Elbblick Börsenbrief
KW 25/2021

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Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

am vergangenen Mittwoch bereitete die US-Notenbank Fed die Finanzmärkte auf eine Änderung der Geldpolitik vor. Demnach beabsichtigt die Fed, die Zinsen bereits im Jahr 2023 und nicht wie bisher ein Jahr später mit zwei Zinsschritten um insgesamt einen halben Prozentpunkt zu erhöhen. Die schnelle Erholung der US-Wirtschaft und die über den Erwartungen gestiegene Inflationen wurden als Gründe für den Kurswechsel herangezogen. Über die Reduzierung des Anleihekaufprogramms sagte Fed-Chef Jerome Powell in der anschließenden Pressekonferenz, dass dies von der Entwicklung der konjunkturellen Daten abhängig ist. Powell führte weiter fort, die Fed werde rechtzeitig ein Signal zur Reduzierung der Käufe senden.

Dagegen hält Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ein baldiges Ende der Anleihekäufe über das im Rahmen der Pandemie aufgelegte Kaufprogramm PEPP der Europäischen Zentralbank (EZB) für sinnvoll. „Wenn der Notfall vorüber ist, für den das PEPP geschaffen wurde, muss es beendet werden“, sagte er im Interview mit dem Handelsblatt. Laut Weidmann sollte eine gefestigte wirtschaftliche Erholung und ein Auslaufen der wesentlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie Voraussetzung für eine Straffung der Geldpolitik sein.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare 

Mit unserer Webinar-Reihe Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse.  Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.  

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Äußerst turbulent startete der deutsche Leitindex DAX in die vergangene Handelswoche und markierte mit 15.805 Punkten ein frisches Allzeithoch. Zum Wochenschluss tauchte der Index jedoch unter die Marke von 15.600 Punkten ab.

Charttechnischer Ausblick:

Der deutsche Aktienindex präsentiert sich weiterhin sehr robust und vermeidet mit Kursrücksetzern und Seitwärtsbewegungen eine übertriebene Rekordjagd. Als nächstes könnte der DAX sein Projektionsziel bei 15.846 Punkten ansteuern. Gelingt ihm der Sprung darüber, steht mit 15.920 Punkten ein mögliches Hindernis auf der Reise zur 16.000er Marke im Weg. Schafft das deutsche Aktienbarometer zum ersten Mal den Sprung über die 16.000-Punkte-Marke, könnte mit 16.025 Punkten ein weiteres Projektionsziel erreicht werden.

Bevor sich der DAX zu neuen Rekorden aufmacht, dürfte der Index zuerst seine Unterstützung bei 15.618 Punkten und die graue 21-Tage-Durchschnitsslinie, die aktuell bei 15.602 Punkten verläuft, testen. Setzt sich die Abwärtsbewegung weiter fort, rückt die seit dem „Corona-Tief“ im März 2020 verlaufende grüne Aufwärtstrendlinie und die Unterstützung bei 15.523 Zählern in den Fokus. Ein Rücksetzer bis auf 15.425 Punkten ist nicht ausgeschlossen. Spätestens hier dürften die DAX-Bullen eine stärkere Gegenbewegung einleiten und dadurch höchst wahrscheinlich die Fahrt in Richtung neuer Allzeithochs fortsetzen.

Unterstützungen:

1. 15.618 Punkten

2. 15.523 Punkten

3. 15.425 Punkten

Widerstände:

1. 15.846 Punkten

2. 15.920 Punkten

3. 16.025 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Nach der US-Notenbanksitzung musste die europäische Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar kräftig Federn lassen und fiel unter die Marke von 1,19 US-Dollar. Der Euro-Abverkauf verlief dabei sehr dynamisch und durchbrach mühelos sämtliche Unterstützungslinien.

Charttechnischer Ausblick:

Nun sind die Euro-Bullen gefordert, eine größere Reaktion auf den heftigen Kursrutsch zu zeigen, um die Chance auf eine Fortsetzung des seit Mitte März 2020 gestarteten Aufwärtstrends zu wahren. Ein Schlusskurs über 1,20 US-Dollar würde belegen, dass die Euro-Bullen noch am Leben sind. Allerdings könnte ein Erholungsversuch bereits bei 1,1985 US-Dollar scheitern. Davor liegt noch eine weitere Hürde bei 1,1947 US-Dollar, welche im Fall eines Abprallens neue Bewegungstiefs bringen könnte. Erst ein Schlusskurs über 1,2030 US-Dollar entschärft das bärische Szenario und erhöht zugleich die Chance auf eine Fortsetzung des mittelfristigen Aufwärtstrends.

Geht der Abverkauf weiter, könnte die seit dem „Corona-Tief“ Mitte März 2020 verlaufende grüne Aufwärtstrendlinie sowie die Unterstützung bei 1,1839 US-Dollar eine größere Gegenbewegung einleiten. Darunter befinden sich mit 1,1793 und 1,1760 US-Dollar zwei weitere wichtige Unterstützungen. Bieten diese ebenfalls keinen Halt, so dürften neue Jahrestiefs im Bereich von 1,1691 US-Dollar wahrscheinlich werden.

Unterstützungen:

1. 1,1839 US-Dollar

2. 1,1793 US-Dollar

3. 1,1760 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1947 US-Dollar

2. 1,1985 US-Dollar

3. 1,2030 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Im Eiltempo in Richtung Süden ging es in den beiden vergangenen Handelstagen mit dem Preis für eine Feinunze Gold. Dabei stürzte der Goldpreis um rund 100 US-Dollar ab und notierte mit 1.767 US-Dollar auf dem tiefsten Stand seit Anfang Mai.

Charttechnischer Ausblick:

Die Gold-Bären haben den Gold-Bullen das Ruder heftig aus der Hand gerissen. Schaffen sie zudem einen Tagesschlusskurs unter 1.760 US-Dollar, dann setzt sich der Abverkauf möglicherweise bis zur wichtigen grünen Aufwärtstrendlinie, die seit Mai 2019 gültig ist, fort. Dort befindet sich bei 1.737 US-Dollar eine weitere Unterstützung, von wo aus eine größere Erholung möglich ist. Wird die grüne Aufwärtstrendlinie geknackt, muss mit einer zunehmenden Abwärtsdynamik gerechnet werden. Bevor das Jahrestief vom März bei 1.676 US-Dollar angesteuert wird, könnten die Unterstützungen bei 1.723 und 1.705 US-Dollar als Bollwerk dienen. 

Auf der Oberseite gibt es für die Gold-Bullen sehr viel zu tun, um verlorenes Terrain wieder zurückzugewinnen.  Solange der Goldkurs unter 1.825 US-Dollar bleibt, behalten die Gold-Bären die Oberhand. Ein Schlusskurs darüber wäre ein erster Befreiungsschlag für die Gold-Bullen und könnte ihnen neuen Mut für einen Anstieg bis auf 1.842 US-Dollar geben. Dieser Bereich dürfte zwischen Gold-Bullen und -Bären hart umkämpft werden. Gehen die Gold-Bullen dabei als Sieger hervor, befindet sich die nächste, schwierige Hürde bei 1.859 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.760 US-Dollar

2. 1.737 US-Dollar

3. 1.723 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.825 US-Dollar

2. 1.842 US-Dollar

3. 1.859 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 21.06. – 25.06.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag21.06.202116:15 UhrEU: EZB-Präsidentin Legarde spricht
Dienstag22.06.202116:00 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Mai)
Dienstag22.06.202120:00 UhrUS: Fed-Chef Powell spricht
Mittwoch23.06.202109:30 UhrDE: Einkaufmanagerindex (Jun.)
Mittwoch23.06.202110:00 UhrEU: Einkaufsmanagerindex (Jun.)
Mittwoch23.06.202115:45 UhrUS: Einkaufsmanagerindex (Jun.)
Mittwoch23.06.202116:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Mai)
Mittwoch23.06.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag24.06.202110:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex (Jun.)
Donnerstag24.06.202114:30 UhrUS: Auftragseingang langlebige Güter (Mai)
Donnerstag24.06.202114:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt (Q1.2021)
Freitag25.06.202114:30 UhrUS: PCE Preisindex (Mai)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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