Elbblick Börsenbrief
KW 20/2021

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

die Inflationsangst kehrte in der vergangenen Woche erneut zurück und schickte die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt. Geschürt durch die im April stark gestiegenen US-Verbraucherpreise, die sich im Jahresvergleich um 4,2 Prozent auf den höchsten Stand seit September 2008 verteuerten, standen insbesondere die Technologiewerte unter Druck. Hoch bewertete Aktien wie Apple, Amazon, Microsoft oder Facebook werden in einem Umfeld mit zunehmender Inflation gezwungen, ihre zukünftigen Gewinnerwartungen anzupassen. Zudem sorgen steigende Zinsen für höhere Refinanzierungskosten der Unternehmen, was vor allem den Technologiesektor mit seinem hohen Anteil an Fremdkapital betrifft.

Zwar geht die US-Notenbank Fed weiterhin davon aus, dass ein Anziehen der Inflation nur von vorübergehender Natur sein dürfte und für eine Straffung der Geldpolitik keine Eile besteht. Allerdings mehren sich die Stimmen, die das aktuelle Preisniveau als zu hoch bezeichnen. Beispielsweise zeigte sich der Fed-Vizechef Richard Clarida vom rasanten Preisdruck überrascht und sagte, die Notenbank werde „nicht zögern“, die Inflation zu bekämpfen. Einige Marktteilnehmer rechnen bereits mit einem Zurückfahren des milliardenschweren Anleihekaufprogramms der Fed.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Unsere Webinarreihe Elbblick Live ist gestartet!

Ab Mai präsentiert GBE brokers die Webinar-Reihe „Elbblick Live“. Montags und mittwochs durchleuchten wir vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 15-20-minütigen Live-Webinar mittels der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Nachdem das deutsche Aktienbarometer DAX am vergangenen Dienstag mit 15.543 Punkten ein neues Rekordhoch erzielte, rutschte der Index einen Tag später dynamisch unter die 15.000er-Marke. Die anschließende Erholung führte den DAX wieder über 15.400 Zähler.

Charttechnischer Ausblick:

Wie in der Vorwoche konnten die DAX-Bullen den scharfen Rücksetzer unter die Schwelle von 15.000 erneut unmittelbar kontern und sichern sich so die große Chance auf eine Fortführung der Rekordjagd. Möglicherweise steht in den nächsten Tagen ein stärkerer Ausbruch über 15.543 Punkte bevor. Ein Schlusskurs über dem aktuellen Allzeithoch dürfte dieses Szenario bestätigen und den Weg zu den Projektionszielen bei 15.823 und 15.920 Zählern ebnen. Davor befindet sich mit 15.730 Punkte ein kleineres Projektionsziel.

Solange sich der DAX über 14.805 Punkte hält, haben die DAX-Bären wenig zu melden. Bisherige Versuche, diese wichtige Unterstützung zu durchbrechen, scheiterten bereits frühzeitig. Erst ein Schlusskurs darunter führt zu einer deutlichen Steigerung der Nervosität und bringt die nächste Unterstützung bei 14.595 Zähler ins Spiel. Verstärkt könnten hier Käufer zulangen mit dem Ziel, den Index wieder an die 15.000er-Marke zu führen. Kommt es jedoch zu einer weiteren Abwärtsbewegung, liegt die nächste Unterstützung bei 14.372 Zählern.

Unterstützungen:

1. 14.805 Punkten

2. 14.595 Punkten

3. 14.372 Punkten

Widerstände:

1. 15.730 Punkten

2. 15.823 Punkten

3. 15.920 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Zu Beginn der letzten Handelswoche scheitere die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar am Widerstand bei 1.2180 US-Dollar und fiel anschließend bis auf 1,2151 US-Dollar zurück. Dort startete eine Gegenbewegung, die aktuell von der grauen 21-Tage-Durchschnittslinie unterstützt wird.

Charttechnischer Ausblick:

Immer wieder kommt es bei der Ende März begonnenen, im grünen Trendkanal verlaufenden Aufwärtsbewegung zu Kursrücksetzern. Diese stellen aber bisher keine ernsthafte Gefahr für die wichtigen charttechnischen Unterstützungen dar. Selbst ein Verlassen der unteren Begrenzung des Trendkanals dürfte für keine große Aufregung sorgen, vorausgesetzt, der Euro setzt danach seinen Aufwärtstrend fort. Ein Schlusskurs über 1,2180 US-Dollar könnte dafür sorgen, dass die Kaufdynamik zunimmt und die Hürde bei 1,2220 US-Dollar lediglich einen kurzen Widerstand bietet. Schwieriger dürfte es im Bereich von 1,2286 US-Dollar werden. Dort könnte eine Gegenbewegung den Euro bis auf 1,2180 US-Dollar verbilligen. Setzt sich im Anschluss die Aufwärtsbewegung fort, steht mit dem Jahreshoch bei 1,2349 US-Dollar auf dem möglichen Weg zum 2018er-Hoch bei 1,2555 US-Dollar das nächste Ziel an.

Sollte der Euro das Hindernis bei 1,2180 US-Dollar auf Schlusskursbasis nicht schaffen, muss erneut mit einem Kursrücksetzer in Richtung 1,2050 US-Dollar gerechnet werden. In diesem Bereich dürfte sich der Euro wieder aufrichten und einen weiteren Angriff auf die 1,2180 US-Dollar starten. Gelingt ihm das nicht, liegt die nächste Unterstützung knapp unterhalb der magischen 1,20er-Schwelle bei 1,997 US-Dollar. Im Fall der Fortsetzung der Abwärtsbewegung rücken die Unterstützungen bei 1,1941 und 1,18851 US-Dollar in den Mittelpunkt.

Unterstützungen:

1. 1,2050 US-Dollar

2. 1,1997 US-Dollar

3. 1,1941 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2180 US-Dollar

2. 1,2220 US-Dollar

3. 1,2286 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Nachdem das Edelmetall Gold am vergangenen Montag mit 1.845 US-Dollar ein frisches Dreimonatshoch markierte, geriet der Preis für eine Feinunze Gold im Zuge der steigenden US-Zinsen unter Druck. Der Kursrutsch stellte aber keine Gefahr für die wichtige Unterstützung bei 1.800 US-Dollar dar.

Charttechnischer Ausblick:

Die Gold-Bullen stehen jetzt vor großen Hürden auf dem Weg zur 1.900er-US-Dollar-Marke. Zuerst könnte die orange 200-Tage-Durchschnittslinie, die aktuell bei ca. 1.848 US-Dollar verläuft, einen weiteren Anstieg verhindern und den Goldpreis wieder in Richtung 1.820 US-Dollar drücken. Nur knapp darüber befindet sich bei ca. 1.855 US-Dollar die seit dem Allzeithoch bei 2.075 US-Dollar gültige rote Abwärtstrendlinie. Zwei richtig harte Brocken, an denen sich die Gold-Bullen höchstwahrscheinlich ihre Zähne ausbeißen werden. Gelingt ihnen einen Tagesschlusskurs über der roten Abwärtstrendlinie, so könnte dies eine neue Kaufeuphorie entfachen und den Goldpreis im ersten Schritt bis auf 1.875 US-Dollar verteuern. Darüber liegt der nächste Widerstand bei 1.900 US-Dollar.

Die Gold-Bären werden alles daran setzen, die rote Abwärtstrendlinie zu verteidigen und den Goldpreis im Anschluss bis auf 1.818 US-Dollar zu verbilligen. Falls die Gold-Bullen dort keine größere Reaktion zeigen, dürfte sich der Verkaufsdruck beschleunigen mit Ziel 1.795 US-Dollar. Darunter befinden sich die nächsten Unterstützungen bei 1.781 und 1.760 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.818 US-Dollar

2. 1.795 US-Dollar

3. 1.781 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.848 US-Dollar

2. 1.855 US-Dollar

3. 1.875 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 17.05. – 21.05.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag17.05.202108:00 UhrDE: Großhandelspreise (Apr.)
Dienstag18.05.202111:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (Q1.2021)
Dienstag18.05.202111:00 UhrEU: Gesamtbeschäftigung (Q1.2021)
Dienstag18.05.202114:30 UhrUS: Baugenehmigungen (Apr.)
Mittwoch19.05.202108:00 UhrUK: Verbraucherpreisindex (Apr.)
Mittwoch19.05.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Apr.)
Mittwoch19.05.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Mittwoch19.05.202120:00 UhrUS: FOMC Sitzungsprotokoll
Donnerstag20.05.202108:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Apr.)
Donnerstag20.05.202114:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Freitag21.05.202109:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Mai)
Freitag21.05.202115:45 UhrUS: Einkaufsmanagerindex (Mai)

Risikohinweis:

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers Ltd. bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unsere Risikohinweise und unsere AGBs.

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen