Elbblick Börsenbrief – KW 18/2022

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

in der vergangenen Handelswoche stand die Berichtssaison im Mittelpunkt des Börsengeschehens. Insbesondere die Zahlen zum ersten Quartal der großen US-Technologiefirmen wurden von den Marktteilnehmern mit großem Interesse verfolgt. Dabei übertrafen Apple und Microsoft sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen der Analysten. So erzielte der iPhone-Hersteller einen Umsatz in Höhe von 97,3 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 29,98 Milliarden Dollar, während Microsoft im vergangenen Quartal 49,4 Milliarden Dollar umsetzte und einen Nettogewinn in Höhe von 16,7 Milliarden Dollar einstrich. Dagegen verbuchte der Onlinehändler Amazon den ersten Netto-Quartalsverlust seit dem Jahr 2015. Trotz eines über den Erwartungen liegenden Umsatzes von 116,4 Milliarden Dollar musste das Unternehmen aufgrund höherer Kosten und der 7,6 Milliarden Dollar schweren Wertberichtigung von Amazons Beteiligung am US-Elektroautobauer Rivian unter dem Strich einen Verlust von 3,8 Milliarden Dollar hinnehmen.

Derweil verdichten sich die Hinweise auf eine erste Zinserhöhung im Juli bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte EZB-Ratsmitglied Martins Kazaks: „Eine Zinserhöhung im Juli ist möglich und vernünftig. Die Märkte rechnen mit zwei oder drei Zinsschritten von 25 Basispunkten bis zum Jahresende.” 

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX (GBE-Symbol: DE40) Tageschart DE40:

Rückblick:

Bis zur Wochenmitte setzte der deutsche Leitindex die Abwärtsbewegung der Vorwoche bis auf 13.560 Zählern fort. Anschließend wendete sich das Blatt und der Index legte um über 600 Punkte zu. 

Charttechnischer Ausblick:

Die Gefahr einer Ausdehnung der Abwärtsbewegung in Richtung der 13.000er Marke war durchaus gegeben, da der seit Jahresanfang begonnene Abwärtstrend weiterhin gültig ist. Nun könnten die DAX-Bullen das Ruder wieder übernehmen, falls sie in der Lage sind, die seit Januar verlaufende rote Abwärtstrendlinie (aktuell bei ca. 14.430 Punkten) zu brechen und den Horizontalwiderstand bei 14.600 Zählern per Tagesschlusskurs zu überwinden. Darüber existiert bei 14.730 Zähler noch eine kleine Hürde, bevor es zu einem weiteren Showdown zwischen Bullen und Bären innerhalb der Widerstandszone zwischen 14.815 und 15.040 Punkten kommt. Hier kann sich das Kursgeschehen kurzfristig festfahren. Mit einem Tagesschlusskurs über 15.120 Punkten könnten die Bullen als Sieger hervorgehen und damit gleichzeitig den Grundstein für einen Anstieg in Richtung der orangen 200-Tage-Linie bei aktuell 15.280 Zählern und des horizontalen Widerstands bei 15.295 Punkten legen. Spätestens im Bereich des Horizontalwiderstands bei 15.440 Punkten sollte ein größerer Bärenangriff in Richtung der 15.000er Marke eingeplant werden. 

Aktuell notiert das Aktienbarometer knapp unterhalb der grauen 21- als auch der blauen 50-Tage-Linie. Schafft es der DAX nicht die beiden Hürden zu überwinden, könnte der nächste Kursrücksetzer die Horizontalunterstützung bei 13.852 Punkten ansteuern. Von hier aus startet möglicherweise der nächste Angriff auf die rote Abwärtstrendlinie. Ansonsten rückt erneut der horizontale Support bei 13.560 Zahlern in den Vordergrund. Darunter wird es zunehmend kritisch, falls die beiden Auffangbecken bei 13.340/13.385 und 13.030/13.105 Punkten ihren Namen keine Ehre machen.  

Unterstützungen:

1. 13.852 Punkten

2. 13.560 Punkten

3. 13.340 / 13.385 Punkten

Widerstände:

1. 14.430 Punkten

2. 14.600 Punkten

3. 14.730 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Talfahrt des Euros gegenüber dem US-Dollar ging auf in den letzten Handelstagen weiter. Dabei unterschritt die Gemeinschaftswährung erstmals seit fünf Jahren die Marke von 1,05 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Langsam, aber sicher rückt die Parität im EUR/USD immer näher. Seit März 2015 hat das Unterstützungsband zwischen 1,0340 und 1,0635 US-Dollar beste Betonarbeiten geleistet, um einen Wechselkurs von 1:1 zu vermeiden. Nun könnte der Betonbau größere Risse bekommen, falls das Währungspaar sich aus dem Tagesgeschäft mit einem Kurs unterhalb von 1,0340 US-Dollar, dem markanten Tief vom Januar 2017, verabschiedet. Die nächste Unterstützung könnte dann das Monatshoch vom Juli 2002 bei 1,0210 US-Dollar bieten, bevor das große Ringen im Bereich der Parität beginnen wird. Gewinnen hier die Verkäufer die Oberhand, kann es schnell in Richtung 0,96 US-Dollar gehen.

