Elbblick Börsenbrief
KW 28/2020

Liebe GBE-Trader,

in der vergangenen Handelswoche erreichte der US-Technologieindex Nasdaq 100 mit 10.434 Punkten ein neues Rekordhoch. Dagegen sind andere große Aktienindizes, wie Dow Jones, Nikkei, HangSeng oder DAX, noch weit von ihren Allzeithochs entfernt. Somit ist ganz klar, dass die US-Technologieaktien zu den großen Gewinnern der Corona-Krise zählen. In der Phase des heftigen Markteinbruchs im Frühjahr verloren speziell die großen US-Tech-Werte Apple, Amazon, Google und Microsoft, im Vergleich zu den anderen börsennotierten Unternehmen, nicht so viel an Wert. Zudem erholten sich diese deutlich schneller als viele Substanzwerte.

In den USA breitet sich der COVID-19 Virus weiter aus. Die Zahl der Neuinfektionen ist mit täglich über 50.000 auf einen Rekordwert gestiegen und schürt die Angst vor einer zweiten Infektionswelle. Dementsprechend sieht US-Notenbankchef Jerome Powell die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft als „außerordentlich ungewiss“. Vieles hängt davon ab, wie erfolgreich die Pandemie eingedämmt werden könne, so Powell bei der Kongressanhörung am vergangenen Dienstag.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX konnte sich in der letzten Woche über der 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart) behaupten. Allerdings erfolgte noch kein starker Ausbruch über die obere Begrenzung bei 12.617 Punkten, der seit Mitte Juni gestarteten Seitwärtsphase.

Charttechnischer Ausblick:

Der nächste wichtige Schritt der DAX-Bullen, auf dem Weg in Richtung 13.000-Punkte-Marke, ist der Bruch der seit dem Allzeithoch gültigen Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart), die bei ca. 12.715 Punkten verläuft. Ein Schlusskurs darüber, dürfte dem DAX einen neuen Schwung in Richtung 13.140 Punkten geben. Gut möglich, dass das deutsche Aktienbarometer dann, wie aktuell, in eine volatile Seitwärtsphase übergeht, bevor der Index den Aufwärtstrend in Richtung 13.500 Punkten fortsetzt und die Kurslücke vom 24. Februar 2020 schließt. Das Allzeithoch vom 17. Februar 2020 bei 13.797 Punkten wäre dann in greifbarer Nähe. 

Der DAX wird weiterhin gut von der 200-Tage-Durchschnittslinie unterstützt. Erst ein Unterschreiten dieser Linie und ein Bruch der seit Mitte März 2020 verlaufenden Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) bei ca. 12.127 Zählern per Tagesschlusskurs dürfte verstärkt die DAX-Bären auf den Plan rufen mit dem Ziel, den Index auf 11.828 Punkten zu drücken. Ein schneller Konter der DAX-Bullen über 12.000 Punkten ist anschließend zu erwarten. Bleibt dieser aus, besteht die Gefahr einer stärkeren Abwärtsbewegung in Richtung 11.445 Zählern, die sich ohne weiteres bis auf 11.110 Punkten ausdehnen kann, ehe es zu einer größeren Gegenbewegung kommt.

Unterstützungen:

1. 12127 Punkten

2. 11.828 Punkten

3. 11.445 Punkten

Widerstände:

1. 12.715 Punkten

2. 13.140 Punkten

3. 13.500 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Auch in der vergangenen Börsenwoche konnte das Währungspaar EUR/USD die seit Februar 2018 verlaufende Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart) nicht knacken. Dagegen zeigte die Gemeinschaftswährung Stärke auf der Unterseite, weil der Euro die wichtige Marke bei 1,12 US-Dollar nicht signifikant unterschritt.

Charttechnischer Ausblick:

Mit Blick auf den EUR/USD-Tageschart könnte man den Eindruck gewinnen, als sammle die Einheitswährung aktuell viel Kraft und Energie, um den Sprung über die rote Trendlinie endgültig zu schaffen. Ein Schlusskurs über 1,1350 US-Dollar wäre ein erstes Anzeichen für eine Fortführung des kurzfristigen Aufwärtstrends mit einem Etappenziel bei 1,1425 US-Dollar. Je nach Heftigkeit der Ausbruchsdynamik über die rote Trendlinie kann sich der Euro sehr schnell auf 1,1521 US-Dollar verteuern, ehe es zu größeren Gewinnmitnahmen kommen kann. Darüber liegt das nächste Kursziel bei 1,1597 US-Dollar. 

Solange der Euro über der Marke von 1,1145 US-Dollar bleibt, stehen die Chancen auf einen baldigen Ausbruch über die rote Abwärtstrendlinie gut. Bei einem Schlusskurs unter 1,1145 US-Dollar würde
sich das Bild im Tageschart etwas eintrüben, mit der Möglichkeit eines Kursrücksetzers auf die 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart) bei 1,078 US-Dollar. Wichtig für die Euro-Bullen ist das Level von 1,1036 US-Dollar. Dort verläuft aktuell die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart). Schließt EUR/USD darunter, würde vieles für eine stärkere Euro-Abwertung unter 1,10 US-Dollar sprechen.

Unterstützungen:

1. 1,1145 US-Dollar

2. 1,1078 US-Dollar

3. 1,1036 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1350 US-Dollar

2. 1,1425 US-Dollar

3. 1,1521 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Mit 1.789 US-Dollar je Feinunze erreichte der vermeintlich „sichere Hafen“ Gold in der letzten Handelswoche ein frisches Achtjahreshoch. In der anschließenden Konsolidierung konnte sich der Goldpreis bisher über die seit Mitte März 2020 verlaufende Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart)
halten.

Charttechnischer Ausblick:

Betrachtet man die aktuelle Aufwärtsdynamik, spricht vieles für einen gesunden Anstieg des Goldpreises ohne Kaufrausch oder stärkere Korrekturen. Das nächste Ziel der Gold-Bullen liegt knapp über dem aktuellen Achtjahreshoch bei 1.795 US-Dollar. Aufgrund der Tatsache, dass die grüne Aufwärtstrendlinie immer näher an den aktuellen Goldpreis rückt, könnte es nach Erreichen eines neuen Hochs zu stärkeren Gewinnmitnahmen und zum Bruch der grünen Aufwärtstrendlinie kommen. Es ist durchaus möglich, dass diese erst mit dem Erreichen des mittelfristigen Kursziels bei 1.822 US-Dollar eintreten. Die nach den Gewinnmitnahmen entstehende nächste Aufwärtswelle dürfte den Goldpreis bis auf 1.850 US-Dollar verteuern. 

Ein Bruch der grünen Aufwärtstrendlinie mit Schlusskurs unter 1.760 US-Dollar könnte kurzfristig für Unruhe sorgen, die bei einer Beendigung des Goldhandels unter 1.745 US-Dollar deutlich zunehmen würde. Die nächsten Unterstützungen liegen dann bei 1.730 US-Dollar und 1.715 US-Dollar. Von hier aus sollte das gelbe Edelmetall wieder die Marke von 1.800 US-Dollar anpeilen. Erst bei einem Schlusskurs unter 1.680 US-Dollar könnte es zu einem stärkeren Bruch des seit Mitte März 2020 gestarteten Aufwärtstrends kommen.

Unterstützungen:

1. 1.760 US-Dollar

2. 1.745 US-Dollar

3. 1.730 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.795 US-Dollar

2. 1.822 US-Dollar

3. 1.850 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 06.07. – 10.07.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag06.07.202008:00 UhrDE: Werkaufträge (Monat)
Montag06.07.202010:30 UhrUK: Einkaufsmanagerindex Baugewerbe (Jun.)
Montag06.07.202011:00 UhrEU: Einzelhandelsumsätze (Jahr)
Montag06.07.202016:00 UhrUSA: ISM nicht-verarbeitendes Gewerbe
Dienstag07.07.202008:00 UhrDE: Industrieproduktion (Monat)
Dienstag07.07.202016:00 UhrUSA: JOLTs Stellenangebote (Mai)
Mittwoch08.07.2020OffenUK: MPC Anhörung vor dem Finanzausschuss
Mittwoch08.07.202011:10 UhrEU: Prognose der EK zum Wirtschaftswachstum
Mittwoch08.07.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag09.07.202002:00 UhrEU: Treffen der Eurogruppe
Donnerstag09.07.202008:00 UhrDE: Handelsbilanz
Donnerstag09.07.202014:30 UhrUSA: Folgeanträge auf Arbeitslosenunterstützung
Freitag10.07.202014:30 UhrUSA: Erzeugerpreisindex (EPI) (Jun.)

Risikohinweis:

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