Elbblick Börsenbrief
KW 19/2021

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

basierend auf den Daten der US-Aufsichtsbehörde Finra werden die Rekorde an der Wall Street zunehmend mit Schulden finanziert. Denn laut  Finra erreichte die Summe an Wertpapierkrediten im Monat März ein Rekordwert in Höhe von 822 Milliarden US-Dollar – eine Steigerung um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit Beginn der Datenaufzeichnung im Jahr 1997 gab es nur vor dem Zusammenbruch der Dotcom-Blase nach dem Jahrtausendwechsel und vor der Finanzkrise 2007 ähnliche Werte.

Allgemein zeigten sich die Aktienbörsen in der letzten Handelswoche ziemlich wechselhaft. Während der Dow-Jones-Index seine Rekordfahrt fortsetzte und über 34.500 Punkten stieg, hinkte der technologiebasierte Nasdaq-Index dem breiten Markt hinterher. Insbesondere die Worte von US-Finanzministerin und ehemaligen Chefin der US-Notenbank Fed, die einen Anstieg der Zinsen zur Vermeidung einer Überhitzung der US-Wirtschaft möglicherweise für notwendig hält, schickten die hoch bewerteten Technologieaktien auf Talfahrt und bescherten dem Nasdaq-Index den größten Tagesverlust seit Mitte März.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Unsere Webinarreihe Elbblick Live ist gestartet!

Ab Mai präsentiert GBE brokers die Webinar-Reihe „Elbblick Live“. Montags und mittwochs durchleuchten wir vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 15-20-minütigen Live-Webinar mittels der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

In der vergangenen Börsenwoche kam es im deutschen Leitindex DAX zum ersten Mal seit Überschreiten der 15.000er-Marke zu einem größeren Kursrücksetzer. Dabei fiel der Index bis auf 14.828 Punkte. In der anschließenden Erholung stieg der DAX wieder über 15.000 Zähler.

Charttechnischer Ausblick:

Den (zu erwartenden) Kursrücksetzer konnten die DAX-Bullen erfolgreich im Bereich der wichtigen Unterstützung bei 14.805 Punkten abwehren. Darüber hinaus verteidigten sie die seit Oktober 2020 verlaufende grüne Aufwärtstrendlinie und waren zudem noch in der Lage, die graue 21-Tage-Durchschnittslinie zu überwinden. Dies sind wichtige charttechnische Hinweise dafür, dass sich die Rekordbewegung im DAX wahrscheinlich in Kürze fortsetzen wird. Dafür benötigt das deutsche Aktienbarometer einen Schlusskurs über 15.533 Punkten, der den Weg für eine Aufwärtsbewegung zu den Projektionszielen bei 15.823 und 15.920 Zählern ebnen könnte. Darüber befindet sich mit 16.025 Punkten das nächste Projektionsziel.

Trotz der bullischen Signale könnte der DAX zunächst eine komplizierte Seitwärtsphase auf hohem Niveau ausbilden, bevor die Reise in Richtung Norden weitergeht. Entsprechend sollte ein Test der Unterstützungslinie bei 15.084 Punkten einkalkuliert werden. Durchbricht der Index seine grüne Aufwärtstrendlinie, dürfte die wichtige Unterstützung im Bereich von 14.805 Punkten als nächstes ins Spiel kommen. Dort verläuft zudem die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie. Schließt der Index dagegen unter 14.800 Punkten, ist mit einer Zunahme der Verkaufsdynamik bis auf 14.500 Punkte zu rechnen.

Unterstützungen:

1. 15.084 Punkten

2. 14.805 Punkten

3. 14.500 Punkten

Widerstände:

1. 15.533 Punkten

2. 15.823 Punkten

3. 15.920 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Wieder einmal stand in der Vorwoche die magische Schwelle von 1,20 US-Dollar im Mittelpunkt des Währungspaares EUR/USD. Zur Wochenmitte fiel der Euro bis auf 1,1985 US-Dollar, berappelte sich zum Ende der Handelswoche jedoch auf über 1,21 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Der Bruch der roten Abwärtstrendlinie in der Handelswoche davor stellte sich bisher als Fehlausbruch heraus. Ein Schlusskurs über 1,2088 US-Dollar dürfe der europäischen Gemeinschaftswährung neuen Schwung für einen Anstieg bis auf 1,2150 US-Dollar geben. Hier sollte eine Gegenbewegung einkalkuliert werden, die den Eurokurs erneut unter 1,21 US-Dollar rutschen lassen kann. Eine Aufwärtswelle im Anschluss könnte den Euro zuerst bis auf 1,2220 US-Dollar, dann bis auf 1,2289 US-Dollar verteuern. Darüber liegt mit 1,2349 US-Dollar das aktuelle Jahreshoch als Hindernis auf dem möglichen Weg zum 2018er-Hoch bei 1,2555 US-Dollar.

