Elbblick Börsenbrief – KW 39/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

die Finanzmärkte standen in der vergangenen Handelswoche im Zeichen der drohenden Zahlungsunfähigkeit des größten chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande. Direkt nach Handelsstart ging es an den Aktienmärkten weltweit steil abwärts, da befürchtet wurde, dass ein Kollaps des Immobilienriesen nicht nur die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in Mitleidenschaft ziehen könnte, sondern, wie beim Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008, sich auch auf die gesamte Finanzwelt negativ auswirken kann. Im Laufe der letzten Handelstage verflüchtigten sich aber die Sorgen über einen unkontrollierten Kollaps durch Kommentare, beispielsweise von der US-Bank Goldman Sachs, die aufgrund der starken Kontrolle der chinesischen Regierung über die chinesischen Banken kein systematisches Risiko für das internationale Bankensystem sieht.

Zusätzlichen Auftrieb bekamen die Aktienmärkte zudem durch die US-Notenbank Fed. Am vergangenen Mittwoch signalisierten die Währungshüter auf ihrer turnusmäßigen Sitzung, dass sie ihre Anleihekäufe ab November allmählich drosseln werden. Zudem könnten sie die Zinsen im nächsten Jahr anheben. Jedoch gab es in diesem Zusammenhang weder einen Beschluss noch einen konkreten Zeitplan, was letztendlich an den Börsen positiv aufgenommen wurde. 

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare 

Mit unserer Webinar-Reihe Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse.  Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Mit kräftigen Verlusten startete der neu gewichtete DAX 40 in die Handelswoche und kratzte im Tief an der 15.000er-Marke. Im Anschluss führte eine starke Erholungsrally den Index bis auf knapp 15.700 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Wieder einmal nutzen die DAX-Bullen einen scharfen Kursrücksetzer als günstige Kaufgelegenheit. Dadurch kam es, ähnlich wie bei den starken Verkäufen am 4. und 19. Mai sowie am 19. Juli 2021, zu einer so genannten V-Korrektur im Tageschart. Für die Fortsetzung des mittelfristigen Aufwärtstrends benötigt das deutsche Aktienbarometer einen Tagesschluss über 15.810 Punkte. Nur dann wird ein Anstieg in Richtung des aktuellen Allzeithochs bei 16.032 Zählern wahrscheinlicher. Auf dem Weg dorthin muss der Index zuerst die Hürden bei 15.850 und 15.930 Punkten überspringen. Schwieriger wird die Überwindung des Bereichs zwischen 15.975 und 16.008 Zählern. An dieser Widerstandszone könnte sich der DAX erneut die Zähne ausbeißen. Darum sollte hier ein Kursrücksetzer bis auf 15.800 Punkten eingeplant werden. Wird die Widerstandszone dann endgültig geknackt, dürften neue Rekordhochs folgen.

Solange sich der DAX nicht mit Kursen unter 15.357 Punkten aus dem Tageshandel verabschiedet, besteht eine gute Chance auf eine Fortsetzung der dynamischen Aufwärtsbewegung in Richtung der 16.000er-Marke. Sollte der Index darunter schließen, dürfte sich die Konsolidierung bis auf die nächste Unterstützung bei 15.277 Punkten weiter ausdehnen. Nicht weit davon entfernt verläuft die grüne Aufwärtstrendlinie, die das „Corona-Tief“ vom März 2020 und das Tief vom vergangenen Montag verbindet. Unterschreitet der DAX diese, rückt erneut die 15.000er-Marke in den Fokus. Darunter dürfte die orange 200-Tage-Durchschnittslinie, die aktuell bei ca. 14.974 Zählern verläuft, einen zusätzlichen Support bieten.

Unterstützungen:

1. 15.357 Punkten

2. 15.277 Punkten

3. 14.974 Punkten

Widerstände:

1. 15.810 Punkten

2. 15.850 Punkten

3. 15.930 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Nachdem in der Vorwoche der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar den Tageshandel unter der blauen 50er-Durchschnittslinie beendete, setzte sich die Abwärtsbewegung mit Kursen unter 1,17 US-Dollar bis letzten Mittwoch fort. Die anschließende Erholung stoppte an der Widerstandslinie bei 1,1750 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Aus charttechnischer Sicht sieht das Bild im Tageschart für den Euro nicht gut aus. Alle stärkeren Erholungsversuche, wie zuletzt bis knapp über 1,19 US-Dollar, werden von den Euro-Bären zum Verkaufen genutzt. Eine erste Entspannung für die Euro-Bullen gäbe es bei einem Tagesschluss oberhalb von 1,822 US-Dollar. In dem Falle wäre ein erneuter Anlauf in Richtung der 1,19er-Marke denkbar. Dazu ein Tagesschluss über 1,1894 US-Dollar und die Chancen steigen auf eine Fortführung der Erholung bis auf 1,1964 US-Dollar, dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Hoch vom 25. Mai bei 1,2266 US-Dollar und dem Jahrestief vom 20. August bei 1,1663 US-Dollar. Hier muss höchstwahrscheinlich mit einer größeren Gegenwehr der Euro-Bären mit Mindestziel 1,19 US-Dollar gerechnet werden. Gehen die Euro-Bullen letztendlich als Sieger hervor, geht das nächste große Ringen voraussichtlich an der magischen 1,20er-Schwelle weiter. 

Der erneute Abverkauf eines größeren Erholungsversuchs dürfte den Euro-Bullen starke Kopfschmerzen bereitet haben. Positiv ist lediglich die Tatsache, dass sie bisher  neue Jahrestiefs vermeiden konnten. Sollte der EUR/USD-Kurs weiterhin unter der Widerstandslinie bei 1,1750 US-Dollar bleiben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis neue Jahrestiefs gesehen werden. In diesem Fall könnte der Euro bis auf 1,1639 US-Dollar fallen. Bei Ausdehnung der Verkaufswelle werden Kurse im Bereich von 1,1592 US-Dollar wahrscheinlicher. Findet der Euro hier keinen Boden, sollte es spätestens in der Nähe der sehr wichtigen Unterstützung bei 1,1491 US-Dollar, dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Tief vom 23. März 2020 bei 1,0635 US-Dollar und dem Jahreshoch vom 6. Januar bei 1,2349 US-Dollar, zu einer stärkeren Gegenbewegung kommen.

Unterstützungen:

1. 1,1639 US-Dollar

2. 1,1592 US-Dollar

3. 1,1491 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1822 US-Dollar

2. 1,1894 US-Dollar

3. 1,1964 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Zu Beginn der Handelswoche setzte der Preis für eine Feinunze Gold seine Erholung nach dem Kurssturz der Vorwoche fort, scheiterte jedoch im Wochenhoch innerhalb der Widerstandszone zwischen 1.782 und 1.789 US-Dollar.  In der anschließenden Konsolidierung verbilligte sich das Edelmetall bis auf 1.737 US-Dollar.  

Charttechnischer Ausblick:

Gold besitzt charttechnisch weiterhin gute Chancen, eine größere Aufwärtswelle in Richtung 1.900 US-Dollar zu starten. Voraussetzung hierfür ist die mögliche Ausbildung einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation im Tageschart. Um diese Chance zu nutzen, sollte Gold den Tageshandel nicht mehr unter 1.735 US-Dollar beenden. Ein Tagesschlusskurs über 1.789 US-Dollar wäre eine erste Bestätigung für diese Formation. Anschließend könnte die nächste Hürde bei 1.809 US-Dollar in Angriff genommen werden. Überwinden die Gold-Bullen auch dieses Hindernis, wären sie mit Hilfe einer zunehmenden Kaufdynamik in der Lage, die große Hürde bei 1.833 US-Dollar endgültig zu knacken. Dies wäre die entscheidende Bestätigung der umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit der Folge, dass die nächsten Ziele auf der Oberseite bei 1.853 und 1.882 US-Dollar angepeilt werden können.

Wie oben erwähnt sollten die Gold-Bullen einen Tagesschlusskurs unter 1.735 US-Dollar meiden. Gelingt ihnen das nicht, dann dürften die Gold-Bären kräftig auf das „Verkaufs-Gaspedal“ treten. Die daraus resultierende Abwärtsbewegung wird dann voraussichtlich den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar zum vierten Mal ansteuern. Ein Unterschreiten bis auf 1.669 US-Dollar sollte dabei eingeplant werden, bevor eine Gegenbewegung einsetzt. Spätestens bei 1.644 US-Dollar muss mit einer stärkeren Erholung gerechnet werden.

Unterstützungen:

1. 1.735 US-Dollar

2. 1.680 US-Dollar

3. 1.669 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.789 US-Dollar

2. 1.809 US-Dollar

3. 1.833 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 27.09. – 01.10.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag27.09.202114:30 UhrUS: Auftragseingang langlebige Güter (Aug.)
Dienstag28.09.202108:00 UhrDE: GfK Konsumklima (Okt.)
Dienstag28.09.202114:30 UhrUS: Warenhandelsbilanz (Aug.)
Dienstag28.09.202116:00 UhrUS: CB Verbrauchervertrauen (Sep.)
Mittwoch29.09.202108:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze (Aug.)
Mittwoch29.09.202116:00 UhrUS: Schwebende Hausverkäufe (Aug.)
Mittwoch29.09.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag30.09.202109:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Sep.)
Donnerstag30.09.202114:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Sep.)
Donnerstag30.09.202114:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt (Q2.2021)
Freitag01.10.202114:30 UhrDE: PCE Preisindex (Aug.)
Freitag01.10.202116:00 UhrUS: ISM Einkaufsmanagerindex (Sep.)

Risikohinweis

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen