Elbblick Börsenbrief – KW 40/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

Lieferengpässe, steigende Energiepreise, Zinssorgen und höhere Inflation belasteten in den vergangenen Tagen die Aktienmärkte. So stieg im September die Inflation in Deutschland erstmals seit 1993 über die Marke von 4 Prozent. Dazu verteuerten sich die deutschen Einfuhrpreise um 16,5 Prozent im Vergleich zum September 2020 und verzeichneten damit die höchste Steigerungsrate seit September 1981. Damals schossen die Einfuhrpreise aufgrund der zweiten Ölkrise massiv nach oben. Der größte Preistreiber bei den Einfuhren war der Erdgaspreis. Seit August 2020 verteuerte sich dieser explosionsartig um 177,5 Prozent. 

Darüber hinaus bereitete US-Notenbankchef Jerome Powell die Finanzmärkte angesichts erhöhter Inflationsrisiken auf einen strafferen Kurs der Fed vor. Bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats zusammen mit Finanzministerin Janet Yellen sagte Powell, der Anstieg der Preise und die Materialengpässe werden der Wirtschaft länger zusetzen als gedacht und die Inflation wird erst zurückkommen, wenn die Lieferkettenschwierigkeiten beseitigt sind. Sollte sich die Inflation verfestigen, werde die Fed „sicherlich reagieren“ und ihre Werkzeuge einsetzen, betonte Powell.  

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Noch was in eigener Sache: 

Der Elbblick Börsenbrief und die Elbblick Live Webinare gehen in eine Herbstpause. Die nächste Ausgabe des Börsenbriefs erscheint am 22. Oktober 2021. Die nächsten Elbblick Live Webinare finden wie folgt statt:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Nachdem der deutsche Leitindex DAX gleich zum Handelsstart in die letzte Börsenwoche erneut an der Widerstandszone zwischen 15.693 und 15.715 Punkten scheiterte, fiel das Kursbarometer unter hohem Verkaufsdruck zum ersten Mal seit dem 19. Mai 2021 unter die Marke von 15.000 Zählern. Anschließend erholte sich der Index wieder über 15.200 Punkte.   

Charttechnischer Ausblick:

Der starke Kursrutsch beendete erstmal die Pläne der DAX-Bullen über eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung des Allzeithochs bei 16.032 Punkten. Um diesen Trend wieder aufzunehmen, benötigen sie einen Tagesschlusskurs über 15.350 Punkte. Gelingt ihnen das, befindet sich bei 15.470 die nächste Hürde auf der Oberseite. Knapp darüber verläuft aktuell die graue 21-Tage-Durchschnittslinie bei 15.535 Punkten, an der die Erholung erstmal stoppen könnte.

Solange der DAX unter 15.260 Punkten bleibt, dominieren weiterhin die DAX-Bären das Geschehen. Falls sie es schaffen, sowohl die orange 200-Tage-Durchschnittslinie als auch die charttechnische Unterstützung bei 14.974 Zählern auf Tagesschlusskursbasis zu unterschreiten, dürfte sich die Abwärtsbewegung sehr wahrscheinlich ungebremst bis auf die wichtige Unterstützungszone zwischen 14.805 und 14.745 Punkten fortsetzen. Von dort aus sollte sich der DAX in Richtung der 15.000er-Marke  erholen. Gerät die Erholung jedoch ins Stocken, muss mit Abgaben bis auf 14.590 und 14.385 Punkten gerechnet werden.

Unterstützungen:

1. 14.974 Punkten

2. 14.745 Punkten

3. 14.590 Punkten

Widerstände:

1. 15.260 Punkten

2. 15.350 Punkten

3. 15.470 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Für die Gemeinschaftswährung Euro gab es gegenüber dem US-Dollar in den letzten Handelstagen nur eine Richtung: nach Süden. Unter starkem Verkaufsdruck rutschte die Einheitswährung unter die Schwelle von 1,16 US-Dollar und markierte dadurch neue Jahrestiefs.  

Charttechnischer Ausblick:

Seit dem Bruch des bisherigen Jahrestiefs bei 1,1663 US-Dollar war der Euro nicht mehr in der Lage, einen größeren Erholungsversuch einzuleiten. Aus technischer Sicht ist EUR/USD aktuell überverkauft. Darum könnte auf dem momentanen Kursniveau durchaus eine Erholung bis auf 1,1658 US-Dollar entstehen. Hier dürften die Euro-Bären erneut zuschlagen mit dem Ziel, den Euro in Richtung der 1,15er-Marke zu drücken. Im Fall, dass sich die Erholung fortsetzt, befindet sich bei 1,1735 US-Dollar das nächste Hindernis auf der Oberseite. Spätestens im Bereich von 1,1776 US-Dollar könnte der Abwärtsdruck wieder zunehmen.

Mit Blick nach unten rückt die sehr wichtige Unterstützung bei 1,1491 US-Dollar, dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Tief vom 23. März 2020 bei 1,0635 US-Dollar und dem Jahreshoch vom 6. Januar bei 1,2349 US-Dollar, immer mehr in den Mittelpunkt. Abhängig von der Verkaufsdynamik, kann sich die Abwärtsbewegung bis auf 1,1452 US-Dollar ausdehnen. Kommt es hier nicht zu einer Bodenbildung und zu einer stärkeren Gegenbewegung in Richtung 1,16 US-Dollar, kann die Euro-Abwertung im nächsten Schritt bis auf 1,1371 US-Dollar weitergehen.

Unterstützungen:

1. 1,1491 US-Dollar

2. 1,1452 US-Dollar

3. 1,1371 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1658 US-Dollar

2. 1,1735 US-Dollar

3. 1,1776 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

In den vergangenen Handelstagen erlebte der Preis für eine Feinunze Gold eine regelrechte Achterbahnfahrt. Zunächst fiel der Goldpreis bis zur Wochenmitte auf 1.721 US-Dollar. Anschließend wurde das gelbe Edelmetall am letzten Donnerstag als „sicher Hafen“ gesucht. Daraufhin schoss der Kurs bis auf 1.764 US-Dollar.  

Charttechnischer Ausblick:

Trotz des Rücksetzers bis auf 1.721 US-Dollar besitzt Gold charttechnisch weiterhin gute Chancen auf eine neue, größere Aufwärtswelle in Richtung 1.900 US-Dollar, da sich im Tageschart möglicherweise eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausbildet. Um die Chance am Leben zu erhalten, sollte Gold den Tageshandel nicht unter 1.725 US-Dollar beenden. Weiteren Auftrieb könnte ein Schlusskurs über 1.764 US-Dollar geben. Als nächstes steht dann die Hürde bei 1.777 US-Dollar an, dessen Überwinden ein Kaufsignal mit Ziel 1.791 US-Dollar auslöst.  Knacken die Gold-Bullen auch diesen Widerstand, kann die nächste Barriere bei 1.809 US-Dollar in Angriff genommen werden. Darüber wäre der Weg bis zum großen Widerstand bei 1.833 US-Dollar frei.

Wie oben erwähnt sollten die Gold-Bullen einen Tagesschlusskurs unter 1.725 US-Dollar meiden. Gelingt ihnen das nicht, dann dürften die Gold-Bären mächtig Gas auf der Unterseite geben. Der daraus resultierende Abverkauf wird voraussichtlich den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar zum vierten Mal testen. Davor könnte der Goldpreis im Bereich von 1.705 US-Dollar eine kurzfristige Unterstützung finden, ehe die nächste Verkaufswelle das Edelmetall dann in den Unterstützungsbereich führt. Ein Unterschreiten bis auf 1.669 US-Dollar kann dabei nicht ausgeschlossen werden, bevor eine Erholungsrally gestartet wird. Spätestens bei 1.644 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden.

Unterstützungen:

1. 1.725 US-Dollar

2. 1.705 US-Dollar

3. 1.680 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.764 US-Dollar

2. 1.777 US-Dollar

3. 1.791 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 04.10. – 08.10.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag04.10.2021GanztagsChina - Nationalfeiertag (bis 7. Oktober)
Montag04.10.202116:00 UhrUS: Auftragseingang (Aug.)
Dienstag05.10.202109:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Sep.)
Dienstag05.10.202116:00 UhrUS: ISM Einkaufsmanagerindex (Sep.)
Mittwoch06.10.202109:30 UhrDE: IHS Markit (Sep.)
Mittwoch06.10.202114:15 UhrUS: ADP Beschäftigungsänderung (Sep.)
Donnerstag07.10.202108:00 UhrDE: Industrieproduktion (Aug.)
Donnerstag07.10.202108:00 UhrUK: Halifax-Hauspreisindex (Sep.)
Freitag08.10.202108:00 UhrDE: Handelsbilanz (Aug.)
Freitag08.10.202114:30 UhrUS: Beschäftigung ex-Agrar (Sep.)
Freitag08.10.202114:30 UhrUS: Arbeitslosenquote (Sep.)
Freitag08.10.202114:30 UhrUS: Durchschnittliche Stundenlöhne (Sep.)

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Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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