Nicht nur der Betongürtel zwischen 1,0340 und 1,0635 US-Dollar, sondern auch die gegenwärtige überverkaufte Situation im Tages-, Wochen- und Monatschart gibt den Käufern die Hoffnung, dass eine stärkere Erholung bald eintreten könnte. Die erste kleine Hürde auf dem Weg zu einer Erholungsrally liegt bei 1,0648 US-Dollar. Viel größer dürfte dagegen der Widerstand im Bereich von 1,0760 US-Dollar werden, da hier die ehemalige Unterstützung nun Paroli bieten könnte. Erst mit Kursen oberhalb von 1,0940 US-Dollar und dem Überqueren der seit Mitte Februar gültigen roten Abwärtstrendlinie distanzieren sich die Euro-Käufer wieder deutlicher von der drohenden Parität-Gefahr. 

Unterstützungen:

1. 1,0340 US-Dollar

2. 1,0210 US-Dollar

3. 1,0000 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0648 US-Dollar

2. 1,0760 US-Dollar

3. 1,0940 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Gleich zum Wochenauftakt rutschte der Preis für eine Feinunze Gold unter die Marke von 1.900 US-Dollar und fand zunächst Halt an der Horizontalunterstützung bei 1.890 US-Dollar. Im weiteren Wochenverlauf setzte das Edelmetall bis auf 1.872 US-Dollar zurück, ehe eine Erholungsbewegung den Goldpreis wieder über die 1.900er Schwelle bugsierte.

Charttechnischer Ausblick:

Nachdem die Horizontalunterstützung bei 1.890 US-Dollar nochmals getestet wurde und im Anschluss keine stärkere Gegenbewegung auftrat, stellte der Rutsch bis auf 1.872 US-Dollar keine wirkliche Überraschung dar. Ebenfalls konnte auf diesem Niveau eine Erholung bis mindestens der ehemaligen Unterstützung bei 1.915 US-Dollar erwartet werden. Hier wird es sich jedoch zeigen, ob die Erholung auf stabilen Füßen steht und bis zur nächsten Hürde bei 1.934 US-Dollar weitergeht oder die seit dem 18. April eingeleitete Abwärtsbewegung ihre Fortsetzung findet. Oberhalb von 1.934 US-Dollar wäre der Weg bis auf 1.960 US-Dollar frei. Bis zur “magischen” 2.000er Marke muss der Goldpreis noch die beiden Hindernisse bei 1.980 US-Dollar und 1.995 US-Dollar überwinden. 

Es ist gut möglich, dass die nach dem Jahreshoch bei 2.070 US-Dollar eingesetzte Konsolidierung auch in den kommenden Tagen sich fortsetzen wird. Allerdings würde mit einem Tagesschluss unter 1.867 US-Dollar der Abgabedruck bis zum Unterstützungsband bei 1.850 und 1.841 US-Dollar deutlich verstärken. Das Kaufinteresse könnte hier wieder zunehmen und eine neue Aufwärtswelle bis zur 1.900er-Schwelle auslösen. Unterhalb von 1.840 US-Dollar sollte man das Augenmerk auf den Bereich zwischen 1.829 und 1.827 US-Dollar richten, da hier der mittelfristige Aufwärtstrend auf eine ernsthafte Probe gestellt werden könnte.

Unterstützungen:

1. 1.867  US-Dollar

2. 1.841 / 1.850 US-Dollar

3. 1.827 / 1.829 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.934 US-Dollar

2. 1.960 US-Dollar

3. 1.980 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 02.05. – 06.05.2022

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag02.05.202208:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze (Mrz.)
Montag02.05.202209:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Apr.)
Montag02.05.202216:00 UhrUS: ISM Einkaufsmanagerindex (Apr.)
Dienstag03.05.202209:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Apr.)
Dienstag03.05.202216:00 UhrUS: JOLTs Stellenangebote (Mrz.)
Mittwoch04.05.202208:00 UhrDE: Handelsbilanz (Mrz.)
Mittwoch 04.05.202220:00 UhrUS: Zinsentscheidung Fed
Mittwoch04.05.202220:30 UhrUS: Pressekonferenz Fed
Donnerstag05.05.202213:00 UhrUK: Zinsentscheidung BoE
Freitag06.05.202214:30 UhrUS: Beschäftigung ex-Agrar (Apr.)
Freitag06.05.202214:30 UhrUS: Arbeitslosenquote (Apr.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
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