Elbblick Börsenbrief – KW 21/2020

Liebe Börsenfreunde,

die vergangene Börsenwoche war von großen Bedenken an einer schnellen V-förmigen Konjunkturerholung und von der Gefahr einer zweiten Infektionswelle geprägt. Besonders die Worte von Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, hinterließen Spuren an den Finanzmärkten. Er stimmte die Amerikaner auf härtere Zeiten ein, da die US-Wirtschaft durch die Corona-Pandemie vor einer längerfristigen Wirtschaftsschwäche stehen könnte.  „Es kann sein, dass wir eine längere Zeit ohne steigende Produktivität haben und damit stagnierende Einkommen. Wir müssen alles tun, dass das nicht passiert, und das kann nur bedeuten, weitere Programme zu beschließen.“ so Powell.

Zudem flammte in der letzten Woche das Thema Handelsstreit zwischen den USA und China erneut auf. Laut einem Medienbericht der staatlich kontrollierten chinesischen Zeitung „Global Times“ empfahl ein Berater der chinesischen Regierung, das im Januar unterzeichnete Handelsabkommen mit den USA teilweise rückgängig zu machen. Auf der Gegenseite ließ US-Präsident Donald Trump verlauten, dass genaustens überprüft werden soll, ob China das Abkommen einhält.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Gleich zu Beginn der vergangenen Woche scheiterte der deutsche Aktienindex DAX mit einem Wochenhoch von 10.985 Punkten knapp an der 11.000 Punkte-Marke. Im Verlauf der Woche kam es zu größeren Verkäufen und der deutsche Leitindex prallte im Wochentief bei 10.159 Punkten exakt an der 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart ab.

Charttechnischer Ausblick:

Mit Blick auf den Tageschart des deutschen Aktienbarometers ist eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (S-K-S-Formation) erkennbar, aus der sich im Fall des Eintretens ein Kursziel von 9.540 Punkten ergibt. Ein Schlusskurs unter 10.149 Punkten ist erforderlich, damit die S-K-S-Formation bestätigt und das erste Kursziel bei 9.725 Punkten ausgelöst wird. Hier ist mit einer möglichen Erholung in Richtung 10.000 Punkten zu rechnen. Bei Fortführung der Abwärtsbewegung liegen die nächsten Unterstützungen bei 9.540 Punkten und 9.368 Punkten.

Ein Schlusskurs über 10.670 Punkten würde das Szenario der S-K-S-Formation deutlich entschärfen. Das nächste Ziel der DAX-Bullen wäre dann die Zurückeroberung der 11.000 Punkte-Marke. Damit würden sich die Chancen auf einen Anstieg bis in den Bereich von 11.420 Punkten (vollständige Schließung des Gaps vom 9. März 2020) und 11.660 Punkten erhöhen. Von dort aus kann es dann erneut zu einem Abverkauf bis unter 11.000 Punkten kommen.

Unterstützungen:

1. 10.149 Punkten

2.   9.725 Punkten

3.   9.540 Punkten

Widerstände:

1. 10.670 Punkten

2. 11.000 Punkten

3. 11.420 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Volatilität im Währungspaar EURUSD ist weiterhin rückläufig. In der letzten Woche wurde die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar in einer engen Handelsspanne gehandelt. Die Differenz zwischen Wochenhoch und -tief betrug lediglich etwas mehr als 120 pips.

Charttechnischer Ausblick:

Die abnehmende Volatilität könnte bald ein Ende finden, denn es ist gut vorstellbar, dass ein Bruch der Unterstützung bei 1,0653 US-Dollar eine höhere Volatilität auslöst mit dem Ziel 1,0561 US-Dollar. Sollte hier eine Erholung bis auf 1,08 US-Dollar ausbleiben und die Verkaufsdynamik zunehmen, besteht durchaus die Gefahr einer Euro-Abwertung bis auf 1,0486 US-Dollar.

Im Fall einer weiterhin gering bleibenden Volatilität, könnte sich die aktuelle Seitwärtsphase auch in den kommenden Tagen fortsetzen. Ein Schlusskurs über 1,09 US-Dollar dürfte weitere Käufer anlocken mit dem Ziel eines Schlusskurses über 1,10 US-Dollar. Sollte dies gelingen, liegt das nächste Ziel auf der Oberseite bei 1,1080 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1,0653 US-Dollar

2. 1,0561 US-Dollar

3. 1,0486 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0900 US-Dollar

2. 1,1000 US-Dollar

3. 1,1080 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

In den vergangenen vier Wochen formte der Goldpreis ein symmetrisches Dreieck (rote Linien im Chart) aus. Zum Ende der vergangenen Handelswoche durchschritt das Edelmetall dann die obere Begrenzung und dadurch ist ein neues Siebenjahreshoch (aktuell bei 1.747 U-Dollar) in greifbarer Nähe.

Charttechnischer Ausblick:

Der Ausbruch aus dem Dreieck könnte zu einem neuen Rallyschub führen, der den Goldpreis im ersten Schritt bis auf 1.768 US-Dollar verteuern könnte. Durchaus möglich, dass der Preis für eine Feinunze Gold bei entsprechender Kaufdynamik bis auf 1.795 US-Dollar klettert, bevor es zu größeren Gewinnmitnahmen kommt. Darüber liegt der nächste charttechnische Widerstand bei 1.822 US-Dollar.

Dagegen würde ein Schlusskurs unter 1.680 US-Dollar zu einer möglichen Korrektur bis auf 1.633 US-Dollar führen. Hier ist mit einem stärkeren Konter der Gold-Bullen zu rechnen mit dem Ziel 1.700 US-Dollar. Erst ein Schlusskurs unter 1.633 US-Dollar führt zu einer kurzfristigen Trendumkehr und könnte den Goldpreis bis auf 1.598 US-Dollar verbilligen. Sollte die Trendumkehr an Dynamik gewinnen, kann sich die Abwärtsbewegung bis auf 1.564 US-Dollar ausdehnen.

Unterstützungen:

1. 1.680 US-Dollar

2. 1.633 US-Dollar

3. 1.598 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.768 US-Dollar

2. 1.795 US-Dollar

3. 1.822 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 18.05. - 22.05.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Dienstag19.05.202008:00 UhrUK: Arbeitslosenänderung (Apr.)
Dienstag19.05.202011:00 UhrDE: ZEW – Konjunkturerwartungen (Mai)
Dienstag19.05.202012:00 UhrEU: Treffen der EU-Finanzminister
Dienstag19.05.202014:30 UhrUSA: Baugenehmigungen (Apr.)
Mittwoch20.05.202008:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Apr.)
Mittwoch20.05.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Apr.)
Donnerstag21.05.202014:30 UhrUSA: Philly Fed Herstellungsindex (Mai)
Donnerstag21.05.202015:45 UhrUSA: Einkaufsmanagerindex (Mai)
Donnerstag21.05.202016:00 UhrUSA: Verkäufe bestehender Häuser (Apr.)
Freitag22.05.202009:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Mai)
Freitag22.05.202009:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Dienstleistungen (Mai)
Freitag22.05.202010:00 UhrEU: Einkaufsmanagerindex (EMI) Gesamtindex (Mai)

Risikohinweis:

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unseren Risiko Hinweis und unsere AGBs.

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