Elbblick Börsenbrief – KW 33/2022

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

für ein kräftiges Kursplus an den Aktienmärkten, insbesondere im Technologiesektor, sorgten zur Wochenmitte die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise für den Monat Juli. Diese haben sich im Vergleich zum Vormonat nicht erhöht und lagen auf Jahressicht mit 8,5 Prozent unter den Erwartungen von 8,7 Prozent. Bei den Anlegern wiederum weckten die Zahlen zugleich die Hoffnung, dass die Inflation in den USA möglicherweise ihren Höhepunkt erreicht hat und dass die US-Notenbank Fed im September den Leitzins um lediglich 50 statt 75 Basispunkte erhöhen wird. Auch der Präsident der Chicagoer Fed, Charles Evan, rechnet aufgrund der jüngsten Inflationsdaten in den kommenden Monaten mit geringeren Zinserhöhungen. Allerdings wird seiner Meinung nach die Fed die Leitzinsen bis Jahresende und bis ins nächste Jahr hinein weiter anheben, um das Inflationsziel von 2 Prozent zu erreichen.

Einen Tag später trugen die US-Erzeugerpreise ebenfalls zur Entspannung an der Inflationsfront bei. Im Juli sanken die Preise der Produzenten überraschend um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Erwartet wurde ein Anstieg von 0,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Erzeugerpreise um 9,8 Prozent. Hier prognostizierten die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen einen Anstieg von 10,4 Prozent, nach 11,3 Prozent im Juni.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE40) Tageschart DE40:

Rückblick:

Nach einem zähen Auftakt in die vergangene Handelswoche startete der deutsche Leitindex DAX zur Wochenmitte den nächsten Versuch, die Hürde bei 13.800 Punkten zu überschreiten. Doch wie in der Vorwoche scheiterte der Index an dieser Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Die aktuelle Konsolidierung oberhalb von 13.400 Zählern und unterhalb von 13.800 Punkten verhilft dem DAX, die überkaufte Situation, insbesondere in den Stundencharts, abzubauen. Darüber hinaus tanken die DAX-Bullen dadurch möglicherweise neue Kräfte, die sie für den Push über die beiden Retracement-Levels, dem 61,8%-Retracement bei 13.820 Zählern der Abwärtsbewegung vom Hoch am 6. Juni (14.711 Punkten) bis zum Jahrestief am 5. Juli (12.385 Punkten) und insbesondere dem 38,2%-Retracement des Abschnitts Allzeithoch (16.300 Punkten) und Jahrestief (12.385 Punkten) bei 13.880 Zählern, dringend benötigen. Sollten diese Hindernisse mit energischer Bullen-Power weggeräumt werden, besteht im Anschluss die Chance auf einen Anstieg bis zur roten Abwärtstrendlinie, die seit dem Jahreshoch bei 16.288 Punkten gültig ist und gegenwärtig bei ca. 13.980 Zählern verläuft. Spätestens an der Widerstandszone zwischen 14.030 und 14.130 Punkten wird die Höhenluft für die DAX-Bullen immer dünner, so dass ein Rücksetzer zum Testen neuer Unterstützungen im 13.000er-Bereich keine Überraschung darstellen sollte. Leisten die neuen Supports aber eine gute Abwehrarbeit und kommt es im Anschluss zu einer neuen Aufwärtswelle, besitzt diese das Potential, die 50%-Schwelle der Abwärtsbewegung vom Rekordhoch zum Jahrestief bei 14.345 Zählern zu erreichen.

Mit Blick in die andere Richtung rückt die graue 21-Tage-Linie immer näher an das gegenwärtige Kursgeschehen heran und verstärkt aktuell die horizontale Unterstützung bei 13.400 Punkten. Dagegen entfernt sich die blaue 50-Tage-Linie immer mehr von den aktuellen Kursen, erhöht aber dadurch das Fundament im Bereich von 13.255 Zählern. Nur durch einen Tagesschluss unter 13.090 Punkten würde das Bild im Tageschart zunehmend wackeliger werden. In diesem Fall würden die beiden horizontalen Unterstützungen bei 12.940 und 12.800 Punkten in den Vordergrund rücken, von wo aus der Beginn einer neuen Aufwärtswelle denkbar wäre. Sollte der Index den Tageshandel jedoch unter 12.600 Punkten beenden, dürften im Bullenlager langsam, aber sicher die Lichter ausgehen und die ganze Arbeit der letzten Handelstage könnte somit für die Katz gewesen sein. Dies sollte die Bären-Gemeinde beflügeln, so dass die Ausbildung eines neuen Jahrestiefs im Bereich von 12.243 Zählern, dem 50%-Fibonacci-Retracement des Anstiegs vom März-Tief 2020 (8.187 Punkte) bis zum Allzeithoch (16.300 Punkte) die logische Konsequent wäre.

Unterstützungen:

1. 13.400 Punkten

2. 13.255 Punkten

3. 13.090 Punkten

Widerstände:

1. 13.820 / 13.880 Punkten

2. 14.030 / 14.130 Punkten

3. 14.345 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die europäische Gemeinschaftswährung Euro hat es am vergangenen Mittwoch nach mehreren gescheiterten Versuchen endlich geschafft, das Hindernis bei 1,0280 US-Dollar zu überspringen. Weit gesprungen ist der Euro allerdings nicht, da die Widerstandszone zwischen 1,0350 und 1,0370 US-Dollar ihrem Namen alle Ehre machte.

Charttechnischer Ausblick:

Es war zu erwarten, dass die Einheitswährung Probleme in dieser Zone bekommt und nicht gleich im ersten Ausbruchversuch es schafft, die Erholung vom Jahrestief bei 0,9952 US-Dollar darüber fortzusetzen. Denn nicht nur die beiden horizontalen Widerstände bei 1,0350 und 1,0370 US-Dollar zeigen hier ihre Abwehrkräfte, sondern auch die rote Abwärtstrendlinie, die seit dem Jahreshoch vom 10. Februar bei 1,1495 US-Dollar gültig ist, verläuft in diesem Bereich entlang. Zudem übt die blaue 50-Tage-Linie weiterhin ordentlich viel Druck auf das Währungspaar aus. Sollte aber der Befreiungsschlag über alle Hindernisse gelingen, steht einer Fortführung der Erholungsbewegung bis zu den nächsten Hürden bei 1,0485 und 1,0550 US-Dollar nichts mehr im Wege. Aber nur oberhalb von 1,0642 US-Dollar kommt es zu einer deutlichen Entspannung im Tageschart.

Auf der Unterseite bot in den letzten Handelstagen die graue 21-Tage-Linie einen guten Schutz gegen weiter fallende Eurokurse. Darum wäre es nicht überraschend, wenn der Euro diese Linie, die aktuell bei 1,0208 US-Dollar tendiert, erneut nutzt, um von dort aus genügend Anlauf für den Sprung über 1,0370 US-Dollar zu nehmen. Weitere Anlaufstellen wären an den Fibonacci-Retracements der Erholungsbewegung vom Jahrestief bei 1,0160 US-Dollar (50%-Retracement) und 1,0111 US-Dollar (61,8%-Retracement) denkbar. Rutscht dagegen der Euro unter 1,0070, dann kommt es höchstwahrscheinlich zu einem erneuten Abgleiten unter die Parität mit Ziel 0,9870 US-Dollar. Startet von hier aus keine größere Erholungsbewegung, dürften die Käufer den nächsten Versuch an den Tiefs vom August 2002 bei 0,9687 US-Dollar und vom September 2020 bei 0.9608 US-Dollar unternehmen. Spätestens im Bereich des Hochs vom Januar 2020 bei 0,9596 US-Dollar sollte eine stärkere Gegenbewegung in Richtung der Parität starten.