Es ist durchaus möglich, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung zunächst im Bereich der roten Abwärtstrendlinie endet und der Euro danach bis auf 1,2025 US-Dollar fällt. Entsteht auf diesem Niveau keine neue Aufwärtswelle, könnte der Euro bei 1,1977 US-Dollar abprallen und einen neuen Anlauf in Richtung des Jahreshochs starten. Bei Fortsetzung der Abwärtsbewegung liegt die nächste wichtige Unterstützung bei 1,1925 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1,2025 US-Dollar

2. 1,1977 US-Dollar

3. 1,1925 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2088 US-Dollar

2. 1,2150 US-Dollar

3. 1,2220 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Weiter aufwärts ging es in der vergangenen Handelswoche mit dem Preis des gelb-schimmernden Edelmetalls Gold. Nach dem Bruch der 1.800-US-Dollar-Marke zog der Goldpreis dynamisch bis über 1.820 US-Dollar an und markierte mit 1.823 US-Dollar ein frisches Zweieinhalbmonatshoch.

Charttechnischer Ausblick:

Die Gold-Bullen gehen bisher als Sieger aus dem Tauziehen um die 1.800er-Schwelle hervor. Nun könnten sie mit einem Schlusskurs über 1.820 US-Dollar nachlegen, um den Anstieg zunächst bis 1.838, anschließend bis auf 1.851 US-Dollar weiterzuführen. Dort treffen mit der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie und der seit dem Allzeithoch bei 2.075 US-Dollar verlaufenden roten Abwärtstrendlinie gleich zwei hartnäckige Widerstände zusammen. Hier müssen definitiv Kursrücksetzer eingeplant werden, die das Potential haben, die 1.800er-Marke zu testen. Knackt dagegen der Goldpreis das Hindernis im Bereich von 1.850 US-Dollar, liegt die nächste Hürde bei 1.875 US-Dollar.

Im Bereich zwischen 1.820 und 1.825 US-Dollar muss jederzeit mit einem Angriff der Gold-Bären gerechnet werden mit dem Ziel, den Goldpreis bis auf 1.800 US-Dollar zu verbilligen. Geht der Abverkauf weiter, könnte der Goldpreis innerhalb der Unterstützungszone zwischen 1.781 und 1.789 US-Dollar eine neue Aufwärtsbewegung initiieren. Fällt der Goldkurs unter diese Zone, dann befindet sich die nächste Unterstützung bei 1.767 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1.800 US-Dollar

2. 1.789 US-Dollar

3. 1.767 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.820 US-Dollar

2. 1.837 US-Dollar

3. 1.851 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 10.05. – 14.05.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag10.05.202109:30 UhrGB: Halifax-Hauspreisindex (Apr.)
Dienstag11.05.202111:00 UhrDE: ZEW-Indikator (Mai)
Dienstag11.05.202116:00 UhrUS: JOLTs Stellenangebote (Mrz.)
Mittwoch12.05.202108:00 UhrGB: Bruttoinlandsprodukt (Q1.2021)
Mittwoch12.05.202108:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Apr.)
Mittwoch12.05.202111:00 UhrEU: Industrieproduktion (Mrz.)
Mittwoch12.05.202114:30 UhrUS: Verbraucherpreisindex (Apr.)
Mittwoch12.05.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag13.05.202114:30 UhrUS: Erzeugerpreisindex (Apr.)
Donnerstag13.05.202114:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Freitag14.05.202114:30 UhrUS: Einzelhandelsumsätze (Apr.)
Freitag15.05.202115:15 UhrUS: Industrieproduktion (Apr.)

Risikohinweis:

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers Ltd. bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unsere Risikohinweise und unsere AGBs.

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen