Elbblick Börsenbrief – KW 27/2020

Liebe GBE-Trader,

lange Zeit ignorierten die Aktienmärkte die steigenden Zahlen an Neuinfektionen im Zuge der Corona-Pandemie. Bis zur vergangenen Börsenwoche, als bekannt wurde, dass die Neuinfektionen weltweit auf ein Rekordniveau gestiegen sind. Dabei fiel der größte Teil der Neuinfektionen auf Nord- und Südamerika. Besonders in den USA stecken sich immer mehr Menschen mit dem COVID-19 Virus an mit dem Ergebnis von Rekord-Anstiegen in 12 US-Bundesstaaten. Daraufhin schloss der US-Tech-Gigant Apple vorübergehend über 30 Läden in den USA, was zu größeren Aktienverkäufen an der Wallstreet führte.    

Für weitere Unsicherheiten an den Finanzmärkten sorgte die Gesundheitsbehörde von Südkorea, die bereits von einer zweiten Infektionswelle sprachen. Die Gefahr einer weltweit zweiten COVID-19-Welle ist weiterhin präsent und könnte bei Ausbruch die globale Konjunkturerholung deutlich bremsen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX schiebt sich weiterhin über den Bereich der 12.000 Punkte-Marke seitwärts. Dabei bietet die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart) eine gute Unterstützung.

Charttechnischer Ausblick:

Zwar unterschritt der DAX vergangene Woche die 200-Tage-Durchschnittslinie, konnte aber nicht darunter schließen, was als bullisches Zeichen zu werten ist. Gut möglich, dass die aktuelle Seitwärtsphase noch weiter anhalten wird. Ein Schlusskurs über 12.500 Punkten dürfte neuen Schwung geben mit Ziel eines Anstiegs auf 13.140 Punkte. Hier ist mit einem stärkeren Widerstand zu rechnen, der den Index wieder deutlich unter die 13.000-Punkte-Marke drücken kann. Mit einem Schlusskurs über 13.140 Punkten rückt das Kursziel bei 13.500 Punkten und die Schließung des Gaps vom 24. Februar 2020 in den Fokus. Von hier aus ist das Allzeithoch vom 17. Februar 2020 bei 13.797 Punkten nicht mehr allzu weit entfernt.

Die seit dem Jahrestief gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart), die bei ca. 11.828 Punkten verläuft, rückt immer mehr in den Fokus und könnte während der weiteren Ausbildung der aktuellen Seitwärtsphase getestet werden. Ein Bruch der Trendlinie wäre noch nichts Schlimmes für die DAX-Bullen, ein Schlusskurs darunter schon eher. Dann besteht die Gefahr eines Rücksetzers auf die 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart) bei 11.445 Punkten, der sich bei entsprechendem Verkaufsdruck ohne weiteres bis auf 11.110 Punkte ausdehnen kann. Spätestens im Bereich von 10.857 Punkte sollte eine stärkere Gegenbewegung mit einkalkuliert werden.

Unterstützungen:

1. 11.828 Punkten

2. 11.445 Punkten

3. 11.110 Punkten

Widerstände:

1. 12.500 Punkten

2. 13.140 Punkten

3. 13.500 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Im Verlauf der letzten Handelswoche kletterte die Gemeinschaftswährung Euro zum US-Dollar bis auf 1,1348 US-Dollar. Dabei prallte EUR/USD erneut an der seit Februar 2018 gültigen Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart) ab und fiel im weiteren Wochenverlauf unter die Marke von 1,12 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Erwartungsgemäß stellt die mittelfristige Abwärtstrendlinie ein großes Hindernis für eine höhere Euro-Aufwertung dar. Die Einheitswährung benötigt einen Schlusskurs über 1,1350 US-Dollar. Dann kann es ziemlich schnell auf 1,1425 US-Dollar und bei entsprechender Dynamik bis auf 1,1521 US-Dollar gehen, ehe es zu größeren Gewinnmitnahmen kommen kann. Darüber liegt das nächste Kursziel bei 1,1597 US-Dollar.

