Elbblick Börsenbrief – KW 37/2021

Share on facebook
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on twitter

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

mit Spannung wurde am vergangenen Donnerstag der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und die anschließende Pressekonferenz der EZBPräsidentin Christine Lagarde verfolgt, um konkrete Hinweise über ein Ende bzw. eine Reduzierung der Anleihekäufe (Tapering) im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programmezu erhalten. In der Pressekonferenz machte Lagarde mit den Worten „The lady isn’t tapering“ klar und deutlich, dass eine stärkere Straffung der Geldpolitik in der aktuellen Situation nicht in Frage kommt. Jedoch beschloss der EZB-Rat einstimmig, die Anleihekäufe im vierten Quartal in einem „moderat niedrigeren Tempo“ durchzuführenDie EZB-Präsidentin begründete die Entscheidung damit, dass der „zunehmend fortgeschrittene“ Aufschwung der Wirtschaft auch mit weniger geldpolitischer Hilfe aufrechterhalten werden könne. 

Im Gegensatz zum Euroraum verdichten sich in den USA die Hinweise auf eine baldige Normalisierung der Geldpolitik. James Bullard, Präsident der Federal Reserve of St. Louisrechnet noch in diesem Jahr mit dem Zurückfahren der monatlichen Anleihekäufe in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar. Er begründete seine Aussage mit dem hohen Bedarf an Arbeitskräften und dass es mehr offene Stellen als Arbeitslose gibt.  

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare 

Mit unserer Webinar-Reihe Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse.  Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.  

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX legte in der vergangenen Woche den Rückwärtsgang ein und fiel bis auf 15.452 Punkte – dem tiefsten Stand seit Ende Juli. Dabei durchbrach der Index die grüne Aufwärtstrendlinie, die seit dem „Corona-Tief“ im März 2020 gültig war, ehe die anschließende Erholung zu einem Anstieg über die Marke von 15.700 Zählern führte 

Charttechnischer Ausblick:

Solche scharfe Kursrücksetzer, wie am vergangenen Mittwoch und Donnerstag geschehen, sind nichts Untypisches für das deutsche Aktienbarometer. Insbesondere während der Ausbildung einer Seitwärtsbewegung muss mit derartigen schnellen Kursverläufen gerechnet werden. Nun könnte der Blick in den kommenden Handelstagen wieder nach oben gerichtet seinMit einem Tagesschluss über die Widerstandszone zwischen 15.693 und 15.715 Punkten wäre ein erster Schritt getan. Entscheidend wird aber der Bereich bei 15.810 Zählern. Beendet der DAX den Tageshandel darüber, steigen die Chancen auf ein neues Rekordhoch. Allerdings muss der deutsche Aktienindex davor die Hürde bei 15.930 Punkten und die Widerstandszone zwischen 15.975 und 16.000 Zählern aus dem Weg räumen. 

Komplizierter wird die Lage im DAX-Tageschart, falls der Index nicht über 15.715 schließt. Dann besteht die Gefahr einer weiteren Abwärtswelle mit Ziel des Unterstützungsbands zwischen 15.346 und 15.292 Punkten. Von hier aus dürfte eine stärkere Gegenbewegung in Richtung 15.600 Punkte gestartet werden. Setzt sich danach die Verkaufswelle fort, müssen Kurse bis auf 15.044 Punkten eingeplant werden.  

Unterstützungen:

1. 15.346 Punkten

2. 15.292 Punkten

3. 15.044 Punkten

Widerstände:

1. 15.715 Punkten

2. 15.810 Punkten

3. 15.930 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Eine erste stärkere Korrektur nach dem eindrucksvollen Anstieg seit dem 20. August musste in der letzten Handelswoche die europäische Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar hinnehmen. Der bisherige Trendkanal (im Tageschart grün eingezeichnet) wurde dabei unterschritten.  

Charttechnischer Ausblick:

Bisher endete die Korrektur an der blauen 50-Tage-Durchschnittslinie, die im weiteren Verlauf erneut einen Support bieten kann. Eine Beendigung des Tageshandels über 1,1894 US-Dollar erhöht die Chance auf eine Fortführung der Erholung bis auf 1,1964 US-Dollar, dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Hoch am 25. Mai bei 1,2266 US-Dollar und dem Jahrestief am 20. August bei 1,1663 US-Dollar. Mit einer größeren Gegenwehr der Euro-Bären mit Mindestziel 1,19 US-Dollar muss hier definitiv gerechnet werden. Gehen die Euro-Bullen letztendlich als Sieger hervor, geht das nächste große Ringen voraussichtlich an der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie weiter, die aktuell bei 1,1998 US-Dollar verläuft. 

