Elbblick Börsenbrief
KW 31/2020

Liebe GBE-Trader,

im Mittelpunkt der vergangenen Woche stand die Einigung der Europäischen Union (EU) auf ein 1,8 Billionen großes Konjunktur- und Haushaltspaket, wovon 750 Milliarden Euro als Unterstützung für die von der Covid-19-Pandemie besonders hart getroffenen EU-Länder vorgesehen sind. Einige Marktanalysten sprachen von einem wichtigen Moment in der Geschichte der Europäischen Union. Allerdings müssen das EU-Parlament und auch die nationalen Parlamente dem Kompromiss noch zustimmen, bevor dieser in Kraft tritt und die EU-Länder Gelder erhalten, was sich unter Umständen noch einige Wochen, wenn nicht sogar Monate, hinziehen kann.

Im Gegensatz zu Europa verbreitet sich die Corona-Pandemie in den USA weiterhin unkontrolliert aus. Dies könnte schwere wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen für das Land der Freiheit haben. Immer mehr Anleger realisieren diese Gefahr und flüchten aus dem Dollarraum. Davon profitieren in der letzten Handelswoche vor allem Edelmetalle wie Gold oder Silber, aber auch Währungen wie Euro und Schweizer Franken.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Gleich zu Wochenbeginn knackte der deutsche Leitindex DAX die 13.000 Punkte-Marke und stieg im Wochenhoch bis auf 13.315 Punkte. Allerdings rutschte der DAX zum Ende der Handelswoche wieder unter 13.000 Zähler.

Charttechnischer Ausblick:

Aufgrund des Rücksetzers vom Wochenhoch rücken jetzt wichtige charttechnische Unterstützungen in den Fokus. Dabei liegt der erste wichtige Support bei 12.677 Punkten. Dort verlaufen die seit Mitte März 2020 gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) und gleichzeitig die 21-Tage-Durchschnittslinie (graue Linie im Chart). Im Bereich 12.177 Punkte und 12.267 Punkte befinden sich aktuell sowohl die 50- (blaue Linie im Chart) als auch die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart), die als Unterstützungen einen DAX-Anstieg in Richtung 13.000 Zähler ermöglichen könnten. Aus bullischer Sicht sollte ein Schlusskurs unter 11.735 Punkte vermieden werden.

Möglicherweise tankt der DAX durch die momentane Konsolidierung Kraft für den nächsten Aufwärtsimpuls in Richtung Allzeithoch. Dafür müsste der Index das Hindernis bei 13.322 Punkte aus dem Weg räumen und anschließend das Gap vom 24. Februar 2020 bei 13.500 Zähler schließen. Ein neues Rekordhoch wäre dann nur noch 300 Punkte entfernt.

Unterstützungen:

1. 12.677 Punkten

2. 12.267 Punkten

3. 11.735 Punkten

Widerstände:

1. 13.322 Punkten

2. 13.500 Punkten

3. 13.800 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Wochenchart EURUSD:

Rückblick:

Steil bergauf ging es in der vergangenen Woche mit der Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar. Dabei stieg der Kurs der Einheitswährung auf über 1,16 US-Dollar und somit auf den höchsten Stand seit Oktober 2018.

Charttechnischer Ausblick:

Mit der seit dem Allzeithoch bei 1,6038 US-Dollar im Juli 2008 gültigen Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart) steht ein richtig harter Brocken im Weg zu höheren Notierungen des Euros. Diese verläuft bei ca. 1,1642 US-Dollar. Es ist nicht zu erwarten, dass der Euro diese Hürde gleich im ersten Anlauf überwindet. Rücksetzer bis auf mindestens 1,1493 US-Dollar müssen demnach eingeplant werden. Überwindet der Euro seine langfristige Abwärtstrendlinie, liegt der nächste Widerstand bei 1,1721 US-Dollar. Mittelfristig liegt das übergeordnete Ziel bei 1,1822 US-Dollar.

Sollte die Unterstützung bei 1,1493 US-Dollar nicht halten, kommt die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart), die bei ca. 1,1343 US-Dollar verläuft, ins Spiel. Ab hier könnte der nächste Versuch des Euros, seinen langfristigen Abwärtstrend zu brechen, starten. Spätestens bei 1,1248 US-Dollar müsste der Euro die nächste Attacke auf die Abwärtstrendlinie einleiten. Dagegen könnte die jüngste Euro-Aufwertung durch einen Schlusskurs unter 1,1145 US-Dollar sogar gestoppt werden.

Unterstützungen:

1. 1,1493 US-Dollar

2. 1,1343 US-Dollar

3. 1,1248 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1642 US-Dollar

2. 1,1721 US-Dollar

3. 1,1822 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Unaufhaltsam steigt das gelbe Edelmetall in Richtung seines Allzeithochs bei 1.921 US-Dollar je Feinunze aus dem Jahr 2011 und ist noch rund 30 US-Dollar davon entfernt. Allein in der vergangenen Woche legte Gold um mehr als 90 US-Dollar an Wert zu, was ein Anstieg von rund 5 Prozent bedeutet.

Charttechnischer Ausblick:

Das Rekordhoch steht fest im Visier der Goldbullen und könnte in Kürze erreicht werden. Durchaus möglich, dass der Anstieg bis auf 1.938 US-Dollar gehen kann, bis größere Gewinnmitnahmen den Goldpreis wieder unter die Marke von 1.900 US-Dollar drücken. Spätestens bei 1.955 US-Dollar wäre eine Korrektur fällig, die jedoch das mittelfristige Ziel eines Goldpreises von 2.000 US-Dollar nicht gefährden wird.

Nach dem starken Anstieg müssen jederzeit Rücksetzer eingeplant werden. Dabei könnte sich der Goldpreis im ersten Schritt bis auf 1.873 US-Dollar verbilligen. Darunter befindet sich die nächste Unterstützung bei 1.843 US-Dollar. Wichtig aus Sicht der Goldbullen ist, dass die seit Mitte März 2020 verlaufende Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) bei ca. 1.818 US-Dollar nicht per Schlusskurs unterschritten wird, was möglicherweise zu stärkeren Goldverkäufen führen könnte.

Unterstützungen:

1. 1.873 US-Dollar

2. 1.843 US-Dollar

3. 1.818 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.921 US-Dollar

2. 1.938 US-Dollar

3. 1.955 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 27.07. – 31.07.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag27.07.202010:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex Deutschland (Jul.)
Montag27.07.202014:30 UhrUSA: Auftragseingang für langlebige Güter (Jun.)
Mittwoch29.07.202016:00 UhrUSA: Schwebende Hausverkäufe (Jun.)
Mittwoch29.07.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Mittwoch29.07.202020:00 UhrUSA: FOMC Statement
Mittwoch29.07.202020:00 UhrUSA: Zinsentscheidung der Fed
Mittwoch29.07.202020:30 UhrUSA: Pressekonferenz der Fed
Donnerstag30.07.202008:00 UhrDE: Bruttoinlandsprodukt (2. Quartal)
Donnerstag30.07.202009:55 UhrDE: Veränderung der Arbeitslosigkeit (Jul.)
Donnerstag30.07.202014:30 UhrUSA: Bruttoinlandsprodukt (2. Quartal)
Freitag31.07.202008:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze (Jahr)
Freitag31.07.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Jahr/Jul.)
Freitag31.07.202011:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (Quartal/Jahr)

Risikohinweis:

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