Unterstützungen:

1. 1,0208 US-Dollar

2. 1,0111 / 1,0160 US-Dollar

3. 1,0070 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0370 US-Dollar

2. 1,0485 / 1,0550 US-Dollar

3. 1,0642 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Auch in der Vorwoche setzte das Edelmetall Gold seinen seit dem Jahrestief bei 1.680 US-Dollar gestarteten Aufwärtstrend fort und notierte erstmals seit über einem Monat wieder über der Marke von 1.800 US-Dollar. Anschließend konsolidierte der Goldpreis oberhalb der blauen 50-Tage-Linie.

Charttechnischer Ausblick:

So schnell werden ehemalige Widerstände zu neuen Unterstützungen! Noch in der Woche davor blockierte die 50-Tage-Linie weitere Anstiegsversuche.  Doch in den letzten Handelstagen hat sich das Blatt gewendet und der gleitende 50-Tage-Durchschnitt wird möglicherweise nun zum Sprungbrett für höhere Notierungen. Als Nächstes steht die Überwindung des horizontalen Widerstands bei 1.815 US-Dollar auf der Wunschliste der Gold-Bullen. Darüber befindet sich bei 1.829 US-Dollar das 38,2%-Retracement der Abwärtsbewegung vom Jahreshoch (2.070 US-Dollar) zum Jahrestief. Sehr spannend wird es höchstwahrscheinlich im Bereich von 1.840 US-Dollar. Dort liegt das 50%-Fibonacci-Retracement der Strecke Tageshoch vom 18. April (1.998 US-Dollar) zum Jahrestief und dazu schlängelt sich knapp darüber die orange 200-Tage-Linie entlang. Genügend Argumente für die Gold-Bären, um von hier aus kräftiger auf den Verkaufsknopf zu drücken.

Bis zur Unterstützung bei 1.772 US-Dollar besitzen die Gold-Bullen noch die stärkeren Argumente. Diese schwächen sich jedoch an den nächsten Supports bei 1.759 und 1744 US-Dollar immer mehr ab. Bei Kursen unterhalb von 1.729 US-Dollar dürften die Alarmglocken bei den Gold-Bullen anfangen zu läuten. Zwar könnten sie im Bereich von 1.697 und 1.710 US-Dollar zu einer größeren Gegenwehr ausholen. Ob dieser ausreicht, um eine weitere Prüfung der signifikanten Unterstützungszone zwischen 1.676 und 1.680 US-Dollar zu verhindern, bleibt aber fraglich. Sollte diese erneut getestet werden, muss im Fall eines Bruchs mit einem dynamischen Abverkauf gerechnet werden, der das Potential besitzt, das 50%-Retracement zwischen Tief vom August 2018 (1.159 US-Dollar) und Rekordhoch vom August 2020 (2.075 US-Dollar) bei 1.617 US-Dollar in Windeseile zu testen. Erholungsversuche würden sich davor an den horizontalen Unterstützungslinien bei 1.659 und bei 1.645 US-Dollar anbieten.

Unterstützungen:

1. 1.772  US-Dollar

2. 1.744 / 1.759 US-Dollar

3. 1.710 / 1.729 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.815 US-Dollar

2. 1.829 US-Dollar

3. 1.840 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 15.08. – 19.08.2022

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag15.08.202208:00 UhrDE: Großhandelspreisindex(Jul.)
Montag15.08.202214:30 UhrUS: NY Empire State Herstellungsindex (Aug.)
Dienstag16.08.202211:00 UhrDE: ZEW-Konjunkturerwartungen (Aug.)
Dienstag16.08.202214:30 UhrUS: Baugenehmigungen (Jul.)
Dienstag16.08.202215:15 UhrUS: Kapazitätsauslastung (Jul.)
Mittwoch17.08.202214:30 UhrUS: Einzelhandelsumsatz (Jul.)
Mittwoch17.08.202214:30 UhrUS: Lagerbestände (Jun.)
Donnerstag18.08.202211:00 UhrEU: Verbraucherpreise (Jul.)
Donnerstag18.08.202216:00 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Jul.)
Freitag19.08.202208:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Jul.)
Freitag 19.08.202211:00 Uhr EU: Leistungsbilanz (Jun.)

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Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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