Elbblick Börsenbrief – KW 38/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

die jüngsten US-Inflationsdaten bestätigen immer mehr die Meinung des US-Notenbankchefs Jerome Powell, dass die gestiegene Inflation in den Vereinigten Staaten lediglich ein vorübergehendes Phänomen ist. Denn im Vergleich zum Monat Juli sank im August die US-Jahresinflationsrate leicht von 5,4 Prozent auf 5,3 Prozent, was im Rahmen der Erwartungen lag. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im August um 0,3 Prozent. Volkswirte rechneten mit einem Anstieg von 0,4 Prozent. Am kommenden Mittwoch steht die wichtige Sitzung der US-Notenbank Fed an. Möglicherweise wird die Fed konkrete Informationen über eine Reduzierung der Anleihekäufe (Tapering) bekanntgeben.

In den vergangenen Tagen blickten die Börsianer mit wachsender Sorge in Richtung China. Dort droht die Insolvenz des größten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande. Das Unternehmen ist mit über 300 Milliarden US-Dollar verschuldet, was rund 2 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Erste Subunternehmen, die Arbeiten an Baustellen ausgeführt haben, werden offenbar nicht mehr bezahlt und dazu läuft nächste Woche eine wichtige Zahlungsfrist bei den kreditgebenden Banken ab. Chinas Banken sind zu 90 Prozent am Schuldberg beteiligt. Dies könnte eine Finanzkrise in China auslösen, die sich schlimmstenfalls global ausbreiten kann. Demnach sind ähnliche Folgen wie beim Zusammenbruch der US-Investmentbanker Lehman Brothers im Jahr 2008 bei einer unkontrollierten Insolvenz von Evergrande nicht auszuschließen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare 

Mit unserer Webinar-Reihe Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse.  Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Nach einem starken Wochenstart war der deutsche Leitindex DAX nicht mehr in der Lage, den positiven Trend in den darauffolgenden Tagen fortzusetzen. Erst zum Schluss der Woche kamen neue Käufe rein. Allerding scheiterte der DAX bei knapp an der Marke von 15.800 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Bisher gelang es dem deutschen Aktienbarometer nicht, den Tageshandel über 15.810 Punkten zu beenden. Nur dann steigen die Chancen auf einen Anstieg in Richtung des aktuellen Allzeithochs bei 16.032 Zählern. Auf dem Weg dorthin muss der Index zuerst die Hürden bei 15.850 und 15.930 Punkten überspringen. Schwieriger wird die Überwindung des Bereichs zwischen 15.975 und 16.008 Zählern. An dieser Widerstandszone könnte sich der DAX erneut die Zähne ausbeißen. Darum sollte hier ein Kursrücksetzer bis auf 15.800 Punkten eingeplant werden. Wird die Widerstandszone endgültig geknackt, dann dürften neue Rekordhochs zeitnah folgen.

Bis es dazu kommt, könnte die Geduld bei den DAX-Bullen noch ordentlich strapaziert werden. Denn ein erneuter Test der Unterstützungszone zwischen 15.596 und 15.622 Punkten ist nicht auszuschließen und führt sehr wahrscheinlich zur Fortsetzung der aktuellen Seitwärtsphase. Schließt der DAX auf Tagesbasis unter 15.548 Punkten, kann sich der Abgabedruck erhöhen mit der Folge eines Kursrückgangs bis auf 15.422 Punkten. In diesem Bereich sollte eine erste Erholungstendenz zu sehen sein. Falls nicht, besteht die Gefahr der Ausdehnung der Abwärtswelle bis auf das Unterstützungsband zwischen 15.346 und 15.292 Punkten. Von hier aus dürfte eine stärkere Gegenbewegung in Richtung 15.600 Punkte gestartet werden. Setzt sich danach die Verkaufswelle fort, müssen Kurse bis auf 15.044 Punkten einkalkuliert werden.

Unterstützungen:

1. 15.548 Punkten

2. 15.422 Punkten

3. 15.346 Punkten

Widerstände:

1. 15.810 Punkten

2. 15.850 Punkten

3. 15.930 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Zunächst sah es so aus, als halte sich die europäische Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar über der blauen 50-Tage-Durchschnittslinie, um im nächsten Schritt einen neuen Versuch in Richtung der 1,19er Marke zu starten. Doch am vergangenen Donnerstag rutschte der EUR/USD-Kurs mit einem Tageschluss unter die 50er-Durchschnittslinie.

