renditen am Rentenmarkt. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte auf über 1,7 Prozent und markierte somit ein frisches Fünfmonatshoch. Marktbeobachter begründeten den Anstieg zusätzlich mit der aktuellen Inflationsentwicklung, die weiterhin für steigende Marktzinsen spreche, und verwiesen dazu auf die US-Geldpolitik, die sich auf eine Straffung hinzubewegt.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Nach dem starken Anstieg in der Vorwoche bis auf 15.600 Zähler erlebte der deutsche Leitindex DAX in der vergangenen Börsenwoche einen eher unspektakulären Handel. Zwischen Wochenhoch und -tief lagen lediglich etwas mehr als 200 Punkte.

Charttechnischer Ausblick:

Der Rückgang der DAX-Volatilität dürfte den DAX-Bullen nach dem Anstieg über die 15.400er-Marke zugutekommen.  Zudem ist im Tageschart die Ausbildung einer Bullenflagge erkennbar, was für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung spricht. Einzig die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie begrenzt aktuell weitere Anstiegsversuche. Ihr Bruch könnte neue Kauflaune entfachen und zu einem Angriff auf die bedeutsame Widerstandszone zwischen 15.690 und 15.720 Punkten führen. Auf diesem Kursniveau dürfte die Aufwärtsbewegung dann ins Stocken geraten. Gelingt es jedoch im Zuge weiterer Anschlusskäufe diese Widerstandszone erfolgreich zu überwinden, wäre der Weg zu einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung geebnet. Dreh und Angelpunkt ist dann der Preisbereich zwischen 15.785 und 15.810 Punkten. Ein Tagesschlusskurs darüber wäre der Grundstein für einen Anstieg bis auf 15.930 Zähler.

Auf der Unterseite ist der DAX im Bereich von 15.400 Punkten gut abgesichert. Selbst eine Ausdehnung der Korrektur bis auf 15.270 Punkten wäre noch kein Beinbruch für die DAX-Bullen. Kritischer dagegen ist aber ein Schlusskurs darunter, da sich dadurch die Verkaufsdynamik bis auf 15.110 Zähler erhöhen könnte. Mit der Unterstützung der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie sollten hier wieder verstärkt Käufe auftreten. Schlagen die DAX-Bären im Anschluss wieder zurück, ist mit einer erneuten Unterschreitung der 15.000er-Marke zu rechnen. Dabei könnte die Unterstützung bei 14.974 Punkten als Schutzwall vor einem weiteren Test des 14.800er-Bereichs dienen.

Unterstützungen:

1. 15.400 Punkten

2. 15.270 Punkten

3. 15.110 Punkten

Widerstände:

1. 15.720 Punkten

2. 15.810 Punkten

3. 15.930 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro erholte sich in den letzten Handelstagen gegenüber dem US-Dollar weiter vom Jahrestief in der Vorwoche bei 1,1524 US-Dollar. Bisher stoppte der Erholungsversuch am markanten Widerstand bei 1,1669 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Trotz einiger positiver Signale wie dem Bruch der kurzfristigen schwarzen Abwärtstrendlinie und einem Tagesschlusskurs über der grauen 21-Tage-Durchschnittslinie ist der Euro noch längst nicht aus dem Schneider. Die bisherige Gegenbewegung kann eher als eine technische Reaktion auf die überverkaufte Situation im EUR/USD als einen möglichen Wendepunkt interpretiert werden. Eine gute Chance auf einen Trendwechsel gibt eventuell die sehr wichtige Unterstützung bei 1,1491 US-Dollar, dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Tief vom 23. März 2020 bei 1,0635 US-Dollar und dem Jahreshoch vom 6. Januar bei 1,2349 US-Dollar. Abhängig von der Verkaufsdynamik kann sich die Abwärtsbewegung durchaus bis auf 1,1452 US-Dollar ausdehnen. Kommt es hier nicht zu einer Bodenbildung und zu einer stärkeren Gegenbewegung in Richtung 1,16 US-Dollar, besteht die Gefahr einer Euro-Abwertung bis auf 1,1289 US-Dollar.

Schafft es der Euro dagegen die Hürde bei 1,1669 US-Dollar zu überwinden, steht bereits bei 1,1716 US-Dollar das nächste Hindernis im Weg. In der Nähe dieses Kursniveaus verlaufen zudem die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie und die rote Abwärtstrendlinie vom 1. Juni 2021, die zusätzlich für Abgabedruck sorgen kann. Gelingt den Käufern ein Anstieg über dieses Level, wäre eine Erholungsbewegung Richtung 1,1762 USD denkbar. Nur mittels eines Schlusskurses über 1,1822 können die Euro-Bullen endlich mal durchschnaufen und Kraft tanken für einen möglichen Anstieg in Richtung der 1,19er-Marke.

Unterstützungen:

1. 1,1491 US-Dollar

2. 1,1452 US-Dollar

3. 1,1289 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1716 US-Dollar

2. 1,1762 US-Dollar

3. 1,1822 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Preis für eine Feinunze Gold hat sich in den letzten Handelstagen wieder stabilisiert, nach dem das Edelmetall innerhalb von zwei Tagen von 1.800 US-Dollar bis auf 1.760 US-Dollar fiel. Dort prallte der Goldpreis an der grauen 21-Tage-Durchschnittslinie ab.  

Charttechnischer Ausblick:

Langsam, aber sich sicher erhöhen sich die Chancen auf die Entfaltung des Aufwärtspotentials aus der im Tageschart erkennbaren umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Aktuell lastet die orange 200-Tage-Durchschnittslinie sowie die rote Abwärtstrendlinie, die seit dem Hoch vom 1. Juni 2021 bei 1.916 US-Dollar gültig ist, wie eine Betonplatte auf den Goldpreis. Wird diese weggesprengt, kann es sehr schnell in Richtung 1.809 US-Dollar gehen. Gut möglich, dass dieser Widerstand durch eine dynamische Kaufeuphorie ohne große Kursrücksetzer durchbrochen wird. Im Anschluss wäre der Weg bis auf 1.833 US-Dollar frei, wobei hier mit einer stärkeren Gegenwehr der Gold-Bären zu rechnen ist. Nehmen die Gold-Bullen das Ruder wieder in die Hand, dann können sie die Kursziele 1.853 und 1.882 US-Dollar ansteuern.

Die Gold-Bullen wären sicherlich „not amused“, wenn der Goldpreis sich erneut bis auf 1.760 US-Dollar verbilligt, denn dadurch wäre die Anstrengung der vergangenen Tage umsonst gewesen. Größer werden die Bauchschmerzen jedoch mit einem Tagesschlusskurs unter 1.752 US-Dollar. Dann ist das Bild der umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation zunehmend gefährdet und mit einem Tageschlusskurs unter 1.725 US-Dollar sogar komplett zerstört. Der daraus resultierende Abverkauf wird voraussichtlich den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar zum vierten Mal testen. Ein Unterschreiten bis auf 1.669 US-Dollar kann dabei nicht ausgeschlossen werden, bevor eine Erholungsrally gestartet wird. Spätestens bei 1.644 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden.

Unterstützungen:

1. 1.760 US-Dollar

2. 1.752 US-Dollar

3. 1.725 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.809 US-Dollar

2. 1.833 US-Dollar

3. 1.853 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 25.10. – 29.10.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag25.10.202110:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex (Okt.)
Dienstag26.10.202116:00 UhrUS: CB Verbrauchervertrauen (Okt.)
Dienstag26.10.202116:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Okt.)
Mittwoch27.10.202108:00 UhrDE: GfK Konsumklimaindex (Nov.)
Mittwoch27.10.202114:30 UhrUS: Auftragseingang langlebiger Güter (Sep.)
Mittwoch27.10.202114:30 UhrUS: Warenhandelsbilanz (Sep.)
Donnerstag28.10.202109:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Okt.)
Donnerstag28.10.202111:00 UhrEU: Verbrauchervertrauen (Okt.)
Donnerstag28.10.202114:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Okt.)
Donnerstag28.10.202114:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt (Q3.2021)
Freitag29.10.202110:00 UhrDE: Bruttoinlandsprodukt (Q3.2021)
Freitag29.10.202114:30 UhrUS: PCE-Preisindex (Sep.)

Risikohinweis

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen