Elbblick Börsenbrief – KW 27/2022

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

Zins- und Rezessionsängste bestimmen weiterhin das Geschehen an den internationalen Aktienmärkten. Insbesondere in den USA wird zurzeit heftig darüber diskutiert, in welcher Größenordnung die US-Notenbank Fed die Zinsen zur Bekämpfung der hohen Inflation anheben und ob dadurch eine Rezession ausgelöst wird. Am Mittwoch sagte Fed-Chef Jerome Powell auf dem geldpolitischen Symposium der EZB im portugiesischen Sintra, er werde die Zinsen so häufig und so schnell erhöhen, bis die Inflation im Griff sei. Es besteht das Risiko, das die Fed die Geldpolitik zu stark straffe, doch der größere Fehler wäre, die Preisstabilität nicht wiederherzustellen, so Powell.

Währenddessen ist in Deutschland die Inflationsrate leicht gesunken. Laut der ersten Berechnung des Statistischen Bundesamts stiegen die Verbraucherpreise im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,6 Prozent. Im Mai notierte die Inflationsrate mit 7,9 Prozent auf dem höchsten Stand seit dem Winter 1973/1974. Sondereffekte aus dem Entlastungspaket der Bundesregierung mit Tankrabatt und 9-Euro-Ticket sorgten für einen leichten Rückgang der Inflation, kommentierte das Statistische Bundesamt die aktuellen Zahlen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE40) Tageschart DE40:

Rückblick:

In seiner langen Geschichte hat der deutsche Leitindex DAX noch nie in einem Juni-Monat so starke Verluste erlitten wie in diesem Jahr. Denn im vergangenen Monat verlor der Index rund elf Prozent. Somit bewegt sich der DAX immer mehr in Richtung des Jahrestiefs vom 7. März 2022 bei 12.430 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Es gibt keine Zweifel, wer aktuell im DAX das Sagen hat. Die Bären dominieren das Geschehen eindeutig und werden als nächstes versuchen, das Jahrestief anzusteuern. Aufgrund der überverkauften Situation könnte es im Bereich von 12.400 zu einem Doppeltief mit anschließender Erholung in Richtung der 13.000er-Marke kommen. Sollte kein Doppeltief entstehen, rückt das 50%-Fibonacci-Retracement des Anstiegs vom März-Tief 2020 (8.187 Punkte) bis zum Allzeithoch (16.300 Punkte) bei 12.245 Zählern in den Vordergrund. Darunter verlaufen die beiden horizontalen Support-Linien bei 12.040 und 11.950 Punkten, von wo aus dann eine stärkere Gegenbewegung in Richtung der 13.000er-Marke starten könnte. Bleibt diese dort aus, gäbe es die nächste Gelegenheit dazu bei 11.785 Punkten. Spätestens im Bereich des markanten Tagestief vom 30. Oktober 2020 bei 11.380 Punkten und dem 61,8%-Retracement der oben genannten Strecke bei 11.280 Zählern sollten sich einige Bullen hinter dem Kamin hervorlocken lassen.

Der Abwärtstrend dürfte seine Fortsetzung ohne Umwege finden, solange der DAX unter 12.900 Zählern notiert. Dennoch besteht aufgrund der gegenwärtigen überverkauften Situation die Möglichkeit, dass die Erholungsbewegung bis auf 12.990 / 13.075 Punkten weitergeht. Hier angekommen, könnte die Erholung erneut ins Stocken geraten und der Fokus würde dann wieder auf den nächsten Abverkauf in Richtung des 12.400er Bereichs liegen. Erst durch einen Tagesschluss oberhalb von 13.420 Punkten erhellt sich das Chartbild wieder und bringt dadurch das nächste Ziel auf der Oberseite bei 13.660 Punkten ins Spiel.

Unterstützungen:

1. 12.400 / 12.430 Punkten

2. 12.245 Punkten

3. 11.950 / 12.040 Punkten

Widerstände:

1. 12.840 Punkten

2. 12.990 / 13.075 Punkten

3. 13.420 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Am vergangenen Montag stieß sich das Währungspaar EUR/USD zum dritten Mal seit Mitte Juni den Kopf an der Schwelle bei 1,06 US-Dollar an. Die logische Folge daraus war ein Abverkauf bis auf 1,0382 US-Dollar, ehe von dort aus eine Erholung startete.

Charttechnischer Ausblick:

Der EUR/USD-Kurs notiert aktuell immer noch unterhalb der grauen 21- und der blauen 50-Tage-Linie, die beide parallel verlaufen, sowie weiterhin unter der seit dem 10. Februar gültigen roten Abwärtstrendlinie. Diese bärischen Fakten könnten mit einem regelkonformen Ausbruch über die 1,0642 US-Dollar umgehend widerlegt werden. Darüber hinaus erhöht sich dadurch die Wahrscheinlichkeit auf ein Doppeltief im Bereich von 1,0350 US-Dollar, was für eine kurzfristige Bodenbildung sprechen würde. Ein Tagesschluss oberhalb von 1,0765 US-Dollar dürfte dies wohl bestätigen. Im nächsten Schritt könnte es schnell in Richtung 1,0865 und 1,0940 US-Dollar gehen. Die Voraussetzungen für dieses Erholungsszenario sind einerseits die Überwindung des horizontalen Widerstands bei 1,0642 US-Dollar und andererseits kein Tagesschluss unterhalb von 1,0425 US-Dollar.

Obwohl die Einheitswährung am Donnerstag die Marke von 1,0425 US-Dollar unterschritt, lag der Tagesschlusskurs mit 1,0482 US-Dollar darüber. Kommt es jedoch zu einem Schlusskurs darunter, überwiegen die Argumente, die für eine Weiterführung der Euro-Abwertung in Richtung der Parität sprechen. Bei Bruch von 1,340 US-Dollar könnte noch das Monatshoch vom Juli 2002 bei 1,0210 US-Dollar und die horizontale Unterstützung bei 1,0190 US-Dollar einen Schutzwall bilden, bevor es zum großen Showdown im Bereich der Parität kommt. Sollten hier die Verkäufer als Gewinner hervorgehen, kann der Euro schnell in Richtung 0,95/0,96 US-Dollar fallen. Spätestens auf diesem Niveau dürften die Käufer alles daran setzten, die Parität wieder zurückzuerobern.

Unterstützungen:

1. 1,0340 /1,0425 US-Dollar

2. 1,0190 / 1,0210 US-Dollar

3. 1,0000 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0642 US-Dollar

2. 1,0765 US-Dollar

3. 1,0860 /1,0940 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der vermeintlich „sichere Hafen“ Gold geriet im Verlauf der letzten Handelswoche zunehmend unter Druck. Auch die horizontale Unterstützung bei 1.805 US-Dollar bot keinen stärkeren Support, so dass ein größerer Ausbruch unter die Marke von 1.800 US-Dollar unvermeidlich war.

Charttechnischer Ausblick:

Nach einem langen und zähen Ringen sowie der komplexen Ausbildung einer Konsolidierung seit Mitte Mai hat sich der Goldpreis wohl eher für die Fortsetzung des Abwärtstrends vom Jahreshoch bei 2.070 US-Dollar entschieden. Nur eine baldige Beendigung des Tageshandels oberhalb von 1.812 US-Dollar könnte einen Strich durch die Bären-Rechnung machen. Aber zunächst könnte etwas Schwung in die Abwärtsbewegung kommen, insbesondere bei einer Unterschreitung des 1.780-US-Dollar-Levels. Damit könnte es ruckzuck zur horizontalen Unterstützungslinie bei 1.762 US-Dollar gehen, von wo aus dann eine Gegenbewegung in Richtung der 1.800er Marke denkbar wäre. Unterhalb von 1.760 US-Dollar wird es zunehmend kritisch. Ein Tagesschluss darunter führt möglicherweise zu einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis zum Unterstützungskorridor zwischen 1.745 und 1.750 US-Dollar. Hier dürften die Käufer wieder zur Stelle sein und versuchen, das Edelmetall in Richtung 1.800 US-Dollar zu pushen.

Wird dagegen der Tageshandel oberhalb von 1.812 US-Dollar beendet, dürfte das ganze Hin und Her der letzten 6 Wochen weitergehen. Das nächste Etappenziel auf der Oberseite befindet sich dann bei 1.840 US-Dollar. Preise darunter implizieren weiterhin eine Kursschwäche, aus der jederzeit eine größere Abwärtsbewegung entstehen kann. Richtig gute Kauflaune kommt höchstwahrscheinlich erst bei Kursen über 1.858 US-Dollar auf. Dieses Level könnte als Sprungbrett für einen rasanten Anstieg auf 1.875 US-Dollar dienen, der sich bis in den Bereich von 1.892 US-Dollar und dem 38,2%-Retracement bei 1.894 US-Dollar der Strecke zwischen Jahreshoch und dem Mai-Tief ausdehnen kann. Entscheidend für die mittelfristige Ausrichtung ist der Preisbereich zwischen 1.910 und 1.917 US-Dollar. Solange das Edelmetall darunter notiert, bleibt der Abwärtstrend vom Jahreshoch bei 2.070 US-Dollar weiterhin intakt. Umgekehrt wäre der Weg darüber bis 1.928 und sogar bis 1.940 US-Dollar frei. Kurse oberhalb von 1.962 US-Dollar dürften dann die Fortführung des langfristigen Aufwärtstrends endgültig bestätigen.

Unterstützungen:

1. 1.780  US-Dollar

2. 1.762 US-Dollar

3. 1.745 / 1.750 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.812 US-Dollar

2. 1.840 US-Dollar

3. 1.858 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 04.07. – 08.07.2022

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag04.07.2022GanztagsUS: Börsenfeiertag Independence Day
Montag04.07.202208:00 UhrDE: Handelsbilanz (Mai)
Dienstag 05.07.202209:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Jun.)
Mittwoch06.07.202208:00 UhrDE: Auftragseingang Industrie (Mai)
Mittwoch06.07.202216:00 UhrUS: Einkaufsmangerindex (Jun.)
Mittwoch06.07.202220:00 UhrUS: Fed Sitzungsprotokoll
Donnerstag07.07.202208:00 UhrDE: Industrieproduktion (Mai)
Donnerstag07.07.202214:15 UhrUS: ADP Beschäftigungsänderung (Juni)
Freitag08.07.202214:30 UhrUS: Beschäftigung ex-Agrar (Jun.)
Freitag07.07.202214:30 UhrUS: Arbeitslosenquote (Juni)

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Maximale Hebelsätze
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Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
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Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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