Elbblick Börsenbrief – KW 24/2020

Liebe GBE-Trader,

ein Blick auf den US-Technologieindex Nasdaq 100 verrät, wer die wirklichen Gewinner der Corona-Pandemie sind. Die Aktien von Amazon, Apple, Facebook, Google und Microsoft beförderten den Nasdaq 100 in der vergangenen Börsenwoche zu einem neuen Rekordhoch. Die Tech-Giganten haben in diesem Jahr so viele Firmen wie seit Jahren nicht mehr übernommen und können dadurch ihre mächtige Stellung weiter ausbauen. Durch den starken Anstieg der großen Tech-Aktien konnte der Nasdaq 100 innerhalb von nur 10 Wochen um mehr als 43% zulegen und machte dadurch die Corona-Crashverluste mehr als wett.

In Europa beschloss der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag, dass die Anleihekäufe des Notkaufprogramms PEPP von 750 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro erhöht werden. Begründet wurde die geldpolitische Maßnahme mit dem Rückgang der Inflationen. Zudem soll das PEPP-Programm bis zum Ende der Corona-Krise fortgesetzt werden.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

 

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Stark, stärker, DAX! So in etwa kann die vergangene Handelswoche des deutschen Leitindex zutreffend kurz zusammengefasst werden. Von 11.751 Punkten zu Wochenbeginn gestartet, stieg der DAX bis zum Ende der Woche um über 1.000 Punkte an.

Charttechnischer Ausblick:

Die DAX-Bullen haben das Zepter fest in der Hand. Allerdings muss auf dem aktuellen Niveau jederzeit mit stärkeren Gewinnmitnahmen gerechnet werden. Das nächste Ziel auf der Oberseite ist ein Schlusskurs über 12.873 Punkten. Der Weg wäre dann frei bis zum nächsten charttechnischen Widerstand bei 13.140 Punkten. Mögliche Rücksetzer könnten den Index erneut in den Bereich von 12.500 bis 12.700 Punkten sinken lassen. Die nächste Aufwärtswelle sollte den DAX dann in Richtung 13.500 Punkten führen und die Lücke (Gap) vom 24. Februar 2020 schließen. Darüber befindet sich das Allzeithoch bei 13.797 Punkten.

Erste größere Gewinnmitnahmen führen möglicherweise zu einem Rückgang bis auf 12.100 Punkte. Dort verläuft die 200 Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart) und gleichzeitig die seit 14. Mai gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart). Bei Ausdehnung der Korrektur könnte der DAX bis auf 11.744 Punkte fallen. Spätestens im Bereich von 11.445 Punkten sollte eine stärkere Gegenbewegung einkalkuliert werden.

Unterstützungen:

1. 12.100 Punkten

2. 11.744 Punkten

3. 11.445 Punkten

Widerstände:

1. 12.873 Punkten

2. 13.140 Punkten

3. 13.500 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Kräftig aufwärts ging es in der letzten Woche mit der Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar. Seit dem Ausbruch über 1,10 US-Dollar in der vorletzten Woche, kannte der Euro nur eine Richtung und stieg ohne größere Rückläufe bis zu seinem Wochenhoch bei 1,1383 US-Dollar.  

Charttechnischer Ausblick:

Der Euro ist erneut an seiner seit Februar 2018 verlaufenden Abwärtstrendlinie (rote Linie im Chart) abgeprallt. Schafft die Einheitswährung diese zu überwinden, liegt das nächste Ziel bei 1,1452 US-Dollar. Gut vorstellbar, dass der Anstieg bis auf 1,1521 US-Dollar gehen kann, ehe größere Rücksetzer einsetzen und den Euro bis auf 1,13 US-Dollar verbilligen könnten. Mittelfristig liegt das Ziel auf der Oberseite bei 1,1665 US-Dollar.

Im kurzfristigen Zeitfenster ist der Euro definitiv überhitzt, so dass Rückläufe bis auf 1,1236 US-Dollar auf jeden Fall einkalkuliert werden sollten. Erst ein Schlusskurs unter 1,1186 US-Dollar wäre gefährlich und könnte zu einer Fortführung der Abwärtsbewegung bis auf 1,1070 US-Dollar führen. Eine nächste Aufwärtswelle in Richtung 1,12 US-Dollar könnte dann ab hier starten.

Unterstützungen:

1. 1,1236 US-Dollar

2. 1,1860 US-Dollar

3. 1,1070 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1452 US-Dollar

2. 1,1521 US-Dollar

3. 1,1665 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Goldpreis konsolidierte in der vergangenen Woche weiterhin im Bereich von 1.700 US-Dollar je Feinunze. Dabei wird das gelbe Edelmetall gut unterstützt von der 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart).

Charttechnischer Ausblick:

Ein Schlusskurs über 1.745 US-Dollar löst ein neues Kaufsignal aus, mit einem ersten Kursziel von 1.774 US-Dollar. Bei zunehmender Kaufdynamik kann sich die Aufwärtsbewegung ohne weiteres bis auf 1.795 US-Dollar ausdehnen. Gewinnmitnahmen dürften anschließend den Goldpreis erneut in den Bereich von 1.700 US-Dollar drücken. Ein starker Goldrausch würde das Kursziel bei 1.822 US-Dollar auslösen.

Durchaus denkbar, dass sich die Konsolidierung auch in den nächsten Tagen innerhalb der Bandbreite von 1.680 US-Dollar und 1.745 US-Dollar fortsetzt. Schließt der Goldpreis unter 1.680 US-Dollar, dürfte die Volatilität zunehmen und den Goldpreis bis auf 1.646 US-Dollar verbilligen. Hier entscheidet sich, ob der Goldpreis wieder über 1.700 US-Dollar ansteigt oder in Richtung der Marke von 1.610 US-Dollar fällt.

Unterstützungen:

1. 1.680 US-Dollar

2. 1.646 US-Dollar

3. 1.610 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.774 US-Dollar

2. 1.795 US-Dollar

3. 1.822 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 08.06. - 12.06.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag08.06.202008:00 UhrDE: Industrieproduktion (Monat)
Dienstag09.06.202008:00 UhrDE: Handelsbilanz
Dienstag09.06.202011:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (Quartal/Jahr)
Dienstag09.06.202011:00 UhrUSA: OPEC Treffen
Mittwoch10.06.202014:30 UhrUSA: Verbraucherpreisindex (Monat/Jahr)
Mittwoch10.06.202020:00 UhrUSA: Fed Zinssatzentscheidung
Mittwoch10.06.202020:30 UhrUSA: FOMC Pressekonferenz
Donnerstag11.06.202002:00 UhrEU: Treffen der Eurogruppe
Donnerstag11.06.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenunterstützung
Freitag12.06.202008:00 UhrUK: Bruttoinlandsprodukt (MoM)
Freitag12.06.202009:00 UhrEU: EcoFin-Treffen
Freitag12.06.202011:00 UhrEU: Industrieproduktion (Monat)
Freitag12.06.202016:00 UhrUSA: Reuters/Uni Michigan Verbrauchervertrauen

Risikohinweis:

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