Elbblick Börsenbrief
KW 30/2020

Liebe GBE-Trader,

der Start in die vergangene Börsenwoche sah zunächst sehr verheißungsvoll aus. Der US-Technologieindex Nasdaq 100 knackte erstmalig in seiner Geschichte die Marke von 11.000 Punkten. Doch kaum hatte der Tech-Index einen neuen Meilenstein erreicht, setzten starke Gewinnmitnahmen die weltweiten Aktienmärkte deutlich unter Druck. Dazu rückte wieder der Konflikt zwischen den USA und China in den Fokus der Marktteilnehmer. Als Reaktion auf den Umgang mit Hongkong unterzeichnete US-Präsident Donald Trump ein neues Sanktionsgesetz gegen China und kündigte an, Hongkong den US-Sonderstatus zu entziehen und somit keine Handelsprivilegien mehr für die ehemalige britische Kolonie zu gewähren.

Zur Wochenmitte kippte die Stimmung an den Finanzmärkten umgehend ins Positive, als die Firma Moderna die Nachricht über die erwünschte Immunreaktion bei einem Impfstoffkandidat gegen Covid-19 veröffentlichte. Denn speziell in den USA wurden in immer mehr Regionen wieder Lockdown-Maßnahmen beschlossen, nachdem die Corona-Neuinfektionen weiter stark zunehmen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Gleich zu Beginn der Handelswoche überschritt der deutsche Leitindex DAX erneut seine seit dem Allzeithoch verlaufende Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart). Allerdings war der Index nicht im Stande, sich anschließend darüber zu halten. Erst im Wochenverlauf durchbrach der DAX die rote Trendlinie und stieg bis auf 13.002 Punkte.

Charttechnischer Ausblick:

Seit dem geglückten Ausbruch über die rote Abwärtstrendlinie zeigt sich das deutsche Aktienbarometer sehr stabil, was möglicherweise als Vorbote für einen weiteren Anstieg in Richtung 13.140 Zählern zu werten ist. Es würde nicht überraschen, wenn der DAX diese Hürde ohne größere Probleme gleich im ersten Anlauf nimmt. Schwieriger dürfte dagegen der Bereich bei 13.500 Punkten sein und die Schließung des Gaps vom 24. Februar 2020. Rücksetzer bis knapp unter 13.000 Zählern sollten hier dann eingeplant werden. Darüber ist der Weg frei zu einem neuen Allzeithoch (aktuell bei 13.797 Punkten).

Den ersten Riss bekommt das bullische Chartmuster mit einem Schlusskurs unter 12.510 Punkten. Dort verlaufen aktuell die 21-Tage-Durchschnittslinie (graue Linie im Chart) als auch die seit Mitte März gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart). Bis in den Bereich von 12.145 Punkten, wo sich momentan die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart) bewegt, sind die DAX-Bullen jederzeit in der Lage, die nächste Aufwärtsbewegung in Richtung Allzeitzeithoch einzuleiten. Ein Schlusskurs darunter könnte den DAX-Bären neue Kraft geben für einen Kursrücksetzer in den Bereich von 11.828 Punkten und 11.445 Punkten.

Unterstützungen:

1. 12.510 Punkten

2. 12.145 Punkten

3. 11.828 Punkten

Widerstände:

1. 13.140 Punkten

2. 13.500 Punkten

3. 13.800 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Nach mehrmaligen Versuchen hat es die Gemeinschaftswährung Euro zum US-Dollar in der vergangenen Woche endlich geschafft, die seit Februar 2018 verlaufende Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart) zu überschreiten. Dabei stieg der Euro bis auf 1,1452 US-Dollar und konnte sich im weiteren Verlauf über der roten Abwärtstrendlinie halten.

Charttechnischer Ausblick:

Mit dem Sprung über die rote Abwärtstrendlinie hat die Einheitswährung eine wichtige Hürde genommen. Aus charttechnischer Sicht ist nun der Weg für einen Anstieg zum nächsten Widerstand bei 1,1521 US-Dollar frei. Hier ist mit einer Abwertung des Euros unter 1,14 US-Dollar zu rechnen, ehe der nächste Aufwärtsimpuls den Euro auf 1,1597 US-Dollar verteuern könnte. Mittelfristig liegt das große Ziel bei 1,1822 US-Dollar.

Bevor es zum nächsten Anstieg in Richtung 1,15 US-Dollar-Marke kommt, könnte die Gemeinschaftswährung zuerst einige Unterstützungen im unteren Bereich testen. Die erste liegt bei 1,1343 US-Dollar und die zweite knapp darunter bei 1,1310 US-Dollar. Für die Euro-Bullen ist es wichtig, dass der Kurs über 1,1276 US-Dollar bleibt. Ein Schlusskurs darunter dürfte zumindest die Chance auf einen zeitnahen Anstieg in Richtung 1,15 US-Dollar verringern. Dagegen könnte die jüngste Euro-Aufwertung durch einen Schlusskurs unter 1,1145 US-Dollar sogar gestoppt werden.

Unterstützungen:

1. 1,1343 US-Dollar

2. 1,1310 US-Dollar

3. 1,1276 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1452 US-Dollar

2. 1,1521 US-Dollar

3. 1,1597 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Das gelbe Edelmetall Gold bewegte sich in der letzten Börsenwoche um die wichtige Marke von 1.800 US-Dollar und prallte zum Ende der Handelswoche an seiner seit Mitte März 2020 verlaufenden Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) ab.

Charttechnischer Ausblick:

Die bisherige Konsolidierung, nach Erreichen eines Neunjahreshochs in der Vorwoche bei 1.818 US-Dollar, verläuft bisher ohne große Rücksetzer. Der nächste Anstieg aus der aktuellen Konsolidierung könnte den Goldpreis im ersten Schritt bis auf 1.830 US-Dollar verteuern. Sofern das gelbe Edelmetall die grüne Aufwärtstrendlinie nicht gravierend verletzt, dürfte dem nächsten Ziel bei 1.850 US-Dollar nichts im Wege stehen. Ab dieser Marke könnte es zu stärkeren Gewinnmitnahmen kommen. Bei Fortführung des „Goldrausches“ liegt die nächste Hürde bei 1.870 US-Dollar. 

Ein Unterschreiten der grünen Aufwärtstrendlinie wäre noch kein Beinbruch für die Goldbullen, selbst im Fall eines Kursrücksetzers bis auf 1.780 US-Dollar und  1.760 US-Dollar. Erst ein Schlusskurs unter 1.745 US-Dollar könnte für Unruhe sorgen und den Goldbären Rückenwind geben, für einen Kursrückgang bis in den Bereich von 1.726 US-Dollar und 1.712 US-Dollar. Spätestens ab hier sollte das gelbe Edelmetall wieder die Marke von 1.800 US-Dollar anpeilen. Ansonsten ist mit einem Rückfall auf 1.680 US-Dollar zu rechnen.

Unterstützungen:

1. 1.780 US-Dollar

2. 1.760 US-Dollar

3. 1.745 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.830 US-Dollar

2. 1.850 US-Dollar

3. 1.870 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 20.07. – 24.07.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag20.07.202008:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Monat)
Dienstag21.07.202014:30 UhrUSA: Chicago Fed nationaler Aktivitätsindex
Mittwoch22.07.202016:00 UhrUSA: Verkäufe bestehender Häuser (Jun.)
Mittwoch22.07.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag23.07.202008:00 UhrDE: Gfk Verbrauchervertrauen
Donnerstag23.07.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenunterstützung
Freitag24.07.202008:00 UhrUK: Einzelhandelsumsätze (Jun.)
Freitag24.07.202009:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe (Jul.)
Freitag24.07.202009:30 UhrDE: Markit PMI Gesamtindex
Freitag24.07.202010:00 UhrEU: Markit PMI Gesamtindex
Freitag24.07.202010:30 UhrUK: Einkaufsmanagerindex (EMI) Verarbeitendes Gewerbe
Freitag24.07.202010:30 UhrUK: Einkaufsmanagerindex (EMI) Dienstleistungen
Freitag24.07.202016:00 UhrUSA: Verkäufe neuer Häuser (Jun.)

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