Elbblick Börsenbrief – KW 27/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

immer mehr Marktteilnehmer gehen davon aus, dass das Coronavirus auf absehbare Zeit dauerhaft die Menschheit begleiten wird. Aus ihrer Sicht sollten die daraus resultierenden Risiken in die Anlageentscheidung miteinkalkuliert werden. Denn laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die Neuinfektionen in Europa nach einem Rückgang in den letzten zehn Wochen wieder angestiegen. Allein in der vergangenen Woche erhöhten sich die Neuinfektionen aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante um 10 Prozent.

In den USA wird die Frage, wann die Fed ihre Geldpolitik straffen sollte, weiterhin heiß diskutiert. Nach dem die Mehrheit der Fed-Mitglieder auf der vergangenen Notenbanksitzung noch eine Zinswende im Jahr 2023 favorisierte, mehren sich die Stimmen für einen Wechsel der Geldpolitik im nächsten Jahr. Allerdings reagierten die US-Renditen bisher kaum auf die „falkenhaften“ Aussagen einiger Fed-Vertreter. Auch der „zinssensible“ Technologieindex Nasdaq 100 zeigte sich davon unbeeindruckt und markierte am vergangenen Donnerstag mit 14.613 Punkten ein neues Allzeithoch.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare 

Mit unserer Webinar-Reihe Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse.  Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.  

Noch was in eigener Sache:

Der Elbblick Börsenbrief geht in die Sommerpause. Die nächste Ausgabe erscheint am 23. Juli 2021.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

In der vergangen Handelswoche schob sich der deutsche Leitindex zwischen 15.755 und 15.458 Punkten seitwärts. Auf Intraday-Ebene gab es dabei viele schnelle Auf- und Abwärtsbewegung, die zu einigen Fehlausbrüchen sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite führten.

Charttechnischer Ausblick:

Die schnellen Kursrücksetzer fanden mit der seit Ende Oktober 2020 verlaufenden grünen Aufwärtstrendlinie ihren Meister. Dazu schafften es die Bären nicht, den DAX-Kurs unter die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie zu drücken. Deshalb steht die Ampel für die Fahrt zu neuen Rekorden weiterhin auf grün. Für neue Kauflaune bis zum Projektionsziel bei 15.846 Punkten dürfte eine Beendigung des Tageshandels über 15.750 Punkten sorgen. Setzt sich die Aufwärtsbewegung danach weiter fort, steht mit 15.920 Punkten das nächste Hindernis auf der Reise zur 16.000er Marke im Weg. In diesem Bereich sollten erneut scharfe Kursrücksetzer eingeplant werden. Schafft das deutsche Aktienbarometer zum ersten Mal den Sprung über die 16.000-Punkte-Marke, befindet sich das nächste Projektionsziel bei 16.025 Punkten.

Trotz der „bullischen Schönwetterfront“ sind aus der aktuellen Seitwärtsphase jederzeit schnelle Abverkäufe in Richtung der Widerstandslinie bei 15.425 Zählern möglich. Ein Schlusskurs darunter würde zusätzlich Öl ins Feuer gießen mit der Folge eines Kursrutsches bis auf die Unterstützung bei 15.193 Punkten. Hier besteht ein Erholungspotenzial bis mindestens 15.500 Zähler. Kommt es im Anschluss erneut zu stärkeren Verkäufen, befindet sich die nächste Unterstützung bei 15.072 Punkten. Gefährlich wird ein Schlusskurs darunter, denn dann rückt die wichtige Unterstützung im Bereich von 14.800 Punkten in den Fokus.

Unterstützungen:

1. 15.425 Punkten

2. 15.193 Punkten

3. 15.072 Punkten

Widerstände:

1. 15.750 Punkten

2. 15.846 Punkten

3. 15.920 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Weiterhin schwach auf der Brust präsentierte sich in den letzten Handelstagen die europäische Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar. Am Freitag rutschte der EUR/USD-Kurs auf den tiefsten Stand seit Anfang April 2021.  

Charttechnischer Ausblick:

Selbst die wichtige grüne Aufwärtstrendlinie, die seit 23. März 2020 gültig war, konnte nur kurzfristig eine Unterstützung bieten. Die Euro-Schwäche dürfte sich wahrscheinlich auch in den kommenden Tagen fortsetzen. Die nächste Unterstützung liegt bei 1,1793 US-Dollar. Hier besteht die Chance auf eine Erholung und Korrektur der letzten Abwärtswelle, die bei 1,1975 US-Dollar gestartet war. Bevor es durch die Fortsetzung der Euro-Abwertung zu neuen Jahrestiefständen kommt, könnte der Bereich bei 1,1760 US-Dollar einen Schutzwall bieten. Räumt das Währungspaar auch diesen Support aus dem Weg, steht mit 1,1691 US-Dollar sehr wahrscheinlich ein neues Jahrestief an.