Charttechnischer Ausblick:

Für die Euro-Bullen war der Kursrücksetzer definitiv nicht schön, aber zumindest stoppte dieser, aus ihrer Sicht positiv, knapp oberhalb der Unterstützung bei 1,1748 US-Dollar. Frischen Rückenwind würden sie mit einem Tagesschlusskurs über 1,1850 US-Dollar bekommen. Noch besser wäre die Beendigung des Tageshandels über 1,1894 US-Dollar. Dies erhöht die Chance auf eine Fortführung der Erholung bis auf 1,1964 US-Dollar, dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Hoch am 25. Mai bei 1,2266 US-Dollar und dem Jahrestief am 20. August bei 1,1663 US-Dollar. Mit einer größeren Gegenwehr der Euro-Bären mit Mindestziel 1,19 US-Dollar muss hier definitiv gerechnet werden. Gehen die Euro-Bullen letztendlich als Sieger hervor, geht das nächste große Ringen voraussichtlich im Bereich der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie, die aktuell bei 1,1990 US-Dollar verläuft, und der 1,20er Marke weiter.

Dagegen steigert ein Tageschluss unter 1,1748 US-Dollar den Appetit der Euro-Bären. Bevor es zu einem Abverkauf in Richtung des bisherigen Jahrestiefs bei 1,1663 US-Dollar kommt, könnte der Bereich von 1,1705 US-Dollar eine entscheidende Unterstützung bieten. Sollte der EUR/USD-Kurs hier keinen Boden finden, dürfte die Euro-Abwertung mit neuen Jahrestiefs weitergehen und das nächste Ziel auf der Unterseite bei 1,1639 US-Dollar ansteuern.

Unterstützungen:

1. 1,1748 US-Dollar

2. 1,1705 US-Dollar

3. 1,1639 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1850 US-Dollar

2. 1,1894 US-Dollar

3. 1,1964 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Preis für eine Feinunze Gold verteidigte zum Wochenstart zunächst die Unterstützung bei 1.782 US-Dollar, scheiterte aber auf der Oberseite an der Widerstandsmarke bei 1.809 US-Dollar und an der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie. Anschließend setzte das Edelmetall heftig bis auf 1.745 US-Dollar zurück und durchbrach dabei mühelos sämtliche Unterstützungslinien.  

Charttechnischer Ausblick:

Trotz des starken Abverkaufs am letzten Donnerstag besitzt Gold charttechnisch immer noch Chancen auf eine neue, größere Aufwärtswelle in Richtung 1.900 US-Dollar, da sich im Tageschart möglicherweise eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausbildet. Damit diese Chance erhalten bleibt, sollte Gold den Tageshandel nicht unter 1.735 US-Dollar beenden. Auf der Oberseite muss die Widerstandszone zwischen 1.782 und 1.789 US-Dollar am besten per Tageschluss überwunden werden. Prallt das Edelmetall an der Widerstandszone ab, sollten Gegenbewegungen bis auf 1.750 US-Dollar eingeplant werden. Startet anschließend die nächste Aufwärtsbewegung, rückt erneut der Widerstand bei 1.809 US-Dollar in den Fokus. Überwinden die Gold-Bullen dieses Hindernis, könnte sich die Kaufdynamik deutlich beschleunigen. Dadurch wären sie in der Lage, die große Hürde bei 1.833 US-Dollar endgültig zu knacken, um im Anschluss die nächsten Ziele bei 1.853 und 1.882 US-Dollar anzupeilen.  

Wie oben erwähnt sollten die Gold-Bullen einen Tagesschlusskurs unter 1.735 US-Dollar meiden. Gelingt ihnen das nicht, dann dürften die Gold-Bären kräftig auf den Verkaufsschalter drücken. Der Abverkauf wird voraussichtlich den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar zum vierten Mal testen. Ein Unterschreiten bis auf 1.669 US-Dollar kann dabei nicht ausgeschlossen werden, bevor eine Erholungsrally gestartet wird. Spätestens bei 1.644 US-Dollar muss mit einer stärkeren Gegenbewegung gerechnet werden.

Unterstützungen:

1. 1.735 US-Dollar

2. 1.680 US-Dollar

3. 1.669 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.782 US-Dollar

2. 1.809 US-Dollar

3. 1.833 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 20.09. – 24.09.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag20.09.202108:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Aug.)
Dienstag21.09.202114:30 UhrUS: Baugenehmigungen (Aug.)
Dienstag21.09.202114:30 UhrUS: Leistungsbilanz (Q2.2021)
Dienstag21.09.202114:30 UhrUS: Wohnbaubeginne (Aug.)
Mittwoch22.09.202116:00 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Aug.)
Mittwoch22.09.202120:00 UhrUS: Fed-Zinsentscheid
Mittwoch22.09.202120:30 UhrUS: Fed Pressekonferenz
Donnerstag23.09.202109:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Sep.)
Donnerstag23.09.202113:00 UhrUK: BoE Zinsentscheidung
Donnerstag23.09.202115:45 UhrUS: Einkaufsmanagerindex (Aug.)
Freitag24.09.202110:00 UhrDE: Ifo-Geschäftsklimaindex (Sep.)
Freitag24.09.202116:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Aug.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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