Solange der Euro über 1,1145 US-Dollar bleibt, stehen die Chancen auf einen baldigen Ausbruch über die mittelfristige Abwärtstrendlinie gut. Bei einem Schlusskurs unter 1,1145 US-Dollar würde sich das Bild im Tageschart etwas eintrüben, mit der Möglichkeit eines Kursrücksetzers auf 1,078 US-Dollar. Wichtig für die Euro-Bullen ist das Level von 1,030 US-Dollar. Aktuell verlaufen dort gleichzeitig die 50- (blaue Linie im Chart) und die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart). Schließt EUR/USD darunter, würde vieles für eine stärkere Euro-Abwertung unter 1,10 US-Dollar sprechen.

Unterstützungen:

1. 1,1145 US-Dollar

2. 1,1078 US-Dollar

3. 1,1030 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1350 US-Dollar

2. 1,1425 US-Dollar

3. 1,1521 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Goldpreis stieg in der letzten Woche auf 1.779 US-Dollar je Feinunze und erreichte damit den höchsten Stand seit Oktober 2012. In der anschließenden Konsolidierung konnte sich das gelbe Edelmetall über der Marke von 1.750 US-Dollar halten.

Charttechnischer Ausblick:

Das Kursziel bei 1.774 US-Dollar wurde nun ohne große Beschleunigung nach oben erreicht – allerdings ohne Schlusskurs darüber. Die seit Mitte März 2020 gestartete Aufwärtsbewegung sieht weiterhin sehr gesund aus und es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis sich der Goldpreis auf 1.795 US-Dollar verteuert. Durchaus vorstellbar, dass sich die Kaufdynamik über 1.795 US-Dollar beschleunigt mit Ziel 1.822 US-Dollar. Hier dürften dann stärker Gewinnmitnahmen auftreten. Mittelfristig liegt das Kursziel auf der Oberseite bei 1.870 US-Dollar.

Bevor der Goldpreis ein neues Jahreshoch erreicht, könnte sich das Edelmetall zunächst einige Tage seitwärts bewegen. Dabei sollte aus Sicht der Goldbullen ein Schlusskurs unter 1.745 US-Dollar und ein Bruch der seit Mitte März 2020 verlaufenden Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) vermieden werden. Falls dies passiert, dürften neue Käufe im Bereich von 1.712 US-Dollar und 1.725 US-Dollar Unterstützung bieten. Erst bei einem Schlusskurs unter 1.680 US-Dollar kann größerer Verkaufsdruck aufkommen und den Goldpreis bis auf 1.646 US-Dollar verbilligen.

Unterstützungen:

1. 1.745 US-Dollar

2. 1.712 US-Dollar

3. 1.680 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.774 US-Dollar

2. 1.795 US-Dollar

3. 1.822 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 29.06. - 03.07.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag29.06.202014:00 UhrDE: Harmonisierter Verbraucherpreisindex (Jahr)
Dienstag30.06.202008:00 UhrUK: Bruttoinlandsprodukt (Quartal)
Dienstag30.06.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex – Kernrate (Jahr)
Dienstag30.06.202016:00 UhrUSA: Anhörung des Fed Vorsitzenden Powell
Mittwoch01.07.202008:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze (Monat)
Mittwoch01.07.202009:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe
Mittwoch01.07.202009:55 UhrDE: Arbeitslosenquote
Mittwoch01.07.202014:15 UhrUSA: ADP Beschäftigungsänderung
Mittwoch01.07.202016:00 UhrUSA: ISM verarbeitendes Gewerbe
Mittwoch01.07.202020:00 UhrUSA: FOMC Protokoll
Donnerstag02.07.202014:30 UhrUSA: Beschäftigung (ex-Agrar)
Donnerstag02.07.202014:30 UhrUSA: Arbeitslosenquote
Freitag03.07.2020GanztagsUSA: Feiertag Independance Day

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