Aus der aktuellen Situation im Tageschart gibt es kaum Anhaltspunktedie den Euro-Bullen Mut machen könnte. Dementsprechend benötigen sie eine größere Kraftanstrengung, um aus dem gegenwärtigen Abwärtsstrudel zu entkommen. Ein Tagesschlusskurs über 1,1885 US-Dollar wäre ein erstes Zeichen, dass die Euro-Bullen noch Leben. Um jedoch die Abwärtswelle zu stoppen, benötigen sie einen Schlusskurs über 1,1962 US-Dollar. Dann stehen die Chancen für einen erneuten Anstieg über die magische Schwelle von 1,20 US-Dollar gutGegenwärtig verlaufen dort sowohl die graue 21-Tage- als auch die orange 200-Tage-Durchschnittslinie

Unterstützungen:

1. 1,1793 US-Dollar

2. 1,1760 US-Dollar

3. 1,1691 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1885 US-Dollar

2. 1,1962 US-Dollar

3. 1,2000 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Nachdem das gelb schimmernde Edelmetall Gold zu Beginn der letzten Handelswoche zunächst den seit Mitte Juni begonnenen Ausverkauf fortsetzte und der Preis am vergangenen Dienstag bis auf 1.750 US-Dollar fiel, leiteten Käufer einen weiteren Erholungsversuch ein. Dabei schaffte der Goldpreis wieder den Sprung über die 1.780-US-Dollar-Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Der erste Erholungsversuch vom Tief am 18. Juni bei 1.760 US-Dollar war wenig überzeugend. Die aktuelle könnte ein besseres Fundament für einen Anstieg bis auf 1.800 US-Dollar besitzen.  Hier wird sich zeigen, ob die Gold-Bullen in der Lage sind, den Tageshandel darüber zu schließen oder die Gold-Bären das Kursniveau nutzen werden, um die nächste, größere Verkaufswelle zu initiieren. Gelingt den Gold-Bullen der „Schlusskurs-Coup“, steht mit 1.814 US-Dollar das nächste, wichtige Ziel an. An dieser Stelle könnten die Gold-Bären verstärkt zuschlagen mit dem Hintergedanken, den Goldpreis wieder unter die 1.800er-Marke zu drücken und den Abverkauf in Richtung Jahrestief bei 1.676 US-Dollar fortzusetzen. Schaffen die Gold-Bären dies nicht und wird darüber hinaus der Goldhandel über 1.814 US-Dollar beendet, erhöhen sich dadurch die Chancen auf einen Anstieg bis auf 1.833 US-Dollar.

Solange der Goldpreis unter 1.800 US-Dollar notiert, ist eine baldige Fortführung der aktuellen Abwärtsbewegung wahrscheinlicher. Die nächste, sehr wichtige Unterstützung liegt auf der seit Mai 2019 verlaufenden grünen Aufwärtstrendlinie bei 1.740 US-Dollar.  Bevor bei Bruch dieser Linie voraussichtlich dann das Jahrestief vom März bei 1.676 US-Dollar angesteuert wird, könnten die Unterstützungen bei 1.723 und 1.705 US-Dollar als letztes Bollwerk dienen und eine stärkere Gegenbewegung in Richtung 1.800 US-Dollar einleiten.

Unterstützungen:

1. 1.740 US-Dollar

2. 1.723 US-Dollar

3. 1.705 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.800 US-Dollar

2. 1.814 US-Dollar

3. 1.833 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 05.07. – 09.07.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag05.07.202109:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Jun.)
Montag05.07.202110:00 UhrEU: Einkaufsmanagerindex (Jun.)
Dienstag06.07.202111:00 UhrDE: ZEW-Konjunkturerwartungen (Jul.)
Dienstag06.07.202116:00 UhrUS: ISM Einkaufsmanagerindex (Jun.)
Mittwoch07.07.202108:00 UhrDE: Industrieproduktion (Mai)
Mittwoch07.07.202111:00 UhrEU. Wirtschaftsprognosen
Mittwoch07.07.202116:00 UhrUS: JOLTs Stellenangebote (Mai)
Mittwoch07.07.202120:00 UhrUS: FOMC Sitzungsprotokoll
Donnerstag08.07.202108:00 UhrDE: Handelsbilanz (Mai)
Donnerstag08.07.202121:00 UhrUS: Verbraucherkredite (Mai)
Freitag09.07.202108:00 UhrUK: Produktion verarb. Gewerbe (Mai)
Freitag09.07.202116:00 UhrUS: Umsatz Großhändler (Mai)

Risikohinweis

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers Ltd. bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unsere Risikohinweise und unsere AGBs.

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Handeln Sie verantwortungsbewusst: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 77,64% der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld, wenn Sie CFDs bei diesem Anbieter handeln. Sie sollten abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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