Elbblick Börsenbrief – KW 23/2020

Liebe Börsenfreunde,

die Hoffnung auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung und auf einen baldigen Impfstoff gegen COVID-19 befeuerten auch in der letzten Handelswoche die Kurse an den internationalen Aktienmärkten. Allgemein war im Monat Mai weit und breit nichts zu sehen von der alten Börsenweisheit „sell in May and go away“. Der deutsche Leitindex DAX konnte rund acht Prozent und der marktbreite US-Index S&P 500 ungefähr vier Prozent zulegen, obwohl der DAX im April bereits um neun Prozent und der S&P 500 um dreizehn Prozent gestiegen war.

Der wieder aufgeflammte Handelskonflikt zwischen den USA und China und das von China beschlossene Sicherheitsgesetz für Hongkong spielten bisher an den Aktienbörsen keine große Rolle. Auch die Abwertung der chinesischen Währung Yuan zum US-Dollar durch die chinesische Nationalbank People’s Bank of China (PBOC), die im Laufe der letzten Woche den US-Dollar-Kurs mit 7,1316 Yuan auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2008 festlegte, wurde von den Anlegern größtenteils ignoriert.  Einige Marktteilnehmer gehen davon aus, dass US-Präsident Donald Trump sechs Monate vor den US-Wahlen keine härten Sanktionen gegen China einleiten wird, um größeren Schaden zu verhindern.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Aktienindex DAX legte in der vergangenen Handelswoche eine starke Performance hin. Der Index konnte sein großes Abwärts-Gap vom 9. März komplett schließen und stieg im Wochenhoch bis auf 11.826 Punkte.

Charttechnischer Ausblick:

Bei Fortsetzung der aktuellen Aufwärtsbewegung dürfte der DAX zunächst bis an die 200-Tage-Durchschnittslinie (orange Linie im Chart), die bei ca. 12.084 Punkten verläuft, steigen, ehe größere Gewinnmitnahmen das Aktienbarometer in Richtung 11.000 Punkte führen könnten. Über der 200-Tagelinie befindet sich die nächste Hürde bei 12.275 Punkten. Schließt der DAX darüber, wäre der Weg bis auf 12.873 Punkten frei.

Mögliche Gewinnmitnahmen könnten den DAX im ersten Schritt bis auf einen Stand von 11.220 Punkten senken. Von hier aus besteht die Chance auf einen neuen Aufwärtsimpuls in den Bereich von 12.000 Punkten. Sollte die Abwärtsbewegung stärker ausfallen, dürfte die seit dem Jahrestief gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) bei ca. 10.796 Punkten eine größere Unterstützung bieten. Ein Bruch der Trendlinie auf Schlusskursbasis löst die Kursziele 10.431 Punkte und 10.149 Punkte aus.

Unterstützungen:

1. 11.220 Punkten

2. 10.796 Punkten

3. 10.431 Punkten

Widerstände:

1. 12.084 Punkten

2. 12.275 Punkten

3. 12.873 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Nach mehreren Versuchen hat es die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar endlich geschafft, den wichtigen Widerstand bei 1,10 US-Dollar zu überwinden. Damit stieg der Euro zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit Ende März.

Charttechnischer Ausblick:

Der Ausbruch über 1,10 US-Dollar dürfte dem Euro einen neuen Schub geben und die Einheitswährung zum nächsten Widerstand bei 1,1166 US-Dollar führen. Anschließend könnte sich das Währungspaar innerhalb einer Bandbreite zwischen 1,10 US-Dollar und 1,12 US-Dollar bewegen. Schafft es der Euro, sich aus der Range nach oben zu lösen, liegt das nächste Hindernis bei 1,1236 US-Dollar. Bei entsprechender Kaufdynamik besteht durchaus die Möglichkeit auf eine Euro-Aufwertung bis 1,1333 US-Dollar.

Sollte der Euro wieder abwerten, dann könnte die Unterstützung bei 1,1017 US-Dollar einen wichtigen Schutz vor der wichtigen Marke von 1,10 US-Dollar bieten. Unterschreitet der Euro auch dieses Level, rückt die Unterstützung bei 1,0970 US-Dollar in den Fokus. Spätestens bei 1,0895 US-Dollar dürfte die Gemeinschaftswährung das Level von 1,10 US-Dollar wieder ins Visier nehmen.

Unterstützungen:

1. 1,1017 US-Dollar

2. 1,0970 US-Dollar

3. 1,0895 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1166 US-Dollar

2. 1,1236 US-Dollar

3. 1,1333 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Nachdem der Goldpreis in der Vorwoche ein frisches Siebenjahreshoch bei 1.765 US-Dollar erreichte, kam der Preis für eine Feinunze Gold in der vergangenen Handelswoche etwas zurück. Im Wochentief fiel das Edelmetall kurzzeitig unter die 1.700 US-Dollar-Marke auf 1.693 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Die Konsolidierung im Bereich 1.700 US-Dollar kann als bullisches Signal gewertet werden. Das Edelmetall scheint Kraft zu tanken für den nächsten stärkeren Anstieg, der den Goldpreis bis auf 1.774 US-Dollar befördern könnte. Von hier aus dürfte Gold erneut bis in den Bereich von 1.700 US-Dollar konsolidieren, ehe die nächste Aufwärtsbewegung den Goldpreis bis auf 1.795 US-Dollar verteuern könnte. Darüber liegt das nächste Kursziel bei 1.822 US-Dollar.

Eine mögliche Konsolidierung kann sich problemlos bis auf 1.683 US-Dollar hinziehen. Erst ein Schlusskurs darunter wäre ein erster Warnhinweis für die Gold-Bullen, dass sich der Goldpreis anschließend bis auf 1.646 US-Dollar verbilligen kann. Hier dürften die Goldkäufer wieder stärker zurückschlagen und versuchen, den Goldpreis über 1.700 US-Dollar zu heben. Gelingt dies nicht, liegt das nächste Ziel auf der Unterseite bei 1.610 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.680 US-Dollar

2. 1.646 US-Dollar

3. 1.610 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.774 US-Dollar

2. 1.795 US-Dollar

3. 1.822 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 01.06. - 05.06.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag01.06.2020GanztagsDE - Feiertag (Pfingstmontag)
Montag01.06.202016:00 UhrUSA: ISM verarbeitendes Gewerbe
Dienstag02.06.202009:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Mai)
Mittwoch03.06.202009:55 UhrDE: Arbeitslosenquote
Mittwoch03.06.202011:00 UhrEU: Arbeitslosenquote
Mittwoch03.06.202014:15 UhrUSA: ADP Beschäftigungsänderung
Mittwoch03.06.202016:00 UhrUSA: ISM nicht-verarbeitendes Gewerbe
Donnerstag04.06.202011:00 UhrEU: Einzelhandelsumsätze (Jahr)
Donnerstag04.06.202013:45 UhrEU: EZB Zinssatzentscheidung
Donnerstag04.06.202014:30 UhrEU: EZB Pressekonferenz
Donnerstag04.06.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Freitag05.06.202014:30 UhrUSA: Beschäftigung ex-Agrar (Mai)
Freitag05.06.202014:30 UhrUSA: Arbeitslosenquote

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