Im Fall einer Fortsetzung der Korrektur befindet sich bei 1,1786 US-Dollar die nächste Unterstützung, von wo aus wahrscheinlich eine neue Aufwärtsbewegung in Richtung 1,19 US-Dollar gestartet wird. Bei Bruch dieser Unterstützung rücken die Werte 1,1748 US-Dollar und 1,1705 US-Dollar in den Fokus. Sollte der EUR/USD-Kurs hier keinen Boden finden, dürfte die Euro-Abwertung weitergehen mit dem nächsten Ziel bei 1.1639 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1,1786 US-Dollar

2. 1,1748 US-Dollar

3. 1,1705 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1894 US-Dollar

2. 1,1964 US-Dollar

3. 1,1998 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Start in die Handelswoche sah für das gelbe Edelmetall Gold zunächst verheißungsvoll aus, nachdem sich der Kurs nahe dem großen Widerstand bei 1.833 US-Dollar aufhielt. Doch einen Tag später kam die kalte Dusche und der Goldpreis rutschte bis auf 1.782 US-Dollar ab.  

Charttechnischer Ausblick:

Aus Sicht der Charttechnik verlief der Kursrücksetzer vom Widerstand bei 1.833 US-Dollar im normalen Rahmen.  Ein Schlusskurs über 1.809 US-Dollar auf Tagesbasis unterstützt den nächsten Angriff auf die große Hürde bei 1.833 US-Dollar. Schaffen die Gold-Bullen einen Tagesschluss darüber, befindet sich bei 1.853 US-Dollar das nächste Hindernis auf dem Weg zur 1.900er-Marke. Von hier aus könnte zunächst der Bereich von 1.833 US-Dollar getestet werden. Prallt der Goldpreis hier ab, besitzt die nächste Aufwärtswelle das Potential für einen Anstieg bis auf 1.882 US-Dollar.  

Auf der Unterseite ist der Goldpreis durch das Unterstützungsband zwischen 1.775 und 1.768 US-Dollar gut abgesichert. Wird dieses Band jedoch unterschritten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit deutlich auf eine Fortsetzung des mittelfristigen Abwärtstrends. Falls im Bereich von 1.750 US-Dollar keine stärkere Gegenbewegung gestartet wird, die sogar das Potential einer neuen Aufwärtswelle in Richtung der 1.900er-Marke besitzen kannund unterschreitet dazu der Goldpreis die Unterstützung bei 1.735 US-Dollar, dann dürfte das Edelmetall seinen wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar zum vierten Mal ansteuern.  

Unterstützungen:

1. 1.775 US-Dollar

2. 1.768 US-Dollar

3. 1.750 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.809 US-Dollar

2. 1.833 US-Dollar

3. 1.853 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 13.09. – 17.09.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag13.09.202108:00 UhrDE: Großhandelspreisindex (Aug.)
Montag13.09.202113:00 UhrOPEC-Monatsbericht
Dienstag14.09.202108:00 UhrUK: Arbeitslosenquote (Aug.)
Dienstag14.09.202114:30 UhrUS: Verbraucherpreisindex (Aug.)
Mittwoch15.09.202108:00 UhrUK: Verbraucherpreisindex (Aug.)
Mittwoch15.09.202114:30 UhrUS: Export-/Importpreisindex (Aug.)
Mittwoch15.09.202115:15 UhrUS: Industrieproduktion (Aug.)
Donnerstag16.09.202114:30 UhrUS: Einzelhandelsumsätze (Aug.)
Donnerstag16.09.202114:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag16.09.202116:00 UhrUS: Lagebestände (Aug.)
Freitag17.09.202110:00 UhrEU: Leistungsbilanz (Jul.)
Freitag17.09.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Aug.)

Risikohinweis

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers Ltd. bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unsere Risikohinweise und unsere AGBs.

Haftungsausschluss
GBE brokers Ltd. gibt keine Anlageempfehlungen und übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit aller dargestellten Informationen. Darüber hinaus handelt es sich nicht um eine Handelsempfehlung und GBE brokers Ltd. haftet nicht für direkte oder indirekte Verluste, die aus den dargestellten Informationen resultieren.
Handeln Sie verantwortungsbewusst: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 77,64% der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld, wenn Sie CFDs bei diesem Anbieter handeln. Sie sollten abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Jetzt teilen und bewerten

Share on facebook
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on twitter

Artikelsuche

Wonach suchen Sie?

Populäre Artikel

Electronic Arts erhöht Prognose

Das Unterhaltungssoftware-Unternehmen Electronic Arts, bekannt für seine Fifa- und Star Wars-Videospiele, hebt seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Die Begründung dafür findet sich in dem am 30. September beendeten Quartal,

Mehr »

Instagram, Facebook und WhatsApp offline!

Gestern waren neben der Plattform des Online-Netzwerks auch die zum Facebook-Konzern gehörenden Dienste WhatsApp und Instagram über sechs Stunden lang nicht erreichbar. Ein ungewöhnlich langer Totalausfall, der am Montag Milliarden

Mehr »

Chip-Krise verdirbt Apple die Quartalszahlen

Die weltweiten Lieferengpässe haben Apples Geschäft im letzten Quartal des Jahres verdorben. Die Engpässe in der Lieferkette und Corona-Ausfälle in der Produktion hätten den Umsatz um rund sechs Milliarden Dollar

Mehr »
 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen