Elbblick Börsenbrief – KW 20/2020

Liebe Kundinnen und Kunden,

bekanntlich nimmt die Börse die Erwartung der Wirtschaft vorweg. Mit Blick auf den momentanen Stand des US-Technologieindex Nasdaq 100 sieht die Zukunft wohl sehr rosig aus, da der Index nur noch knapp 6 Prozent unter dem Allzeithoch vom Februar liegt. Wer hätte noch Mitte März geglaubt, dass die Aktienmärkte, speziell der Nasdaq 100, so schnell wieder zurückkommen. Fraglich ist nur, ob hier nicht zu viel Optimismus drinsteckt. Momentan werden schlechte Nachrichten an den Börsen ignoriert und positive Meldungen regelrecht gefeiert.

Natürlich wurde seit der Verbreitung des Coronavirus das Bankensystem mit billigem Zentralbankgeld geflutet, was letztendlich zu einer Vermögenspreisinflation auch an den Aktienmärkten führte. Schaut man sich den drastischen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA an, die innerhalb von 7 Wochen auf mehr als 33 Millionen Anträge gestiegen sind und dadurch jeder fünfte aller arbeitsfähigen Amerikaner arbeitslos ist, passen Rekordhöchste an den Aktienbörsen irgendwie nicht so recht ins Bild.

Wie sich die Ereignisse der letzten Woche auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD und auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Nachdem der deutsche Aktienindex DAX nach seinem Jahrestief im März bei 8.187 Punkten bis auf 11.259 Punkten am 30. April steigen konnte, fiel der Index in der letzten Woche bis auf 10.426 Punkten. Anschließend machte der DAX über 50 Prozent der Abwärtsbewegung wieder weg, notierte jedoch dabei unter 11.000 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Momentan bietet die 21-Tage-Durchschnittslinie (graue Linie im Chart) eine gute Unterstützung. Der DAX schlängelte sich in der vergangenen Handelswoche quasi an dieser Linie entlang. Das Gap (Kurslücke) vom 9. März bei 11.420 Punkten wurde noch nicht komplett geschlossen. Schafft es der DAX diese zu schließen, liegt der nächste Widerstand bei 11.650 Punkten. Hier könnten erneut stärkere Verkäufe auftreten und den Index wieder unter 11.000 Punkten drücken. Ein Schlusskurs über 11.650 Punkten eröffnet weiteres Aufwärtspotenzial bis 12.275 Punkten.

Das Chartbild im DAX sieht aktuell äußerst stabil aus. Erst ein Schlusskurs unter 10.149 Punkten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der deutsche Leitindex bis auf 9.817 Punkten fallen kann. Von hier aus ist mit einer stärkeren Gegenbewegung in Richtung 10.500 Punkten zu rechnen. Bei Bruch der Unterstützung bei 9.817 Punkten drohen weitere Abgaben bis auf 9.185 Punkten.

Unterstützungen:

1. 10.149 Punkten

2.   9.817 Punkten

3.   9.185 Punkten

Widerstände:

1. 11.420 Punkten

2. 11.650 Punkten

3. 12.275 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Am 1. Mai konnte die Gemeinschaftswährung Euro bis auf 1.1017 US-Dollar steigen, allerdings nicht über 1,10 US-Dollar schließen. Im Anschluss fiel der Euro in der letzten Handelswoche bis auf 1,0766 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Seit April scheiterten alle Versuche des Euros, die Marke von 1,10 US-Dollar wieder zurückzuerobern. Dies ist ein Zeichen, dass die Bären im EURUSD weiterhin das Zepter fest in ihrer Hand halten. Die nächste Abwärtsbewegung könnte den Euro zunächst bis auf 1,0653 US-Dollar verbilligen. Darunter wäre Raum für weitere Abgaben bis auf 1,0561 US-Dollar, von wo aus die momentane volatile Seitwärtsphase weitergehen könnte. Durchaus möglich, dass diese sich bis auf 1,0486 US-Dollar ausdehnt.

Auf der Oberseite ist weiterhin ein Schlusskurs über der Marke von 1,10 US-Dollar notwendig, damit der Euro im ersten Anlauf das Potenzial für einen Anstieg auf 1,1080 US-Dollar besitzt. Falls sich der Euro darüber halten kann, liegt die nächste Hürde bei 1,1166 US-Dollar. Von diesem Level aus könnte die Einheitswährung erneut in Richtung 1,10 US-Dollar sinken.

Unterstützungen:

1. 1,0653 US-Dollar

2. 1,0561 US-Dollar

3. 1,0486 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1000 US-Dollar

2. 1,1080 US-Dollar

3. 1,1166 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Das gelb schimmernde Edelmetall Gold brach vergangene Woche aus seinem symmetrischen Dreieck (rote Linien im Chart) nach oben aus und ist nicht mehr weit von einem neuen Jahreshoch, welches zurzeit bei 1.747 US-Dollar je Feinunze liegt, entfernt. Allerdings wurde der Ausbruch bisher nicht durch eine starke Kaufdynamik unterstützt.

Charttechnischer Ausblick:

Das nächste Ziel der Gold-Bullen auf der Oberseite liegt bei 1.768 US-Dollar. Fundamental könnte sich der Goldpreis beispielsweise durch einen wieder aufflammenden Handelskonflikt zwischen den USA und China bis auf 1.795 US-Dollar verteuern. Darüber befindet sich das nächste Kursziel bei 1.822 US-Dollar.

Trotz der guten Aussichten könnte sich der Goldpreis zwischen 1.670 US-Dollar und 1.740 US-Dollar seitwärts schieben. Die Seitwärtsphase kann sich bis auf 1.659 US-Dollar ausdehnen. Gefährlich wäre erst ein Schlusskurs unter 1.633 US-Dollar, der den Goldkurs bis in den Bereich 1.598 US-Dollar – 1.564 US-Dollar drücken könnte. Ab hier dürfte die nächste Aufwärtsbewegung in Richtung 1.700 US-Dollar eingeleitet werden.

Unterstützungen:

1. 1.659 US-Dollar

2. 1.633 US-Dollar

3. 1.598 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.768 US-Dollar

2. 1.795 US-Dollar

3. 1.822 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 11.05. - 15.05.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Dienstag12.05.202014:30 UhrUSA: Verbraucherpreisindex – Kernrate (Apr.)
Mittwoch13.05.202008:00 UhrUK: Bruttoinlandsprodukt (Jahr) (1. Quartal)
Mittwoch13.05.202008:00 UhrUK: Produktion des Verarbeitenden Gewerbes (Mrz.)
Mittwoch13.05.202011:00 UhrEU: Industrieproduktion (Mrz.)
Mittwoch13.05.202014:30 UhrUSA: Erzeugerpreisindex (EPI) (Apr.)
Mittwoch13.05.202016:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag14.05.202008:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (VPI) (Apr.)
Donnerstag14.05.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenunterstützung
Freitag15.05.202008:00 UhrDE: Bruttoinlandsprodukt (1. Quartal)
Freitag15.05.202011:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (Jahr)
Freitag15.05.202011:00 UhrEU: Handelsbilanz (Mrz.)
Freitag15.05.202014:30 UhrUSA: Einzelhandelsumsätze – Kernrate (Apr.)

Risikohinweis:

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